Gepäckträger Montage an E-Mountainbikes

Wer wünscht sich einen Gepäckträger an einem vollgefederten E-Mountainbike? Für und Wider dieser Lösung laden mit verschiedenen Argumenten zu hitzigen Debatten ein. Diese sind der Industrie ziemlich egal. Sie hat längst Fakten geschaffen. Zum einen mit den sogenannten SUV-E-Bikes, die vollgefedert oft schon serienmäßig einen Gepäckträger verbaut haben. Und zum anderen mit besonderen Gepäckträgern, die sich an E-Bikes mit gefederten Hinterbauten nachträglich montieren lassen.

Materialien und Rahmen

Die Liste der Stoffe, aus denen Fahrradhersteller E-Bikes fertigen, wächst kontinuierlich. Aluminium, Carbon, Stahl, Titan, Holz, Bambus sind gängige Materialien. Mit Kunststoff steht bereits der nächste Kandidat in den Startlöchern. Am häufigsten kommen aktuell sicher Aluminium und Carbon zum Einsatz. Für beide Varianten gibt es entsprechende Gepäckträger. So erlaubte zum Beispiel der seit 2013 erhältliche Träger von ElBurro von Anfang an den Anbau an einem E-Bike mit einem Carbonrahmen. Als zweite Option kommt dafür inzwischen der Ortlieb Quick Rack infrage. Ohne ein solches Vorausdenken der Fahrradhersteller bleibt mithilfe von Adaptern immerhin noch die Montage an Aluminiumrahmen. Die sind in der Regel für derartige Gepäckträger freigegeben. Stahl wird in den Bedienungsanleitungen der Träger gewöhnlich nie explizit erwähnt. Dies jedoch nur, weil dort die Nutzung problemlos erfolgen kann.

Montagemöglichkeiten

Am häufigsten tauchen drei Montagemöglichkeiten auf. Neben den bereits erwähnten Bohrungen im Rahmen sind dies das Anbringen auf Adaptern der Hinterradachse sowie an den Sitzstreben. Vorbereitete Montagepunkte am Rahmen als auch das Einbeziehen der Hinterradachse bringen entscheidende Vorteile mit sich. Auf diesem Wege können große Kräfte aufgenommen werde. Das fördert grundsätzlich die Stabilität des Gepäckträgers und sorgt natürlich dafür, dass ihr am Ende möglichst viel Gewicht transportieren könnt. Das Befestigen auf der Sitzstrebe stellt bestimmte Voraussetzungen an den jeweiligen Hinterbau. Darunter fallen Punkte wie das Rahmenmaterial des E-Bikes, Durchmesser und Länge der Sitzstreben als auch der Winkel zwischen Sitzstreben und Kettenstreben.

Traglast und Stabilität

Tatsächlich hängt die maximal zulässige Traglast direkt mit dem Montagekonzept zusammen. Entsprechend belastbare Fixpunkte erhöhen das Gewicht, das ihr mithilfe von Gepäcktaschen sowie anderem Zubehör an und auf dem Gepäckträger befördern dürft. Beispielsweise ist das Modell von ElBurro für 25 Kilogramm zugelassen. Der neue Quick Rack XL von Ortlieb bringt es sogar auf 26 Kilogramm. Im Falle des SKS Infinity Universal, einem an den Sitzstreben montierbaren Träger, sind es dagegen zwölf Kilogramm. Den gleichen Ansatz nutzt der Thule Tour Rack. Er kommt per se erst einmal auf maximal zehn Kilogramm. Mit einem zusätzlich erhältlichen stabilisierenden Seitenrahmen namens Thule Pack ’n Pedal werden daraus sogar 25 Kilogramm.

Wie viel die Traglast unter dem Strich tatsächlich wert ist, entscheidet sich unter anderem an der Frage, ob das Gepäck auch wirklich dort bleibt, wo ihr es befestigt habt. Für manche von euch mag das trivial klingen. Allerdings arbeitet das Federsystem eines Mountainbikes während der Fahrt aktiv, bewegt sich, wird erschüttert und unterliegt hohen Kräften. Ein Gepäckträger soll diese Funktionalität nicht einschränken. Vielmehr muss er sich dem Verhalten anpassen können. Um das zu gewährleisten, verfügen etwa die patentierte Lösung von ElBurro sowie Ortliebs Quick Rack über zwei Drehpunkte zwischen dem Träger und dem Befestigungspunkt an der Sattelstütze. Dank ihnen können die Träger die Bewegung des Hinterbaus mitgehen und gleichzeitig die eigene Ladefläche jederzeit in der Waagerechten halten.

So raffiniert ist das Design der an den Sitzstreben montierbaren Gepäckträger meist nicht gelöst. Sie bewegen sich mit den Streben mit - und damit analog zur Reaktion des Dämpfers. Gelangt dieser in die Kompression, neigt sich die Ladefläche des Trägers in Richtung des Tretlagers. Wie stark, hängt zum Beispiel vom Federweg des Dämpfers ab. Für den Inhalt von Gepäcktaschen sollte das kein großes Problem darstellen. Manche Gepäckträger halten aber selbst für diese Situation passendes Zubehör bereit. So enthält der Lieferumfang des Ortlieb Quick Rack einzelne Anschläge. Diese schraubt ihr an den Streben an, an denen die Taschen eingeklickt werden. Die Anschläge verhindern ein Hin- und Herrutschen der Taschen. Sobald die Ladefläche kompatibel mit den Systemen von Racktime, MIK, MIK HD oder anderen ist, eröffnet dies natürlich die Option Taschen, Körbe, etc.

Versenkbare Sattelstützen

Teil eines vollgefederten E-MTBs sind heutzutage oftmals versenkbare Sattelstützen. Deren Konstruktion ist so stabil, dass ihr sie als Anschraubpunkt für Halterungen der Gepäckträger nutzen könnt. Solange ihr dafür nicht das Tauchrohr der Stütze benutzt, sollte alles reibungslos funktionieren.

Zubehör

Hersteller wie Ortlieb und SKS stellen ihren Gepäckträgern weiteres Zubehör zur Seite. Dazu zählen in erster Linie Schutzbleche in verschiedenen Breiten. Von SKS gibt es zudem ein Rücklicht, das sich an dem Träger befestigen lässt. Abschließend sei noch einmal auf das maximal zulässige Gesamtgewicht eines E-MTB Fully verwiesen. Gerade bei Bikes mit Carbonrahmen liegt dies mitunter recht niedrig.

Montageanleitung für Gepäckträger

Ob alltägliche Dinge auf dem Weg zur Arbeit, der Einkauf auf dem Heimweg oder eine Radreise mit kompletter Camping-Ausrüstung: Ein Gepäckträger kann Dir sprichwörtlich den Rücken freihalten. Die Optionen sind vielfältig: Du kannst Packtaschen dranhängen, Packsäcke oben draufschnallen oder auch Körbe beziehungsweise Kisten für den schnellen Zugriff montieren. Entschieden? Gut! Jetzt noch die Montagemöglichkeiten: Manche Bikes haben Gepäckträgerösen, also entsprechende Aufnahmen mit Gewinden an den Sattelstreben beziehungsweise an der Gabel. Andere Bikes haben keine Ösen. Für beide Fälle haben wir eine (große) Auswahl im Shop.

Werkzeug und Vorbereitung

Wie bei vielen Arbeiten am Bike geht die Gepäckträgermontage leichter von der Hand, wenn Du das benötigte Werkzeug übersichtlich bereitliegen hast und nicht zwischendurch in der Werkzeugkiste suchen musst. Was Du genau brauchst, hängt davon ab, welchen Gepäckträger Du montieren willst. Allgemein empfehlen wir, folgendes parat zu haben:

  • einen Satz Innensechskantschlüssel
  • kleine Ring- bzw. Maulschlüssel
  • Drehmomentschlüssel
  • Gewindeschneider M5
  • Säge und Feile, alternativ: Rohrschneider
  • Schraubstock

Tipp: Mit einem Montageständer erleichterst Du Dir die Arbeit immens, da Du das Rad auf Arbeitshöhe fixieren kannst, ohne Dich ständig tief hinunterbeugen zu müssen. Eine absolute Empfehlung, wenn Du häufiger an Deinem Rad schraubst.

Gepäckträgermontage am Rahmen mit Ösen

Die Montage eines Gepäckträgers an einem Rahmen mit Gewindeösen zeigen wir Dir hier am Beispiel eines Surly Long Haul Trucker 28“. In den folgenden vier Schritten installieren wir einen Racktime Fold-it Fix.

  1. Der Racktime Fold-it Fix muss vor der Montage am Fahrrad zusammengebaut werden: Befestige die seitlichen Stützstreben mit den im Lieferumfang enthaltenen Schrauben und Muttern an der Trägerplatte mit einem 4er-Innensechskant- und einem 8er-Maulschlüssel. Fixiere dann mit dem Drehmomentschlüssel alle Verbindungen (Drehmoment nach Herstellerangabe, in diesem Fall: 4,3 Newtonmeter). Tipp: Wenn Du ein Rücklicht am Gepäckträger montieren möchtest, dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt. So kannst Du problemlos alle Schraubverbindungen festziehen, ohne dass das Hinterrad oder das Schutzblech im Weg ist.
  2. Je nach Anzahl der vorhandenen Ösen am Ausfallende kann es notwendig sein, das eventuell vorhandene Schutzblech zu lösen, damit der Gepäckträger montiert werden kann. Beim Hinterradträger kann das Schutzblech mit dem Gepäckträger gemeinsam an derselben Gewindeöse über dem Ausfallende montiert werden. Du brauchst nur ausreichend lange Schrauben. Besser sind natürlich zwei verschiedene Aufnahmen, wie bei unserem Surly. Eventuell vorhandene Lackreste in den Gewindeösen kannst Du entfernen, indem Du sie mit dem passenden Gewindeschneider (M5) nachschneidest. Tipp: Wir haben die untere Aufnahme gewählt, die eigentlich für die Schutzblechstreben gedacht ist. Der Gepäckträger sitzt so etwas tiefer. Damit die Streben des Schutzbleches nicht stören, kannst Du sie etwas nach innen biegen.
  3. Um Dein Schutzblech vor unnötigen Kratzern zu schützen, kannst Du es mit einem Tuch oder Klebeband abdecken, bevor Du damit beginnst, den Träger am Rad zu montieren. Ein erstes Anhalten gibt Dir einen Hinweis, wie viele Distanzscheiben Du voraussichtlich brauchen wirst, damit der Träger gut sitzt, ohne mit den Schutzblechstreben zu kollidieren. Wähle die Länge der Schrauben so, dass sie auf der Rückseite im Idealfall bündig mit dem Ausfallende abschließen. Zieh die Schrauben auf beiden Seiten mit einem 4er-Innensechskantschlüssel vorerst nur leicht an, sodass der Träger noch beweglich ist und passend ausgerichtet werden kann! Tipp: Im Lieferumfang des Racktime sind verschiedene Schrauben und Distanzscheiben enthalten. Dennoch kann es hilfreich sein, eine gewisse Auswahl an Schrauben in verschiedenen Längen und Unterlegscheiben vorrätig zu haben. Für die Montage am Surly haben wir ab und an in die Vorratskiste gegriffen.
  4. Um die Gepäckträgerstreben an den Sitzstreben befestigen zu können, müssen die Strebenbolzen am Träger montiert sein. Tipp: Entgegen der Angabe in der Montageanleitung drehen wir die Bolzen so, dass die Schrauben innen sitzen - der cleaneren Optik wegen. Achte aber auch darauf, dass sie erlauben, die Streben in einem günstigen Winkel (ohne zu verkanten) zum Rahmen zu führen. Nun kannst Du den Gepäckträger waagerecht ausrichten (nimm das Bike dafür gegebenenfalls kurz aus dem Montageständer) und die Schrauben am Ausfallende mit dem Drehmomentschlüssel festziehen (Drehmoment nach Herstellerangabe, in diesem Fall: 4,3 Newtonmeter). Baue die Streben lose ein und markiere die passende Länge. Achtung: Die Strebe sollte mindestens einen Zentimeter nach hinten aus dem Bolzen herausragen. So kannst Du später noch kleinere Korrekturen vornehmen. Nimm die Streben wieder ab und kürze sie, am besten mit einer Säge. Gut geht das, wenn Du sie in einen Schraubstock einspannst. Alternativ kannst Du auch einen Rohrschneider benutzen. In unserem Fall konnten wir die Streben einbauen, ohne sie biegen zu müssen. Du musst Deine Streben biegen? Dann kannst Du weiter unten in Schritt drei der Gepäckträgermontage an Rahmen ohne Aufnahmen nachlesen, wie das geht. Wir empfehlen Dir, die Schnittkanten mit einer Feile oder Schleifpapier zu entgraten. Das ist aber optional, da am Ende Schutzkappen übergestülpt werden. Nun kannst Du die Streben mit passenden Schrauben und Unterlegscheiben an den Sattelstreben fixieren (Drehmoment beachten, in diesem Fall: 4,3 Newtonmeter) und die Schutzkappen aufstecken. Fertig.

Lowrider-Montage an einer Gabel mit Gewinden

Ebenfalls am Surly Long Haul Trucker 28" zeigen wir nun die Montage eines Lowriders in drei Schritten. Der Träger ist ein Tubus Tara.

  1. Drehe die Schrauben aus den Aufnahmen heraus! Um eventuell vorhandene Lackreste zu entfernen, empfehlen wir, die Ösen mit dem passenden Gewindeschneider (M5) nachzuschneiden. Sofern ein Schutzblech verbaut ist, solltest Du es lösen. Der Lowrider und die Schutzbleche dürfen nicht (!) an derselben Aufnahme montiert werden. Lowrider sind mit einer eigenen Aufnahme für die Schutzbleche ausgestattet.
  2. Der Lowrider bietet verschiedene Aufnahmepunkte. Prüfe durch Anhalten des Trägers, welche in Deinem Fall am besten passen. Hierbei kannst Du auch schon abschätzen, wie viele Distanzscheiben Du voraussichtlich brauchen wirst, damit der Träger gut sitzt. Tipp: Wie beim Gepäckträger hinten ist auch hier eine kleine Auswahl an Distanzscheiben und M5-Schrauben in verschiedenen Längen eine hilfreiche Ergänzung zum mitgelieferten Material, um die Montage zu erleichtern. Schiebe die Schrauben (mit Unterlegscheibe) durch die gewählten Aufnahmepunkt am Lowrider (links und rechts) und die Distanzscheiben! Wähle dabei die Schraubenlänge so aus, dass sie möglichst bündig mit dem Ausfallende abschließt und nicht zu weit nach darüber hinausragt und sogar mit der Nabe bzw. Deinem Nabendynamo kollidiert! Achtung: Das ist der fummelige Part, der etwas Geduld und eine ruhige Hand braucht. Ziehe die Schrauben auf beiden Seiten mit dem Innensechskantschlüssel nur leicht an, sodass der Lowrider beweglich bleibt und ausgerichtet werden kann.
  3. Nun kannst Du die oberen Gepäckstreben am Träger befestigen und über das Langloch ans Gabelbein schrauben - zuerst wieder nur lose auf beiden Seiten. Durch Verschieben entlang des Langlochs kannst Du den Lowrider jetzt waagerecht ausrichten und mit dem Drehmomentschlüssel alle Verschraubungen fest anziehen (Drehmomentangaben des Herstellers beachten, in diesem Fall: 4,3 Newtonmeter). Zum Abschluss kannst Du Dein Schutzblech am Lowrider montieren. Dabei musst Du die Schutzblechstreben wahrscheinlich kürzen, damit der Schmutzfang wieder korrekt sitzt. Fertig.

Gepäckträgermontage an Rahmen ohne Aufnahmen

Du möchtest an Deinem Bike einen Gepäckträger montieren, aber der Rahmen hat keine passenden Aufnahmen? Auch dafür gibt es Lösungen. Hier zeigen wir Dir, wie das mit der Salsa-Rack-Lock-Sattelklemme und dem Tubus-Schnellspanneradapter funktioniert. Da wir ohnehin gerade am Surly Long Haul Trucker 28" geschraubt haben, hält das auch für diese Montage als Modell her.

Achtung! Die Schnellspanneradapter funktionieren nur mit einem Gepäckträger, der am Fuß eine Zwei-Loch-Aufnahme hat, wie etwa die Modelle Cargo, Logo, Fly, Cosmo und Vega von Tubus.

  1. Beginne, indem Du die Adapterplatten für den Schnellspanner unten am Gepäckträger montierst! Achte dabei auf die richtige Ausrichtung der Platten: Schraube die längere Hälfte mit den zwei Löchern jeweils von innen gegen den Trägerfuß, sodass die kürzere Hälfte in Richtung Tretlager zeigt! Zieh die Schrauben mit dem Maulschlüssel fest an! Vergiss dabei nicht die Unterlegscheiben zwischen Mutter und Adapterplatte! Nun kannst Du den Gepäckträger so über dem Rad platzieren, dass Du den Schnellspanner durch die Adapterplatte, das Ausfallende und die Hinterradnabe stecken kannst. Dann schraube die Mutter am anderen Ende so fest, dass Du den Schnellspanner mit etwas Kraft fixieren kannst. Richte den Gepäckträger möglichst waagerecht aus, bevor Du den Schnellspanner schließt.
  2. Löse die alte Sattelklemme mit dem passenden Innensechskantschlüssel und baue sie mitsamt Sattelstütze und Sattel aus. Merke oder markiere Dir die Sattelhöhe! Fette die Salsa-Sattelklemme etwas, um den Einbau zu erleichtern und später Knack- und Knarzgeräusche zu vermeiden. Setze die Sattelklemme dann auf das Sattelrohr, stecke die Stütze bis zur richtigen Höhe ein und ziehe die Sattelklemme mit dem Drehmomentschlüssel an. Beachte das vom Hersteller empfohlene Drehmoment, in unserem Fall lauten die Angaben „nicht mehr als 8 Newtonmeter“.
  3. Bei der Montage des Trägers an der Sattelklemme müssen die Streben meist gebogen werden, da die Schraubverbindung sehr weit oben sitzt. Im ersten Schritt schiebst Du die Strebe in den Bolzen an der Trägerplatte und richtest sie so aus, dass Du sehen kannst, wo sie gebogen werden muss. Entweder markierst Du Dir die Stelle mit einem Stift oder Klebeband oder hältst die Strebe bis zum nächsten Schritt an dieser Stelle fest. Klemm die Strebe nun in einen Schraubstock (wenn Du hast: mit Schonbacken, die Kratzer an der Strebe vermeiden) und zwar so, dass die Stelle, die Du biegen willst, gerade so aus dem Schraubstock heraussteht. Am besten klemmst Du den Teil der Strebe in den Schraubstock, der später gekürzt wird. Nun braucht es ein wenig Kraft: Umfasse mit beiden Händen die Strebe und biege sie nach oben, bis die Biegung passt! Zwischendrin kannst Du immer wieder durch Anhalten prüfen, ob die Biegung bereits ausreicht. Tipp: Die Streben sind in den allermeisten Fällen aus Aluminium und können daher problemlos kalt gebogen werden. Erwärmen ist nur dann nötig, wenn die Strebe lackiert sein sollte. So kannst Du Lackabplatzer vermeiden. Aber Achtung: erhitze sie nicht zu stark, da der Lack sonst Blasen wirft! Verfahre ebenso mit der zweiten Strebe! Schiebe die Streben nun wieder probehalber in den Bolzen ein und markiere die passende Länge! Achtung: Die Streben sollten mindestens 1 cm nach hinten aus den Bolzen herausragen. So hast Du später Reserve für kleinere Korrekturen. In den Schraubstock geklemmt lassen sich die Streben gut mit einer Säge kürzen. Alternativ kannst Du auch einen Rohrschneider benutzen. Entgrate die Schnittkanten mit einer Feile oder Schleifpapier!
  4. Jetzt kannst Du die Streben mit den passenden Schrauben und Unterlegscheiben an der Sattelklemme fixieren und mit dem 4er-Innensechskantschlüssel erst einmal nur leicht anziehen. Fädle sie auch an den Strebenbolzen am Gepäckträger ein und richte alles final aus! Ziehe abschließend alle Schraubverbindungen mit dem Drehmomentschlüssel fest (Drehmomentangaben des Herstellers beachten!) und setz die Schutzkappen auf die Strebenenden! Fertig.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0