Die Wahl der richtigen MTB Schuhe ist ein entscheidender Schritt für jeden Radfahrer, der seinen Komfort und seine Leistung auf dem Trail maximieren möchte. Jede Disziplin, sei es Enduro, Downhill oder Cross-Country, stellt spezifische Anforderungen: Grip, Schutz, Steifigkeit oder auch geringes Gewicht. Ob Anfänger oder Profis, ob du schwindelerregende Abfahrten bewältigen oder deine Leistung auf den schwierigsten Trails optimieren willst - die aktuellen, also die besten MTB Schuhe Modelle kombinieren innovative Materialien und fortschrittliche Technologien, um allen Anforderungen gerecht zu werden.
Giro Rumble VR: Vielseitiger Klickpedalschuh für Alltag und Trail
Giro will mit dem Rumble VR all diejenigen ansprechen, die zwischen Wochenend-Ride und dem Weg zur Arbeit nicht die Pedale von Klicks auf Flats wechseln wollen. Dafür haben sie einen stylischen Sneaker entwickelt, der mit dem Shimano SPD-Klicksystem kompatibel ist, aber auch mit Plattformpedalen gefahren werden kann. In unserer blau-braunen Farbkombo lässt sich der Giro Rumble VR kaum von einem Casual-Sneaker unterscheiden. Nur durch die Cleat-Box in der Sohle ist er als MTB-Schuh zu erkennen. Der Schuh wechselt für 110 € den Besitzer und es kann aus fünf Farben sowie Größen von 39 bis 48 gewählt werden.
Die Passform fällt etwas kleiner als normal aus, deshalb solltet ihr beim Anprobieren direkt mal die nächst größere Nummer versuchen, denn halbe Schuhgrößen bietet Giro leider nicht an. Gerade im hinteren und mittleren Bereich des Fußes ist er schmal geschnitten. Die Zehen haben hingegen genug Bewegungsfreiheit, da der vordere Teil etwas breiter ausfällt. Geschnürt wird der Schuh ganz klassisch, die oberen Ösen sind mit Metallringen verstärkt. An der Zunge ist ein kleines Gummiband mit Lederlasche befestigt, unter das man die Schnürsenkel verstauen kann. Sehr gut, denn so wird ein Verheddern im Kettenblatt verhindert.
Der Oberschuh besteht zum großen Teil aus atmungsaktivem Gewebe, wodurch unsere Füße auch während den ersten richtig langen und warmen Frühlingstagen auf dem Bike nicht ins Schwitzen geraten sind. Ist man hingegen an regnerischen Tagen und auf matschigen Wegen unterwegs, lässt sich leichter Schmutz noch einfach entfernen, stärkere Verschmutzungen halten sich jedoch hartnäckiger, was der eher rauen Oberflächenbeschaffenheit des Stoffes geschuldet ist.
Unter der schwarzen Schutzkappe, die beim Gehen den Verstellmechanismus schützt, verbirgt sich das Gewinde zum Befestigen der Cleats. Der Verstellbereich für den Einklickmechanismus befindet sich relativ weit vorne. Fahrer, die lieber mehr mit dem Mittelfuß statt mit dem Fußballen auf dem Pedal stehen, könnte der Bereich zu klein sein. Wird es auf dem Trail ruppiger, steht man dank der steifen Sohle trotzdem stabil auf den Pedalen, egal, welches System man gewählt hat. Außerdem sorgt die steife Sohle für eine effiziente Kraftübertragung, selbst bei langen Tagestouren, ohne dass die Füße ermüden.
Anders sieht es aus, wenn man lange Wander- oder Schiebepassagen auf seiner Tour hat. Hier sorgt die steife Sohle dafür, dass man nur über einen kleinen gewölbten Bereich vor dem Fußballen richtig abrollen kann, wodurch man schnell müde Beine bekommt. Wer am Wochenende auf lange Wanderungen verzichtet und nach der Fahrt zur Arbeit eh den ganzen Tag hinter dem Schreibtisch sitzt, wird mit den steifen Sohlen jedoch zurechtkommen.
Der Giro Rumble VR überzeugt als vielseitiger Klickpedalschuh, der nichts falsch macht. Dank der steifen Sohle steht man jederzeit sicher auf den Pedalen. Kurze Strecken lassen sich gut zu Fuß zurücklegen, auf längeren Strecken müssen Abstriche beim Komfort in Kauf genommen werden. Starke Verschmutzungen halten sich durch das raue Obermaterial hartnäckig. Wer zur Abwechslung den Casual Look auf dem E-MTB will, ohne vorher die Pedale wechseln zu müssen, ist mit dem Giro Rumble VR gut beraten.
Giro Chamber II: Für den harten Einsatz im Gravity-Sport
Der Giro Chamber Mountainbikeschuh wurde für den richtig harten Einsatz entwickelt. Kein Wunder, dass der Schuh in den Königsdisziplinen des Gravity-Sports bereits etliche Erfolge verzeichnen konnte. Das Herzstück der Neuauflage bildet die robuste und griffige Vibram Megagrip Außensohle. Ebenso in Sachen Sicherheit hatten wir beim Chamber II keinerlei Bedenken, denn an Ferse und Schuhspitze schützen zusätzliche Verstärkungen.
Der Komfort des Schuhs begeisterte uns von der ersten Fahrt an. Dank dick gepolsterter Zunge und der genannten Flexibilität kann er sehr fest geschnürt werden ohne dabei an irgendeiner Stelle zu Drücken. Die 10 mm lange Cleataufnahme des Chamber II ist etwas weiter nach hinten verlagert, wodurch wir eine äußerst geringe Ermüdung verspüren konnten. Durch die Positionierung des Cleats in Richtung Fußmitte war ein entspannter und natürlicher Stand auf dem Pedal gegeben. Wir hatten das Gefühl in Kompressionen locker auf dem Bike stehen zu können, ohne dabei die Waden extrem zu belasten. Außerdem ist das Obermaterial wasserabweisend und atmungsaktiv gestaltet. Nassen Bedingungen hielt der Giro Chamber II bis zu einem gewissen Maße sehr gut stand. Die Durchlüftung funktionierte ebenso gut.
Giro Latch: Neuer Flatpedal-Schuh mit überarbeiteter Sohle
Giro hat mit dem Latch ein optisch ansprechenden, neuen MTB Flatpedal-Schuh auf den Markt gebracht. Giro hat dem Latch ein komplett neu überarbeitete Sohle mehr Grip und vor allem mehr Dämpfung am Pedal spendiert. Zusätzlich zum Mute Foam kommt auch eine neu entwickelte Sohle zum Einsatz. Giro nennt ihre neue Gummimischung Tack Rubber. Das neue Gummi soll noch besser am Pedal kleben und eine bessere Haltbarkeit aufweisen als die Sohlen der Modelle davor.
Nach fast 6 Wochen mit dem Schuh, ist mir zu Beginn aufgefallen, dass man sehr angenehm im Schuh steht. Die ersten Trail Kilometer konnten das auch bestätigen. Die große Überraschung kam jedoch auf dem Trail: Nach zaghaften Start habe ich immer mehr Vertrauen in den Schuh gewonnen, sodass man auch endlich die Bremse loslassen konnte.
Mein Fazit zu dem neuen Giro Latch: Ein erstaunlich gut gelungener Flatpedal-Schuh, der mich mit seinem MUTE FOAM mehr als überzeugen konnte. Die hervorragende Dämpfung am Pedal, in Kombination mit Grip und Steifigkeit macht den Latch zu einem eine sehr gelungene Lösung für alle Flatpedal-Fahrer, die mal etwas anderes als die altbekannten Größen austesten wollen.
Giro Blaze: Innovative MTB-Winterschuhe für sportliche Einsätze
Mit dem Blaze hat Giro ziemlich spannende MTB-Winterschuhe im Programm. Sie sind völlig anders aufgebaut, als die klassischen Modelle im Vergleich. Unter ihrer nahezu nahtlosen Außenhülle, die eher wie ein wasserdichter Überschuh wirkt, verbirgt sich ein mehr oder weniger normaler Halbschuh - allerdings mit weichem Primaloft-Futter. Dadurch soll sich der Blaze besonders angenehm und weniger klobig tragen. Für den nötigen Wetterschutz ist die Außenmembran mit einer 10.000er Wassersäule ausgestattet. Damit auch von unten keine Kälte an die Zehen dringen kann, ist in die Einlegesohle eine Aluschicht eingezogen. Geschlossen wird der Giro Blaze über einen Schnellverschluss im Inneren des Schuhs, außen macht ein wasserdichter YKK-Reißverschluss die Schotten dicht.
Ssssssippp, Reißverschluss auf, Schnellverschluss öffnen und die kleine Öse an der Ferse greifen, schon flutscht der Fuß geschmeidig in den Giro Blaze. Der Einstieg in die MTB-Winterschuhe funktioniert schon mal easy. Auch die Passform überrascht: der Blaze trägt sich tatsächlich mehr wie ein klassischer Mountainbike-Schuh als wie ein klobiger Winterboot. Das verspricht schon mal gute Kraftübertragung auf dem Pedal. Die Passform ist allerdings auch eher auf sportlich schlanke Füße ausgelegt als für breite Latschen. Zudem ist der Spann eher flach gehalten. In den meisten Fällen dürfte eine Nummer größer besser passen.
Gelungen ist auch das Verschlusssystem der MTB-Winterschuhe: Die Speedlaces passen sich schön dem Fuß an und sorgen für guten Halt. Der wasserdichte Reißverschluss läuft leichtgängig. Achtung: das Häkchen immer richtig platzieren - also nach unten - ansonsten kann sich die Außenhülle bei der Fahrt etwas öffnen. Top: die Membran reicht bis weit über den Knöchel und sollte so in Verbindung mit einer langen Regen- oder Winterhose keine Lücke offenlassen.
Den ersten leichten Schauer übersteht der Blaze problemlos und hält die Füße schön trocken. Wie schon vermutet, verschwindet der hohe Schaft sauber unter der Regenhose - da klafft keine Lücke. Bei heftigerem Wasserbeschuss dringt an der Naht des Obermaterials etwas Wasser ein, die Zehen wurden dabei feucht. Kein Weltuntergang, doch absolut dicht hält der Giro nicht.
Beim Kälte-Check kann der Blaze dann wieder punkten. Das Primaloft-Futter packt die Füße angenehm warm ein. Damit sollten auch längere Fahrten unterhalb des Gefrierpunkts kein Problem sein.
Auch im Gelände tragen sich die Giro MTB-Winterschuhe äußerst bequem und kommt dem Feeling eines normalen Bike-Schuhs schon recht nahe. Die erwartet gute Kraftübertragung hat sich in der Praxis allerdings nicht bestätigt. Tritt man kräftig in die Pedale, flext der Schuh spürbar und windet sich unter dem Druck der Füße. Vor allem das Obermaterial bringt nur wenig Zug und Halt auf den Fuß. Auch der Stand auf dem Pedal ist nicht allzu solide. Wer vom Bike absteigen muss, hat zudem mit der wenig griffigen, harten Sohle zu kämpfen.
Giro denkt mit dem Blaze Winterschuhe völlig neu und verquickt einen "normalen" Race-Schuh mit einer Art wasserdichtem Überzug. Für die nötige Wärme sorgen Primaloft-Futter und eine isolierte Einlegesohle. Der Tragekomfort ist für einen Winterschuh phänomenal. Die Außenhaut blockt Schmutz und Wasser zuverlässig ab - bei Dauerregen schlägt der Giro dann aber doch Leck.
Giro Blaze - Infos und Preis
- Preis: 230 Euro
- Größen: 40 bis 50
- Gewicht pro Paar: 929 Gramm (Größe 46)
Alternativen zu Giro MTB Schuhen
Ein guter MTB Touren-/Enduro-Schuh muss ein Gleichgewicht zwischen Komfort, Schutz, Grip und Vielseitigkeit bieten. Die Fizik Terra Ergolace X2 Schuhe sind für Einsteiger konzipiert, die Vielseitigkeit suchen - eine Balance zwischen Komfort, Haltbarkeit und Leistung. Mit ihrem Ergolace-Schnürsystem bieten sie eine präzise und sichere Passform, ideal für lange Touren und Enduro-Sessions, bei denen Halt entscheidend ist. Die Five Ten Hellcat Schuhe sind bekannt für ihre Vielseitigkeit im Enduro- und Downhillbereich. Die Fizik Terra Atlas Schuhe vereinen Leichtigkeit, Komfort und Schutz für Enduro- und Tourenfahrer. Sie bieten dank der Vibram-Gummisohle exzellente Traktion, sowohl auf den Pedalen als auch beim Gehen. Die Northwave X-Trail Plus GTX sind ideal für All-Season-Fahrer. Dank der wasserdichten und atmungsaktiven Gore-Tex®-Membran bleiben die Füße auch bei Nässe trocken und komfortabel. Die Sidi Turbo Schuhe sind speziell für anspruchsvolle Enduro-Fahrer entwickelt. Ihre griffige Gummisohle sorgt für exzellente Traktion, sowohl auf den Pedalen als auch beim Gehen. Sie sind mit Klickpedalen kompatibel und bieten eine sichere und schnelle Verbindung. Die Endura MT500 Burner verfügen über eine Michelin-Außensohle, die maximalen Grip auf den Pedalen und hervorragende Traktion beim Gehen bietet. Diese robusten und langlebigen Schuhe sind ebenfalls mit Klickpedalen kompatibel. Der synthetische Lederschaft ist abriebfest und wetterbeständig, und die Schnürung mit Klettverschluss sorgt für sicheren Halt. Die Leatt 6.0 Clip Pine Schuhe sind ideal für Downhill- und Freeride-Enthusiasten, die Komfort und Leistung suchen. Die Sohle ist für Klickpedale optimiert und bietet mit dem langen Einstellkanal einen präzisen Sitz. Die Fox Union Schuhe sind für Downhill- und Freeride-Fahrer konzipiert, die robuste und leistungsstarke Schuhe suchen. Der Fox Union Boa unterscheidet sich durch das doppelte BOA® Li2-System, das eine schnelle und präzise Feineinstellung ermöglicht.
Weitere Giro MTB-Schuhmodelle im Überblick
- Giro Privateer Lace: Bietet eine hervorragende Kombination aus Komfort, Haltbarkeit und Leistung.
- Spiuk Loma Carbon: Für anspruchsvolle Cross-Country-Fahrer mit straffem Budget.
- Fizik Vento Overcurve X3: Bietet eine leichte und präzise Lösung für Cross-Country-Fahrer.
- Sidi Eagle 10: Stehen für Leistung und Langlebigkeit, besonders geeignet für Enduro und Touren.
- Giro Sector: Perfekt für Radfahrer, die auf langen Trails eine leistungsstarke und bequeme Lösung suchen.
Erfahrungen mit dem Giro Jacket Schuh
Ich bin ein klassischer Endurofahrer und trete gerne jeden Berg hinauf für einen guten Trail. Als Verfechter des Flatpedals brauche ich dabei griffige MTB-Schuhe mit einer bequemen Innensohle. Gerade beim Pedalieren auf dem Trail und aus Kurven heraus brauche ich einen MTB-Schuh, der auf keinen Fall verrutscht und mir permanent den nötigen Halt gibt.
Der Schuh verrutscht nicht, kann aber gleichzeitig leicht umgesetzt werden, ohne den Fuß sehr weit anheben zu müssen. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Ferse oder der Zehenbereich über dem Pedal abknickt oder sich das Pedal an sich zu präsent unter meinem Füßen bemerkbar macht. Grip vorhanden Auch kleine Stöße an Bäumen und Steinen konnte die Sohle gut von meinen Zehen abhalten.
Der MTB Schuh ist außerordentlich gut belüftet und ich hatte bei 15-20° C keine schweißnassen Füße. Die Belüftungsöffnungen auf dem Zehenbereich lassen spürbar und ausreichend Luft ins Innere des Schuhs eindringen. Dieser Vorteil kann sich allerdings bei Regen zu einem Nachteil wandeln.
Technischer Hintergrund
- Aegis® Microbe Shield: Eine antibakterielle Barriere, die die Ausbreitung von Bakterien unterbindet.
- Vibram®: Der Weltmarktführer bei hochwertigen Gummisohlen.
Es hat Spaß gemacht, nochmal eine gute Alternative zu FiveTen an den Füßen zu haben. Nichts für ungut, aber im Bereich von MTB-Schuhen sehe ich keine wirkliche große Vielfalt am Markt. Er trägt sich sehr bequem, ist gut belüftet. Am nötigen Grip auf dem Pedal fehlt es ihm auf keinem Fall und es macht Freude, mit ihm zu biken.
Flatpedal-Schuhe im Test: Vaude AM Moab Tech als Testsieger
Im Gegensatz zu Klickpedal-Schuhen sind Modelle für Flatpedals nicht fest mit dem Pedal verbunden. Schuhe für Klicksysteme werden hingegen über sogenannte Cleats mit dem Pedal verbunden. Je nach Ausführung sind die Schuhe auf klassische Allmountain-Touren oder den Einsatz im Dirt- oder Bikepark zugeschnitten.
Der Vaude AM Moab Tech bietet das beste Paket in unserem Test, wodurch er verdient unser Testsieger geworden ist. Die ausgeklügelte Sohle bietet top Grip auf dem Flatpedal, aber auch beim Gehen im Gelände. Der Vaude AM Moab Mid STX ist ein klassischer Schnürer, bietet jedoch die gleiche Sohle wie unser Testsieger und dadurch einen vergleichbar hervorragenden Grip auf dem Pedal und beim Gehen. Der Schuh ist jedoch höher geschnitten und besitzt ein Obermaterial aus Nubuk-Leder sowie eine zu 100 Prozent recycelte Sympatex-Membran, was den Schuh wasser- und winddicht macht. Der Shimano ET5 ist ein klassischer MTB-Schuh für ausgedehnte Allmountain-Touren und für die eine oder andere kleine Bike-and-Hike-Tour bei trockener Witterung. Der Specialized 2FO Roost Flat Syn ist ein klassischer Flatpedal-Mountainbike-Schuh in lässiger Optik. Der Schuh baut auf dem Plattformpedal einen erstaunlichen Grip auf und ist hier der beste im Test, wodurch er sich eine Empfehlung von uns verdient hat. Das Obermaterial ist robust, dennoch verfügt der Schuh über eine gute Belüftung.
Detaillierte Betrachtung des Vaude AM Moab Tech
Das synthetische Obermaterial besitzt im Zehenbereich sowie an den Seiten große Mesh-Einsätze, wodurch der Schuh eine spürbar gute Belüftung besitzt. So ist der Schuh auch an heißen Tagen gut zu tragen, bei Regen oder Kälte wird es aber dadurch schnell nass und kalt im Schuh. Der Moab Tech ist somit ein MTB-Schuh für die warme Jahreszeit.
Ein erstes Highlight des Schuhs ist das Boa-L6-Verschlusssystem. Durch Ziehen des Verstellrades lässt sich der Schuh weit öffnen, um den Schuh bequem an- und ausziehen zu können. Durch Drehen am Rad werden die Schnüre gespannt, wodurch sich der Schuh optimal an den Fuß anpassen kann, und das vor allem schnell. Möchte man kurz vor der Abfahrt noch schnell den Schuh fester zuziehen, ist das sehr angenehm.
Im Groben besteht die Sohle aus zwei Bereichen. Im Fersen- sowie im Zehenbereich ist die Sohle stärker profiliert, was bei steileren An- und Abstiegen sowie bei Schiebepassagen für ordentlich Grip und somit Vortrieb im Gelände sorgt. Im Mittelfußbereich ist die Sohle kaum profiliert. Dadurch und dank der Gummimischung setzten sich die Pins der Plattformpedale richtig in der Sohle fest. Somit ist der Grip auf den Pedalen stets gewährleistet, und hier hat uns der Schuh echt überrascht.
Letztlich ist der Vaude AM Moab Tech verdient unser Testsieger. Der Grip auf dem Pedal ist überragend, und das Boa-System sorgt für eine optimale Anpassung an den Fuß. Der Schuh ist komfortabel, vermittelt auf dem Trail ein Gefühl von Sicherheit und schützt zudem den Knöchel.
Vaude AM Moab Mid STX: Für jede Wetterlage geeignet
Der Vaude AM Moab Mid STX ist unsere Empfehlung, wenn Sie auf der Suche nach einem Schuh für das ganze Jahr und für jede Wetterlage sind. Dank der Sympatex-Membran ist der Schuh wasser- und winddicht und der hohe Schnitt bietet zusätzlichen Schutz vor dem Wetter. Das Obermaterial des Schuhs besteht aus einem geölten und hydrophoben Nubuk-Leder aus zertifizierter Herstellung. Das bietet nicht nur eine tolle Optik, sondern auch einen Schutz vor Nässe, Schmutz und vor Beschädigung.
Der Schuh ist ein klassischer Schnürer mit einem zusätzlichen Klettverschluss, der für zusätzlichen Halt im Schuh sorgt. Ein Haken ist, dass sich der Schuh aufgrund des hohen Designs etwas schwer an- und ausziehen lässt und etwas mehr Zeit beansprucht, vor allem mit dickeren Socken. Hier müssen die Schnürsenkel zunächst komplett gelockert werden, da sonst ein Hineinschlüpfen fast unmöglich ist.
Der Vaude AM Moab Mid STX bietet alles, was man sich von einem Schuh für schlechteres Wetter wünscht. Er hält den Fuß bei Nässe sowohl auf dem Pedal als auch beim Laufen während kleineren Bike-and-Hike-Touren stets warm und trocken, an heißen Tagen wird es aber schnell mal warm im Schuh. Die Sohle ist eine Wucht und bietet stets Grip, egal unter welchen Umständen.
Shimano ET5: Ein guter Allrounder für Allmountain-Touren
Der Shimano ET5 ist ein klassischer MTB-Schuh für Mountainbike-Touren, der gerade beim Pedalieren eine gute Figur macht, mit dem aber dennoch ein paar Meter zu Fuß zurückgelegt werden können. Der ET5 ist ein klassischer Schnürer, besitzt aber ein etwas ausgeklügelteres Schnürsystem, wodurch sich der Schuh gut an- und ausziehen lässt.
Die Außensohle ist grob in zwei Bereiche eingeteilt. Im Mittelfußbereich ist das Profil etwas feiner, was einen besseren Halt auf den Plattformpedalen verspricht. Im Zehen- und Fersenbereich ist das Profil deutlich gröber, wodurch der Schuh auch im steilen Gelände, sollten mal ein Stück gegangen werden, für ordentlich Vortrieb sorgen soll. Tatsächlich ist gerade beim Gehen der Grip sehr gut, allerdings ist der ET5 durch das recht grobe Profil im Mittelfußbereich etwas schwammig auf dem Pedal. Das ist jedoch erst bei sehr anspruchsvollen Abfahrten bemerkbar. Die Zwischensohle ist sehr steif, was beim Pedalieren sehr hilfreich ist, um die Kraft optimal auf das Pedal zu übertragen.
Letztlich ist der Shimano ET5 ein guter Allrounder und für ausgedehnte Allmountain-Touren im Sommer geeignet, aber weniger für den Parkeinsatz. Er sitzt sehr bequem am Fuß und die steife Zwischensohle überträgt die Kraft optimal auf das Flatpedal. Kurze Gehpassagen oder schnelle Bike-and-Hike-Touren mit geringerem Geh-Anteil nach dem Feierabend sind ebenfalls möglich.
Specialized 2FO Roost Flat Syn: Maximaler Grip auf dem Pedal
Der Specialized 2FO Roost Flat Syn ist ein klassischer Flatpedal-Schuh im Sneaker-Design und überrascht mit erstaunlich viel Grip auf dem Pedal. Das synthetische Obermaterial erinnert ein bisschen an Leder und macht einen robusten Eindruck. An den Seiten verfügt der Schuh über zahlreiche kleine Belüftungslöcher, sowie einige wenige direkt unterhalb der Schnürung. Das sieht zwar nicht nach viel aus, dennoch ist die Belüftung des Schuhs durchaus gut, und auch an warmen Tag auf dem Bike bildet sich kein Hitzestau im Schuh.
Im Knöchelbereich verfügt der 2FO Roost Flat Syn über eine verstärkte Polsterung, was dem Fuß im Schuh Stabilität verleiht und die Knöchel auf dem Bike schützt. Die Zwischensohle ist eher steif, bietet aber noch etwas Komfort, sollte während einer ausgedehnten Enduro-Tour doch mal das Bike geschultert oder geschoben werden. Die steife Sohle hat den Vorteil, dass beim Pedalieren die Kraft optimal an das Pedal weitergegeben wird und man dadurch während der Fahrt stets gute Rückmeldung vom Pedal oder dem Bike selbst hat.
Als Laufsohle kommt die sogenannte SlipNot-Sohle zum Einsatz. Die leicht profilierte Sohle ist überwiegend flach und nur minimal im Vorderfußbereich nach oben gebogen, wodurch sich der Schuh auf kurzen Gehpassagen etwas bequemer läuft. Die Gummimischung ist eher weich und erinnert an Autoreifen für die Rennstrecke. Einmal auf dem Pedal, bohren sich die Pedalpins quasi in die Sohle hinein, ohne dabei Löcher oder irgendwelche Beschädigungen in der Sohle zu hinterlassen. Tatsächlich ist der Specialized 2FO Roost Flat Syn bis dato der Schuh mit dem besten Grip im Test. Selbst bei Nässe kann man sich auf den Grip verlassen.
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