Google Maps Motorrad Navigation: Apps und Tipps für die perfekte Tour

Bei jeder Motorradtour stellt sich früher oder später die Frage: Wo ist die nächste Tankstelle in der Umgebung? Wo kann man am besten einkehren, um sich zu stärken oder wo geht es als nächstes hin? Dann lohnt es sich, die passende App zu haben, die auf diese Fragen Antworten gibt, denn das Handy ist für die meisten Motorradfahrer sowieso immer mit dabei.

Für das Motorradfahren gibt es, genauso wie im Alltag, unzählige Apps, die nützliche Tools mit sich bringen.

Google Maps für Motorradfahrer: Eine Option mit Einschränkungen

Viele Biker nutzen Google Maps, um Routen für Roller und Motorräder abzurufen, weil es einfach und schnell funktioniert. Du fährst dieselbe Route wie ein Auto, ohne Rücksicht auf Motorrad-Vorlieben wie kurvige Strecken oder landschaftliche Reize. Der größte Nachteil: Das Abfahren mehrerer Wegpunkte muss ständig bestätigt werden, wodurch du immer Zugriff auf dein Smartphone haben solltest.

In einigen asiatischen Ländern wie Indien oder Indonesien gibt es tatsächlich einen Motorradmodus in Google Maps - wenn auch für Leichtmotorräder. In Deutschland existiert dieser Modus in Google Maps in dieser Form (noch) nicht. Der größte Vorteil: Du bekommst Echtzeit-Verkehrsdaten, aktuelle Infos zu Baustellen und eine verlässliche Navigation - zumindest für Autos.

Google Maps bietet keine Option „kurvige Strecke bevorzugen“, wie es z. B. Motobit, Calimoto oder Kurviger tun. Google Maps bietet keinen direkten GPX-Export. Du kannst aber manuell Zwischenziele einfügen, um deine Route spannender zu gestalten. Google Maps bietet keine Funktion für „kurvige Straßen“.

Die Fahrzeiten in Google Maps basieren auf Autofahrten - das heißt, sie berücksichtigen keine Unterschiede beim Beschleunigen, beim Bremsen oder beim Überholen, die bei Motorrädern relevant sein können. Im Gegensatz zu speziellen Motorrad-Apps, bietet Google Maps keine direkte Tracking-Funktion für deine Fahrten. Du kannst aber Drittanbieter-Tools wie „mapstogpx.com“ nutzen.

Motorradmodus in Google Maps: Ein Blick nach Indien

Im Rahmen seines Projekts »Google for India« erprobt der amerikanische Tech-Konzern eine Routenplanungsoption speziell für Motorräder. Google möchte jedem der gut eine Milliarde Inder Zugang zum Internet verschaffen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen die Initiative »Google for India« ins Leben gerufen, in deren Rahmen zahlreiche Initiativen gestartet wurden. Über das zur Verfügungsstellen von Internetanschlüssen hinaus werden in Kursen Grundkenntnisse für die digitale Welt vermittelt. Und auch die Google-Produkte werden für die spezifischen Anforderungen des Milliardenmarktes angepasst.

Die Kartenanwendung für Android-Smartphones erhielt als zusätzliche Option bei der Routenplanung einen Motorradmodus. In dieser Einstellung werden bei der Routenberechnung motorradspezifische Parameter berücksichtigt. Hierzu zählt beispielsweise die eingeschränkte Reichweite, aber auch schmale Gassen, die für Pkw schwer passierbar wären, finden Eingang ins Routing. Die neben Indien in den Staaten Indonesien, Malaysia, Myanmar, Hong Kong, Taiwan, Thailand, Vietnam und auf den Philippinen getestete Version richtet sich derzeit nicht an genussorientierte Motorradfahrer, sondern an Menschen, für die das Motorrad als Fortbewegungsmittel im Alltag dient. Spielereien wie eine Option »Kurvige Strecken« gehören daher nicht zum Funktionsumfang.

Motorrad-Navigation in Google Maps aktivieren

Um das Feature zu aktivieren, muss man bei Google Maps zunächst nach einem Zielpunkt suchen. Tippt man daraufhin kurz auf das (neue) Motorrad-Icon, wird einem umgehend die neue Route angezeigt. Diese sind dabei besonders für Motorrad optimiert: Abkürzungen und „Schleichwege“, die mit einem Zweirad leicht zu erreichen sind, werden mit einberechnet.

Alternativen zu Google Maps für Motorradfahrer

Komoot und Google Maps haben ihre Stärken - aber auch klare Schwächen, wenn’s ums Motorradfahren geht. Wenn du auf kurvige Straßen, Höhenmeter und Motorradtauglichkeit Wert legst, solltest du lieber zu spezifischen Apps wie Motobit, Kurviger oder Scenic greifen. Diese bieten Profile speziell für Biker, berücksichtigen kurvige Strecken und sind deutlich besser auf das Zweirad-Erlebnis abgestimmt.

Komoot kann eine gute Option für geplante Touren sein - vor allem, wenn du dich in unbekanntem Terrain orientieren willst. Google Maps punktet mit Stauinfos und einfacher Handhabung, ist aber eher eine Notlösung für spontane Trips und kann wie eine Art “Suchmaschine” für Orte genutzt werden.

Weitere hilfreiche Apps für Motorradfahrer:

  • Calimoto: Die App wurde speziell für Motorrad-Fahrer entwickelt und bietet zahlreiche nützliche Funktionen. Mithilfe von künstlicher Intelligenz will Calimoto besonders kurvige Strecken mit wenigen Ampeln finden - damit können Sie den nächsten Wochenend-Trip so richtig genießen.
  • DEKRA Motorrad: Mit dieser Motorrad-Routenplaner-App findet ihr in ganz Deutschland Tourenvorschläge inklusive der wichtigen Informationen zur Dauer und Schwierigkeit der Strecke.
  • RISER: Die besten Touren nach euren persönlichen Präferenzen könnt ihr ebenso mit der Motorradtouren-App RISER finden.
  • Biker Betten: Mit der kostenlosen App für Motorradfahrer findet ihr Hotels und Unterkünfte, die speziell auf den Motorrad-Tourismus ausgelegt sind.
  • AroundMe: Nicht nur Hotels könnt ihr ganz einfach mit AroundMe finden, auch Banken, Tankstellen, Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Bars werden euch in eurer Nähe angezeigt.
  • ADAC Pannenhilfe: Diese App ist besonders praktisch, wenn ihr eine Panne oder einen Unfall habt.
  • Clever-tanken.de und mehr-tanken: Mit diesen Tank-Apps findet ihr die günstigste Tankstelle in eurer Nähe.
  • Motorbike Weather: Diese App sagt das Wetter bis zu 14 Tage voraus.
  • DeepL: Diese App übersetzt viel genauer und sinnvoller als der Google Translator.

Wichtige Tipps für die Nutzung von Apps während der Fahrt

Auch wenn Apps nützliche Begleiter auf Motorrad-Ausfahrten sind, solltet ihr jedoch beachten, dass ihr euer Handy nicht während der Fahrt benutzt. Bringt es stattdessen in einer sicheren Halterung am Lenker eures Bikes an, wo es weder durch Stöße noch durch das Wetter in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

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