GPS-Navis sind die Pfadfinder für Biker, helfen beim Aufspüren der schönsten Trails und analysieren nebenbei die Fitness. Mit der Fahrradnavigation lassen sich kurze und lange Strecken in unbekannten Regionen problemlos mit dem Fahrrad erkunden. Verschiedene Fahrradnavigationsgeräte im Test überzeugen.
Welche Hersteller von GPS-Geräten für Radfahrer gibt es?
Diskussionen darüber, welcher Radcomputer denn nun der richtige ist, werden unter Radfahrern leidenschaftlich geführt. Das sind die verbreitetsten Modelle:
- Hammerhead: Der Karoo 2 GPS-Radcomputer des amerikanischen Herstellers Hammerhead wird als Alternative zu Garmin und Wahoo auch in Deutschland immer beliebter. Wir haben das Gerät ausführlich getestet.
Wie viel Geld muss ich für ein GPS-Gerät ausgeben?
Eine klassische Typfrage, denn manchem Biker reicht schon ein kartenloses Display mit schwarzer Linie auf grauem Untergrund (etwa Garmin Edge 130 für 127 Euro), um sich unter Einbeziehung der vorhandenen Reifenspuren und der Wegbeschaffenheit im Gelände zu orientieren. Komfortabler wird die Navigation um etwa 200 Euro mit kartenfähigen Geräten, z.B. Garmin Edge Explore 2. BikeNavis dieser Preisklasse bieten oft die wichtigsten Analyse- und Trainingsfunktionen sowie die Option, externe Sensoren für Herz- und Trittfrequenz per ANT+ oder Bluetooth zu koppeln. Hier haben wir 6 GPS-Geräte von Garmin, Polar, Signa und Co. getestet.
Auch wenn die Positionsbestimmung mittels sichtbarer Landmarken wie Burgen oder Felsen gerade für Mountainbiker, die ja oft sprichwörtlich im Wald stehen, seltener hilfreich ist, erzielt die detailliertere Darstellung in der Praxis doch eine höhere Trefferquote beim Auffinden des richtigen Trails.
Gratiskarten vs. Kaufkarten
Auch wenn die meist OSM-basierten Gratiskarten heutzutage besser denn je sind und einen Kauf kostenpflichtiger Karten oft überflüssig machen, haben Kaufkarten ihre Berechtigung nicht vollends verloren. Denn je nach Gerät können mit Gratiskarten hin und wieder Kompatibilitätsprobleme auftreten. Auch ist die Geländedarstellung guter topografischer Karten besser, vor allem in puncto Höhenlinien.
Warum ein GPS-Navi statt Smartphone?
Vergleicht man GPS-Navi und Smartphone daheim auf der gemütlichen Couch, ist das Smartphone samt Navi-App einem Bike-Navi theoretisch ebenbürtig, beherrscht darüber hinaus Telefonie, Fotografie und spart sogar Geld - denn man besitzt es ja bereits! In der Praxis und dort vor allem auf Dauer spielen "echte" Bike-Navis jedoch ihre Stärken aus. So nimmt im GPSModus mit Navigation, Aufzeichnung und Routenberechnung die Akkulaufzeit vieler Smartphones nämlich rasant ab.
Auch ist die Ablesbarkeit der meisten Smartphone-Displays bei Sonnenschein durch Spiegelungen oft schlecht, lässt sich nur mit hoher Helligkeit (ergo hohem Stromverbrauch) kompensieren. Gegen Schmutz, Wasser, Erschütterungen oder Sturzschäden sind die teuren Hightech-Flundern ebenfalls oft nicht genug geschützt. Da eine Stop-and-go-Navigation mit dem Handy in der Trikottasche jeden Flow im Ansatz killt, wird Zubehör zur Lenkermontage fällig, das oftmals aber wenig robust ist.
Kann ich ein Bike-Navi auch zum Wandern verwenden?
Am einfachsten funktioniert dies mit Navis, die bereits über einen vorkonfigurierten Wandermodus verfügen und eine detaillierte Kartendarstellung unterstützen. So geht das Gerät aufgrund der geringen Geschwindigkeit im Vergleich zum Radfahren nicht ständig in den Pausenmodus, und die Orientierung im Gelände fällt leichter. Geräte, die nicht fürs Wandern geeignet sind oder keinen Modus außer Radfahren unterstützen, versuchen zudem, den Wanderer auf Radstrecken zu "zwingen". Eine entsprechend wanderfreundliche Strecke zu berechnen gelingt ebenfalls kaum, da radkompatible Wege bevorzugt werden. Nervige Warnungen vor dem Begehen von Abschnitten, die für Radfahrer gesperrt sind, entfallen mit einem wandertauglichen Gerät ebenfalls. Wer sein Navi für mehrere Sportarten nutzen möchte und weniger Wert auf Trainingsanalyse legt, sollte Outdoor-Allrounder wie den Garmin Oregon 700 oder den GPSMAP 66s checken. Diese werden mit zwei AA-Batterien/-Akkus betrieben, eine Lenkerhalterung ist erhältlich. Viele Modelle erlauben auch das eigene Erstellen von wandernahen Aktivitätsprofilen wie etwa Mountainbike-Orientierungsfahrten.
Wo finde ich gute Routen und Strecken?
Das Internet und diverse Apps sind voll mit Mountainbike-Touren, die Kunst besteht darin, die Spreu vom Weizen zu trennen. Eine große Auswahl an redaktionell geprüften Touren aus MOUNTAINBIKE finden Sie unter mountainbike-magazin.de/touren/ - hier ist fast immer ein Link zum Download in den verbreiteten Formaten .gpx oder .kml enthalten. Auch die Suche bei unserem Partner komoot führt garantiert zu unvergesslichen Touren. Besonders empfehlenswert sind die Sammlungen zu einem Bikespot, so können Sie gleich mehrere Touren mit Schwierigkeitsangabe auf einmal planen und müssen sich keine Gedanken über deren Qualität machen. Möchten Sie dennoch auf eigene Faust forschen, achten Sie darauf, dass die Touren und GPS-Daten möglichst aktuell sind, denn auch die schillerndste Trail-Perle kann zuwuchern und von neuen Routen abgelöst werden. Lokale Mountainbike-Vereine reichen ihre Touren ebenfalls meist gerne weiter, geben zudem wertvolle Tipps, um Ärger vor Ort zu vermeiden
Warum gibt es so starke Abweichungen bei den Höhenmeterangaben?
Bei einem Gerät ohne barometrische Höhenmessung summieren sich leichte Ungenauigkeiten der GPS-Position zu einem größeren Wert, besitzt es ein Barometer,verfälschen wetterbedingte Luftdruckschwankungen. Bei Abweichungen zwischen geplanten und gefahrenen Höhenmetern kommen die Höhenwerte des verwendeten Kartenmaterials als Ungenauigkeit hinzu. Auch das Trackingintervall, die Kalibrierungsgenauigkeit und wie die Firmware die Satelliteninformationenverarbeitet, spielt eine Rolle
GPS oder Glonass?
Fast alle modernen Bike-Navis unterstützen aktuell sowohl GPS-Satelliten als auch das globale System der russischen Föderation Glonass. Durch diese kombinierte Datenmenge kann die Empfangsqualität und Präzision höher sein als mit bloßem GPS-Empfang
Ist Routing beim MTB überhaupt sinnvoll?
Als Routing bezeichnet man die automatische Berechnung einer Route durch das Gerät zwischen mindestens zwei Punkten auf Grundlage einer geeigneten Karte. Für das Auffinden von Trails anhand zuvor heruntergeladener GPX-Touren ist Routing nicht zwingend notwendig. Mit Routing ist die Streckenführung in der Regel auch deutlich langweiliger, da arm an Singletrails. Muss eine Tour aufgrund von früher Dunkelheit, Wetterumschwüngen oder Erschöpfung abgebrochen oder abgekürzt werden, hilft die Neuberechnung aber beim Auffinden geeigneter Strecken
Touchscreen oder Tasten?
Als Smartphone-User sind wir so an Gestensteuerung gewöhnt, dass die Bedienung per Tasten antiquiert wirkt. Mit Handschuhen, nassem oder schlechter ablesbarem Display, sprich bei MTB-Bedingungen, verschlechtert sich die TouchBedienung aber.
Die Bedeutung der Fahrradnavigation
Fahrradnavigation spielt eine zentrale Rolle für sichere und entspannte Radtouren. Sie hilft nicht nur dabei, den richtigen Weg zu finden, sondern bietet je nach Modell auch Zusatzfunktionen wie Höhenprofile, POIs (Points of Interest) oder die Möglichkeit, Routen nach bestimmten Kriterien zu planen.
Auswahl des passenden Navigationsgeräts
Es gibt nicht „das“ Navigationsgerät fürs Fahrrad. Wer sich für ein Gerät zur Fahrradnavigation entscheidet sollte genau wissen was er anstrebt damit zu tun. Viele Navigationsgeräte müssen Zuhause am eigenen PC mit den geplanten Routen bestückt werden. Diese werden i.d.R. als GPX-Dateien von Portalen wie GPSies.com heruntergeladen oder mit Programmen selbst zusammengestellt. Fahrradblog.de gibt Tipps rund um die Fahrrad-Routenplanung und die passende Auswahl an Fahrradnavigationsgeräten.
Online- vs. Offline-Navigation
Online- vs. Offline-Navigation (z.B. Jeder Radreisende sollte sein Kartenmaterial auf der Speicherkarte des Navigationsgerätes speichern. Wenn unterwegs das Internet bzw. der GPS-Empfang ausfällt, ist gewährleistet dass man immer noch nach Karte fahren kann. Ohne GPS-Signal findet zwar keine Echtzeit-Navigation mehr statt, aber die Orientierung auf der Karte ist weiterhin möglich. Auch fürs Smartphone gibt es Apps die Kartenmaterial direkt auf dem Handy speichern und es lokal bereitstellen.
Im Vergleich zum Smartphone sind die meisten richtigen Navigationsgeräte jedoch deutlich im Vorteil. Die Fahrradnavigation auf einem klassischen Navigationsgerät erfolgt bei wesentlich weniger Akku-Verbrauch. Die Geräte können viel mehr Stunden ohne Aufladen navigieren und die Displays sind oft auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut lesbar.
Karten der Fahrradnavigation lokal speichern
Für die Navigation sind aktuelle Karten essenziell. Hochwertige Geräte bieten regelmäßige Updates und die Möglichkeit, OpenStreetMap-Daten (OSM) zu nutzen.
Zurück zur Route - Funktion
Jeder verfährt sich mal. Manchmal verlässt man die gewählte Route auch absichtlich. Etwa wenn es spontan zu einem Café gehen soll. Egal aus welchem Grund die Route verlassen wird, die Fahrradnavigation kann mit der Trackback-Funktion den Radler wieder auf seine gewünschte Strecke bringen.
Wetterfest - Navigieren im Regen
Jedes moderne Fahrradnavi ist wetterfest und spritzwassergeschützt verarbeitet. Regen ist zwar nie das optimale Wetter für Geräte, aber sie funktionieren dennoch. Die meisten Fahrradnavis sind spritzwassergeschützt (IPX5 oder IPX7). Trotzdem empfiehlt sich ein zusätzlicher Regenschutz, um die Lebensdauer des Geräts zu verlängern. Nur weil ein Produkt im Regen eingesetzt werden kann bedeutet es nicht dass es wasserdicht ist. Die meisten Geräte sind nur gegen Spritzwasser geschützt.
Bedienung der Fahrradnavigation
Die meisten Geräte werden direkt über das Display bedient. Das Touch-Display funktioniert wie beim Smartphone. Von der Sensibilität darf es jedoch nicht verglichen werden. Ein Touch-Display beim iPhone oder Samsung ist schon deutlich besser. Wenige Geräte haben auch eine kleine Tastatur zur Bedienung. Meistens dient diese aber nur noch zum Bestätigen einer Aktion und für die Zurück-Funktion. Richtige Eingaben wie etwa das Ziel, eine Sehenswürdigkeit etc.
Akkulaufzeit bei der Navigation
Der Akku ist bei einer guten Fahrradnavigation äußerst wichtig. Je nach Streckenlänge braucht man verschiedene Kapazitäten. Ein gutes Navigationsgerät kommt auf eine Leistung von 8 bis 12 Stunden. Darunter fallen u.a. das Garmin Edge 810 und das Teasi One 2. Die Fahrradnavigation via Smartphone endet bei uns erfahrungsgemäß auch nach 7 bis 11 Stunden wenn Google Maps oder Komoot zum Einsatz kommen.
Verkehrsmeldungen fürs Fahrrad
Über die Relevanz von Verkehrsmeldungen während einer Fahrradtour kann gestritten werden. Ein Stau interessiert meistens nicht. Jedoch liefern integrierte TMC-Empfänger auch Informationen über Baustellen und Streckensperrungen. Sehr gute Navigationsgeräte können bei Streckensperrungen direkt Alternativen vorschlagen.
Speicherkapazität für die Fahrradnavigation
Die Karten benötigen Speicherplatz. Und das je nach Landeskarte und Version nicht besonders wenig. Wenn dann gefahrene Routen heruntergeladen und gespeichert werden, brauchen auch diese zusätzliche Kapazität auf der Speicherkarte. Jede Fahrradnavigation ist mit einer Micro-SD Speicherkarte ausgestattet. Oft sind vom Hersteller bereits Deutschlandkarten oder andere Länder vorinstalliert. Kleine Speicherkarten reichen manchmal nur für ein Land. Fahrradtouren durch mehrere Länder würden bedeuten, dass der Anwender bei Überschreiten der Landesgrenze seine Speicherkarte leeren müsste, um dann die Karte des nächsten Landes aufzuspielen. Oder man nimmt mehrere kleine Karten mit und tauscht sie unterwegs.
Routenaufzeichnung und Statistiken
Viele Navigationsgeräte gehen dem Trend nach, dass der Benutzer seine Daten gerne auswertet und in Statistiken pflegt. Deshalb können Routen die man fährt, heute auch aufgezeichnet werden. Über Funktionen wie Kalorienverbrauch, Höhenmeter, Kraftmessung und andere Werte, lässt sich die körperliche Leistung zusätzlich analysieren.
Fahrradnavigation - Zielsicher auf Radtouren navigieren
Mit einer modernen Fahrradnavigation lassen sich kurze und lange Strecken in unbekannten Regionen problemlos erkunden. Die Vielfalt an Fahrradnavigationsgeräten wächst stetig, sodass für unterschiedliche Bedürfnisse passende Geräte zur Verfügung stehen.
Empfehlenswerte Fahrradnavigationsgeräte
Der Markt bietet für jedes Bedürfnis und Budget passende Modelle, wobei der Garmin Edge 830 besonders für ambitionierte Radsportler geeignet ist, während das Teasi One4 als kostengünstige Einstiegslösung punktet.
Garmin Edge Explore 2
Das Garmin Edge Explore 2 ist hochwertig in der Verarbeitung sowie einfach in der Anwendung. Die Benutzeroberfläche lässt sich mit der Garmin Connect App individuell anpassen, gefahrene Touren kann man dort auswerten. Die Navigation ist ausgezeichnet und hat uns stets ans gewünschte Ziel gebracht. Dabei lassen sich Touren auf dem Gerät selbst oder auf den bekannten Portalen wie Komoot, Outdooractive oder Strava planen und bequem auf das Gerät übertragen. Somit ist das Garmin nicht nur für den Freizeit- und Tourenbiker geeignet, auch technikbegeisterte und versierte Radler kommen mit dem Garmin Edge Explore 2 bestimmt auf ihre Kosten.
Garmin Edge 1040 Solar
Das Garmin Edge 1040 Solar ist zwar das beste Fahrrad-Navi im Test, wenn es um Leistung geht, es ist aber etwas komplizierter in der Bedienung und der Preis wird sicherlich den ein oder anderen Biker erschrecken, was der Grund für den verlorenen Testsieg ist. Eine gute Verarbeitung, ein sehr umfangreicher Lieferumfang und nützliche Dinge wie eine ANT+ Schnittstelle runden das Gesamtpaket ab.
Sigma ROX 12.1 Evo
Mit dem Sigma ROX 12.1 Evo bekommt man nicht nur ein fast vollwertiges und einfach zu bedienendes Navi, sondern auch einen hervorragenden Trainingsbegleiter. Sigma hat hier sehr viel Wert auf eine verlässliche Navigation und einfache Bedienung gelegt. Dank ANT+ und Bluetooth-Schnittstellen wird das Navi zu einem treuen Trainingsbegleiter und auch die Kopplung an E-Bikes ist möglich. Der ROX 12.1 Evo kann zudem auch bei anderen Aktivitäten wie Wandern oder Golf eingesetzt werden. Der aufgerufene Preis ist noch fair, lediglich das Display könnte etwas besser ablesbar sein.
Weitere getestete GPS-Geräte für Fahrräder (2024)
Im Jahr 2024 wurden verschiedene GPS-Geräte für Fahrräder getestet, um die besten Optionen für unterschiedliche Bedürfnisse und Budgets zu ermitteln. Die Geräte wurden hinsichtlich ihrer technischen Daten, Benutzerfreundlichkeit, Navigationsfähigkeiten und Konnektivität bewertet.
Garmin Edge 130 Plus
Der Garmin Edge 130 Plus ist ein kompaktes und robustes Gerät im unteren Preissegment, das jedoch keine vollwertige Navigation bietet, da es weder Karten noch Weggabelungen anzeigt. Auf dem gut ablesbaren Display können importierte Touren nachgefahren und Abbiegehinweise über die App übertragen werden, wobei die Bedienung intuitiv ist. Mit einer Akkulaufzeit von etwa zehn Stunden ist es ausreichend für normale Touren, muss jedoch häufig aufgeladen werden. Funktionen wie Herzfrequenz- und Trittfrequenzmessung, Climb-Pro für Anstiege, MTB-Metriken und -Sturzerkennung sind ebenfalls integriert, allerdings fehlen spezielle E-Bike-Funktionen.
Garmin Edge 540 (Solar)
Der Edge 540 Solar von Garmin bietet Solar-Technologie für längere Akkulaufzeiten, jedoch wird diese Funktion bald nur noch im teureren Edge 840 Solar verfügbar sein. Ohne Solarzellen erreicht der 540 eine Akkulaufzeit von 22 Stunden, mit Solar wären es über 32 Stunden. Das Gerät bietet umfangreiche Navigationsfunktionen und Trainingsanalysen, hat aber eine komplexe Bedienung und eine überladene App, die die Einrichtung erschwert. Die Navigation ist präzise und E-Bikes lassen sich problemlos koppeln, während die Tastenbedienung als schwer erlernbar empfunden wird.
Sigma Rox 11.1 Evo
Der Sigma Rox bietet günstige Navigation in einem kompakten Gehäuse und ist mit einer Startzeit von zehn Sekunden sehr schnell einsatzbereit. Trotz langer GPS-Suche bei unbekannten Positionen überzeugt er durch geringen Stromverbrauch und eine Akkulaufzeit von bis zu 22 Stunden. Das Display ist zwar klein, aber übersichtlich und gut ablesbar, die Bedienung dank klarer Menüstruktur und großen Druckknöpfen intuitiv und einfach. Die Navigation ist auf Pfeilnavigation beschränkt, aber die Konnektivität zu externen Sensoren, einschließlich E-MTB-Features, lässt kaum Wünsche offen.
Wahoo Elemnt Bolt V2
Die Wahoo-Navis sind wegen ihrer gut ablesbaren, matten Displays, einfachen Bedienung und hervorragenden Konnektivität zu Sensoren beliebt, erfordern jedoch ein Smartphone für bestimmte Funktionen. Für viele Nutzer, besonders die jüngere "Wahooligans"-Community, ist die Smartphone-Integration ein Kaufargument, da das Teilen und Vergleichen von Routen wichtig ist. Routen müssen über Drittanbieter-Software wie Komoot erstellt und in die Wahoo-App importiert werden, da Wahoo keine eigene Tourenplanungs-App anbietet. Die beiden Wahoo-Geräte haben ähnliche Leistungen, jedoch unterscheidet sich das kleinere Display des Bolt-Modells, das zwar gut zoombar ist, aber bei Kartenansichten oft Details schlecht zeigt.
Wahoo Elemnt Roam V2
Der Wahoo Elemnt Roam bietet mit seiner Kommunikation zu sieben Satellitensystemen und einer Akkulaufzeit von 15 Stunden eine sehr stabile Signalverbindung, auch in abgelegenen oder stark bebauten Gebieten. Mit 32 GB Speicher und einem größeren Display erleichtert er die Navigation und Darstellung von Routen, bietet jedoch ebenso wie der Bolt keine eigene Routenplanungsfunktion. Der Roam bietet zusätzlich Funktionen wie zwei LED-Leisten, Gyroskop, Kompass und eine zuverlässige Erkennung von Anstiegen. Beide Geräte sind in Sachen Konnektivität führend, unterstützen elektronische Schaltungen und diverse Sensoren.
Diebstahlschutz für Fahrräder: Fahrradtracker im Test
Neben der Navigation ist der Diebstahlschutz ein wichtiger Aspekt für Fahrradbesitzer. Der Touring Club Schweiz (TCS) hat Fahrradtracker getestet und festgestellt, dass zuverlässige Tracker hauptsächlich für E-Bikes verfügbar sind. Diese Tracker sind fest im Motorgehäuse untergebracht und an die Stromversorgung des Fahrrads angeschlossen.
Empfohlene Fahrradtracker für E-Bikes
- Powunity BikeTrax: Ortete sehr zuverlässig. Die Montage im Motorgehäuse erfordert das Einverständnis des E-Bike-Anbieters. Der Akku des Trackers lädt nur, wenn das E-Bike eingeschaltet ist.
- Bosch eBike Systems Connect Module: Ortete zuverlässig. Der Tracker-Akku lädt auch bei ausgeschaltetem E-Bike. Die Montage im Motorgehäuse muss durch Fachleute erfolgen.
- Itsmybike Track and Protect: Ortung war zuverlässig. Die Montage im Motor ist nicht bei allen E-Bikes möglich und muss vom Profi gemacht werden.
Fahrradtracker für normale Fahrräder
Die beste Ortung für normale Fahrräder bietet laut Touring Club der Bikefinder Gen2Tracker. Er ist einfach in der Lenkerstange montiert und einfach zu nutzen.
Social-GPS-Tracker
Etwas schlechter schnitten im TCS-Test sogenannte Social-GPS-Tracker ab. Sie übermitteln das Signal per Bluetooth an in der Nähe befindliche Smartphones. Diese geben dieses dann über eine Signalkette weiter. Im Test zeigte sich: Solche Systeme funktionieren nur da, wo Menschen sind. An menschenleeren Orten stießen sie an ihre Grenzen. Mit Social-GPS arbeiten beispielsweise der Apple AirTag oder der SmartTag2 von Samsung.
Tipps für den Kauf eines Fahrrad-Navis
Beim Kauf eines Fahrrad-Navis sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Dazu gehören die Art der Nutzung, die gewünschten Funktionen, die Displayqualität und die Akkulaufzeit.
- Art der Nutzung: Soll das Navi hauptsächlich für die Navigation auf unbekannten Strecken oder für das Aufzeichnen von Trainingsdaten verwendet werden?
- Funktionen: Welche Funktionen sind wichtig? Sollen beispielsweise Herzfrequenz- und Trittfrequenzmessung, Höhenprofile oder die Möglichkeit zur Routenplanung direkt auf dem Gerät vorhanden sein?
- Displayqualität: Ist das Display auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar?
- Akkulaufzeit: Wie lange sollte der Akku halten?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl des richtigen Fahrrad-Navis von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben abhängt. Es lohnt sich, verschiedene Modelle zu vergleichen und sich vor dem Kauf ausführlich zu informieren.
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