GPS-Tracker Mountainbike Test: Die besten Geräte im Vergleich

Stundenlang nach dem vermeintlich geklauten Fahrrad zu suchen, kann zermürbend sein. Wer wissen will, wo Fahrrad, Rucksack oder Auto sind, kann sie per GPS-Tracker finden. Horrorszenario ist auch, wenn man das Kind im weitläufigen Freizeitpark aus den Augen verliert. Wir haben viele Geräte mit und ohne Abo-Modell getestet und zeigen die besten GPS-Tracker.

Mit einem GPS-Tracker erfahren Sie, wo sich das Fahrrad befindet, sollte es zum Verlust kommen. Gerade in großen Städten kommt es oft zu Diebstählen von Fahrrädern. Ist das betroffene Zweirad mit einem GPS Tracker versehen, könnte es schnell ausfindig gemacht werden. Die fünf besten Modelle zeigen wir Ihnen in diesem Praxistipp. Diese Geräte eignen sich für diesen Zweck.

In dieser Bestenliste sehen wir uns an, welche im Vergleich die besten GPS-Tracker sind. Dabei geht es uns in erster Linie um Tracking-Qualität, App-Bedienung und Funktionsumfang sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Jeden der Fahrzeug-Tracker haben wir in unterschiedlichen Einsatzgebieten zu Fuß, im Auto und im Zug dabeigehabt (wobei dort aufgrund der Metall-bedampften Scheiben kein guter Empfang ist) und unseren Standort durchgehend getrackt.

Wie funktionieren GPS-Tracker?

Im Gegensatz zu Apple Airtags sind GPS-Tracker damit jederzeit vollkommen eigenständig und zur Ortung nicht auf weitere Geräte in der Umgebung angewiesen. Sie setzen auf die Kombination aus Mobilfunk per SIM-Karte und GPS-Ortung. Viele der Tracker arbeiten mit einem Abo, über das die integrierte SIM-Karte mit laufenden Kosten freigeschaltet wird. Der über GPS erfasste Standort wird per Mobilfunk an das Smartphone gesendet.

Andere Hersteller schalten die SIM-Karte direkt ohne Abo frei - oder man muss selbst eine SIM-Karte einlegen. Wir haben uns GPS-Geräte mit und ohne SIM-Karte angesehen und zeigen, welche Funktionsweise für wen infrage kommt und von welchen Modellen man die Finger lassen sollte. Zudem petzt ein GPS-Tracker nicht per Alarm an den Dieb, dass er sich in dessen Nähe aufhält - so wie es Airtags und ihre Android-Pendants für Google Find my Device machen.

Die besten GPS-Tracker im Überblick

Testsieger: Paj GPS Power Finder

Wer einen robusten und zuverlässigen GPS-Tracker mit langer Akkulaufzeit sucht, ist beim Paj GPS Power Finder genau richtig. Das Gerät überzeugt mit sehr präziser Ortung, vielen Alarmfunktionen und einer Akkulaufzeit von bis zu 90 Tagen. Dank spritzwassergeschütztem Gehäuse und großem Temperaturbereich ist der Power Finder auch für anspruchsvolle Einsätze geeignet. Mit einem Preis von 76 Euro (5-Prozent-Coupon anwählen) ist er zudem deutlich günstiger als viele Konkurrenzmodelle.

Vorteile:

  • robustes, spritzwassergeschütztes Gehäuse
  • präzise GPS-Ortung (bis 5 m)
  • 10.000-mAh-Akku für bis zu 90 Tage Laufzeit
  • günstiger Preis von 95 Euro (4G-Version)

Nachteile:

  • Ortung bei schnellen Bewegungen etwas ungenauer
  • monatliche Gebühren für SIM-Karte (12 Euro)

Lebenslanges Abo: Onntrack Portable Pro+

Der Onntrack Portable Pro+ empfiehlt sich für alle, die einen zuverlässigen GPS-Tracker ohne Folgekosten suchen. Einmal angeschafft, fallen keine monatlichen Gebühren an. Zudem überzeugt der Tracker mit einer erstaunlich detailreichen App, die Echtzeit-Tracking und viele Zusatzinformationen wie Signalstärke und Anzahl der verbundenen Satelliten bietet. Der starke, integrierte Magnet sowie die beiliegende Magnetplatte erleichtern die Befestigung enorm. Insgesamt ist der Onntrack Portable Pro+ ein Funktions-starker GPS-Tracker für gehobene Ansprüche zum hohen, aber langfristig lohnenden Preis von 189 Euro.

Vorteile:

  • keine Folgekosten, da SIM-Karte inklusive
  • detailreiche App mit Echtzeit-Tracking
  • starker Magnet zur einfachen Befestigung
  • hohe Genauigkeit dank GPS, LBS und WLAN
  • lange Akkulaufzeit

Nachteile:

  • hoher Anschaffungspreis
  • Micro-USB statt moderneres USB-C
  • kein Annäherungsalarm wie bei anderen Trackern

Preis-Leistungs-Sieger: Trackilive TL-60

Der Trackilive TL-60 empfiehlt sich für alle, die ihr Fahrzeug zuverlässig und lückenlos orten wollen. Dank präzisem Live-Tracking mit 1-Minuten-Intervall behält man sein Auto, Motorrad oder Baumaschine jederzeit im Blick. Die extrem lange Akkulaufzeit von bis zu einem Jahr sorgt für eine kontinuierliche Überwachung, ohne dass man sich ständig ums Aufladen kümmern muss. Durch die robuste, wasserdichte Bauweise ist der Tracker auch für den Einsatz unter rauen Bedingungen geeignet. Mit 108 Euro ist er noch verhältnismäßig preiswert.

Vorteile:

  • präzises GPS-Tracking
  • lange Akkulaufzeit möglich
  • robustes, wasserdichtes Gehäuse
  • flexible Tracking-Modi

Nachteile:

  • Micro-USB-Ladebuchse
  • umständliche Ersteinrichtung
  • kein Stöbern im Verlauf möglich

Ohne SIM-Karte: Winnes TK 905

Der Winnes TK 905 ist eine interessante Wahl für preisbewusste Nutzer, die bei der Mobilfunkanbindung ihres GPS-Trackers flexibel bleiben wollen. Durch den Verzicht auf ein fest verbautes Mobilfunk-Modul mit Abo-Zwang spart man auf Dauer Kosten. Zudem kann man den Tracker so auch im Ausland mit einer lokalen SIM-Karte nutzen. Wer über die Schwächen bei Genauigkeit und App-Qualität hinwegsehen kann, bekommt einen soliden Tracker zum fairen Preis von 60 Euro.

Vorteile:

  • flexibel durch freie SIM-Karten-Wahl
  • robustes, wasserdichtes Gehäuse
  • starke Magneten zur Befestigung
  • ausdauernder 5000-mAh-Akku
  • faire Preisgestaltung

Nachteile:

  • Schwächen bei der Genauigkeit
  • Micro-USB-Anschluss
  • billig wirkende App mit Übersetzungsfehlern
  • 2G-Version bald überholt

Weitere GPS-Tracker für Fahrräder

Neben den oben genannten Modellen gibt es noch weitere GPS-Tracker, die sich für den Einsatz am Fahrrad eignen:

  • Trackting Bike T8: Lässt sich unauffällig am Rahmen anschrauben, funktioniert mit integrierter SIM-Karte und bietet ein Jahresabo für 29 Euro.
  • PAJ GPS Finder: Mit SIM-Karte ausgestattet, monatliche Kosten liegen bei 4,99 Euro.
  • SafeTag Mini 4G: Kleiner GPS-Tracker für knapp 20 Euro, der sich gut am Fahrrad verstecken lässt.
  • Bikefinder Tracker: Wird im Lenker versteckt, verursacht monatliche Zusatzkosten und kostet 185 Euro.
  • Onntrack Portable Pro+: Befestigung dank starkem Magneten, kein Folgekosten, Preis normalerweise 199 Euro.

Worauf sollte man beim Kauf eines GPS-Trackers achten?

Die Anbieter der Tracker setzen auf verschiedene Systeme - sie unterscheiden sich vor allem in der Signal­über­mitt­lung und in ihrer Anbringung am Fahr­rad. Hier sind einige wichtige Kriterien:

  • Genauigkeit: Wie präzise ist die Ortung?
  • Akkulaufzeit: Wie lange hält der Akku?
  • Robustheit: Ist das Gerät wasserdicht und stoßfest?
  • App-Bedienung: Ist die App einfach zu bedienen und bietet sie alle wichtigen Funktionen?
  • Kosten: Gibt es monatliche Gebühren oder ein Abo-Modell?
  • Montage: Wie einfach lässt sich der Tracker am Fahrrad befestigen?

Alternativen zu GPS-Trackern

Etwas schlechter schnitten im TCS-Test sogenannte Social-GPS-Tracker ab. Sie über­mitteln das Signal per Bluetooth an in der Nähe befindliche Smartphones. Die geben dieses dann über eine Signalkette weiter. Im Test zeigte sich: Solche Systeme funk­tionieren nur da, wo Menschen sind. An menschen­leeren Orten stießen sie an ihre Grenzen. Mit Social-GPS arbeiten beispiels­weise der Apple AirTag oder der SmartTag2 von Samsung.

Auch Knog Scout Bike Alarm & Finder setzt im Kern auf den Airtag. Sie ließen sich im Test auf einer definierten Route nicht in Echt­zeit verfolgen, so der TCS. Der Grund: Sie senden nur alle paar Minuten ein Signal. Den Tags von Apple und Samsung fehle außerdem ein Alarm, der signalisiert, dass sich das Fahr­rad in Bewegung setzt.

Diebstahlschutz: Was ist noch wichtig?

Weil manche Fahr­radtracker unzu­verlässig arbeiten und der Stand­ort oft nicht unbe­dingt weiterhilft, ist es viel wichtiger, dass das Fahr­rad gar nicht erst gestohlen wird. Die wirk­samste Maßnahme gegen einen Diebstahl: ein aufbruchsicheres Fahr­radschloss.

Recht­lich gesehen, darf man die Stand­ortdaten eines gestohlenen Fahr­rades ohne Einschränkungen an die Polizei weitergeben. Selbst­justiz sei in einem solchen Fall strafbar. Die technische und preisliche Entwicklung bei E-Bikes ruft beim Fahrraddiebstahl immer öfter wirkliche Experten auf den Plan, die mit grobem Werkzeug und Lieferwagen losziehen, um Beute zu machen. Doch GPS-Tracker fürs Fahrrad, die anzeigen, wo das gestohlene Bike abgeblieben ist, könnten den Profiknackern zunehmend Probleme bereiten.

Tabelle: Vergleich einiger GPS-Tracker für Fahrräder

Modell Preis Abo-Kosten Akkulaufzeit Besonderheiten
Paj GPS Power Finder 76 Euro 12 Euro/Monat Bis zu 90 Tage Robust, wasserdicht
Onntrack Portable Pro+ 189 Euro Keine Lange Akkulaufzeit Detailreiche App
Trackilive TL-60 108 Euro Variabel Bis zu 1 Jahr Wasserdicht, flexible Tracking-Modi
Winnes TK 905 60 Euro Keine (SIM-Karte erforderlich) Ausdauernd Flexible SIM-Karten-Wahl

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