Ergonomische Fahrradgriffe im Test: Komfort und Kontrolle für jedes Laufrad

Viele Radfahrer kennen das Problem: Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Fingern oder Schmerzen im Handgelenk. Etwa 80 Prozent aller Radfahrer sind davon betroffen. Oft können hochwertige Griffe diese Probleme unterbinden und auf Dauer sogar eliminieren.

Beim Radfahren gibt es drei Kontaktpunkte vom Menschen zur Maschine: Pedale, Sattel und Griffe. Unsere Arme leiten je nach Sitzposition bis zu 25 Prozent unseres Körpergewichtes über die Hände auf die Griffe ab. Von dort aus finden sämtliche Übermittlungen der Schalt-, Brems- und Lenkimpulse statt. Stimmen im Zusammenspiel von Sitzposition, Griff- und Lenkerform, ergonomischen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben ein oder mehrere Parameter nicht, führt das schnell zu Druckspitzen, Überlastungen und Fehlstellungen.

Für Probleme im kleinen und Ringfinger ist der Ulnar-Nerv die Ursache. Er verläuft an der Außenseite der Hand. Bekommt etwa der Handballen zu viel Druck an der falschen Stelle ab, können diese Bereiche gequetscht werden. Eine Lösung ist, den Druck an dieser Stelle über eine große Fläche abzuleiten. Treten indessen Probleme in Daumen, Zeige- und Mittelfinger auf, liegt der Grund im Karpaltunnel. Er ist ein schmales Nadelöhr im Handgelenk, das sich Sehnen, Blutgefäße und Nerven teilen. Wird dieser Durchgang durch erhöhten Druck oder ein abgeknicktes Handgelenk verengt, kommt es schnell zu Kribbeln oder einschlafenden Händen.

Treten auf Tour Probleme auf, kann das regelmäßige Ausschütteln der Hände für eine kurzfristige Abhilfe sorgen. Sind Lenkerhörnchen vorhanden oder ist ein Multifunktionslenker mit mehreren Greifvarianten verbaut, lässt sich unterwegs einfach und schnell umgreifen. Der Positionswechsel sorgt für Linderung, weil sich die Druckverteilung und Belastung verschiebt. Zusätzlich aktiviert das kräftige Greifen an Hörnern bestimmte Muskeln, wodurch die Durchblutung mobilisiert wird. Wer einen verstellbaren Vorbau am Rad hat, kann den Lenker höherstellen.

Griffe mit Flossen

Aktive Unterstützung erfährt die Hand durch Flossengriffe. Ihr charakteristischer Namen kommt durch die nach hinten herausragende Auflagefläche, die wie eine Flosse aussieht und den Druck in der Hand breiter verteilt und effektiver ableitet. Zusätzlich wird das Handgelenk unterstützt und der Karpaltunnel geschont. Druckempfindliche Nerven und sensible Blutgefäße werden entlastet und die unangenehmen Symptome reduziert oder gleich ganz verhindert. Die bessere Abstützung hat einen weiteren Vorteil: Die Haltearbeit von Hand und Arm wird verringert, was Kraft spart und den Komfort auf längeren Touren steigert.

Damit Flossengriffe ihre Aufgaben verlässlich leisten können, sind sie meist gleich aufgebaut: Ein harter Kern gibt dem Griff Struktur, eine dort aufgesetzte Klemmung Schutz vor Verdrehen und den nötigen Halt auf dem Lenker. Weicheres Material auf der Oberfläche sorgt für gute Dämpfung und einen sicheren Griff. Die Kunst im Bereich der Flosse besteht darin, der Hand bestmöglichen Support bei gleichzeitig effektiver Dämpfung zu verleihen.

Worauf man bei der Auswahl achten sollte

Damit ein Griff optimal zu Ihnen passt, gibt es einige Punkte zu beachten. So fällt der Blick als erstes auf die Schalthebel. Bei Kettenschaltungen finden sich meist Shimano Rapidfire- und Sram Trigger-Schalthebel, die mit Daumen und Zeigefinger betätigt und außerhalb des Griffes montiert werden. Dafür sind zwei gleich lange Griffe nötig. Ist eine Nabenschaltung, etwa von Pinion, Rohloff oder Shimano verbaut, so befindet sich auf der rechten Seite ein Drehgriff. Hier wird ein kürzerer Griff verbaut. Selten zu finden sind zwei Drehgriff-Schalthebel für Kettenschaltungen, die auf zwei kurze Griffe setzen.

Der zweite Schritt ist die passende Form zu finden. Sportler wählen kompakte Modelle mit kleiner Flosse, weil diese eine aktive Fahrweise unterstützt. Die Hand kann besser um den Griff rotieren, was vor allem im MTB-Bereich Vorteile bringt. Alltags- und Tourenradfahrer profitieren von einer größeren Flosse durch die bessere Druckableitung und Unterstützung. Zudem steht der generelle Komfort im Vordergrund.

Hersteller wie Acid, Brooks, Ergon, Merida oder SQlab bieten verschiedene Größen an. Die Größe des Griffes sollte sich an der Handgröße orientieren. Personen mit kleinen Händen greifen zu kleinen, Personen mit großen Händen zu großen Griffen. Je nach persönlicher Vorliebe sollte man aber nicht zwingend daran festhalten, weil individuelle Präferenzen durchaus anders ausfallen können. Der Trend, für Damen speziell designte Produkte anzubieten, findet sich bei Griffen übrigens nicht.

Wer nicht weiß, was er will, sollte von einem Online-Kauf absehen. Der erste Anlaufpunkt ist daher der fachkundige Händler vor Ort. Er kann mit seiner Expertise bei der Suche nach dem individuell besten Griff beratend zur Seite stehen. Wer zudem die Möglichkeit bekommt, Testgriffe Probe zu fahren, sollte diesen Service annehmen! So kann man in der gewohnten Alltags- und Tourenumgebung schnell herausfinden, ob der Griff zu einem passt.

Bestehen trotz hochwertiger Griffe Handprobleme, sollte man einen Radfitting-Spezialisten aufsuchen. Dieser betrachtet das Gesamtsystem aus Fahrer, Rad und Einzelkomponenten und kann die Problemstellen zügig erkennen. Etwa, wenn Sitzposition, Lenkerform und Einsatzbereich nicht zusammenpassen. Bei Bedarf kann das Rad angepasst und Probe gefahren werden.

Testkriterien

Um einen bestmöglichen Überblick zu erhalten, werden die Griffe nach Eingang gewogen, vermessen und die Eckdaten wie Form, Material, Klemmung, Oberflächen, Materialien und Verarbeitung überprüft. Anschließend wandern sie ins Fotostudio und dann auf die Testräder. Dort werden sie von kleinen wie großen Händen, Frauen wie Männern sowie ohne und mit Handschuhen im Alltag, einer längeren Tour und im Sporteinsatz gefahren und anschließend bewertet. In einer Sitzung werden alle Werte diskutiert und die Endergebnisse zusammengefasst.

Weil die jeweiligen Überpunkte unterschiedliche Relevanz haben, werden Druckverteilung und Greifkomfort je 30, der Dämpfung 20, der Kontrolle 10 und der Verarbeitung sowie dem Gewicht je 5 Prozent zugewiesen.

Bei der Druckverteilung werden alle Griffe mit einer Messfolie im Labor untersucht. Dazu sitzt ein Proband auf einem Ergometer, welches eine durchschnittliche Trekkingrad-Sitzposition samt dazu passendem Lenker bietet. Die gemessenen Daten lassen eine direkte Vergleichbarkeit bezüglich Druck-Spitzen, -Mittelwert, -Verteilung und Auffälligkeiten zu.

In der Praxis spielt der Greifkomfort die größte Rolle. Hierbei wird auf die Unterstützung der Hand, die Stützbreite, den Durchmesser, die Oberflächen, die Haptik der eingesetzten Materialien, homogene Übergänge von und zur Flosse sowie die Einbindung der Klemmstellen geachtet. Aber auch störende Kanten, kalte Aluminiumoberflächen und hervorstehende Schrauben werden notiert. Da die Unterschiede ohne oder mit Handschuhen durchaus gravierend ausfallen, erfolgt die Bewertung ohne Handschuhe.

Die Dämpfungscharakteristik ist wichtig, weil damit Komfort und Ermüdungserscheinungen einhergehen. Wird viel und gut dämpfendes Material an den richtigen Stellen eingesetzt, werden Vibrationen und Schläge effektiv verringert.

Mit Blick auf die Kontrolle achten wir auf eine gute Struktur und griffige Oberfläche. Aber auch die Erreichbarkeit von Brems- und Schalthebeln, ohne an Kanten, Schrauben oder Griffenden zu streifen, ist wichtig. Weiterhin spielen eine gute Hinterschneidung der Flosse auf der Unterseite, das Verhalten bei Nässe sowie das Feedback vom Rad eine Rolle.

Bei der Verarbeitung betrachten wir die Wahl, Platzierung von Material, überstehende Kanten und Fertigungsrückstände, die Oberflächenbeschaffenheit, Übergänge verschiedener Bereiche sowie die optische Note.

Da oft ohne Handschuhe gefahren wird, sollte auf Weichmacher, krebserregende Stoffe und Allergene verzichtet werden.

Schraubklemmung

Ein Feature besonders wichtig: Die Schraubklemmung steht für eine dauerhaft sichere Montage selbst bei Nässe und unterschiedlichsten Temperaturen. Sie stellt auch sicher, dass sich die Flossenform nicht verdreht und somit immer den optimalen Support bietet. Auch ist der Griff sofort einsatzbereit, weil ein Auslüften von Montagehilfsmitteln entfällt.

Bei den Klemmschellen gibt es verschiedene Varianten: Eine innen- und außenliegende Doppelklemmung ist redundant und damit besonders sicher. Eine innenseitige Montage klemmt im oft verstärkten Lenkerbereich der Armaturen und wird von 16 Herstellern eingesetzt.

Mit Blick auf die Schraubenköpfe sind 4- und 5-Millimeter-Inbus zu bevorzugen, weil sich diese weniger schnell runddrehen als kleinere Ausführungen. Werden wie bei M-Wave oder WTB zwei verschiedene Größen eingesetzt, führt das zu Punktabzug.

Pluspunkte gibt es für auf dem Griff angebrachte Drehmomente. Eine Angabe zur Griffseite oder eine Ausrichtungshilfe bieten nur wenige Hersteller.

Weitere gute Details sind die Nachrüstbarkeit oder Integrationsmöglichkeit von Hörnchen, Klingeln, Spiegeln oder Werkzeug.

Fest steht: Ein guter Griff unterstützt die Hand und beugt Problemen vor. Der Test zeigt eindrucksvoll, dass im Detail große Unterschiede bestehen, die in der Praxis über „top“ oder „Flop“ entscheiden.

Laufräder für Kinder

Ein Laufrad ist heute für die Entwicklung der Kinder fast genauso wichtig wie das Lieblingskuscheltier. Ab einem Alter von 1 Jahr kommen Kinder in das Laufradalter. Das Laufrad ist das perfekte Gefährt bis sie mit ungefähr 3 Jahren auf das erste Fahrrad umsteigen. Das Laufrad muss also für einen relativ langen Zeitraum passen. Im Alter von 1 Jahr bis 3 Jahren machen Kinder eine riesige Entwicklung durch. Nicht nur die Körpergröße, die Kraft und Ausdauer, sondern auch die Geschicklichkeit und Motorik wandeln sich stark.

Dementsprechend gibt es das eine beste Laufrad nicht. Im Gegenteil, für jedes Alter sind andere Eigenschaften wichtig damit es zu den Fähigkeiten deines Kindes passt und es mit dem Laufrad Spaß hat.

Das haben auch die Hersteller erkannt und bieten viele verschiedene Laufräder in verschiedenen Größen, Formen, Farben, Qualitäten und Ausstattungen an.

Die Auswahl an Laufrädern ist sehr unübersichtlich und umfasst eine lange Reihe an bekannten Herstellern (z.B. Puky, Kettler, Kokua, Hudora, woom, early rider, uva.), Laufräder verschiedener Größen für Klein (ab 1 Jahr) und Groß, aus verschiedenen Materialien (Holz, Alu, Stahl, Kunstoff, sogar aus Carbon), leichte und schwere Laufräder, jeglicher Farben, für Jungs und Mädchen, Laufräder mit 12 Zoll, 10 Zoll, 8 Zoll und sogar mit 14 Zoll Rädern, mit Luftreifen und Vollgummireifen, mit Federung oder ohne, mit Bremse und ohne Bremse, sogar Scheibenbremsen am Kinderlaufrad kann man finden.

So schön die verfügbare Auswahl an Kinderlaufrädern auch ist, so setzt sie doch auch voraus sich umfassend mit der Materie zu befassen und viele Tests und Ratgeber zu lesen um die richtige Auswahl zu treffen. So richtig Spaß haben die Kinder nur wenn sie das passende Laufrad haben.

Leider gibt es nur sehr wenige wirklich objektive Laufrad Tests, Vergleiche, und Ratgeber. Dementsprechend ist es schwer die Laufrad Testsieger herauszufinden und das beste Laufrad für das jeweilige Kind zu kaufen.

Einige Punkte werden immer wieder diskutiert, zum Beispiel ob das Laufrad eine Bremse haben soll, ob eine Lenkeinschlagsbegrenzung sinnvoll ist, ob Luft- oder Vollgummi Reifen besser sind, ob ein Laufrad eine Federung braucht, ob es immer ein neues Puky sein muss, oder ob ein gebrauchtes Kettler auch reicht.

Tatsächlich fanden wir dabei ein viel größeres Angebot als die üblichen Puky, Kettler, Kokua und Hudora Modelle. Der Markt hat viel mehr, leichtere, vielleicht sogar bessere und hochwertigere Lauflernräder zu bieten. Das Ergebnis unserer Recherche ist in der folgenden Übersicht von mehr als 80 Laufrädern zu finden.

Wir wollen dir damit einen Überblick über den Markt geben. Entscheiden sollst du aber selbst. Natürlich geben wir unsere Laufrad Erfahrungen und Empfehlungen an dich weiter um dir bei der Auswahl des besten Laufrades zu helfen.

Inzwischen haben wir fünf Laufräder zuhause und alle fünf wurden/werden von unseren beiden Töchtern ausgiebig genutzt. Zu jeder Zeit war eines davon perfekt und wurde liebend gerne genutzt bevor dann mit einem neuen Entwicklungsschritt, einem Wachstumsschub oder einfach nur in einem Moment der Neugierde plötzlich ein anderes ganz hoch im Kurs stand.

Wir Eltern können uns noch so viele Gedanken machen, schlussendlich wissen die Kleinen selbst am besten welches das perfekte Laufrad ist. Und, dies kann quasi täglich wechseln.

Wie gesagt, wir wollen dir nicht befehlen welches Laufrad du kaufen sollst und Laufrad Testsieger und Bestseller haben wir hier auch nicht zu bieten.

Vielmehr wollen wir zeigen, dass es wahnsinnig viele verschieden Laufräder auf dem Markt gibt und dir mit einer Kaufberatung helfen die Kriterien auszuwählen die ein gutes Laufrad ausmachen und dich dabei unterstützen das richtige Laufrad für dein Kind auszuwählen.

Unserer Erfahrung nach überlassen wir Eltern die Entscheidung am besten den Kindern.

Anstatt zu versuchen das eine beste Laufrad zu kaufen, am besten drei komplett verschieden Laufräder kaufen und den Kinder anbieten. Das können natürlich drei Räder in verschieden Größen sein. Ein kleines 18 Monate altes Kleinkind wird sicher bevorzugt zu einem anderen Laufrad greifen als ein großes 4 jähriges.

Tatsächlich fährt auch unsere Große, obwohl sie inzwischen schon das zweite richtige Fahrrad mit Pedalen hat, immer noch gerne mit ihrem Laufrad. Die Kinder werden sich selbst entscheiden, wenn sie denn zu jedem Entwicklungsschritt ein passendes Laufrad zu Verfügung haben.

Wir würden jetzt niemandem ernsthaft raten wollen 3 neue Kinderlaufräder zu kaufen. Nein, drei gebrauchte Laufräder in gutem Zustand reichen vollkommen. Auch zum Kauf eines gebrauchten Laufrads wollen wir gerne unsere Erfahrung mit dir teilen und Tipps geben damit du ein gutes Rad zu erstehst an dem dein Kind viel Freude hat.

Mit dem woom 1 gibt es ein Laufrad aus Österreich das es schafft für viele Kinder perfekt sein zu können. Der kindgerechte Rahmen und das geringe Gewicht ermöglichen es sehr kleinen Kinder mit einem Alter ab 18 Monaten bereits damit klar zu kommen. Mit 12 Zoll Luftreifen und einer Bremse ist es aber auch bis zum Umstieg auf das erste Fahrrad nie zu klein.

Auf die folgenden Punkte solltest du beim Laufradkauf unbedingt achten:

  • Am wichtigsten beim Laufradkauf ist, dass die Größe des Laufrads zum Alter und der Körpergröße deines Kindes passt.
  • Mit leichten Laufrädern hat dein Kind immer viel mehr Spaß.
  • Schnịckschnack hat am Laufrad nichts zu suchen. Aber für einige Kinder machen Bremsen oder Federung am Laufrad doch Sinn.

Testberichte zu Laufrädern

Wir stellen hier mehr als 80 Laufräder vor. Die haben wir natürlich nicht alle selbst getestet. Viele unserer Empfehlungen basieren auf unseren Erfahrungen und einer genauen Analyse der technischen Daten und Eigenschaften der Laufräder.

Aber unsere eigenen Kinder haben bereits viele Laufräder genutzt. Diese haben wir natürlich vollkommen unabhängig im täglichen Leben ausgiebig getestet. Hierzu gehören zum Beispiel das Puky LR M, das Strider Classic, das islabikes rothan und das Puky Wutsch. Andere haben wir wenigstens zum Testen kurz ausprobiert oder bei Freunden im täglichen Gebrauch gesehen: Puky LR 1, 1L und 1L Br, Kokua LIKEaBIKE jumper, Kettler Speedy usw.

Auch in bekannten und vertrauenswürdigen Testportalen wurden Laufräder unter die Lupe genommen.

In der Ökotest 03/2012 wurden 10 Laufräder getestet. Damals ging das Puky LR XL mit der Note „gut“ als Testsieger hervor. Heute finden wir das LR XL nicht mehr empfehlenswert. Es wurde von einem anderen Puky Modell enttrohnt.

In der Ökotest 05/2018 wurde der Laufradtest nach 6 Jahren endlich aktualisiert. Diesmal gewann das Kokua LIKEaBIKE jumper den Test mit der Note „gut“. Dieses Ergebnis können wir aus unseren eigenen Erfahrungen bestätigen. Das jumper ist ein tolles und leichtes Laufrad für Kinder mit einem Alter von 2-3 Jahren.

Der letzte große Laufrad Test der Stiftung Warentest war in 07/2008. Natürlich sind die Ergebnisse nach 10 Jahren nicht mehr wirklich relevant. Obwohl es viele der 15 getesteten Modelle wie das Puky LR 1 oder das Kettler Speedy auch heute noch zu kaufen gibt haben die Hersteller in all diesen Jahren natürlich immer wieder Verbesserungen vorgenommen.

Stiftung Warentest hat sehr viele giftige Bestandteile (PAK, DEHP) in den Kunststoffen der Griffe und Reifen gefunden. Da scheint auch etwas dran gewesen zu sein denn einen folgenden Rechtsstreit mit Puky hat Test damals gewonnen.

Im aktuellen Test der Ökotest wurden sehr viel geringere Belastungen mit krebserregend Stoffen nachgewiesen. Zumindest die hochwertigen Laufräder von Puky und Kokua sind frei von PAK und DEHP. Bei den günstigeren Herstellern wie auch Kettler und Hudora sind sie aber weiterhin zu finden.

In diesen Tests zeigt sich der Vorteil der teureren Räder. Alle Laufräder sehen gut aus und auch funktional werden vielen günstigen Rädern gute Noten bescheinigt. Aber bei den nicht offensichtlichen Eigenschaften wie der Qualität und Verträglichkeit der verwendeten Materialien wird bei den günstigen Modellen gespart.

Ob die beanstandeten Weichmacher in den Kunststoffen gesundheitsschädlich sind oder nicht, wir empfehlen beim Laufradkauf immer auf Qualität zu achten. Besser ein hochwertiges Laufrad gebraucht kaufen als ein billiges neu kaufen.

Als hätte die Stiftung Warentest unsere Beschwerde gehört: in der Ausgabe 12/2018 wurden endlich (nach mehr als 10 Jahren) mal wieder Kinderlaufräder untersucht. (ausgerechnet im Dezember, wo sicher bei den meisten Eltern eher Schlitten, Skier und sonstiges Wintersportgerät für die Kinder interessant ist…)

Insgesamt waren 15 Laufräder im Test. Darunter weit verbreitete Modelle von Puky (LR 1 und LR 1L) und Kettler (speedy 10), Laufräder von Kokua, Hudora und Bikestar, und eher unbekannt Marken wie Chillafish oder BTwin (Decathlon).

Stiftung Warentest hat einige interessante Punkte herausgefunden und spricht einige Empfehlungen aus die für den Laufradkauf interessant sein könnten. So wird von Laufrädern mit Bremse abgeraten bzw. sogar empfohlen eine vorhandene Bremse abzumontieren und die Kinder mit den Füßen bremsen zu lassen.

Der Argumentation können wir gut folgen. Wir in unserem Bremsen-Ratgeber geschrieben sehen auch wir die Gefahr, dass die Kinder mit der Bremse überfordert und daher abgelenkt sein können. Für größere Kinder ist unserer Erfahrung nach die Bremse aber eine willkommene Vorbereitung auf das Bremsen beim ersten Fahrrad. Unsere Empfehlung Bremse ja/nein ist daher abhängig vom Alter der Kinder. Das eine beste Laufrad für jedes Kind gibt es einfach nicht. Aber das woom 1 kommt dem ideal schon recht nahe.

Etwaige Schadstoffe erhalten bei Stiftung Warentest einen hohen Stellenwert. Richtig so, gerade bei Kinderspielzeug sollten natürlich nur unbedenkliche Materialien ohne Gesundheitsrisiken verarbeitet werden.

Wie bereits im Test von 2008 enthalten viele der Kunststoffe polyzyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK). Hohe Konzentrationen wurden in Griffen, Satteln und den Gummimänteln der Luftreifen gefunden. 11 der 15 getesteten Laufräder erhielten daher die Note mangelhaft. Darunter 7 der 8 Modelle mit Luftreifen.

Der Testsieger ist das Puky LR 1 mit der Note gut. Das LR 1L, als einzigen Unterschied mit Luftreifen statt Kunstoffreifen ausgestattet ist wird aufgrund der PAK Problematik mit mangelhaft abgestraft.

Gut und frei von Schadstoffen sind auch das Kokua LIKEaBIKE Mountain und das Kettler Speedy 10, befriedigend das Kokua LIKEaBIKE jumper, das im Ökotest mit der Note gut den Testsieg erringen konnte.

Wir können zu den Gesundheitsgefahren wenig sagen. Natürlich sollte Kinderspielzeug in jeglicher Hinsicht frei von Schadstoffen sein. Bezüglich der Höhe der Grenzwerte gibt es natürlich immer unterschiedliche Ansichten.

Solltest du eines der belasteten Laufräder gekauft haben, dann erkundige dich beim Hersteller ob dieser einen kostenloses Tausch der belasteten Teile vornimmt. Viele Hersteller haben dies angekündigt.

Puky hat in einer Stellungnahme die Unbedenklichkeit der eigenen Produkte versichert und auf das GS-Zertifikat verwiesen, das die gleichen Prüfkriterien anwendet.

Die Schadstoffthematik lässt andere wichtige Eigenschaften der Laufräder wie Verarbeitung, kindgerechte Geometrie und Ausstattung geraten fallen in der Diskussion ein wenig unter den Tisch. Wir würden sicher kein Laufrad kaufen das Schadstoffe in den Griffen aufweist. Bei den Reifen, zu denen die Kinder nur sehr selten Hautkontakt haben sollten, würden wir andere Kriterien anlegen. Unserer Meinung nach sind für viele Kinder Luftreifen die bessere Wahl als Kunstoffreifen.

Kinderlaufrad Vergleich Tabelle

Die folgende Übersicht enthält zur Zeit mehr als 80 Kinderlaufräder in allem Größen und Farben, für Kinder zwischen 1 und 5 Jahren. Wir versuchen alle am Markt erhältlichen Modelle aufzuführen und die vom Hersteller angegebenen Daten übersichtlich darzustellen. Du kannst die Tabelle nach verschiedene Eigenschaften filtern und sortieren. Viel Spaß beim stöbern. Sicher entdeckst du das ein oder andere interessante Modell.

Eine Auswahl der beliebtesten Laufräder bestimmter Kategorien findest du auch hier:

  • die richtige Größe für jedes Alter bestimmst du mit unserem Größen-Ratgeber
  • Wir haben alle Laufräder übersichtlich nach Größe sortiert. Hier findest du eine Auflistung aller
  • Laufräder ab 1
  • Laufräder ab 18 Monaten
  • Laufräder ab 2
  • Laufräder ab 3

alle Laufräder mit 8, 10, 12 oder 14 Zoll gibt es hier

  • Laufräder mit Bremse, Federung, aus Holz

Kinderfahrrad Griffe

Kinderfahrradgriffe sind besonders wichtig für die Sicherheit Ihrer Kinder, wenn Sie Rad fahren. Denn die Hände Ihrer Kleinen müssen gut an den Griffen anliegen, damit Sie das Rad lenken und bremsen können. Die meisten Kinderfahrradgriffe haben einen Durchmesser von 22 bis 25 Millimetern. Achten Sie beim Kauf also darauf, dass die Griffe nicht zu dünn sind. Denn dünne Griffe können sich beim Radfahren leicht verdrehen und brechen. Außerdem sollten die Griffe nicht zu lang sein.

Die meisten Kinderfahrradgriffe sind aus Kunststoff. Kunststoff ist ein leichtes und robustes Material, das sich gut an die Hände Ihrer Kinder anpasst. Kunststoffgriffe sind außerdem besonders rutschfest. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kunststoffgriffe nicht zu glatt sind. Alternativ gibt es auch Kinderfahrradgriffe aus Gummi oder Schaumstoff. Gummi und Schaumstoffgriffe sind noch rutschfester als Kunststoffgriffe und passen sich besonders gut an die Hände Ihrer Kinder an. Achten Sie jedoch darauf, dass die Gummi und Schaumstoffgriffe nicht zu weich sind.

Vor allem für kleine Kinder sind gummierte oder schaumstoffummantelte Kinderfahrradgriffe besonders gut geeignet. Achten Sie beim Kauf Ihrer Kinderfahrradgriffe also sowohl auf die richtige Größe als auch auf das richtige Material. Kunststoff und GummiGriffe sind leicht und robust, während SchaumstoffGriffe besonders rutschfest sind.

Eine Liste der Bestseller unter der Kategorie „Kinderfahrrad Griffe“ findest Du hier. Hier kannst Du Dich orientieren, welche Produkte andere Nutzer besonders oft gekauft haben.

Hier eine Tabelle mit einigen Kinderfahrradgriffen und ihren Eigenschaften:

Eigenschaft Beschreibung
Material Kunststoff, Gummi, Schaumstoff
Durchmesser 22-25 mm
Besonderheiten Rutschfest, robust, leicht

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