Günstige Cross Motorräder im Test: Ein umfassender Überblick

Der Markt für Reiseenduros und Allround-Motorräder in der Mittelklasse wächst stetig. Neue Modelle bieten eine Kombination aus erhöhter Leistung, verbesserter Ausstattung und wettbewerbsfähigen Preisen. MOTORRAD hat 5 Modelle gefunden.

Aktuelle Modelle im Überblick

Besonders hervorzuheben sind die neuen Varianten der Moto Morini X-Cape, die QJMotor SRT 700 SX und die Honda NX 500, die jeweils durch innovative Features und angepasste Fahrwerkslösungen aufwarten. Parallel dazu sorgen Modelle wie die Voge DS625X und die CFMoto 700 MT mit attraktiven Preismodellen und soliden technischen Daten für Interesse bei Fahrern, die nach einer starken Performance sowohl auf der Straße als auch im Gelände suchen. Auch die KTM 390 Adventure und die CFMoto 450 MT bieten durch ihre leichte Bauweise und praxisorientierte Ausstattung neue Optionen für anspruchsvolle Enduro-Fans.

Moto Morini X-Cape 700: Mehr Hubraum inklusive

Als 650er startet die Moto Morini X-Cape 2022 in Deutschland und fällt insbesondere durch ihr Design auf. Die Reiseenduro ist Made in China, das Design Made in Italy. Mit 61 PS und 54 Nm war die 650er allerdings eher schwach auf der Brust. 2025 kommt die X-Cape 700 mit 50 Kubik sowie 10 PS und 14 Nm mehr. Weiterhin mit neuem Display, Kartennavi, Reifendruckkontrollsystem und Front-Kamera für Fahraufnahmen. Und das alles für 8.099 Euro inklusive Nebenkosten.

QJMotor SRT 700 SX: Mit Koffer und Heizung

Einen Preiskracher in der 700er-Klasse bietet QJMotor mit der SRT 700 SX. Im Grunde ab Werk mit allem ausgestattet, wofür anderswo zahlreiche Euro hinzukommen. Für 7.999 Euro inklusive Nebenkosten gibt es: 698 Kubik, 70 PS, 70 Nm, Speichenräder, Griffheizung, Alu-Koffer und Topcase.

Honda NX 500: Die kleinste Enduro vom größten Hersteller

Knapp über 20 Millionen Motorräder verkaufte Honda 2024. Wie viele NX 500 darunter waren, ist nicht bekannt. Es dürften einige gewesen sein, denn die NX 500 bietet viel fürs Geld. Insbesondere Qualität von Honda verpackt in den wohl unsterblichen Twin mit 471 Kubik und 48 PS. Im Kontext einer Enduro von Honda ist sie mit 196 Kilo fahrfertig ein Leichtgewicht und selbst im Kontext einer 500er-Enduro ist sie nicht viel schwerer. Allerdings: Mit 7.650 Euro liegt sie noch einen Schluck unter der 8.000er-Marke, mit Nebenkosten springt sie aber locker darüber (8.249 Euro), was dann teuer schmeckt - für eine 500er.

Voge DS625X: Power und Preis-Leistung im Einklang

Die Voge DS625X bietet mit ihrem 625-ccm-Motor eine Leistung von 64 PS, was sie zu einer der stärkeren Enduros in ihrem Preissegment macht. Ihr Fahrwerk ist mit einer Upside-Down-Gabel vorn und einem Monofederbein hinten ausgestattet, was sowohl auf der Straße als auch im Gelände eine gute Performance bietet. Mit einem Gewicht von 199 kg und einer Sitzhöhe von 835 mm bietet sie einen Kompromiss zwischen Stabilität und Agilität. Der Preis liegt bei rund 7.000 Euro. Mit einem Gewicht von 226 kg nicht leicht, aber auch noch nicht schwer. Bereifung: 19 Zoll vorn und 17 Zoll hinten. Der Preis wird aktuell mit rund 6.500 Euro angegeben.

F.B Mondial Mud 452 Rally Enduro: Leicht und kraftvoll

Die F.B Mondial Mud 452 Rally Enduro bietet mit ihren 452 ccm und 48 PS eine starke Performance, sowohl im Gelände als auch auf der Straße. Das Fahrwerk besteht aus einer Upside-Down-Gabel vorn und einem Federbein hinten, was für eine komfortable Federung sorgt. Mit einem Gewicht von 175 kg ist sie eine der leichtesten in ihrer Klasse und quasi die stärkste Enduro der A2-Klasse, da sie Mindestgewicht und Höchstleistung kombiniert. Mit 21-Zoll-Rädern vorn und 18 Zoll hinten liegt die Sitzhöhe bei 880 mm, was sie für größere Fahrer besonders interessant macht. Der Preis dieses Modells liegt bei 6.390 Euro.

KTM 390 Adventure R oder X 2025: Endlich Enduro

Die KTM 390 Adventure R 2025 ist mit einem 373-ccm Einzylinder-Motor ausgestattet, der 44 PS liefert und auf der Straße sowie im Gelände gleichermaßen gut performt. Die Federung setzt auf eine WP Apex Gabel vorn und einen WP Apex Stoßdämpfer hinten, was sie ideal für anspruchsvollere Strecken macht. Mit einem Gewicht von nur 190 kg und einer Sitzhöhe von 825 mm gehört sie zu den leichteren und zugänglicheren Reiseenduros. Bereift in 19 Zoll vorn und 18 Zoll hinten. Der Preis für dieses Modell liegt bei 7.299 Euro. Wer weniger bezahlen möchte und mit weniger Ausstattung zufrieden ist, schaut sich die KTM 390 Adventure X an (5.799 Euro).

CFMoto 450 MT: Vielseitigkeit im ersten Fahrtest

Die CFMoto 450 MT ist mit einem 449 ccm Parallel-Twin-Motor ausgestattet, der 40 PS leistet. Das Fahrwerk kombiniert eine Upside-Down-Gabel mit einem Monofederbein, was die 450 MT sowohl auf asphaltierten Straßen als auch im Gelände gut fahrbar macht. Mit einem Gewicht von gut 190 kg gehört sie eher zu den leichteren Enduros. Bereifung: 21 Zoll vorn und 18 Zoll hinten. Der Preis für die 450 MT liegt bei etwa 5.990 Euro.

Royal Enfield Himalayan 450: Retro-Design und robuste Technik

Die Royal Enfield Himalayan 450 ist mit einem 450 ccm Einzylinder-Motor ausgestattet, der 40 PS leistet. Das Fahrwerk besteht aus einer Upside-Down-Gabel und einem Federbein, bereift in 21 Zoll vorn und 18 Zoll hinten.

300er-Enduros mit Straßenzulassung

Die Antwort auf die meisten dieser Anforderungen: 300er-Enduros mit um die 30 PS, maximal 160 Kilo und deutlich unter 8.000 Euro.

  • Honda CRF 300 L und Rally
  • KTM 390 Adventure R
  • Voge 300 Rally
  • Rieju Aventura 307
  • QJMotor SRT 300 DX

Honda CRF 300 L und Rally

Gleich 2 Modelle der 300er-Klasse bietet Honda: Die Enduro CRF 300 L und die Rally mit hoher Verkleidung. Technischer Klon mit 286 Kubik-Single, 27,3 PS bei 8.500/min und 27 Nm bei 6.500 Touren. Nur 142 und 153 Kilo schwer und mit einem Verbrauch von genormten 3,1 Liter je 100 Kilometer für theoretische 251 und 412 Kilometer zu haben. Bereift in 80/100-21 vorn und 120/80-18 hinten und mit 162 Kilo Zuladung im Vergleich zum Leergewicht kräftige Lastesel. Der Haken: Mit Preisen ab 6.699 Euro und 7.699 Euro sehr "Premium" eingepreist.

KTM 390 Adventure R

KTM geht im Grunde immer einen eigenen Weg: Platziert im Segment den größten Motor, mit der höchsten Leistung und der meisten Kraft. Klar, die 390 Adventure R ist mit 7.299 Euro die teuerste dieser kleinen Enduros. Doch der Gegenwert ist beachtlich: Einzylinder mit 399 Kubik, 45 PS und 39 Nm sind im Kontext der Klasse eine Macht für sich. Und die KTM ist die einzige mit schräglagensensiblen Fahrhilfen ab Werk. Doch das kostet nicht nur ordentlich Geld, sondern verlangt Gewicht: Mit 165 Kilo trocken ist die KTM weitaus die schwerste Maschine im Reigen der kleinen Enduros. Die KTM 390 Adventure R hat ein Vorderrad in 21 Zoll vorn und 18 Zoll hinten. Im Gegensatz zur 390 Adventure, die mit 19/17-Bereifung anrollt.

Voge 300 Rally

Deutlich günstiger als Honda und KTM, dafür nicht weniger interessant: Voge 300 Rally. Ab 4.799 Euro bietet die Chinesin 29 PS bei 9.000/min und 25 Nm bei 6.500 Touren. Der Motor misst exakt 292 Kubik und ist ebenfalls wassergekühlt. Heftig: Sitzhöhe von 925 Millimeter ist wirklich nur etwas für Langbeiner und selbst die brauchen gelegentlich eine Leiter, um die 158 Kilogramm schwere Voge zu erklimmen. Voge ist die Premium-Marke des chinesischen Herstellern Loncin, der unter anderem die F-Motoren für BMW baut.

Rieju Aventura 307

Noch nicht auf dem Markt, aber eine kleine Sensation, denn die Rieju Aventura 307 meint es ernst: Heftige 34 PS auf 293 Nm, TFT-Screen, 21-18-Radkombination, 235 Millimeter Federweg je Achse, 890 Millimeter Sitzhöhe und nur 137 Kilo trocken schwer. Das könnte ab Herbst 2025 ein echter Offroad-Hammer werden. Insbesondere durch ihren Tank mit 21 Liter Volumen. Der Haken: Fast keiner. Bis auf die sich immer wieder verschiebende Markteinführung. Der Preis ist ebenfalls ein Hammer: Ab 5.190 Euro will Rieju die Aventura 307 anbieten.

QJMotor SRT 300 DX

Ganz frisch und noch nicht mal wirklich auf dem Markt ist die QJMotor SRT 300 DX. 29 PS stark, 157 Kilo schwer und eine Mischung aus Enduro und Rally-Version. Bereift in 21/18 und hoch gewachsen, mit einer Sitzhöhe 890 Millimeter.

Preis-Leistungs-Verhältnis bei 21-Zoll-Enduros

Von den aktuell in der MOTORRAD-Bestenliste geführten Enduros mit 21-Zoll-Vorderrad erhalten 10 Modelle auf den Plätzen 1 bis 7 eine Preis-Leistungs-Note 1 oder 2. Und 3 dieser Modelle haben sogar die 1 vor dem Komma, während die echte Schulnote 1 (1,2) nur eine Enduro mit einem großen Vorderrad hat und die ist selbst in der Bestenliste auf Platz 4 der 1000-Punkte-Wertung. Sie ist also eine echte Empfehlung.

Die 1.000 Punkte verteilen sich auf die Kategorien Motor (250 P.), Fahrwerk (250 P.), Alltag (250 P.), Sicherheit (150 P.) und Kosten (100 P.).

  • Platz 7: Suzuki V-Strom 1050 DE

    Erst seit 2022 ist die große V2-Enduro von Suzuki mit einem Vorderrad in 21 Zoll zu haben. Zwar erreichte die im Test "nur" 701 Punkte, dafür kostete das Test-Motorrad im Vergleich zur KTM nur 14.843 Euro, was zur Preis-Leistungs-Note 2,2 führt.

  • Platz 5: Yamaha Ténéré 700

    Die Note 2,0 in der Preis-Leistungs-Wertung für die Yamaha Ténéré 700 errechnet sich aus den 648 Punkten der 1.000-Punkte-wertung und dem damaligen Preis des Testfahrzeugs von 14.238 Euro.

  • Platz 5: BMW F 850 GS

    Eine glatte 2 in der Preis-Leistungs-Wertung bekommt die BMW F 850 GS und ergattert damit Platz 4. Zwar unterscheiden die beiden Generationen F 850 GS und F 900 GS nur 6 Punkte von 1.000 möglichen - 704 zu 710, dafür war die 850er mit 14.075 Euro zum Test deutlich günstiger.

  • Platz 4: Aprilia Tuareg 660

    Mit der Aprilia Tuareg startet die Reihe der 21-Zoll-Enduros mit einer 1 vor dem Komma der Preis-Leistungs-Wertung. Der Preis des Test-Motorrads von 12.998 Euro und ein Ergebnis von 667 Punkten ergeben die Note 1,8.

  • Platz 3: KTM 790 Adventure

    Sie steht mit einer 1,6 auf Platz 3 der Preis-Leistungs-Wertung dank eines Tests mit 688 Punkten bei einem Preis des Test-Motorrads von 11.997 Euro.

  • Platz 2: Honda XL 750 Transalp

    Nur ein Zehntel besser als die 790 Adventure erklimmt die Honda Transalp Platz 2 der Preis-Leistungs-Wertung.

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