Die Klasse der Einsteiger-Bikes für den A2-Führerschein (maximal 48 PS) wandelt sich seit gut 3 Jahren weg von der Budget- hin zur Premium-Klasse. Kaum eine andere Klasse entwickelt sich derzeit so schnell weiter. Interessanterweise ohne wirklich teurer zu werden. Die neuen Modelle sind piekfein konstruiert und produziert.
A2-Cruiser im Bobber-Stil
Für Fahrer, die die Kombination aus coolen Retro-Designs und moderner Technik suchen, bieten die Bobber-Modelle einen besonders markanten Look mit breiten Reifen, tiefem Sitz und minimalistischem Styling. Klassisch, stilvoll und erschwinglich - im Idealfall vereinen Bobber-Bikes in der A2-Klasse diese Eigenschaften. Im Hinblick auf Leistung und Ausstattung bieten die Modelle für kleines Geld teilweise viel. Gerade bei Einsteigern in die A2-Klasse mit maximal 48 PS erfreuen sich Bobber großer Beliebtheit. In diesem Artikel stellen wir 10 interessante A2-Cruiser vor, die das Bobber-Feeling in unterschiedlichen Preisklassen bieten.
Vorstellung einiger A2-Bobber Modelle:
- Benda Napoleon Bob 500: Die Benda Napoleon Bob 500 zeichnet sich durch ihre Hossack-Vorderradführung aus. Ihr flüssigkeitsgekühlter 496-cm³-Zweizylindermotor leistet 50 PS. Ein minimalistisches Design mit kurzem Heck betont den Bobber-Charakter. Informationen zur Markteinführung in Deutschland und zum Preis sind derzeit nicht verfügbar.
- Benelli Leoncino Bobber 400: Die Benelli Leoncino Bobber 400 erweitert die Leoncino-Familie um ein stylisches Modell in der A2-Klasse. Angetrieben von einem neu entwickelten V-Twin-Motor mit 384,5 cm³ Hubraum, leistet sie 34,5 PS bei 8.000 U/min und bietet ein Drehmoment von 36 Nm bei 4.500 U/min. Der Riemenantrieb sorgt für eine direkte Kraftübertragung ans Hinterrad. Die niedrige Sitzhöhe von 730 mm, breite 16-Zoll-Reifen (130/90-16 vorn, 150/80-16 hinten) und Lenkerendspiegel unterstreichen das typische Bobber-Feeling. Die Markteinführung in Deutschland ist für Mai 2025 geplant. Preis: 5.999 Euro.
- Hanway B40 Bobber: Die Hanway B40 Bobber präsentiert sich als klassischer A2-Bobber mit einem wassergekühlten Reihenzweizylinder-Motor des chinesischen Herstellers Zongshen. Mit einem Hubraum von 401 cm³ leistet sie 44 PS (32 kW) bei 9.500 U/min und bietet ein maximales Drehmoment von 34 Nm bei 8.000 U/min.Die 16-Zoll-Räder sind mit Reifen der Dimensionen 130/90-16 vorn und 150/80-16 hinten ausgestattet. Mit einem Radstand von 1.518 mm und einer niedrigen Sitzhöhe von 690 mm eignet sich die B40 besonders für kleinere Fahrerinnen und Fahrer. Die Markteinführung in Deutschland ist für März 2025 geplant, mit einem Preis von 6.250 Euro zuzüglich 249 Euro Liefernebenkosten.
- Honda CMX 500 Rebel: Die Honda CMX 500 Rebel bleibt ein Klassiker unter den A2-Bobbern. Ihr 471-cm³-Zweizylindermotor liefert 46 PS. Mit tiefem Sitz, kurzen Schutzblechen und breiten Reifen bietet sie den typischen Bobber-Stil. Details zur Markteinführung der 2025er-Version in Deutschland und zum Preis sind aktuell nicht bekannt. 2024 kostete die 500er noch 7.340 Euro inklusive Überführung.
- Jawa 42 Bobber: Die Jawa 42 Bobber vereint klassisches Design mit modernen Elementen und bleibt ihrer Retro-Ästhetik treu. Angetrieben wird sie von einem 294,7-cm³-Einzylindermotor, der 27 PS bei 6.800 U/min leistet und ein maximales Drehmoment von 27,03 Nm bei 5.750 U/min bereitstellt. Die Kraftübertragung erfolgt über ein 6-Gang-Getriebe. Reifen: 100/90-18 vorn und 140/70-17 hinten.Zur Sicherheitsausstattung gehören eine ABS-unterstützte Scheibenbremse vorn und eine Trommelbremse hinten. Mit einer niedrigen Sitzhöhe von 740 mm ist sie auch für kleinere Fahrer gut geeignet. Die Markteinführung für Deutschland ist noch nicht bestätigt, ebenso fehlt eine offizielle Preisangabe für den deutschen Markt. In anderen Märkten wird sie jedoch für umgerechnet rund 4.000 bis 4.500 Euro angeboten.
- Kawasaki Eliminator 500: Die Kawasaki Eliminator 500 ist ein A2-Cruiser mit 451-cm³-Zweizylindermotor und 48 PS. Typisch für einen Bobber sind der niedrige Sitz (735 mm), das schlanke Heck und breite Reifen (18 Zoll vorn, 16 Zoll hinten). ABS, Traktionskontrolle und ein digitales Display gehören zur Ausstattung. Der Preis in Deutschland beträgt 6.845 Euro.
- Royal Enfield Goan Classic 350 Bobber: Die Royal Enfield Goan Classic 350 Bobber setzt auf einen bewährten 349-cm³-Einzylindermotor mit 20,2 PS. Typische Bobber-Merkmale wie ein Solo-Sattel, breite Reifen und ein reduziertes Design prägen ihr Erscheinungsbild. Informationen zur Markteinführung in Deutschland und zum Preis sind derzeit nicht verfügbar.
- Royal Enfield Shotgun 650: Die Royal Enfield Shotgun 650 erweitert die 650er-Reihe mit einem klassischen Bobber. Ihr 648-cm³-Zweizylindermotor leistet 47 PS. Eine gedrungene Silhouette, Solositz und kurze Fender machen sie zum echten Bobber. Preis: ab 7.590 Euro.
- Voge CU 525: Die Voge CU 525 ist ein neuer A2-Cruiser mit Bobber-Optik. Ihr flüssigkeitsgekühlter 494-cm³-Zweizylindermotor erzeugt 47,6 PS. Ein minimalistischer Look mit kurzen Kotflügeln und tiefem Sitz unterstreicht das Bobber-Design. Details zur Markteinführung in Deutschland und zum Preis sind aktuell nicht bekannt.
- Zongshen Cyclone AQS 401: Die Zongshen Cyclone AQS 401 kombiniert einen 401-cm³-Zweizylindermotor mit 44 PS und ein halbautomatisches Getriebe. Ein tiefer Solositz, kurze Schutzbleche und breite Reifen geben ihr den Bobber-Look.
Die 5 besten A2-Motorräder laut MOTORRAD
Die Klasse der Einsteiger-Bikes bis 48 PS zählt in der Bestenliste aktuell 31 Modelle. Hier die Top 5:
- Honda CB 500 X: Die CB 500 X ist ein Crossover, der wie eine Reiseenduro wirkt und wie ein Naked Bike fährt. Sie bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Kawasaki Ninja 400: Die Kawasaki Ninja 400 überzeugt mit einem starken Motor.
- Kawasaki Ninja 500 SE: Den aktuell besten Einsteiger-Motor bietet Kawasaki in der Ninja 500. Im Grunde ist der 500er-Motor der von 399 auf 451 aufgebohrte Motor der Ninja 400, bietet allerdings einiges mehr an Kraft und Kraftentfaltung.
- Honda CB 500 Hornet: Der Twin mit 471 Kubik erfährt in der Hornet satte 7 Punkte mehr als in der motorisch baugleichen CB 500 X.
- KTM 390 Adventure: Die KTM 390 Adventure ist eine Enduro in der Bestenliste der Einsteiger.
Einsteiger-Motorräder mit Top-Preis-Leistungs-Verhältnis
Von aktuell 28 Motorrädern der Einsteiger-Klasse in der Bestenliste von MOTORRAD haben 16 im Fach Preis-Leistung die Note 1 vor dem Komma. Doch die kommt nicht nur allein über einen niedrigen Preis, sondern auch über gute Ergebnisse in der 1.000-Punkte-Wertung von MOTORRAD.
Teil eines jeden MOTORRAD-Tests ist eine objektive Bewertung über das Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei fließen die Punkte der 1.000-Punkte-Wertung und der reale Preis des Testfahrzeugs in eine Schulnote ein. Die 1.000 Punkte verteilen sich auf die Kategorien Motor (250 P.), Fahrwerk (250 P.), Alltag (250 P.), Sicherheit (150 P.) und Kosten (100 P.).
Preis-Leistungs-Wertung: Ausgewählte Modelle
- Honda CB 500 X: Führt die Preis-Leistungs-Wertung an und ist insgesamt die beste Einsteiger-Maschine bei MOTORRAD.
- Voge 500 DSX: Die derzeit beste Voge beim Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. 2023 erfuhr die Voge im Test 606 Punkte und bekam die Preis-Leistungs-Note 1,1. Preis des Testfahrzeugs: 5.599 Euro.
- Triumph Speed 400: Allein auf Platz 3 der Preis-Leistungs-Wertung steht mit der Note 1,2 die Triumph Speed 400. Das Naked Bike der neuen 400er-Reihe von Triumph erfuhr in einem Test 2024 insgesamt 601 Punkte. Preis des Testmotorrads: 5.345 Euro.
- Kawasaki Ninja 400: Sie bekam in einem Test 2023 mit 615 Punkten deutlich mehr Zähler als die beiden Voge und die mehr oder weniger baugleiche Z 400 (auf Rang 6) kostete damals mit 6.945 Euro deutlich mehr. Komplett wird das Trio auf Platz 4 der Preis-Leistungs-Wertung durch die Ninja 400 mit der Note 1,3.
- Voge 500 R: Noch eine Voge auf Platz 4 und noch eine mit dem geklonten 500er-Honda-Twin im Rahmen. Zwar deutlich schlechter im Test (576 Punkte) als die Enduro 500 DS, dafür im Test 2020 mit nur 4.869 Euro viel günstiger. Und das reicht für die Note 1,3.
- Voge 500 DS: Zwar etwas schlechter im Test, dafür noch günstiger als die Kawasaki Z 400: die Voge 500 DS mit der Preis-Leistungs-Note 1,3 auf Platz 4. Errechnet aus 596 Punkten im Jahr 2021 bei einem Preis für das Testmotorrad von 6.099 Euro.
- Honda CB 500 F: Allein auf dem Platz 5 der Preis-Leistungs-Wertung steht die Honda CB 500 F. Die Note von 1,4 ergibt sich aus dem 2023er-Ergebnis von 607 Punkten und dem damaligen Preis des Testmotorrads von 6.370 Euro.
- Kawasaki Z 400: Im Test mit 598 Punkten aus dem Jahr 2023 nicht so stark wie die KTM 390 Adventure, trotzdem mit der Note 1,5 auf Platz 6: die Kawasaki Z 400. Möglich macht es der deutlich niedrigere Preis von 6.445 Euro für das Testmotorrad.
- KTM 390 Adventure: Die Note der Preis-Leistungs-Wertung von 1,5 setzt die KTM 390 Adventure auf den zweigeteilten Platz 6 der MOTORRAD-Bestenliste. Errechnet aus dem 2023er-Testergebnis von 609 Punkten und dem Preis des Testmotorrads von 7.142 Euro.
- Honda CBR 500 R: Die erste von drei 500er-Hondas steht in Form der CBR 500 R auf Rang 7 der Preis-Leistungs-Wertung. Die Note von 1,6 ergibt sich aus dem 2023er-Testergebnis von 603 Punkten bei einem Preis des Testmotorrads von 7.090 Euro. Fun Fact: Kopien dieses Motors treiben ebenfalls die beiden 500er-Voge-Modelle an.
- KM RC 390: Ebenfalls auf Platz 7 der Preis-Leistungs-Wertung mit der Note 1,6: die KTM RC 390. 601 Punkte im Test 2023 und der damalige Preis des Testmotorrads von 7.092 Euro ergeben diese Zensur.
- Triumph Scrambler 400 X: Ein guter Test in MOTORRAD mit 584 Punkten und ein attraktiver Preis von 6.045 Euro des Testmotorrads brachten der Triumph Scrambler 400 X mit der Preis-Leistungs-Note 1,6 den 7. Rang der MOTORRAD-Wertung ein.
- Yamaha R3: Insgesamt 4 Modelle stehen mit einer Preis-Leistungs-Note 1,6 auf Platz 7. Eine davon ist Yamaha R3, die 2022 im Test 582 Punkte erfuhr. Preis für das Testmotorrad: 6.099 Euro.
- CFMoto 450 SR: Mit der Preis-Leistungs-Note 1,7 steht die CFMoto 450 SR auf Platz 8 der Bestenliste von MOTORRAD. 2023 erfuhr der China-Sportler 586 Punkte und kostete 6.490 Euro.
- KTM 390 Duke: Ebenfalls auf Platz 9 steht die KTM 390 Duke, hier noch mit dem 373er-Single. Im Test 2023 erfuhr sie 573 Punkte, was bei einem Preis 6.342 Euro die Preis-Leistungs-Note von 1,9 ergibt.
- QJMotor SRV 550: Trotz des größten Hubraums in den Top 9 reicht es der QJMotor SRV 550 nur auf Platz 8 mit einer Preis-Leistungs-Note von 1,9. Errechnet aus dem Testergebnis 2023 von 567 Punkten und dem Preis des Testmotorrads von 6.699 Euro.
Naked Bikes im Test
Hier eine Zusammenfassung von Eindrücken verschiedener Testfahrer zu einigen Naked Bikes:
- Honda CB500 Hornet: Ein solides, erwachsenes Motorrad, das Stabilität und Komfort bietet. Das Fahrwerk hätte sich gewaltig verbessert. Sie bleibt stabil und bietet gleichzeitig eine angenehme Dämpfung.
- Kawasaki Z 500 SE: Ein spritziges, sportliches Motorrad, das Spaß macht und Leistung bietet. Er lobte den starken Motor und das knackige Fahrverhalten.
- CF MOTO 450 NK: Ein überraschend solides Motorrad, das mehr bietet, als man erwarten würde. Es fährt ausgesprochen zugänglich, harmonisch und einfach. Für ambitionierte Piloten sind andere Modelle besser geeignet.
- KTM 390 Duke: Ein verspieltes, agiles Motorrad, das Spaß pur bietet. Perfekt für junge, abenteuerlustige Fahrer, die es gerne wild mögen.
- Husqvarna Vitpilen 401: Ein stilvolles, agiles Motorrad, das Fahrspaß und cooles Design vereint.
- Triumph Speed 400: Ein großartiges Motorrad, das mit Fahrspaß und einem tollen Gefühl punktet.
Am Ende war die Honda CB500 Hornet das beste Motorrad in dieser Leistungsklasse. Sie überzeugte mit Fahrspaß und tollen Fahrleistungen.
Testergebnisse im Detail
Insgesamt 10 Motorräder im Test - 6 Motorräder in dieser Leistungsklasse. 12 Piloten am Start. Fast 2 intensive Testwochen.
Die Kategorien im Testprotokoll umfassen Aspekte wie Motor-Komfort und Dosierung, Drehfreudigkeit des Motors, Durchzug, Motorleistung, Getriebe, Quickshifter, Kupplung, Regelung der Traktionskontrolle, Einstellmöglichkeiten der Traktionskontrolle, Qualität der Schalter und Logik der Bedienelemente. Zudem wurden Aspekte wie Stabilität, Handling, Präzision, Fahrwerk-Qualität und Einstellbereich, Bremse, Dosierbarkeit und Wirkung bewertet.
Jeder Testpilot hat seine individuelle Bewertung abgegeben, die dann zu einem Durchschnittswert für jede Kategorie und schließlich zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt wurde.
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