Gute und günstige E-Bike Mountainbike im Test

Trotz einer deutlichen Preissteigerung haben Mountainbikes die Trekkingräder auf der Pedelec-Beliebtheitsskala mittlerweile überholt. Von den im Jahr 2021 ca. zwei Millionen verkauften Pedelecs waren 34 Prozent Mountainbikes, Trekkingräder lagen mit 32 Prozent knapp dahinter.

Der ADAC hat acht E-Mountainbikes bis 5000 Euro nach den Kriterien Fahren, Antriebssystem und Motor, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung sowie auf Schadstoffe getestet. Ergebnis: Sechsmal "gut", zweimal "befriedigend". Plus: Tipps für e-MTB-Fahrer.

Testergebnisse und Empfehlungen

Die Stiftung Warentest hat 2024 elf Trekking-E-Bikes getestet, darunter Modelle von Cube, Kalkhoff und KTM. Die 31 Pedelecs im Test schneiden gut bis mangelhaft ab. Auch die Empfehlens­werten unter ihnen haben individuelle Stärken und Schwächen.

Die Bikes lassen sich alle etwas unterschiedlich fahren - so kommt man an einer ausgiebigen Probefahrt nicht vorbei. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf Ergonomie und Handling gelegt werden, gefolgt von der Handhabung der Bedieneinheit und deren Informationsumfang.

Sicherheitsaspekte

Neben einem Helm sorgen weitere Sicherheitsausrüstungen wie Knie- und Ellenbogenschützer für guten Unfallschutz auf Trails. Je nach Beschaffenheit des Trails können auch Rumpfprotektoren oder ein Vollvisierhelm sinnvoll sein.

Zur besseren Erkennung für andere sollte bunte oder auffällige Kleidung gewählt werden und zur akustischen Warnung eine Klingel am Fahrrad angebracht sein. Für eine klare Sicht ist eine Schutzbrille zu empfehlen, um die Augen vor Insekten, Schmutz und Staub zu schützen.

Nie die eigenen Fähigkeiten überschätzen. Gerade das Bremsen birgt ein hohes Unfallpotential - Sowohl im Downhill als auch im Trail oder bei Action ist zu starkes Bremsen ein Hauptgrund für Unfälle. Nehmen Sie Trainingsprogramme wahr, die dabei helfen, die eigenen und die physikalischen Grenzen zu verstehen und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern.

Tourenplanung und Ausrüstung

Touren sollten gut vorbereitet sein. Zur Grundausstattung gehört ein kleines Erste-Hilfe-Set, ein Flickzeug sowie ein Ersatzschlauch inklusive Montagematerial, um für eine Panne gerüstet zu sein. Für Notfälle sollte ein vollgeladenes Handy oder eine Powerbank mitgeführt werden.

Fahrkomfort und Einstellungen

Auch der Fahrkomfort ist bedeutend. Gabel und hinterer Dämpfer haben darauf entscheidenden Einfluss, besonders beim Bergabfahren. Denn je besser beide das Rad auf den Trail bzw.

Das richtige Bike zu finden, bedarf einer klaren Vorstellung darüber, was man damit machen möchte. Nur die ideale Größe des Bikes inkl. der optimalen Einstellung der Dämpferelemente bietet ultimativen Fahrspaß. Dies muss beim Fachhändler erfolgen. Oftmals bietet dieser ein "Bikefitting" an, das dann mit dem Kauf verrechnet wird.

Neben der Größe ist auch das "Lenkerfitting" entscheidend. Hier gilt: Zuerst Bremse, dann Sattelstütze, dann die Schaltung. Diese sollten gut vom Griff aus erreichbar sein. Beim Bremshebel ist die "Einfingerbremse" eine unverzichtbare Ausstattung für die sichere Downhill-Fahrt.

Ein E-Mountainbike ist ein Sportgerät, das der Übung bedarf. Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf nicht nur eine ausgiebige Probefahrt, sondern auch ein "Bikefitting" beim Fachhändler zu machen: Dort wird die Größe richtig angepasst und die Dämpfung optimal eingestellt.

Da die Fullys relativ teuer und die Preise seit Testbeginn sogar um rund zehn Prozent gestiegen sind, noch zwei Spartipps: Eventuell auf einen Carbon-Rahmen beim Bike verzichten, denn der ist teuer, bringt aber nur wenig Gewichtsvorteil. Und in der Gangschaltung sind Stahlritzel günstiger als Aluritzel - und dazu noch verschleißärmer.

Abseits vom Trail lassen sich die vollgefederten E-Mountainbikes durchaus alltagstauglich bewegen, sofern die Sattelstütze so eingestellt ist, dass man entspannt sitzen kann. Andernfalls ist der dauernde Druck auf die Handgelenke zu groß. Ganz wichtig: Für den Einsatz im Straßenverkehr benötigen diese Bikes auf jeden Fall auch Licht, Reflektoren und eine Klingel.

ADAC Empfehlungen an die Hersteller

  • Die Bedienung der Bremsen sollte möglichst mit der "Einfingertechnik" möglich sein.
  • Die absenkbare Sattelstütze muss auch in schwierigen Situationen mit dem Daumen von der Lenkergriffposition unkompliziert und sicher erfolgen können.
  • Das e-MTB ist ein Sportgerät und bedarf Übung. Zum Kauf sollte ein z.B. kostenvergünstigtes Techniktraining selbstverpflichtend durch den Hersteller mit angeboten werden.
  • Die Schalthebel sollten, um Schäden der Antriebsübertragung (Kette, Ritzel) zu vermeiden, möglichst in der "Eingangrastung" erfolgen, d.h. beim Drücken des Schalthebels wird nur ein Gang geschaltet.
  • Eindeutige Hinweise zum zulässigen Gesamtgewicht bzw. Systemgewicht müssen am e-MTB gut sichtbar sein.

E-Mountainbike Systemvergleich

Hier finden Sie einen E-Mountainbike-Systemvergleich zwischen Fullys und Hardtails.

Die Topseller E-Mountainbikes

Topseller. Dieser Name hat sich bei uns in der Redaktion für E-Mountainbikes der Preisklasse zwischen 5000 und 6000 Euro eingebürgert. Warum? Weil hier die meisten Bikes über den Ladentisch gehen. Und weil es in diesem Preisbereich auch das stimmigste Paket aus Preis und Leistung gibt. Wer ein E-MTB für den Geländeeinsatz auf Tour und Trails sucht, bekommt hier ein solides Paket - und eine riesige Auswahl. Unser großer Vergleichstest packt 8 spannende Kandidaten um den Titel des besten E-Bike-Allrounders zusammen.

Satte Rabatte für aktuelle E-Mountainbikes

In der aktuellen Marktsituation sind Preisangaben relativ. Die UVPs werden munter hoch und runter justiert. Und welches Preisschild beim Händler am Bike hängt, steht ohnehin noch mal auf einem ganz anderen Blatt. Schwierig, in dieser Situation ein homogenes Testfeld aufzustellen. Mit Marin und Centurion schaffen es zwei Räder in unseren Vergleich, die wir vor einigen Monaten noch mit dem Vermerk „zu teuer!“ hätten abweisen müssen. Doch die Hersteller haben die offiziellen Preise dauerhaft gesenkt. Mit dem Resultat, dass die Ausstattung dieser beiden Alu-Bikes heraussticht. Federwegsseitig liegen die Bikes zwischen 140 und 160 Millimetern. Doch der Einsatzbereich lässt sich nicht allein am Hub festmachen. Interessanterweise gehört das Marin Riftzone mit seinem 140er-Fahrwerk zu den abfahrtsstärksten Bikes, während die 150er von Cannondale Moterra und Rose Root Miller eher auf Touren ausgelegt sind. Sogar das Trek Rail 7 mit 160er-Gabel ist mehr Allrounder als Mini-Enduro.

Modell Motor Akku Federweg vorne/hinten Gewicht (ca.)
Bulls Copperhead EVO AM 1 29 Bosch CX Smart 500 Wh 150 / 140 mm keine Angabe
Canyon Neuron:ON AL 6.0 Shimano EP6 (504) 630 Wh (120) 130 / 130 mm keine Angabe
Centurion Numinis R800i Bosch CX Smart 625 Wh 140 / 130 mm 26,5 kg
Centurion No Pogo F800i Shimano EP6 630 Wh 140 / 135 mm 25,6 kg
Conway eWME 4.9 Shimano EP8 720 Wh 160/160 mm 25,3 kg
Cube Stereo Hybrid 120 Race 625 Bosch CX Smart 625 Wh 120/120 mm 24,9 kg
Ghost E-ASX 130 Essential Bosch CX Smart 625 Wh 130/130 mm keine Angabe
Giant Stance E+ 1 (Yamaha) SyncDrive Sport2 625 Wh 140/140 mm 25,8 kg
Haibike AllTrail 4 29 Yamaha PW-ST 630 Wh 120/120 mm keine Angabe
KTM Macina Chacana 591 Bosch CX Smart 500 Wh 130/125 mm 24,9 kg
Propain Ekano 2 AL Mix Shimano EP6 626 Wh 180/170 mm keine Angabe
Radon Render AL 8.0 750 Bosch CX Smar 750 Wh 150/140 mm 25,45 kg
Rose Root Miller Plus Bosch CX (ohne Smart!) 625 Wh 150/150 mm 23 kg
Scott Strike eRIDE 940 Bosch CX Smart 500 Wh 140/140 mm 23,9 kg
Specialized Turbo Levo Alloy Specialized keine Angabe keine Angabe keine Angabe

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