Die besten Hardtail Mountainbikes im Test

Mountainbike-Hardtails erfreuen sich wachsender Beliebtheit und sind dank der wachsenden Modellvielfalt mittlerweile für verschiedenste Einsatzzwecke und Disziplinen einsetzbar. Ein Hardtail Mountainbike ist ein verlässliches, unkompliziertes MTB, welches eine direkte Kraftübertragung ermöglicht. Soll es auch auf sehr unebenen Routen genutzt werden, ist gutes Fahrkönnen notwendig.

„Hardtail“ lässt sich mit „harter, hinterer Teil“ übersetzen. Das verdeutlicht, dass ein MTB-Hardtail einen ungefederten Rahmen hat und nur der vordere Teil des Fahrrads mit einer Federung in Form einer Federgabel ausgestattet ist.

Was macht ein gutes Hardtail Mountainbike aus?

Beim Kauf sollte auf Qualität und die richtige Rahmengröße geachtet werden. Zudem ist es wichtig, den Einsatzzweck zu berücksichtigen, um das passende Modell zu finden. Mountainbike-Hardtails werden immer beliebter und sind dank der wachsenden Modellvielfalt mittlerweile für verschiedenste Einsatzzwecke und Disziplinen einsetzbar.

Die Vorteile eines Hardtails:

  • Ein niedriges Preisniveau bei dennoch ausreichender Funktion!
  • Weniger wartungsintensiv und anfallende Reparaturen sind günstiger.
  • Das Gewicht ist wesentlich geringer.
  • Schlichte Funktionalität und Robustheit.
  • Ermöglicht eine direkte Kraftübertragung und ist besonders bergauf leistungsfähig.

Materialien und Bauweise

Hardtails sind robuste Bikes. Aluminium ist eines der beliebtesten Metalle für den Rahmen. Es wird in verschiedenen Legierungen verarbeitet. Da Aluminium nach dem Schweißprozess mit Wärme behandelt wird, ist es besonders langlebig. Das Metall steht für Qualität, Robustheit und Stabilität.

Aluminiumrahmen sind bei den Fahrradherstellern sehr beliebt, da das Material sehr variabel verarbeitet werden kann. Speziell Aluminium hat den Stahlrahmen verdrängt.

Titanrahmen sind eher schwierig zu verarbeiten, weshalb sie überaus hochpreisig sind. Titan gilt als Edelstoff für Hardtail Mountainbikes, ist außerordentlich leicht und hat eine hohe Zugfestigkeit. Zudem verfügt Titan über erheblich bessere Korrosionseigenschaften: Titanrahmen sind äußerst langlebig und rosten nicht.

Carbon ist mittlerweile in der Massenproduktion angekommen. Es handelt sich bei Carbon um einen mit Kohlenstofffaser verstärkten Kunststoff. Carbonrahmen bieten viele Vorzüge: Sie sind nicht nur elastisch und haben eine gute Dämpfung, die Verarbeitungsformen gestalten sich auch sehr vielfältig. Beispielsweise ist es möglich, einen Rahmen aus nur einem Stück zu fertigen. Da Carbon aktuell sehr beliebt ist, wird es von vielen namhaften Fahrradherstellern verwendet.

Die richtige Rahmengröße

Für ein angenehmes und vor allem gesundes Fahrvergnügen ist die richtige Größe des Fahrradrahmens von entscheidender Bedeutung. Ein zu kleiner oder zu großer Rahmen kann Rücken- oder Nackenschmerzen sowie Knieproblemen verursachen.

  1. Für die körpergerechte Größe des Rahmens sollte die individuelle Schrittlänge ermittelt werden. Hierfür wird der Abstand vom Fuß, ohne Schuhe, bis hin zum Schritt gemessen. Am besten eignet sich dafür ein Meterstab. Wichtig ist, besonders exakt zu messen. Eine helfende Hand kann nützlich sein.
  2. Die ermittelte Schrittlänge wird anschließend mit 0,57 multipliziert.

Top Hardtail Modelle im Überblick

Hier sind einige der spannendsten Hardtails aus dem Jahr 2024:

VPace C4M

Mit knapp unter 8,2 Kilo wiegt das VPace C4M weniger als ein kleiner Kasten Bier. Für 3199 Euro kommt der Rigid-Racer mit leichtgewichtiger Carbon-Starrgabel, hochwertigen Magura Bremsen und Sram GX Eagle Schaltung. Extraleichte Anbauteile aus eigenem Hause helfen beim Traumwert an der Waage.

Canyon Grand Canyon 8

Gerade für Einsteiger machen Hardtails viel Sinn: Der Anschaffungspreis bleibt in den meisten Fällen überschaubar und auf den unkomplizierten Bikes lernen Novizen Fahrtechniken oft schneller. Unter sieben günstigen Modellen mit Alu-Rahmen ging das Canyon Grand Canyon 8 als Testsieger hervor hervor. Das gute Preis-Leistungsverhältnis und der breite Einsatzbereich des Bikes mit 120-Millimeter-Gabel konnten voll überzeugen.

Marin Alcatraz 24

Auch für Kinder stellen Hardtails eine besonders gut passende Bike-Gattung dar. Auf ihr geringes Körpergewicht lassen sich die Federelemente vieler Fullys gar nicht erst einstellen. Marin präsentierte Anfang des Jahres eine ganze Palette neuer Kinder-Hardtails. Kinder begeistert man am nachhaltigsten mit Action und Spaß für den Mountainbike-Sport. Deshalb ist es nur konsequent, dass Marin ein Dirtbike speziell für den Nachwuchs anbietet. Dank Starrgabel bleibt das Gewicht auf dem Boden, während die Kids auf Pumptrack und Dirtline abheben können.

Rose Bonero Plus 2

Dass E-Bikes nicht zwingend schwer sein müssen, zeigt Rose mit dem 16,86 Kilo leichten Bonero Plus. Dank Hardtail-Rahmen aus Carbon und kompaktem TQ-Motor mit maximal 50 Newtonmeter Drehmoment bleibt das Gewicht schön niedrig. Ein leichtgewichtiger 360-Wattstunden-Akku sorgt für die schlanke Silhouette und natürliche Fahreigenschaften.

Bike Ahead The Frame

Leichtbau-Hardtails sind faszinierende Blüten des Mountainbike-Sports. Erstmals bauen die Carbon-Spezialisten einen Hardtail-Rahmen. Dieser entsteht in Europa, genauer gesagt in Portugal, und kostet mit 1978,99 Euro trotzdem deutlich weniger als die Hochglanz-Produkte der meisten Konkurrenten. Im Gelände begeistert The Frame mit Leichtfüßigkeit und reaktivem Handling.

Cube Reaction C:62 Pro

Dass sich Mountainbikes von Cube blendend verkaufen, ist kein Geheimnis. Allen voran die Hardtails der Reaction-Serie. Das neue Cube Reaction C:62 2025 buhlt mit einem leichten Carbon-Rahmen inklusive integrierter Sattelklemme und mit fairen Preisen um die Hardtail-Kundschaft. In der Pro-Ausführung mit Shimano-XT-Antrieb werden lediglich 1999 Euro für das 10,6 Kilo leichte Racebike fällig.

Trek Procaliber Gen 3

Reserven bietet nicht nur die Federgabel mit 120 Millimetern Hub, sondern auch das in den Rahmen integrierte IsoBow-Hinterbau-Konzept. Eine flexende Konstruktion am Übergang vom Oberrohr zu den Sitzstreben soll Ermüdung beim Fahrer reduzieren und gleichzeitig rund 200 Gramm Gewicht im Vergleich zum Vorgänger einsparen.

Kona Unit X

Ganz neu ist das Kona Unit nicht. Muss es auch nicht, denn sein vielseitiger Hardtail-Rahmen aus stahl ist absolut zeitlos. Zahlreiche Verschraubungspunkte für Trinkflaschen und Gepäck machen es zu einem idealen Bikepacking-Packesel. Für Dämpfung und Komfort sorgen 2,6 Zoll fette Reifen. Top für gemütliche Touren: Der Lenkwinkel steht flach, die Sitzposition ist komfortabel.

Ghost Lector HT Worldcup 30

Ghost ist sein einigen Jahren für äußerst progressive MTB-Geometrien bekannt. Mit dem neuen Ghost Lector HT schießen die Bayern aber den Vogel ab. Der Reach ist derart üppig, dass er selbst die Werte von Enduro-Bikes übertrifft. Gleichzeitig bleiben die Kettenstreben zugunsten der Wendigkeit kompakt und das Gewicht in Größe XL mit 10,24 Kilo gering. 120 Millimeter Federweg an der Gabel und 2,4 Zoll breite Reifen sorgen für zusätzliche Reserven.

Liv Lurra E+

Dieses E-Bike-Hardtail speziell für Frauen mit 130-Millimeter-Federgabel sowie gutmütiger Geometrie bietet eine ganze Vielzahl von Anwendungsgebieten. Preislich startet das E-MTB bei 3499 Euro. Auch Ausstattungsvarianten mit Schutzblechen und Gepäckträgern führt Liv im Programm.

Günstige Hardtails um 1000 Euro im Vergleich

Für viele Menschen sind 1000 Euro für ein Mountainbike eine Stange Geld. Gerade Einsteiger wollen verständlicherweise keine fünfstelligen Summen für ein Sportgerät ausgeben. Der Markt hält allerlei Bikes mit schlankem Preisschild bereit. Hardtails mit Rahmen aus Aluminium und einfacher Ausstattung bilden die Basis fast jedes Produktportfolios.

Auf einem Hardtail lassen sich problemlos schöne MTB-Touren fahren und auch auf einfachen Trails können Anfänger damit Spaß haben. Um Fahrtechnik zu erlernen und das Rad vielleicht auch im Alltag zu nutzen sind günstige Hardtails perfekt. Das Verhältnis aus Vielseitigkeit und Preis-Leistung ist bei Mountainbikes um 1000 Euro für viele Einsteiger attraktiv.

Hier ist eine Übersicht von günstigen Hardtails um 1000 Euro:

Modell Preis Federweg Laufradgröße Rahmenmaterial Gewicht
Bulls Copperhead 2 29 999,95 Euro 110 mm 29” Aluminium 15,42 kg
Canyon Grand Canyon AL6 999 Euro 120 mm 27,5” (XS) / 29” (S-XL) Aluminium 12,76 kg
Cube Reaction Pro 999 Euro 100 mm 27,5” (XS / S) / 29” (M-XXL) Aluminium 13,5 kg
Marin Bobcat Trail 5 1099 Euro 120 mm 27,5” (XS / S) / 29” (M-XL) Aluminium k.A.
Merida Big.Nine 200 999 Euro 100 mm 29” Aluminium 13,8 kg
Orbea Onna 10 959 Euro k.A. 27,5” (XS / S) / 29” (M-XL) Aluminium 13,8 kg
Radon Jealous 8.0 HD 999 Euro 100 mm k.A. Aluminium 12,2 kg
Rose PDQ AL 1 1199 Euro 120 mm 27,5” (XS / S) / 29” (M / L / XL) Aluminium 14,32 kg
Specialized Rockhopper Comp 975 Euro 80 / 90 / 100 27,5” (XS-M) / 29” (L-XXL) Aluminium 13,3 kg
Trek Marlin 6 Gen 3 899 Euro k.A. k.A. Aluminium k.A.

Details zu den Modellen

Bulls Copperhead 2 29: Mit den Monkey-Link-Schnittstellen für Akku-Lichter besitzt das Bulls Copperhead eine hohe Alltagstauglichkeit. Die Shimano Deore-Schaltung bietet trotz nur elf Schaltstufen einen leichten Klettergang und 180 Millimeter große Bremsscheiben leiten die Hitze auf langen Abfahrten besser ab.

Canyon Grand Canyon AL6: Der Direktversender kann mit viel Ausstattung zum fairen Preis punkten. So stellt die Shimano-Deore-Schaltung volle zwölf Gänge bereit und das Bike verfügt über stabile Steckachsen. 120 Millimeter Federweg und ein 66 Grad flacher Lenkwinkel schaffen in der Trailabfahrt Sicherheitsreserven.

Cube Reaction Pro: Das Cube Reaction ist ein wahrer Klassiker unter den günstigen Hardtail Mountainbikes und steht dank interner Zugverlegung schick da. Schaltwerk und -hebel stammen sogar aus der wertigen Shimano-XT-Gruppe und bieten mit zwölf Gängen eine große Übersetzungsbandbreite.

Marin Bobcat Trail 5: Am Style hat Marin mit zweifarbiger Lackierung und Tanwall-Reifen definitiv nicht gespart. Am günstigen Elffachantrieb der Shimano-Cues-Serie dafür schon. Ein flacher Lenk- sowie ein steiler Sitzwinkel zeugen von einem modernen Ansatz bei der Geometrie. Auch eine 120-Millimeter-Gabel liebäugelt mit dem Trail-Einsatz.

Merida Big.Nine 200: Meridas günstiges Hardtail baut auf einem schön gemachten Alu-Rahmen auf, der das Gewicht gerade noch im Rahmen hält. Eine klassisch angehauchte eher kurze Geometrie und ein steiler Lenkwinkel von 70 Grad dürften für ein agiles Handling in einfachem Gelände sorgen.

Orbea Onna 10: Dass sich Orbea mit Design auskennt, merkt man auch am Alu-Rahmen des Onna. Dessen gemäßigte Geometrie prädestiniert das Bike für den vielseitigen Allround-Einsatz. Funktionales Ausstattungshighlight ist die Shimano-Deore-Elffach-Schaltung.

Radon Jealous 8.0 HD: Radon wirbt mit satten Rabatten und bietet das halbwegs leichte Jealous 8.0 HD derzeit für 999 statt 1699 Euro an. Wer noch eines der Schnäppchen in der passenden Größe beim Online-Versender ergattern will, muss vermutlich schnell sein, denn die Ausstattungsgüte liegt deutlich über dem Preisniveau.

Rose PDQ AL 1: Das preiswerte Allround-Hardtail von Rose ist nicht nur das teuerste, sondern auch das neuste Bike in dieser Auflistung. 120 Millimeter Federweg und 2,4 Zoll breite Stollenreifen von Schwalbe, die leider mit günstiger Gummimischung kommen, rüsten das PDQ fürs Gelände.

Specialized Rockhopper Comp: Das Rockhopper aber ist mit einem ästhetischen Rahmen aus Aluminium und einer Shimano-Deore-Schaltung noch auf dem Boden geblieben. Sie wechselt zwölf Gänge auf einer günstigen Kassette von Sunrace. Erfahrungsgemäß sind auch die günstigen Reifen und Anbauteile von Specialized einen Preis-Leistungs-Tipp wert.

Trek Marlin 6 Gen 3: Das schwere Marlin wirbt mit einem besonders günstigen Preis. Erstaunlich, da bereits für den aufwändigen Alu-Rahmen alleine 649 Euro aufgerufen werden. Die Hinterradachse ist zwar geschraubt aber nur fünf Millimeter dünn.

Weitere Faktoren beim Kauf

Reifengröße: 27,5 oder 29 Zoll?

Bis vor einigen Jahren war eine Laufradgröße von 26 Zoll bei den Mountainbikes dominierend. Ein Hardtail mit 26 Zoll Rädern bietet eine gute Balance zwischen Beschleunigung, Rolleigenschaften und Stabilität. Vorteilhaft ist, dass sich rund um den Globus einfach und günstig Ersatzteile erwerben lassen.

Ein Hardtail mit 29 Zoll Rädern eignet sich besonders für schnelle Fahrer. Der große Durchmesser gestattet viel Vortrieb. Die Laufräder lassen sich zwar etwas schlechter beschleunigen, doch die erstklassige Laufruhe und das Rollverhalten bieten ausgeprägte Vorzüge. Speziell ungeübte Biker profitieren von ihnen. Kleinere Hindernisse wie Geröll, Wurzeln oder Steine können leichter bewältigt werden. Allerdings muss beim Kauf die individuelle Körpergröße berücksichtigt werden. 29 Zoll Laufräder eignen sich nicht für kleine Fahrer. Personen unter 175 cm Größe sollten 27,5 Zoll Reifen bevorzugen.

Schaltung: 1-fach, 2-fach oder 3-fach?

Die Wahl der richtigen Schaltung hängt von den persönlichen Vorlieben und dem Einsatzzweck ab. Moderne 1-fach-Schaltungen bieten eine große Übersetzungsbandbreite und sind wartungsarm. 2-fach- oder 3-fach-Schaltungen bieten mehr Abstufungen, können aber komplexer und schwerer sein.

Bremsen: Hydraulisch oder mechanisch?

Hydraulische Bremsen bieten eine bessere Bremsleistung und Dosierbarkeit als mechanische Bremsen. Sie sind jedoch auch teurer und wartungsintensiver. Mechanische Bremsen sind einfacher und günstiger, bieten aber nicht die gleiche Performance wie hydraulische Bremsen.

Die aktuellen Einsteiger Hardtails bis 1500 € können sich sehen lassen. Anstatt faden Einheitsbrei, hält die Industrie ein vielfältiges Angebot für unterschiedlichste Einsatzzwecke bereit. Vor allem der noch junge Trend zu den Allround Hardtails dürfte viele Mountainbike Anfänger ansprechen.

Hardtails bleiben ein fester Bestandteil der Mountainbike-Szene - zeitlos, direkt und unschlagbar wartungsarm. Neben den bekannten Größen überraschen 2024 vor allem einige spannende Exoten, die das Hardtail neu interpretieren.

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