Mit dem Fahrrad in der Stadt zu fahren, wird immer beliebter. Die Busse und Bahnen sind voll. Warum also nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Es gibt gute Gründe dafür, auf sein Bike umzusteigen.
10 Gründe, warum Radfahren so gut für Sie ist
- Radfahren ist gut, um viele Krankheiten zu verhindern: Radfahren reduziert das Risiko von Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Radfahren hat auch eine positive Wirkung auf das Blut. Die Zusammensetzung Ihres Blutes ändert da sich, durch die Bewegung und die erhöhte Herzfrequenz, beginnt es schneller zu fließen. Außerdem werden die Blutgefäße flexibler und stärker, da sie weniger schnell schließen.
- Radfahren ist gut zur Entspannung und hilft gegen Stress: Beim Radfahren ist es möglich, an etwas anderes zu denken. Lange Fahrten entspannen den Geist. Es wirkt sich auf Ihren ganzen Körper und Ihr Gefühl aus; Ihr Körper und Ihre Atmung kommen zur Ruhe, aber auch Ihr Kopf. Radfahren hat positive Auswirkungen auf die Reduzierung von Stressbeschwerden und während des Radfahrens produzieren Sie bestimmte Substanzen wie Endorphine und Serotonine. Diese Stoffe geben ein Glücksgefühl ab.
- Radfahren lässt Sie besser schlafen: Die Forschung zeigt, dass wir besser schlafen können, wenn wir jeden Tag ein wenig radeln. Durch das Treten von nur 30 Minuten pro Tag schlafen Sie schneller ein und sogar eine Stunde länger. Indem Sie draußen und damit mehr am Tageslicht sind, können Sie Ihren natürlichen Schlafrhythmus besser wiederfinden. Sonnenlicht reduziert auch die Produktion des Stresshormons Cortisol, das trägt zu einem guten Schlaf bei.
- Radfahren hilft gegen Fettleibigkeit: Radfahren ist eine sehr gute Möglichkeit, um die zusätzlichen Kilo zu verlieren. Wussten Sie, dass 10 Minuten Radfahren etwa 97 Kalorien verbrennen können? Das Radfahren ist ein schonendes Training, welches die Gelenke fast nicht belastet. Sie machen sanfte und gleichmäßige Bewegungen. Wenn Sie etwas schwerer sind, ist das Radfahren auch eine gute Lösung. Der größte Teil Ihres Gewichts liegt dann auf dem Sattel, so dass deine Knie und Knöchel es tragen müssen.
- Radfahren bietet den "Gehirneffekt": Wenn Sie Rad fahren, bringen Sie nicht nur Ihren Körper in Bewegung, sondern auch Ihr Gehirn. Radfahren fördert die Durchblutung des Gehirns und lässt mehr Sauerstoff in unser System gelangen. Es werden mehr Proteine produziert, um neue Gehirnzellen zu bilden. Darüber hinaus ermöglicht das Radfahren den verschiedenen Teilen unseres Gehirns, besser miteinander zu kommunizieren, was unsere kognitive Leistungsfähigkeit erhöht. Das bedeutet, dass sich unsere aufschlussreichen Fähigkeiten, die mit dem Denken, dem Verstand, dem Intellekt und der menschlichen Fähigkeit zu wissen zu tun haben, verbessern.
- Radfahren verbessert den Muskelaufbau: Beim Radfahren benutzt man nicht nur Beine und Füße, um die Pedale zu drehen. Sie benutzen viele zusätzliche Muskeln, unter anderem zum Steuern, um im Gleichgewicht zu bleiben, um die Position zu halten und um zusätzliche Kraft zu erbringen. Mit einer regelmäßigen Fahrradtour arbeiten Sie hart an dem Muskelaufbau. Wenn Sie eine halbe Stunde bis eine Stunde pro Tag radeln, reicht das aus, um einen guten Zustand und stärkere Muskeln aufzubauen.
- Radfahren ist eine soziale Aktivität: Natürlich kann man alleine Rad fahren, aber es ist auch sehr schön, eine gemeinsame Radtour zu machen. Während des Radfahrens können Sie sich unterhalten, lachen und zuhören. Es beginnt alles mit dem Schulbesuch; Kinder fahren selten allein zur Schule. Wenn sie gemeinsam durch Wind und Wetter radeln, schaffen sie schnell eine Verbindung. Um sich emotional gut zu entwickeln, ist es wichtig, soziale Kontakte zu haben. Eine Fahrradtour mit Freunden kann Ihnen dabei helfen!
- Radfahren ist jederzeit und überall möglich: Radfahren ist sehr zugänglich. Weil es so einfach zu bedienen ist, können Sie das Fahrrad auch schneller verwenden. Sie können Radtouren zu Zeiten planen, in denen Sie bereits irgendwo hingehen, so dass Sie Ihre Bewegung ohne (viel) zusätzliche Zeitverlust erhalten. Sie können auch viel mehr Orte mit dem Fahrrad als mit dem Auto erreichen.
- Beim Radfahren bekommt man das Gefühl der Freiheit: Radfahren gibt ein wunderbares Gefühl von Freiheit, man verlangsamt sich. Wenn Sie von der Arbeit zurückfahren, kommen Sie entspannt zu Hause an. Sie können die schönsten Orte erreichen und mit dem Fahrrad können Sie Städte oder Landschaften auf friedliche Weise entdecken. Keine Verpflichtungen, kein Stress und schön in bewegen.
- Wenn Sie mit dem Fahrrad fahren, sind Sie draußen in der Natur: Manchmal merkt man erst, wie schön die Natur ist, wenn man durch sie radelt. Vom Auto aus geht die Landschaft viel schneller an Ihnen vorbei. Auf dem Fahrrad sieht man noch viel mehr. Es ist auch gesund, regelmäßig in der Natur zu sein, die Stimmung verbessert sich, Sie haben weniger negative Gedanken und Sie erleben weniger Stress. Auch Ihre mentale Müdigkeit nimmt ab. Im Freien zu sein, stellt sicher, dass Sie genügend Vitamin D aufnehmen.
Weitere Vorteile des Radfahrens
Es gibt noch weitere gute Gründe für das Umsteigen auf das Fahrrad:
- Stau und Verspätungen werden zum Fremdwort: Bequem und ohne Probleme kommt ein jeder ohne Stau von A nach B.
- Bares Geld sparen: Kein Bus- und Bahnticket und keine teuren Kosten mehr an der Zapfsäulen. Das Fahrrad ist ein kostengünstiges Vehikel. Selbst auf Dauer fallen wenig Kosten für den beliebten Drahtesel an.
- Bei der Arbeit so richtig wach: Eines ist sicher, wer mit dem Fahrrad sich zur Arbeit bewegt ist putzmunter auf der Arbeit.
- Vorbild für andere sein: Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, besitzt eine Vorbildfunktion. So können die Kollegen sehen, welche Vorteile das Umsteigen auf das Fahrrad bringt.
- Fitnessstudio auf die Pedale verlegen: Wer keine Zeit hat für das Fitnessstudio, da permanent Überstunden geschoben werden, dann ist das Fahrrad fortan der beste Ersatz.
- Die Stadt aus einem Blickwinkel betrachten: Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, lernt seine Stadt von einer anderen Perspektive aus kennen. Gassen und Ecken, welche bisher unbekannt blieben, werden zu einem echten Hingucker.
- Ein wertvoller Beitrag für die Umwelt: Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren bedeutet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Kein CO₂-Ausstoß, keinerlei Schadstoffe und kein Lärm verursacht das Fahrrad.
- Die Jahreszeiten bewusster wahrnehmen: Wenn im Spätsommer die Blätter fallen und der Herbst Einzug über das Land erfährt, wird der Wechsel der Jahreszeiten viel bewusster wahrgenommen.
Radfahren als Alternative oder Ergänzung zum Joggen
Draußen ist es zu warm zum Laufen? Die Gelenke schmerzen beim Joggen und im Knie knirscht es? Wer auf der Suche nach einer guten Alternative oder Ergänzung zum Joggen ist, sollte es mal mit Fahrradfahren probieren. Denn auch mit dem Rad kann man seine Ausdauer trainieren und die Pfunde purzeln lassen. Doch Vorsicht: Vor allem Ungeübte müssen den Körper - inklusive Sitzfleisch - erst an die neue Belastung gewöhnen.
Fahrradfahren bietet für alle etwas: Egal, ob Sie Ihr Rad nutzen, um von A nach B zu fahren, hin und wieder kleine Ausflüge machen oder ganz gezielt trainieren. Auch die Gesundheit profitiert. Wenn Sie in die Pedale treten, wird der Körper stärker durchblutet und das Herz schlägt im wahrsten Sinne des Wortes schneller. Die Pumpleistung verbessert sich langfristig, während der Blutdruck sinkt. Gleichzeitig beansprucht Fahrradfahren viele Muskeln des Körpers. Außerdem bringt die Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem auf Trab und der Körper schüttet nach einer gewissen Zeit Endorphine aus - wie bei anderen Ausdauersportarten auch. Das bedeutet: Fahrradfahren macht glücklich und zufrieden und hilft beim Stressabbau.
So trainieren Sie richtig
Anfänger fahren am besten die ersten vier Wochen zweimal wöchentlich 45 Minuten, Fortgeschrittene mindestens dreimal die Woche 60 Minuten. Ideal für Einsteiger ist eine Trittfrequenz von 70 bis 90 Pedalumdrehungen pro Minute in einem leichteren Gang. Für Fortgeschrittene gilt: Wer sich noch gut unterhalten kann, ist nicht genug beansprucht. Wer dagegen hechelt, ist zu schnell unterwegs. Übrigens: Bei einem Tempo von 20 Stundenkilometern verbrennen Radfahrer rund 700 Kalorien in der Stunde.
Schonend für die Gelenke
Beim Joggen muss der Körper etwa das Zwei- bis Dreifache des eigenen Gewichts abfedern. Das geht unter Umständen auf die Gelenke - besonders wenn diese schon vorbelastet sind. Anders sieht das beim Fahrradfahren aus. Wer orthopädische Schwierigkeiten wie Knie- oder Hüftprobleme oder angegriffene Bänder hat, tritt daher besser in die Pedale. Gleiches gilt für Menschen, die länger keinen Sport gemacht haben oder Übergewicht haben. Selbst wer unter Gelenkschmerzen oder Arthrose leidet, kann meist bedenkenlos Fahrrad fahren. Denn dank der Tretbewegung produziert der Körper mehr Gelenkflüssigkeit. Wichtig: Passen Sie den Gang entsprechend an und schalten Sie lieber etwas runter, um Überlastungen zu vermeiden.
Was tun bei Sitzbeschwerden und Muskelverspannungen?
Wer sich nach längerer Zeit zum ersten Mal wieder auf den Sattel schwingt, hat nach einigen Kilometern oft schon Sitzbeschwerden. Haut, Sitzknochen und Damm reagieren gereizt auf die ungewohnte Belastung. Spezielle Schutzsalben fürs Gesäß aus Ihrer Apotheke können vorbeugen und Beschwerden lindern, indem sie einen atmungsaktiven Schutzfilm auf der Haut bilden. Ist der Po bereits wund, ist eine spezielle desinfizierende und heilende Wundcreme gefragt. Denn in Kombination mit Schweiß oder Dreck können Keime durch die kleinen entstandenen Hautrisse gelangen und die lädierte Hautpartie kann sich entzünden. Leiden Sie nach einer ausgiebigen Fahrradtour unter Muskelverzerrungen oder Überlastungen an den Handgelenken, können Schmerzgele helfen - beispielsweise mit den Wirkstoffen Diclofenac, Ibuprofen oder Ketoprofen. Magnesium ist für die Muskelfunktion notwendig. In einer Dosierung von ca. 350 Milligramm beugt es Verspannungen vor beziehungsweise lindert sie.
Das Fahrrad richtig einstellen
Um Schmerzen am Gesäß oder Gelenkbeschwerden zu vermeiden, ist es wichtig, das Fahrrad richtig einzustellen:
- Sattel: Es gibt Fahrradsättel in unterschiedlichen Breiten, Formen und aus verschiedenen Materialien.
- Sattelhöhe: Sitzen Sie richtig auf dem Sattel, sollte Ihre Ferse mit ausgestrecktem Bein das untere Pedal erreichen.
- Sattelneigung: Prüfen Sie, ob der Sattel waagrecht ist.
- Höhe des Lenkers: Wer den Rücken entlasten will, sitzt eher aufrecht, dennoch mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper. Die Wirbelsäule sollte ihre natürliche S-Form beibehalten. Der Lenker darf also nicht zu hoch eingestellt sein.
Gute Beratung ist wichtig
Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten und Ihr Fahrrad dort einstellen. Das Personal hat einen geschulten Blick und kann Ihnen schnell sagen, was Sie tun müssen, um bequem und ergonomisch richtig im Sattel zu sitzen. Denn: Die Sitzposition hängt auch von der Fahrweise, dem jeweiligen Rad und den persönlichen Vorlieben ab. Ein passendes Fahrrad ist die halbe Miete, um gesund ans Ziel zu kommen.
Sonnenschutz und Erste-Hilfe-Set
Ob bei kleinen Spritztouren oder auf dem Weg zur Arbeit: Auch ein Erste-Hilfe-Set darf nicht fehlen. Kompakte Modelle mit Pflastern, Verbandzeug, Desinfektionsspray, Kälte-Sofortkompressen und vielem mehr erhalten Sie bei uns in Ihrer Apotheke. Das Set können Sie beliebig erweitern - abhängig davon, wo und wie lange sie mit dem Fahrrad unterwegs sind. Cremen Sie sich großzügig mit Sonnenschutz ein, wenn Sie an sonnigen Tagen mit dem Rad unterwegs sind. Benutzen Sie am besten eine schweißresistente Creme mit extraleichter Textur. Tragen Sie diese etwa eine halbe Stunde vor der Tour auf. Achten Sie dabei auch auf Hände und Ohren.
Radfahren für eine bessere Umwelt
Experten schätzen, dass sich in Ballungsgebieten bis zu 30 Prozent der Pkw-Fahrten auf den Radverkehr verlagern ließen. Die bessere Erschließung dieses Potenzials zur Entlastung der Umwelt und der Menschen in der Stadt ist eine wichtige Aufgabe. Dass dieses Ziel erreichbar ist, zeigt die Verkehrsmittelwahl in Städten wie Kopenhagen, Amsterdam, Groningen oder auch in besonders fahrradfreundlichen deutschen Städten wie Münster, wo der Radverkehrsanteil (Anzahl der Wege) mit 39 % bereits den MIV -Anteil (29 %) deutlich überholt hat.
Nach Untersuchungen in deutschen Großstädten führen mehr als 40 % der Autofahrten über eine Strecke von weniger als fünf Kilometer Länge (MID 2017). Sie liegen damit in einem Entfernungsbereich, in dem das Fahrrad sogar das schnellste Verkehrsmittel ist.
Vermeintliche Nachteile, die gegen das Rad fahren sprechen, wie das höhere Unfallrisiko oder die starke Exposition gegenüber feinstaub- und schadstoffbelasteter Luft, werden von den Vorteilen für die Gesundheit durch die zusätzliche Bewegung um ein Vielfaches übertroffen. Dies zeigen die Ergebnisse einer Untersuchung des Forschungsinstituts IRAS an der Universität Utrecht. Forscher berechneten, was der Ersatz kurzer Autofahrten durch das Fahrrad für die Gesundheit bedeutet. Ergebnis: Durch regelmäßiges Rad fahren erhöht sich die Lebenserwartung um 3 bis 14 Monate. Diese Werte stehen einer verkürzten Lebenserwartung von 1 bis 40 Tagen durch das Einatmen von Feinstaub und von 5 bis 9 Tagen durch schwere Unfälle gegenüber. Eine weitere Studie belegt auch, wie sehr Radfahren zur besseren seelischen Gesundheit beitragen kann.
Radfahren als Beitrag zur Klimaneutralität
Rad fahren ist Mobilität ohne schädigende Klimagase. Es spart Platz und ist geräuscharm. Deutschland hat sich in seinem Klimaschutzgesetz verpflichtet, seine Treibhausgas-Emissionen um bis 2030 um 65 % gegenüber dem Jahr 1990 zu mindern. Der Verkehr war mit Stand 2023 für über 22 % der bundesweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Um die Treibhausgas-Emissionen zu senken ist es daher sinnvoll, Fahrten des Pkw-Verkehrs auf den Umweltverbund zu verlagern. Der Verkehrsträgervergleich des Umweltbundesamtes zeigt, dass durch Rad- und Fußverkehr rund 166 g Treibhausgas-Emissionen pro Personenkilometer gegenüber dem Pkw eingespart werden können.
In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass eine Berufspendlerin oder Berufspendler, die oder der je 5 km mit dem Rad zur Arbeit hin und zurück fährt, durch Verzicht auf die Autonutzung im Jahr durchschnittlich rund 365 kg CO2-Emissionen einsparen kann. Der Radverkehr ist somit gemeinsam mit dem Fußverkehr die klimaschonendste Fortbewegungsart.
Radfahren spart Fläche und reduziert Lärm
Einen weiteren umweltrelevanten Aspekt stellt der immer weiter wachsende Verkehrsflächenanteil in Deutschland dar, der zu einer zunehmenden Versiegelung der Böden führt, die dadurch ihre natürlichen Funktionen verlieren. Der größte Teil dieser Verkehrsflächen wird momentan vom motorisierten Straßenverkehr beansprucht. Der Flächenverbrauch von Fahrrädern ist in dieser Hinsicht um ein Vielfaches geringer, was dazu beiträgt die Umwelt zu schonen und damit auch die Lebensqualität der Menschen zu steigern, vor allem in den größeren Städten. Auf jedem einzelnen Autoparkplatz kann man gut acht Fahrräder abstellen.
Ebenso beeinträchtigt der vom Verkehr erzeugte Lärm die Umwelt und die Menschen. Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad leistet einen deutlichen Beitrag, den durch den Personenverkehr verursachten Lärm zu verringern und so Umwelt und Mensch zu entlasten.
Radfahren spart Geld
Der Kauf und Unterhalt eines Verkehrsmittels verursacht sowohl der Nutzerin oder dem Nutzer als auch der Allgemeinheit Kosten. Wer jedoch mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann sparen! Die Nutzungskosten eines Fahrrades liegen bei rund 10 Cent je zurückgelegtem Kilometer. Darin sind Anschaffung, Reparaturen, sowie ein Zuschlag für fahrradspezifische Ausstattung, wie z. B. Fahrradschloss, Regenhose und regendichte Tasche berücksichtigt. Im Vergleich dazu liegen die Nutzungskosten eines Pkw um ein Vielfaches höher. Mit jedem per Rad zurückgelegten Kilometer spart man somit gegenüber der Nutzung eines Pkw.
Externe Kosten resultieren aus Umweltwirkungen, wie Luftverschmutzung, Lärm, Ausstoß von Klimagasen und Eingriffen in Natur und Landschaft, die mit Kosten verbunden sind, welche nicht von den Verkehrsteilnehmern, sondern der Allgemeinheit getragen werden. Radverkehr verursacht hingegen keine nennenswerten umweltrelevanten externen Kosten. Besonders Gesundheitsvorteile durch die zusätzliche körperliche Bewegung fallen ins Gewicht.
Das Fahrrad als Statussymbol
Das Fahrrad hat sich vom einstigen Nischen-Transportmittel zum individuellen Lifestyle-Trend („cycle chic“) entwickelt, vor allem in Städten. Im Gegensatz zum Pkw kann man auf dem Fahrrad aktiv am Leben auf der Straße teilnehmen, statt hinter den Scheiben seines eigenen Autos davon ausgesperrt zu sein. Eine gute Radinfrastruktur wird erst durch ein positives Image der Nahmobilität richtig genutzt. Kampagnen wie die „Initiative RadKULTUR“ und „Kopf an: Motor aus“ oder Wettbewerbe wie "Stadtradeln" und "FahrRad" zeigen, wie Radverkehr auf sich aufmerksam machen kann und Menschen überzeugt werden können das Auto häufiger stehen zu lassen und sich aufs Rad zu schwingen.
Regeln für Radfahrer
Es ist herrliches Wetter, die Sonne scheint und du unternimmst mit Freunden eine Radtour. Ihr fahrt nebeneinander her, doch plötzlich hupt ein Autofahrer und ruft aggressiv: "Fahrt gefälligst hintereinander!" Aber müsst Ihr das? Das Geisterfahren mit dem Rad ist grundsätzlich verboten. Der Radweg auf der linken Seite darf nur dann benutzt werden, wenn es das Schild "Radfahrer frei" ausdrücklich erlaubt. Gibt es kein Schild und keinen Radweg auf der rechten Seite, muss man in diese Richtung auf der Straße fahren. Auch in Einbahnstraßen dürfen Radler nur fahren, wenn diese extra freigegeben sind. Das Radeln mit Kopfhörern und ähnlichem ist erlaubt, solange das Gehör nicht wesentlich beeinträchtigt wird, sprich: die Musik nicht so laut gehört wird, dass Signale aus dem Straßenverkehr überhört werden.
Plattdeutsche Redewendungen
Was so manche typisch norddeutsche Redensart bedeutet und wo sie eigentlich herkommt, haben wir euch bereits im ersten Teil unseres »Hamburger Schnacks« gezeigt. Heute gehen wir noch einen Schritt weiter und verraten euch 7 typisch plattdeutsche Redewendungen, die euch in Hamburg früher oder später begegnen werden. Na denn man tau!
- Sabbel nich, dat geit!: Nicht so viel reden, sondern einfach machen.
- Kiek mol wedder in!: Schau mal wieder rein! oder Lass dich mal wieder sehen!
- Wat mutt, dat mutt: Nicht lang jammern, sondern machen - ändern lässt es sich ja meist eh nicht.
- Da nich' für!: Das ist doch selbstverständlich!
- Na denn man tau!: Na, dann mal los
- Bist 'n büschn mucksch heute?: Bist du heute schlecht gelaunt?
- Dat löpt sich allens torecht!: Am Ende regelt sich schon alles!
Warnsignale des Körpers beim Radfahren
Je länger man im Sattel sitzt, desto eher zwickt und zwackt es hier und da. Das gehört zum Teil einfach zum Sport dazu, manchmal sagt einem damit der Körper aber auch, dass die Tour zu lang, das Material falsch oder die Ernährung nicht passend war. Gerade wer nicht schon viele Wochen und Jahre im Sattel verbracht hat, tut sich schwer, Ursprung, Heftigkeit und Bedeutung solcher Warnsignale richtig einzuschätzen.
Einteilung in drei Stufen: Grün, gelb, rot
Unsere Checkliste bildet einige klassische Symptome auf dem Rad ab, manche kommen etwas öfter vor, manche sehr selten. Die Ampel soll zeigen, ob man das Problem erst mal ignorieren kann (grün), ob spontaner Handlungsbedarf mit Unterbrechung der Tour besteht (gelb) oder ob man ernsthaft Hilfe benötigt (rot). Der Sportwissenschaftler Dr. Achim Schmidt verortet übrigens den Großteil von Radlerproblemen in Mängeln bei Material und Sitzeinstellung. Er rät zum Bikefitting statt zum Arztbesuch.
12 typische Warnsignale des Körpers beim Radfahren
- Warnsignal: Kopfschmerzen (Ampel: Gelb): Wer üblicherweise nicht unter Kopfschmerzen leidet, die dann aber nach einer gewissen Zeit beim Radfahren auftreten, hat mit großer Wahrscheinlichkeit zu wenig getrunken.
- Taube Hände (Ampel: Grün): Wenn die Hände kribbeln und sich taub anfühlen, werden durch die Handhaltung und Stützbelastung meist Nerven zu stark komprimiert oder gar eingeklemmt.
- Warnsignal: Plötzlicher Leistungsverlust (Ampel: Rot): Wenn aber das Energielevel schlagartig abfällt, ist das kein gutes Zeichen. Dann ist entweder die Versorgung mit Kohlenhydraten oder die mit Sauerstoff stark beeinträchtigt.
- Knieschmerzen (Ampel: Gelb): Richtig betrieben, ist Radfahren keine große Herausforderung für die Knie, aber wenn es kleine Vorschäden gibt, kann die ungewohnte Bewegung zu Schmerzen führen.
- Warnsignal: Kalter Schweiß (Ampel: Rot): Schwitzen auf sich kalt anfühlender Haut ist grundsätzlich ein Signal, das man nicht ignorieren darf.
- Taube oder kalte Füße (Ampel: Grün): Solche Probleme können an zwei Stellen verortet werden, nämlich zwischen Pedal und Fuß sowie im Bereich der Hüfte.
- Warnsignal: Sitzfläche brennt oder ist gereizt (Ampel: Grün): Gerade wer neu im Sattel ist, ein neues Rad oder deutlich längere Strecken fährt als üblich, wird um die ein oder andere Druckstelle am Gesäß nicht herumkommen.
- Rückenschmerzen (Ampel: Gelb): Grundsätzlich deuten Rückenschmerzen, egal welcher Art, auf eine wenig optimale Sitzposition hin.
- Warnsignal: Salzig trockene Haut (Ampel: Gelb bis rot): Wenn Salz auf der Haut ist, möchte der Körper zur Kühlung schwitzen. Wenn die Haut aber trocken bleibt, ist nicht mehr genug Wasser übrig für diese Funktion.
- Muskelbrennen (Ampel: Grün bis gelb): Brennende Muskeln sind ein Zeichen von Ausbelastung, und das ist prinzipiell mal nichts Schlechtes.
- Warnsignal: Pochen oder Wummern im Ohr (Ampel: Gelb): Wer das Gefühl hat, dumpfer zu hören als sonst, oder ein Pochen vernimmt, das gar nicht da ist.
Angepasste Fahrräder
Wenn Sie nicht mehr auf einem normalen Zweiradrad fahren können, dann ist vielleicht ein speziell angepasstes Fahrrad etwas für Sie. Bei vanRaam haben wir verschiedene Modelle von Spezialrädern, wie Dreiräder, Rollstuhlfahrräder, Parallel-Räder und Scooterfahrräder.
Verwandte Beiträge:
- Guten Morgen Motorradfahrer: Sprüche, Bilder & mehr
- Unglaubliche Harley Davidson Traditionen auf Sylt – Entdecke das Kult-Phänomen!
- Guten Rutsch Biker Spruch: Mit Humor und Sicherheit perfekt ins neue Jahr starten!
- Ultimativer Elektro Dreirad Roller Test für Senioren – Die besten Modelle im Vergleich!
- Shimano GRX 810 Komplettgruppe: Test, Preis & Kaufberatung
Kommentar schreiben