H-Kennzeichen für Motorräder: Voraussetzungen und Vorteile in Deutschland

Vielleicht ist Ihr Motorrad ein Oldtimer und hat somit Anspruch auf ein H-Kennzeichen. Das Historische Kennzeichen wurde 1997 als besondere Möglichkeit für Oldtimer eingeführt. Es entspricht grundsätzlich dem regulären Euro-Kennzeichen. Einziger Unterschied: Die Erkennungsnummer endet mit dem Buchstaben H. Für Besitzer eines Oldtimers lohnen sich die Schilder durchaus, denn sie bringen finanzielle Vorteile mit sich. Damit man das H-Kennzeichen für sein Motorrad bekommen kann, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen beachtet werden.

Was ist ein H-Kennzeichen und wann gilt ein Motorrad als Oldtimer?

Das H Kennzeichen wurde im Jahr 1997 eingeführt. Hintergrund ist, den Erhalt historischer Autos, aber auch den von Lastkraftwagen und Motorrädern zu fördern. Mit diesem speziellen Nummernschild genießen Besitzer von Oldtimern eine Reihe von Vorteilen. Vor allem sparen sie bei der Kraftfahrzeugsteuer.

Ab wann gelten Autos, Motorräder & Co? Das Alter eines Fahrzeugs ist nicht allein ausschlaggebend dafür, ob Sie ein Fahrzeug mit Oldtimer mit H-Kennzeichen verwenden dürfen. Es muss auch in einem gepflegten, originalen Zustand sein und so die damalige Zeit widerspiegeln. Die FZV §2, Nr. Ein Fahrzeughalter muss sich den erforderlichen Originalzustand von einem anerkannten Sachverständigen bestätigen lassen. Beispielsweise in Form eines Oldtimergutachtens vom TÜV oder der DEKRA.

Wenn es um die Eigenschaft als Oldtimer geht, ist die Vorschriftenlage für Gutachter und Zulassungsstellen genau. Ausschlaggebend ist nicht, wann das Motorrad gebaut wurde, sondern das Datum der Erstzulassung. Zum einen muss sichergestellt sein, dass zwischen der Erstzulassung und der Eintragung als historisches Fahrzeug mehr als 30 Jahre liegen.

Voraussetzungen für die Erteilung eines H-Kennzeichens

Um ein H-Kennzeichen zu erhalten, braucht ein Motorrad den Oldtimerstatus. Doch nicht nur das Alter allein entscheidet über das „H“ am Ende des Kennzeichens. Auch wenn die Zustandsnoten für Oldtimer seit dem Jahre 2011 abgeschafft wurden, muss das Fahrzeug heute dennoch einen guten Pflegezustand und einen wiedererkennbaren Gesamteindruck aufweisen.

Grundsätzlich erhalten zudem nur solche Fahrzeuge ein Oldtimerkennzeichen, die gemäß § 2 Nr. 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung die Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts unterstützen. Wichtig ist außerdem ein weitgehender Originalzustand des Fahrzeugs: Ein leistungsstärkerer Motor, der nachträglich eingebaut wurde, ist ebenso tabu wie andere jüngere Fahrzeugteile. Zeitgenössische Umbauten mit originalen Teilen und Umbauten für die Verkehrssicherheit sind jedoch erlaubt.

Ein Kraftfahrzeug, das als Oldtimer mit H-Kennzeichen zugelassen werden soll, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV §2, Nr. Das Alter eines Fahrzeugs ist also nicht allein ausschlaggebend dafür, ob es als Oldtimer angemeldet werden kann. Ein Oldtimer darf beispielsweise nur Lackierungen haben, die in seinem Baujahr verfügbar waren. Ebenso darf ein defekter Motor nur durch einen Motor gleicher Baureihe ausgetauscht werden. Ausschließlich Anbauteile, die in den ersten 10 Jahren nach Erstzulassung üblich waren, sind zulässig. Größere Umbauten müssen mindestens 30 Jahre zurückliegen.

Noch genauer schauen die Gutachter auf Unfallschäden. Unfallschäden in der Regel unvereinbar mit der Oldtimer-Eigenschaft. Während früher immer 90 Prozent der Teile am Fahrzeug original sein mussten und Umbauten aller Art nur im ersten Zulassungsjahrzehnt statthaft waren, haben hinsichtlich eventueller Umbauten etwas Spielraum. Vor allem für Chopper und Rennmaschinen, die in den 1970er und 1980er Jahren regelmäßig beliebte Bastlerobjekte waren, stellt dies beim Oldtimergutachten ein Problem dar.

Wer sein Fahrzeug immer gut gepflegt und bei Reparaturen Originalbauteile verwendet hat, kann es mit dem H auf dem Kennzeichen als "kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut" anmelden. Die Erstellung eines Oldtimer-Kennzeichens im Shop erfolgt über das intelligente Eingabefeld, das fehlerhafte Bestellungen verhindert und sicher stellt, dass die zertifizierte Prägung auf dem Material, der DIN-Norm entspricht.

Der Sachverständige hat beim Erstellen des Gutachtens einen gewissen Spielraum. H-Kennzeichen fürs Motorrad: Das Erstzulassungsdatum ist entscheidend. Die Fahrzeug-Zulassungsverordnung legt dabei nur vage fest, welche baulichen Voraussetzungen ein Oldtimer für die Zulassung mit H-Kennzeichen erfüllen muss. In jedem Fall muss der Oldtimer verkehrssicher sein.

Das Oldtimer-Gutachten

Ihr altes Motorrad erfüllt diese Kriterien? Dann erhalten Sie im Anschluss an die Prüfung ein offizielles Oldtimer-Gutachten, beispielsweise vom TÜV oder der DEKRA ausgestellt. Auch Sonderformen wie Zustands- oder Wertgutachten sind hier möglich.

Ein amtlich anerkannter Sachverständiger, Prüfer oder Prüfingenieur (z. B. DEKRA, TÜV) muss ein Gutachten nach § 23 StVZO erstellen und das Motorrad darin als Oldtimer einstufen. Hier ist oftmals ein wenig „Verhandlungsgeschick“ gefragt.

Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie für den Abschluss einer Versicherung für Oldtimer-Motorräder das Gutachten gemäß § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) benötigen. Dieses sollten Sie daher rechtzeitig beim TÜV oder der DEKRA durchführen lassen.

Ablauf der Zulassung mit H-Kennzeichen

Gutachten und Hauptuntersuchung sind absolviert, dann folgt nun der 2. Schritt. Mit den üblichen Fahrzeugpapieren, der Zulassungsbescheinigung I (ehemals Fahrzeugbrief), der Zulassungsbescheinigung II (ehemals Fahrzeugschein), Versicherungsbescheinigung und Personalausweis geht es zum Straßenverkehrsamt. Der 3. Schritt führt dich zu jenem Betrieb, der in unmittelbarer Nähe der Zulassungsstelle verortet ist und nach Vorlage der Bescheinigung das H-Kennzeichen fertigt. Bravo, du hast alle bürokratischen Hürden überwunden.

Die Zulassung Ihres Oldtimers mit H-Kennzeichen ist nicht aufwendig. Betriebserlaubnis; alternativ Nachweis über Einhaltung der Bau- bzw.

Kosten für die Zulassung

Wenn Sie Ihr Motorrad mit einem Oldtimer-Kennzeichen versehen wollen, ist das mit Kosten verbunden. Je nach Bundesland schwanken diese, daher sind die Angaben nur Durchschnittswerte. Am stärksten schlägt die Anfertigung des Gutachtens zu Buche - mit Kosten zwischen 150 und 500 Euro. Eine HU-Untersuchung kostet ca. 65 bis 75 Euro. Die Anmeldegebühr beträgt ca. 40 Euro, die Prägung neuer Kennzeichen ca.

Neben den allgemeinen Kosten fürs Motorrad anmelden, wie Kosten für die Haftpflichtversicherung und wahlweise Teilkasko oder Vollkaskoversicherung sowie Kosten für die Motorrad Schutzausrüstung (z. B.

  • Das Gutachten: ca.
  • Die Hauptuntersuchung: ca.
  • Zulassungskosten: ca.
  • Falls Wunschkennzeichen: ca.
  • Anfertigen der Nummernschilder: ca.

Vorteile des H-Kennzeichens für Motorräder

Für Besitzer eines Oldtimers lohnen sich die Schilder durchaus, denn sie bringen finanzielle Vorteile mit sich. Fahrzeughalter eines Oldtimers mit H-Kennzeichen zahlen üblicherweise eine niedrigere Kfz-Steuer - für Autos fällt eine Pauschale von jährlichen 191,73 Euro, für Motorräder von 46,02 Euro an (Stand: Januar 2017). Auch die Konditionen rund um die Kfz-Versicherung sind mit Oldtimer-Nummernschild günstiger.

Vor allem sparen sie bei der Kraftfahrzeugsteuer. Unabhängig von Hubraum und Emissionen beträgt die Kfz-Steuer für Pkw, Lkw und andere mehrspurige Motorfahrzeuge sowie Anhänger pauschal 191,73 Euro. Für Motorräder gilt ein Einheitssteuersatz von 46,02 Euro.

Ein H-Kennzeichen am Motorrad kann unter Umständen Vorteile haben. Hat das Motorrad ein H-Kennzeichen, fällt eine Steuer in Höhe von 46,02 € jährlich an. Ohne H-Kennzeichen am Motorrad beträgt die Steuer regulär je angefangene 25 Kubikzentimeter (ccm) Hubraum 1,84 €.

Auch der Umweltaspekt dürfte gerade im Hinblick auf zukünftige Verkehrsregeln eine Rolle spielen. So dürfen Pkws mit H-Kennzeichen auch Umweltzonen befahren, die vom Schadstoffausstoß aus gesehen eigentlich tabu wären. Die Umweltvorschriften in den Innenstädten gelten zumeist nur für Autos.

H-Kennzeichen und Versicherung: Das H-Kennzeichen signalisiert dem Versicherer, dass es sich um ein Liebhaberfahrzeug handelt. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Biker mit so einem Gefährt sehr pfleglich und fahrtechnisch sicher umgeht - was günstige Versicherungstarife in Aussicht stellt.

Nachteile des H-Kennzeichens?

Direkte Nachteile von einer H-Zulassung haben Sie nicht. Der bürokratische Aufwand und die Kosten, die damit verbunden sind, könnten als Nachteil angesehen werden. Mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, steht hier.

H-Kennzeichen oder reguläres Kennzeichen?

Es kann allerdings durchaus Sinn machen, kein Oldtimer Kennzeichen zu nutzen und ein "normales" Kennzeichen zu behalten. Zum Beispiel bei einem sehr kleinen Isetta-Oldtimer mit nur 250-Kubikzentimeter Hubraum. Das liegt daran, dass erst ab 700 Kubikzentimetern Hubraum die ganzjährige reguläre Zulassung teurer wird als mit einem H-Kennzeichen. Ähnliches gilt für alte Motorräder und Zweiräder.

Alternativen zum H-Kennzeichen

Es gibt unterschiedliche Zulassungsarten für einen Oldtimer. Ein reguläres Kennzeichen oder H-Kennzeichen, ein Saisonkennzeichen oder 07er-Kennzeichen. Das H Kennzeichen dient dem Dauerbetrieb eines Fahrzeugs. Das rote 07 Kennzeichen reicht aus, wenn nur die unregelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen geplant ist, die zum Zweck haben Oldtimer zu präsentieren bzw. die der "Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts" dienen. Eine Kombination von H- und Saisonkennzeichen ist möglich und erlaubt. Niemand muss allerdings seinen Oldtimer mit einem H Kennzeichen zulassen.

Saisonkennzeichen

Bei Saisonkennzeichen legt sich ein Autohalter verbindlich fest, für welchen zusammenhängenden Zeitraum (mindestens zwei, höchstens 11 Monate) das Fahrzeug jährlich zugelassen werden soll. Das kommt für alle diejenigen infrage, die den Wagen nicht das ganze Jahr über nutzen, wie es beispielsweise bei Cabriolets sein kann.

Seit einiger Zeit ist es möglich, Oldtimer saisonal zulassen, also das H-Kennzeichen und das Saison-Kennzeichen zu kombinieren. Dann zahlt der Halter noch weniger Kfz-Steuer und spart auch anteilig Versicherungsbeiträge. Ein H-Saison-Kennzeichen gilt auf Wunsch für einen durchgehenden Zeitraum zwischen zwei und elf Monaten. Die Kfz-Steuer fällt nur für die Monate an, in denen das Auto auch gefahren wird. Die Versicherungsbeiträge sind in der Regel aber mindestens für sechs Monate zu zahlen.

07-Kennzeichen

Seit Anfang der 90er Jahre gibt es für Oldtimer-Besitzer ein besonderes Kennzeichen für die Kurzzeitzulassung von Fahrzeugen mit Oldtimergutachten. Das 07-Kennzeichen (die rote Nummer). Das 07 Kennzeichen ist ein Wechselkennzeichen. Mit ihm können mehrere Fahrzeuge abwechselnd gefahren werden. So können historische Fahrzeuge im Straßenverkehr bewegt werden, ohne jedes Fahrzeug einzeln anmelden zu müssen.

Normalerweise wird das Kennzeichen für Fahrten zu Messen, Probe- und Showfahrten, Präsentationen u. ä. Auch für ein 07-Kennzeichen gilt: Für solche Fahrzeuge muss ebenso ein Oldtimer-Gutachten vorliegen. Es gilt außerdem ein Mindestalter von 30 Jahren.

Worauf ist bei der Instandhaltung zu achten?

Allerdings müssen Sie gewisse Vorgaben bei der Instandhaltung einhalten, um den Status eines Oldtimers und damit die Berechtigung für eine H-Zulassung nicht wieder zu verlieren.

Ihr Fahrzeug muss dafür in einem guten, erhaltenswerten Zustand sein - also entweder im ursprünglichen, zeittypischen oder mit authentischen Teilen restaurierten Zustand.

Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr Motorrad, auch wenn es mit einem historischen Kennzeichen versehen ist, regelmäßig zur Hauptuntersuchung bringen müssen. Für Motorräder, deren Erstzulassung nach dem 1. Januar 1989 liegt, ist im Rahmen der Untersuchung zudem eine Abgasuntersuchung (AU) vorgeschrieben.

Versicherung für Oldtimer-Motorräder

Halter von automobilen Klassikern mit H-Kennzeichen profitieren zudem vom günstigeren Versicherungsschutz. Versicherer gehen nämlich davon aus, dass betagte Vehikel seltener und achtsamer im Straßenverkehr bewegt werden als andere Fahrzeuge. Entsprechend bietet die HDI Oldtimerversicherung attraktive Konditionen für ältere Fahrzeuge an.

Bei der Versicherung Ihres Oldtimers sollten Sie stets die Wertsteigerung im Blick haben. So vermeiden Sie eine mögliche Unterversicherung. Auch für Youngtimer kommt unter Umständen eine Oldtimer-Versicherung in Frage: Bei HDI kann Ihr Fahrzeug bereits ab einem Alter von 25 Jahren als Oldtimer eingestuft werden. Der Marktwert des Autos muss mindestens 3.500 Euro betragen. Bei Motorrädern sollte er bei mindestens 500 Euro liegen. Die HDI Oldtimerversicherung wurde übrigens vom Automagazin classic cars in Ausgabe 7/2017 in einem Versicherungsvergleich als Gesamtsieger ausgezeichnet.

Die Verti Motorradversicherung bietet besonders günstige Tarife - für eine leistungsstarke Teilkaskoversicherung, bei der drei Produktlinien zur Wahl stehen. Entscheiden Sie sich für die Premium-Produktlinie, sind für wenig Geld auch Schäden an Helm und Bekleidung bis 1.000 Euro abgesichert. Sie fahren bereits ein Auto? Berechnen Sie gleich hier mit unserem Online-Rechner Ihr individuelles Versicherungsangebot. Sie bevorzugen lieber persönlichen Kontakt?

Youngtimer vs. Oldtimer

Der Unterschied zwischen einem Oldtimer und einem Youngtimer liegt hauptsächlich im Alter und dem historischen Wert des Fahrzeugs. Ein Oldtimer ist ein Fahrzeug, das in der Regel mindestens 30 Jahre alt ist. Im Gegensatz dazu ist ein Youngtimer ein jüngeres Fahrzeug, meist zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Wo kann man H-Kennzeichen bestellen?

So reibungslos, schnell und günstig ein H-Kennzeichen bei Kennzeichen Deutschlandweit bestellt werden kann, so müssen Sie dennoch einige Dinge beachten: Bestellen Sie jetzt Ihre H-Kennzeichen, Nummernschilder für Anhänger oder weiteres Kennzeichenzubehör bei Kennzeichen Deutschlandweit und profitieren Sie von den Vorteilen und dem großen Sortiment des deutschlandweit anerkannten Unternehmens:

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