Ein stechender Schmerz an der Ferse, besonders nach dem Aufstehen oder längeren Belastungen - wenn sich das hartnäckig hält, könnte die Ursache eine sogenannte Haglundferse sein. Dabei handelt es sich um eine knöcherne Vorwölbung am Fersenbein, die häufig mit einer Reizung oder sogar Schädigung der Achillessehne einhergeht.
Was ist eine Haglund-Ferse?
Definition
Bei manchen Personen ist der obere/hintere Teil des Fersenbeins spitzer und ragt weiter heraus als üblich. Dies wird auch als oberer Fersensporn bezeichnet. Infolgedessen entsteht zwischen dem Knochen und der Achillessehne, die hinter dem Fersenbein verläuft, ein Engpass. Dadurch kommt es leichter zu Druck und Belastung der Weichteile, was Empfindlichkeit, Irritationen und Schwellungen in dem Bereich verursachen kann.
Zwischen dem Fersenbein und der Achillessehne liegt ein kleiner Schleimbeutel, der als eine Art Stoßdämpfer in diesem Bereich dient. Dieser Schleimbeutel ist oft gereizt und entzündet und schwillt an (Bursitis).
Häufigkeit
Die Haglund-Ferse kommt sehr häufig vor. Die Erkrankung tritt in der Regel im mittleren und höheren Lebensalter auf. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Ursachen und Entstehung
Einen eindeutigen Entstehungsmechanismus gibt es Fachleuten zufolge bei der Haglundferse nicht. Der Grund: Der Ansatz der Achillessehne kann in dieser Zeit durch die starke Beanspruchung größer werden als normal. Infolgedessen kommt es möglicherweise bereits bei Schuhen mit eigentlich normaler Passform zu einer mechanischen Irritation an der Ferse.
Beschwerden durch eine Haglund-Ferse treten häufig bei Sportler*innen mit hohem Trainingspensum auf. Eine hohe Spannung in der Achillessehne (z. B. bei verkürzter Wadenmuskulatur), ein Hohlfuß, Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen sowie Schuhen mit harter und enger Fersenkappe begünstigen die Entstehung einer Schleimbeutelentzündung.
Auch eine angeborene Vorwölbung des Fersenbeines kann Weichteilgewebe wie Schleimbeutel oder Achillessehne im Fersenbereich reizen. Weitere Ursachen für eine Haglundferse sind eine hohe Trainingsbelastung und zu enge Schuhe, die den Fuß im vorderen Bereich zu stark einengen.
Wenn Patienten berichten, dass ihre Haglund-Exostose immer dicker wird, ist das meistens eine Kombination aus diesen Knochenkanten, einer Schwellung und Entzündung sowie den Schleimbeuteln. Denn ein chronisches Reiben von Knochenkanten gegen die Achillessehne kann dazu führen, dass sich vermehrt Schleimbeutel entwickeln. Diese Schleimbeutel können sich dann entzünden und Platz wegnehmen.
Insgesamt sind Frauen häufiger von einer Haglundferse betroffen als Männer. Meist tritt eine Haglundferse im mittleren Lebensalter auf.
Symptome der Haglundferse
An der Rückseite der Ferse treten Schmerzen und Schwellungen auf. Die Beschwerden treten häufig erstmals beim Tragen neuer Schuhe oder nach einer Erhöhung des Trainingspensums.
Die Schmerzen verstärken sich häufig nach einer Belastung und lassen im Ruhezustand allmählich nach. Nach einer Weile können die Schmerzen so stark werden, dass Laufen oder eine normale Fußbelastung nicht mehr möglich ist.
- Schmerzen in engeren Schuhen
- Druckempfindlichkeit im Bereich der Ferse
- Schmerzen am Ansatz der Achillessehne
Manche Patienten geben an, dass bereits der Druck einer leichten Bettdecke am Fersenbein schmerzt.
Diagnose
Die Diagnose ist oft leicht zu stellen. An der Ferse lässt sich der herausragende obere Teil des Fersenbeins ertasten. Der Bereich ist auch sehr empfindlich, wenn bei der Untersuchung Druck auf ihn ausgeübt wird.
Bei einer Schleimbeutelentzündung wird der Bereich allmählich rot, warm und schwillt an.
Eine Röntgenuntersuchung bestätigt, dass ein Knochenvorsprung am oberen Teil des Fersenbeins vorliegt.
Eine gründliche Anamnese bei einem Arzt zeigt, was zu den Beschwerden am Fuß des jeweiligen Patienten führt und wann diese auftreten. Auf einem Podoskop wird die Belastung im Stehen untersucht. Es folgt eine Begutachtung der Füße beim Laufen (Laufanalyse).
Zunächst beurteilt der Arzt Aussehen und Beweglichkeit des Fußes in einer klinischen Untersuchung. Die Vorwölbung der Haglundexostose ist meist mit bloßem Auge sichtbar. Häufig berichten Patienten zudem von starken Fersenschmerzen und Beschwerden beim Gehen, die dem Arzt weitere Hinweise liefern.
Eine radiologische Untersuchung sichert die Blickdiagnose ab. Das seitliche Röntgenbild des Fußes zeigt einen deutlichen Knochenvorsprung (Überbein oder Exostose) im Bereich der Ferse. Um den Zustand der Weichteile wie Sehne und Schleimbeutel genauer einschätzen zu können, helfen zudem Ultraschall und MRT (Magnetresonanztomografie).
Um das Krankheitsstadium festzulegen, bestimmt der Arzt außerdem den sogenannten Fowler-Philips-Winkel. Dieser Winkel ist bei einer Haglundferse deutlich vergrößert. Er wird anhand der seitlichen Röntgenaufnahme unter Belastung abgelesen.
Fowler-Philips-Winkel
Der Fowler-Philips-Winkel wird anhand der seitlichen Röntgenaufnahme des Fußes bestimmt.
- Links: ein relativ kleiner Fowler-Philips-Winkel deutet auf eine gesunde Stellung des Fersenbeins hin.
- Rechts: Der Fowler-Philips-Winkel ist bei einer Haglundferse deutlich vergrößert.
Konservative Behandlungsmethoden
Ziel der Behandlung ist, die Beschwerden zu lindern. Am wichtigsten ist es, die Ferse zu entlasten und schmerzhafte Aktivitäten zu vermeiden.
- Kühlen Sie die geschwollene Stelle mehrmals täglich für 15-20 Minuten.
- Bei starken Schmerzen können Sie für maximal 3-4 Tage entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) einnehmen.
Eine Kortison-Injektion wird nicht empfohlen, da sich dadurch das Risiko für einen Riss der Achillessehne erhöht.
Ziel der konservativen Behandlung einer Haglundferse ist es, in einem ersten Schritt die biomechanische Situation zu verbessern - also beispielsweise zu versuchen, über Krankengymnastik und Stretching die Elastizität des Streckapparats, der Achillessehne und Wadenmuskulatur zu verbessern und auch die Beweglichkeit im Rückfuß zu erhöhen. In zweiter Linie wird mit orthetischen Maßnahmen gearbeitet. Dazu gehören Bandagen, Massagen oder Einlagen, wenn der Fuß deformiert ist.
Der dritte Aspekt sind Interventionen, wozu Spritzen an die Sehne zählen. Hierbei gibt es viele Möglichkeiten: mit oder ohne Kortison, homöopathisch, Plättchenpräparate oder Hyaluronsäure.
Grundsätzlich werden einer konservativen Behandlung der Haglundferse gute Erfolgschancen zugeschrieben. Fachleute schätzen, dass eine konservative Behandlung für etwa die Hälfte der Patienten ausreichend ist, um Schmerzen dauerhaft zu lindern.
Was können Sie selbst tun?
- Tragen Sie Schuhe, die nicht hart oder eng sind und nicht gegen die Ferse drücken. Ggf. können Sie die Fersenkappe abpolstern.
- Eine kleine Einlegesohle unter der Ferse kann die Ferse entlasten und schützen.
Betroffenen wird empfohlen, vor allem auf Joggen zu verzichten. Evtl. können Sie alternative Sportartarten wie Radfahren, Schwimmen, o. Ä. betreiben.
Dehnen Sie regelmäßig die Achillessehne.
Für Menschen mit Haglundferse ist die Druckentlastung durch Veränderung oder Austausch der Schuhwerks sinnvoll. Eine Möglichkeit sind Schuhe ohne Hinterkante.
Hausmittel
Die Anwendung von Hausmitteln zur Selbsttherapie sind heutzutage sehr angesehen und können eine gute Abheilung der Haglundferse begünstigen. Hausmittel können helfen, die Symptome zu lindern, sollten jedoch nicht als alleinige Behandlung gesehen werden.
- Kälteanwendungen: Eispackungen oder Kühlkompressen helfen, Entzündungen und Schwellungen im Bereich der Ferse zu reduzieren.
- Quarkwickel: Kühle Quarkwickel können auf die betroffene Stelle aufgelegt werden, um das entzündete Gewebe zu kühlen. Sie wirken abschwellend, lindernd und schmerzreduzierend.
- Schonung und Entlastung: Vermeiden Sie Aktivitäten, die die Ferse weiter belasten, wie Laufen oder intensive sportliche Betätigung.
- Weiche Schuhe: Schuhe mit weichen, gut gepolsterten Fersen können Druck und Reibung auf die Haglund-Ferse reduzieren.
- Fersenpolster und -keile: Spezielle Silikon- oder Schaumstoffpolster können in den Schuhen getragen werden, um den Fersendruck zu mindern.
- Dehnungsübungen: Regelmäßige Dehnungen der Achillessehne und der Wadenmuskulatur können helfen, den Druck auf die Ferse zu verringern.
- Fußbäder: Ein warmes Fußbad mit Epsom-Salz (Magnesiumsulfat) kann Schmerzen und Entzündungen lindern.
- Ätherische Öle: Öle wie Lavendel- oder Eukalyptusöl haben entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften.
- Apfelessig-Kompressen: Apfelessig wird traditionell als entzündungshemmendes Hausmittel verwendet. Tränken Sie ein Tuch in Apfelessig und legen Sie es als Kompresse für etwa 20 Minuten auf die schmerzende Stelle.
Weitere konservative Maßnahmen
- Salbenverbände (z.B. Heparin-Salben oder Capsaicin-Salben)
- Tapeverbände
- Bandagen
- Einlagen
- Lasertherapie
- Stoßwellentherapie
Operative Behandlungsmethoden
Bei langanhaltenden Beschwerden, die durch andere Maßnahmen nicht gebessert werden, kann eine chirurgische Behandlung empfehlenswert sein.
Es gibt verschiedene Operationsverfahren. Dabei kann u. a. der entzündete Schleimbeutel entfernt und der am weitesten herausragende Teil des Knochens abgetragen werden.
Bei der Operation einer Haglundferse machen Ärztinnen und Ärzte meist einen Split der Achillessehne. Die Fasern der Achillessehne, die oben vom Wadenmuskel nach unten zur Ferse laufen, werden dabei nicht abgeschnitten, sondern wie ein Vorhang auseinandergezogen. So gelangen die Ärzte zur Exostose und den Verkalkungen, die sie herausschälen können.
Es gibt eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten, eine Haglundexostose und eventuell begleitende Erkrankungen an Achillessehne, Bändern oder eine Fehlstellung des Fersenbeins operativ zu behandeln.
Minimalinvasive Operation
Ziel der endoskopischen, minimalinvasiven Operation der Haglundferse ist die Verschmälerung des Fersenbeins und die Abtragung der Exostose (Knochenvorsprung). Unter Röntgen- und Sichtkontrolle über eine kleine Kamera im Arthroskop kann der Arzt den Fersensporn gezielt abtragen. Einen entzündeten Schleimbeutel kann er gleichzeitig entfernen.
Der Eingriff erfolgt endoskopisch (minimalinvasiv) und damit gewebeschonend. Dies reduziert die Narbenbildung und Schmerzen nach dem Eingriff und fördert den Heilungsprozess.
Zadek-Operation
Je nach Form der Ferse kann auch eine Umstellungsoperation unter Schonung des empfindlichen Sehnenansatzes sinnvoll sein. Dieses Verfahren nennt man Zadek-Operation.
Bei der Umstellungsoperation wird durch eine Keilentnahme am Fersenbein die Fehlstellung dauerhaft ausgeglichen. Die Sehne wird dadurch langfristig geschont.
Seit 2014 führen die Spezialisten der Gelenk-Klinik diesen Eingriff allerdings mehr und mehr endoskopisch durch.
Vorteile der minimalinvasiven Umstellung des Fersenbeins:
- kaum Narben an der Ferse, die in Schuhen Probleme bereiten
- weniger Weichteilverletzungen
- schnellere Heilung
Rehabilitation nach einer Operation
Die operative Entfernung einer Haglundexostose - also des knöchernen Überwuchses an der Ferse - ist ein Eingriff, der zwar relativ häufig durchgeführt wird, aber dennoch mit einer längeren Heilungsphase verbunden ist. Denn in vielen Fällen ist nicht nur der Knochen betroffen, sondern auch die angrenzende Achillessehne gereizt oder teilweise geschädigt. Je nach Ausmaß kann es sein, dass die Sehne während der OP mitbehandelt wird - durch Glättung, Entfernung von entzündetem Gewebe oder sogar durch Teilnaht.
Direkt nach der Operation wird die betroffene Ferse in der Regel ruhiggestellt, oft durch eine spezielle Orthese oder einen Walker-Schuh. In den ersten Tagen ist Schonung angesagt - dabei kann das Bein hochgelagert und gekühlt werden, um Schwellungen zu reduzieren.
In der ersten Phase der Rehabilitation - meist innerhalb der ersten zwei bis drei Wochen - steht vor allem eines im Fokus: Beweglichkeit erhalten, ohne die Wunde oder die Achillessehne zu überlasten. Dabei kommt vor allem Physiotherapie zum Einsatz. Unter Anleitung eines erfahrenen Therapeuten lernst Du, wie Du Dein Sprunggelenk sanft bewegst, ohne Druck auf die operierte Stelle auszuüben.
Ab der vierten bis sechsten Woche kann - je nach Heilungsverlauf - mit einem gezielten Belastungsaufbau begonnen werden. Hier kommen individuell angepasste Übungen ins Spiel, die darauf abzielen, die Muskulatur im Unterschenkel zu kräftigen, die Koordination zu verbessern und die Ferse langsam wieder an Belastung zu gewöhnen. Wichtig dabei: Die Übungen sollten nicht schmerzhaft sein. Oft wird in dieser Phase auch manuelle Therapie angewendet, um das umliegende Gewebe geschmeidig zu halten und Fehlbelastungen zu vermeiden.
Gleichzeitig kann die Gangschule beginnen: Viele Menschen gewöhnen sich während der Schonzeit unbewusst ein verändertes Gangbild an, das später zu neuen Problemen führen kann - etwa in den Knien, der Hüfte oder im Rücken.
Die Dauer der Reha nach einer Haglundferse-OP ist individuell sehr unterschiedlich. Während manche Betroffene nach acht bis zehn Wochen wieder schmerzfrei gehen können, benötigen andere deutlich länger - insbesondere dann, wenn zusätzlich eine Achillessehnenreizung oder -teilruptur vorlag und mitbehandelt wurde. Im Durchschnitt solltest Du mit einer Rehabilitationsdauer von drei bis sechs Monaten rechnen, bis die Ferse wieder voll belastbar ist.
Aktive Mitarbeit ist entscheidend
Die beste Reha bringt wenig, wenn Du sie nur passiv über Dich ergehen lässt. Deine aktive Mitarbeit ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Geduld und Belastungssteuerung: Zu viel Ehrgeiz kann hier kontraproduktiv sein. Achte auf die Signale Deines Körpers.
Haglundferse und Radfahren
Betroffenen wird empfohlen, vor allem auf Joggen zu verzichten. Evtl. können Sie alternative Sportartarten wie Radfahren, Schwimmen, o. Ä. betreiben.
Radfahren kann auf der einen Seite eine sinnvolle Alternative bei einer Achillessehnenreizung sein, es kann aber auf der anderen Seite selbst Probleme in der Achillessehne hervorrufen.
Wie kommt es zu Achillessehnenschmerzen beim Radfahren?
Durch Pedalstellung: Je weiter vorne die Pedale unter dem Radschuh liegen, vor allem die Click-Pedale der Rennräder oder Mountainbikes, desto größer die Hebelkräfte auf die Achillessehne, desto größer die Gefahr von Achillessehnenschmerzen.
Die "schonende" Alternative für die Achillessehne: Radfahren
Wenn die Achillessehne beim Laufen/Joggen, Fußball oder Tennis Beschwerden macht, ist das Radfahren, ob sportlich oder locker, eine gute und Achillessehnen schonende Sportart. Aber bitte die Hinweise weiter oben beachten!
Ständige Zugbelastung der Achillessehne beim Radfahren ist kein Problem
Die ständige Zugbelastung der Achillessehne beim Radfahren ist - wenn alles richtig eingestellt ist (richtiges bike fitting) - kein Problem, denn es wirkt hier das Phänomen der sogenannten Stress-Relaxation: Eine Belastung der Achillessehne durch Fahrradfahren wird dann geringer, wenn sie lange genug einwirkt.
Prognose
Die Erkrankung heilt meistens von selbst aus, wenn die Ferse entlastet wird. Bei über 80 % der Patient*innen bessern sich die Beschwerden deutlich unter konservativer Therapie.
Im fortgeschrittenen Stadium kann die Achillessehne teilweise reißen.
Vorbeugung
Auch im Alltag ist Achtsamkeit gefragt. Die Operation einer Haglundferse markiert nicht das Ende der Beschwerden, sondern den Anfang eines neuen Weges - und dieser führt durch eine gut geplante, individuell angepasste Reha. Dabei gilt: Kein Rehaplan ist in Stein gemeißelt. Er lebt von Deiner aktiven Mitarbeit, Deinem Feedback und Deiner Geduld. Nutze die Reha als Chance - nicht nur zur Heilung, sondern auch zur Vorbeugung weiterer Beschwerden.
Übungen bei Haglundferse in Kombination mit einem Hohlfuß
Die folgenden Übungen können bei einer Haglundferse in Kombination mit einem Hohlfuß angewendet werden. Ein Hohlfuß führt zu einem verstärkten Vortreten des Fersenbeinknochens.
Übung 1
- Ausgangsstellung: Sitz. Falten Sie ein Gymnastikband der Länge nach und wickeln Sie ein Ende um den großen Zeh.
- Durchführung: Sie starten mit dem Fuß auf der Ferse. Der Fußrücken ist weit hochgezogen, die Zehen hängen locker. Nun rollen Sie den Fuß langsam zum Boden und versuchen Sie, ihm gleichzeitig so viel Länge wie möglich zu geben. Stellen Sie sich vor, Sie wollen mit Ihrem Fuß das Band lang ziehen.
- Wiederholen Sie die Übung 15-mal und führen Sie 2 bis 3 Sätze durch. Zwischen jedem Satz sollten etwa 30 Sekunden Pause liegen.
Übung 2
- Ausgangsstellung: Stand. Ein Gymnastikband ist der Länge nach gefaltet.
- Durchführung: Lassen Sie durch aktives Loslassen den Fußaußenrand und das Fußbett weit auf den Boden absinken. Das Gymnastikband ist jetzt fixiert.
- Wiederholen Sie die Übung 15-mal und führen Sie 2 bis 3 Sätze durch. Zwischen jedem Satz sollten etwa 30 Sekunden Pause liegen.
Übung 3
- Durchführung: Halten Sie mit der einen Hand die Ferse, während Sie mit der anderen Hand den Vorfuß greifen. „Verschrauben“ Sie beide Hände gegeneinander.
- Wiederholen Sie die Übung 20-mal und führen Sie 2 bis 3 Sätze durch. Zwischen jedem Satz sollten etwa 30 Sekunden Pause liegen.
Weitere Übungen
- Übung mit Massageball
- Übung mit Faszienrolle
Tabelle: Konservative und operative Behandlungsmethoden
| Behandlungsmethode | Beschreibung | Anwendung |
|---|---|---|
| Konservative Behandlung | Ziel ist die Linderung der Beschwerden ohne Operation. | Leichte bis mittelschwere Fälle, bei denen eine Operation vermieden werden soll. |
| Entlastung der Ferse | Vermeidung von belastenden Aktivitäten. | Erste Maßnahme zur Reduzierung von Schmerzen und Entzündungen. |
| Kühlen der Ferse | Mehrmals täglich für 15-20 Minuten. | Reduziert Schwellungen und Entzündungen. |
| Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) | Einnahme für maximal 3-4 Tage. | Bei starken Schmerzen zur kurzfristigen Linderung. |
| Schuhauswahl | Tragen von weichen, nicht drückenden Schuhen. | Reduziert den Druck auf die Ferse. |
| Einlegesohlen | Kleine Einlegesohlen unter der Ferse. | Entlasten und schützen die Ferse. |
| Dehnübungen | Regelmäßiges Dehnen der Achillessehne. | Verringert den Druck auf die Ferse. |
| Hausmittel | Kälteanwendungen, Quarkwickel, Fußbäder mit Epsom-Salz. | Ergänzende Maßnahmen zur Linderung der Symptome. |
| Operative Behandlung | Chirurgischer Eingriff zur Entfernung des Knochenvorsprungs und/oder des entzündeten Schleimbeutels. | Langanhaltende Beschwerden, die durch konservative Maßnahmen nicht verbessert werden. |
| Endoskopische Operation | Minimalinvasive Methode zur Abtragung des Knochenvorsprungs. | Geringere Narbenbildung, schnellere Heilung. |
| Zadek-Operation | Umstellungsoperation zur Korrektur der Fersenstellung. | Bei Fehlstellungen des Fersenbeins. |
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