Haibike E-Bike Test: Erfahrungen und Modelle im Überblick

Haibike hat sich als eine der führenden Marken im E-Bike-Segment etabliert. Die deutsche Marke ist bekannt für ihre innovativen Designs und leistungsstarken E-Bikes, die sowohl im urbanen Bereich als auch auf anspruchsvollen Trails überzeugen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die Marke Haibike, ihre verschiedenen Modelle und die Erfahrungen, die Nutzer mit diesen E-Bikes gemacht haben.

Haibike: Eine Erfolgsgeschichte

Haibike wurde 1995 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf herkömmliche Fahrräder. Im Jahr 2010 präsentierte Haibike mit dem eQ XDURO das erste E-Mountainbike. Seitdem hat sich das Unternehmen verstärkt auf die Entwicklung von E-Bikes spezialisiert und bietet heute eine breite Palette an Modellen an.

Modellübersicht

Haibike bietet eine vielfältige Auswahl an E-Bikes, die unterschiedliche Bedürfnisse und Fahrstile abdecken. Das Portfolio umfasst:* E-Mountainbikes (E-MTB)* Trekking-E-Bikes* S-Pedelecs (bis 45 km/h)* Kinder-E-BikesDie E-Bikes sind mit robusten Materialien wie Aluminium und Carbon gefertigt und mit hochwertigen Komponenten ausgestattet. Haibike setzt hauptsächlich auf Motoren von Yamaha, Bosch und Fazua.

Haibike Trekking 9: Ein Pendler-Bike im Test

Haibike schickt mit dem Trekking 9 ein vielversprechendes E-Bike in den Pendler-Bike-Vergleichstest. Das Haibike Trekking 9 sticht mit seinem außergewöhnlichen Rahmenkonzept, voluminösen Rohrformen und der legendären Skybeamer-Lampe aus der breiten Masse heraus. Wer ein Haibike fährt, möchte nicht auf einem 08/15-Bike in der breiten Masse untergehen. Auf einem Haibike möchte man gesehen und - was viel wichtiger ist - wiedererkannt werden!

Ausstattung und Design

Haibike setzt auf eine breite E-Trekking-Modellpalette und bietet das Bike in insgesamt sieben Varianten an. Den Einstieg macht das Trekking 4-E-Bike für 2.699 €, das Topmodell hört auf den Namen Haibike Trekking 10 und geht für 4.199 € über den Ladentisch. Das Haibike Trekking 9, mit 3.899 € die zweitteuerste Version der Modellreihe, besticht schon im Stillstand mit einer aufgeräumten Kabelverlegung. Auch die aggressive Lackierung mit neonroten Akzenten zieht die Blicke auf sich. Neben der Version mit Diamantrahmen wird jedes Haibike der Trekking-Reihe auch in einer Version mit niedrigerer Überstandshöhe und sogar als Tiefeinsteiger angeboten. Gerade Tiefeinsteiger haben mit ihrer einfachen Handhabung eine große Fan-Base um sich versammelt.

Größenhinweis

Das Haibike fällt ausgesprochen groß aus. Unsere Testfahrer, die sich üblicherweise auf L-Bikes am wohlsten fühlen, waren für das Test-Bike in Größe M gerade so groß genug. Ihr solltet also im Zweifel immer zum kleineren Bike greifen, falls ihr zwischen zwei Größen liegt.

Motor und Akku

Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen des Haibike Trekking 9-Pendler-Bikes zählen die mit einer großen Bandbreite glänzende Shimano DEORE 11-51-Kassette und der kraftvolle Bosch Performance Line CX-Motor der neuesten Generation. Das Entwicklungsteam aus dem Hause Haibike ist noch nie davor zurückgeschreckt, neue Wege einzuschlagen.Wie bekommt man den Schwerpunkt eines E-Bikes noch tiefer, um ein besseres Fahrverhalten zu ermöglichen? Wie bereits von anderen Bikes aus Schweinfurt bekannt, wurde der Bosch Performance Line CX-Motor mit 85 Nm anders als üblich hochkant montiert, um den Bosch PowerTube-Akku mit 625 Wh so tief im Unterrohr zu platzieren wie bei keinem anderen Bike mit Bosch-Motor. Der Akku kann zum Laden entweder in Richtung Vorderrad hin entnommen werden oder er wird per Ladebuchse, die schön weit oben angebracht ist, direkt im Bike geladen.

Display

Gesteuert wird der Motor-Support mittels Bosch Intuvia-Display. Leider muss man hier sagen, dass das in die Jahre gekommene Display nicht mehr zeitgemäß ist und in Sachen Funktionalität und Bedienung nur die rudimentärsten Punkte abdeckt. In der Hinsicht glänzt z. B. das Kalkhoff Endeavour 5.B Excite+ bei gleichem Preis mit dem um Welten potenteren Bosch Kiox-Display.

Fahrverhalten

Im Praxistest beweist der Bosch Performance Line CX-Motor einmal mehr, dass aktuell kaum ein Weg an ihm vorbeigeht. Egal ob in puncto Beschleunigung, Durchzugsstärke, Unterstützung am Steilhang oder bei voller Beladung: Der Bosch-Motor lässt euch nie im Stich und ist in keiner Situation in Verlegenheit zu bringen. Das Haibike Trekking 9 scheint nur auf den Startschuss zu warten, um sich mit einer der sportivsten Beschleunigungen aller Bikes im Testfeld in Bewegung zu setzen. Das E-Bike lädt durch seinen sportlichen Charakter und seinen steifen Rahmen dazu ein, auch mal aus dem Sattel zu gehen und im Wiegetritt in die Pedale zu treten. Dabei solltet ihr jedoch längere Etappen über schlechte Straßen und unbefestigte Wege meiden. Ein Tag lang mit dem Haibike Trekking 9 über grobe Schotterpisten dürfte ähnlich komfortabel sein wie eine Nacht auf einem kalten Backsteinhaufen; das Bike fühlt sich definitiv auf perfekten Radwegen am wohlsten.Der bereits im letzten Absatz erwähnte tiefe Schwerpunkt führt in Kombination mit der hohen Front dazu, dass man sehr sicher und integriert im Rad sitzt. In Sachen Fahrsicherheit kann dem Haibike nur das Riese & Müller Homage Paroli bieten. Zusammen mit dem Lenkwinkel, der für ein E-Bike dieser Kategorie überraschend flach ausfällt, trägt der 740 mm breite Lenker zu massig Kontrolle und einer lässigen Lenkung bei, wie man sie aus dem Mountainbike-Bereich kennt. Auf guten Untergründen glänzt das Trekking 9 mit einem stoisch ruhigen Geradeauslauf und generiert durch seine Stabilität viel Vertrauen und Sicherheit. Wird der Boden unter den breiten Continental-Reifen jedoch ruppiger, leiden der Fahrspaß und auch das Sicherheitsgefühl enorm. Wer also viel auf unbefestigten Wegen unterwegs ist, sollte sich z. B. das vollgefederte Moustache Samedi 27 Xroad FS 7 genauer anschauen.

Haibike NDURO 7: E-MTB für anspruchsvolle Trails

Haibike hat sich ganz den E-Bikes verschrieben und schickt das NDURO 7 mit einer knalligen Optik, Yamaha PW-X3-Antriebssystem und massigen 180 mm Federweg in den Vergleichstest. Das NDURO 7 ist mit 180 mm (v/h) das Bike mit dem größten Federweg in diesem Vergleichstest. Optisch ist es bereits von Weitem als Haibike zu erkennen: Der Alurahmen kommt mit dem kantigen Hinterbau und dem typischen Knick im Oberrohr. Durch die massiven Alurohre wirkt der Rahmen bullig, zum rauen Look passen auch die sichtbaren Schweißnähte und die sichtbaren Sprengringe, die die Lagerbolzen halten.

Ausstattung und Komponenten

Neben dem BULLS SONIC EVO EN-SL 1 ist das Haibike das einzige Bike im Test, das die Möglichkeit hat, einen Anhänger zu ziehen und einen Seitenständer zu montieren. Das NDURO 7 setzt auf das eher seltene Yamaha PW-X3-Antriebssystem, das nur einmal im Testfeld vertreten ist. Wie die Motoren von Bosch und Shimano kommt der PW-X3 mit 85 Nm Drehmoment, wird aber von einem 720-Wh-Akku gespeist. Der Akku kann auch über den gut zugänglichen Ladeport auf dem Motorgehäuse direkt im Bike geladen werden. Allerdings solltet ihr darauf achten, die Ladeportabdeckung nicht zu verlieren, da sie nicht mit dem Rahmen verbunden ist. Der Akkustand und die gewählte Unterstützungsstufe werden durch farbige LEDs am Display angezeigt, das aber für den geringen Informationsgehalt ziemlich klobig ausfällt.Beim Fahrwerk setzt das NDURO 7 auf eine FOX 38 Performance-Federgabel mit 180 mm Federweg. Am Heck verwaltet ein FOX FLOAT X2 Performance-Luftdämpfer ebenso 180 mm Federweg - ein hochwertiges Federelement, das in der Preisklasse eher selten zu finden ist. Auch bei den Stoppern gehen die Schweinfurter keine Kompromisse ein und verbauen kraftvolle MAGURA MT7-Vierkolbenbremsen in Kombination mit 200-mm-Bremsscheiben vorne und hinten. Die Schaltung stammt von Shimano und vermischt ein 12-fach-SLX-Schaltwerk und SLX-Shifter mit einer Shimano DEORE-Kassette.Der Hub von 150 mm der hauseigenen Sattelstütze ist für ein Bike in Größe L und zu wenig und schränkt in Kombination mit dem langen Sattelrohr den Fahrer in seiner Bewegungsfreiheit ein. Das NDURO 7 rollt auf einem Mullet-Setup, bestehend aus 29”-Vorderrad und kleinerem 27,5”-Hinterrad mit robusten Mavic E-Deemax 30 Alu-Laufrädern.

Fahrverhalten

Geht man auf große Tour, punktet das Haibike NDURO 7 mit einer entspannten Sitzposition und das Fahrwerk bietet viel Komfort. Es schluckt Bodenwellen und Schlaglöcher fast komplett weg, wippt aber auch etwas nach und man wird leicht aus dem Sattel gehoben. Sucht man die Herausforderung in einem technischen Climb, bietet das weiche Fahrwerk gute Traktion. Diese wird durch den breiten und groben Hinterreifen, der dank stabiler Karkasse mit wenig Luftdruck gefahren werden kann, nochmals gesteigert.Sobald man oben angekommen in den Flowtrail einlenkt, will noch nicht so richtig Fahrspaß aufkommen. Versucht man in Anlieger zu pushen oder über Wellen Speed zu generieren, verpufft der Input des Fahrers im Bike. Bodenwellen und Unebenheiten werden vollkommen geschluckt, ohne dass das NDURO Feedback vom Untergrund vermittelt. Das sorgt für ein undefiniertes Gefühl und man hat den Eindruck, mit Omas durchgesessenen Sofa unterwegs zu sein. Das Haibike ist lieber auf weniger kurvigen Strecken unterwegs und zieht lieber in einer geraden Linie Richtung Tal. Hier spielt es seine Stärken aus: Es vermittelt viel Sicherheit und animiert dazu, einfach mal blind reinzuhalten. Durch das Monstertruck-Feeling walzt man über alles hinweg, was sich in der Fahrbahn befindet.Das Haibike NDURO 7 ist vor allem für gemütliche Trail- und Tourenfahrer sowie Fahranfänger geeignet, die unter der Woche die Kids im Kinderanhänger hinter sich her kutschieren und am Wochenende vom hohen Sicherheitsempfinden auf den Trails profitieren.

Haibike Modelle 2025 im Überblick

Haibike hat auch für das Jahr 2025 eine Reihe neuer und verbesserter E-Bike-Modelle vorgestellt. Hier ein kurzer Überblick über einige Highlights:* Haibike Trekking 7 (2025): Vielseitiges E-Trekkingbike mit Bosch Performance Line CX Gen. 5 Motor, großem Akku und Shimano Cues 11-Gang-Schaltung.* Haibike AllTrail 4 27.5 (2025): Vollgefedertes E-Mountainbike mit Yamaha PW-ST Motor, 630-Wh-Akku und Shimano Deore M5100 11-Gang-Schaltung.* Haibike AllMtn 6 (2025): Leistungsstarkes E-Fully mit RockShox-Federgabel (160 mm), Shimano SLX 12-Gang-Schaltung und Bosch Kiox 300 Display.* Haibike ADVENTR 11 ABS (2025): Vollgefedertes Touren-E-Bike mit Bosch Performance Line CX Gen5 Motor, 800 Wh Akku und Bosch ABS-System.* Haibike Trekking 6 Cross: Solides E-Bike für Alltag und Tour mit Yamaha PW-ST Motor, 630-Wh-Akku und SR Suntour XCM32 ATB Federgabel.

Preisspanne und wichtige Komponenten

Die Kosten für ein gutes E-Mountainbike liegen zwischen 2.500 und 7.000 Euro. Der Preis hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Qualität der Komponenten und die Technologie, die im Fahrrad verbaut ist. Hier sind einige der wichtigsten Komponenten, die den Preis eines E-Mountainbikes beeinflussen:* Motor: Hochwertige Motoren wie der Bosch Performance Line CX oder der Shimano EP8 bieten mehr Leistung und Effizienz.* Akku: Akkus mit höherer Kapazität, wie ein 750 Wh Bosch PowerTube, ermöglichen längere Fahrten.* Federung: Vollgefederte Modelle mit hochwertigen Dämpfern wie RockShox Pike oder Fox Float erhöhen den Komfort und die Kontrolle.* Schaltung: Hochwertige Schaltungen wie Shimano Deore XT oder SRAM GX Eagle bieten präzise und zuverlässige Gangwechsel.* Rahmenmaterial: Leichte und robuste Materialien wie Carbon oder hochfestes Aluminium sind teurer als Standard-Aluminiumrahmen.Für ein gutes Trekking-E-Bike sollten Sie zwischen 1.500 und 4.000 Euro einplanen.

Tipps für das Fahren mit E-Bikes im Gelände

Beim Fahren mit einem E-Bike im Gelände oder in den Bergen gibt es einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten, um sicher und effizient unterwegs zu sein:* Fahrmodus und Gangwahl: Wählen Sie den richtigen Fahrmodus und den passenden Gang, um die Motorunterstützung optimal zu nutzen.* Bergauf fahren: Beim Bergauffahren rutschen Sie mit dem Gesäß nach vorne zur Sattelnase und bewegen Sie die Schultern in Richtung Lenker, um das Vorderrad am Boden zu halten.* Anfahren am Berg: Wenn Sie nach einer Pause in einer Steigung wieder anfahren müssen, positionieren Sie das E-Bike etwa im 45-Grad-Winkel zur Steigung.* Bergab fahren: Beim Bergabfahren ist das Bremsen entscheidend. Nutzen Sie beide Bremsen gleichmäßig und vorausschauend, um die Kontrolle zu behalten.* Reifen und Druck: Stellen Sie sicher, dass Ihre Reifen in gutem Zustand sind und den richtigen Druck haben.* Akkukapazität: Achten Sie darauf, dass der Akku vollständig geladen ist, bevor Sie aufbrechen.* Sicherheitsausrüstung: Tragen Sie immer einen Helm, geeignete Schutzkleidung und Handschuhe.

Hardtail vs. Fully: Was ist die richtige Wahl?

Bei der Entscheidung zwischen einem Hardtail und einem Fully (vollgefedertes Modell) für ein E-Mountainbike (E-MTB) oder E-Trekkingbike spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

E-Mountainbikes (E-MTBs)

* Hardtail E-MTBs: Verfügen über eine Federgabel vorne, während der Hinterbau ungefedert bleibt. Sie sind leichter, wartungsärmer und in der Anschaffung günstiger. Hardtails eignen sich besonders für befestigte Wege, Schotterpisten und gemäßigtes Gelände.* Fully E-MTBs: Bieten neben der Vorderradfederung auch eine Hinterradfederung, was den Komfort und die Kontrolle auf anspruchsvollen Trails erhöht. Allerdings sind sie schwerer, wartungsintensiver und kostenintensiver. Für technisch anspruchsvolles Gelände und häufige Fahrten auf unbefestigten Wegen ist ein Fully empfehlenswert.

Trekking-E-Bikes

* Hardtail E-Trekkingbikes: Sind die gängigere Wahl, da sie für den Einsatz auf Straßen, Radwegen und leichten Schotterwegen konzipiert sind. Der Verzicht auf eine Hinterradfederung spart Gewicht und reduziert den Wartungsaufwand.* Fully E-Trekkingbikes: Sind seltener und meist teurer. Sie bieten zusätzlichen Komfort auf sehr unebenen Wegen oder langen Touren mit wechselndem Untergrund, sind jedoch schwerer und kostenintensiver.
Tabelle: Vergleich von Hardtail und Fully E-Bikes
Merkmal Hardtail E-Bike Fully E-Bike
Federung Nur vorne Vorne und hinten
Gewicht Leichter Schwerer
Wartung Weniger Mehr
Kosten Günstiger Teurer
Einsatzbereich Befestigte Wege, Schotterpisten Anspruchsvolle Trails, unbefestigte Wege
Komfort Weniger Mehr

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