Hamax Thundercap Fahrradhelm Test: Sicherheit für Kinder beim Fahrradfahren

Gerade für Kinder ist ein Kopfschutz beim Fahrradfahren unerlässlich, denn durch mangelnde Fahrerfahrung sind sie besonders gefährdet. Kinderfahrradhelme gehören im heutigen Straßenverkehr dazu und können im Ernstfall Leben retten. Eltern sollten mit gutem Vorbild vorangehen und ebenfalls einen Fahrradhelm tragen. Die besten Fahrradhelme für Erwachsene finden Sie in unserem Fahrradhelm Test 2025. Damit Sie für Ihr Kind den besten und sichersten Fahrradhelm finden können haben wir im Kinderfahrradhelm Test 2024 / 2025 die Testergebnisse vom ADAC und von Stiftung Warentest zusammengestellt.

Kinderfahrradhelm Testsieger 2025

Im gemeinsamen Kinderfahrradhelm Test vom ADAC und Stiftung Warentest wurden 18 unterschiedliche Fahrradhelme für Kinder getestet. Fünf Helme erreichten das Urteil “gut”. In den nachfolgenden Übersicht finden Sie die Kinderfahrradhelm Testsieger 2025.

Modell ADAC-Urteil Preis Gewicht (g) LED-Licht Konstruktion Verschluss MIPS
Abus Youn-I 2.0 55,91 EUR 240 In-Mold Steckschloss
Alpina Pico Flash Preis nicht verfügbar 250 In-Mold Rastersteckschloss
Casco Mini 2 75,85 EUR 360 In-Mold Steckschloss
Bell Sidetrack Ii MIPS 76,66 EUR 300 In-Mold Rastersteckschloss
Giro Tremor MIPS Preis nicht verfügbar 270 In-Mold Rastersteckschloss MIPS

*Quelle: ADAC Test, Fahrradhelme für Kinder im ADAC Test: Es geht auch preiswert

Top 5 Fahrradhelme für Kinder - ADAC Fahrradhelm Test

Abus Youn-I 2.0 - der Testsieger

ADAC Testnote 2022: 2,2

Mit Bestleistungen im Unfallschutz und insgesamt überzeugenden Leistungen wurde der Youn-I 2.0 von Abus zum Testsieger im diesjährigen ADAC Kinderfahrradhelme Test gekürt. Auch in der Hitze- und Schadstoffprüfung sowie in der Handhabung konnte der Helm überzeugen. Der Helm ist gut belüftet und bietet einen hohen Tragekomfort. Für die Sichtbarkeit im Dunkeln sorgen eine hintere LED-Beleuchtung und die Verfügbarkeit in hellen, auffälligen Farben. Er hat ein leichtes Eigengewicht. Mit einem mittleren Preis von 50€ befindet sich der Youn-I 2.0 preislich im Mittelfeld. Der Kinderfahrradhelm schnitt in dieser Kategorie zwar nur mit “befriedigend” ab, erhielt aber insgesamt im Test dadurch die zweitbeste Note für die Sichtbarkeit.

Alpina Pico Flash - guter Tragekomfort

ADAC Testnote 2022: 2,4

Gemeinsam mit zwei weiteren Modellen teilt der Pico Flash von Alpina sich den zweiten Platz im Kinderfahrradhelm Test. Auch in der Handhabung konnte der Helm überzeugen. Durch ein Rastersteckschloss kann der Helm ideal angepasst werden. Der Pico Flash bietet einen guten Schutz vor Kopfverletzungen, erhielt insgesamt im Unfallschutz aber nur die Note “befriedigend”. Die Sichtbarkeit im Dunkeln wurde nur mit “ausreichend” bewertet, da der Helm keine Reflektoren besitzt. Es gibt jedoch hinten eine LED-Beleuchtung und der Helm ist in auffälligen Farben zum Kauf erhältlich. Der mittlere Preis des Pico Flash liegt bei 50€ und damit im Mittelfeld. Grund für die gute Bewertung ist vor allem der hohe Tragekomfort.

Casco Mini 2 - beste Sichtbarkeit im Dunkeln

ADAC Testnote 2022: 2,4

Ebenfalls auf dem zweiten Platz befindet sich der Mini 2 Fahrradhelm von Casco. Auch auffällige, helle Farben sind im Sortiment vertreten. Dieser Helm schnitt in der Erkennbarkeit im Dunkeln im Test am Besten ab. Der Helm ist mit Reflektorbändern ausgestattet, die sich optional anbringen lassen. Auch in der Kategorie Unfallschutz gehörte der Mini 2 zu den besten im Test. Der Tragekomfort und die Handhabung des Helms wurden ebenfalls für gut befunden. Der mittlere Preis des Fahrradhelms liegt bei 55€.

Lidl / Crivit Kinder Fahrradhelm - gut und günstig

ADAC Testnote 2022: 2,4

Der Discounter Lidl hat mit dem Crivit Kinder Fahrradhelm das günstigste Modell im Test geboten und schaffte es trotzdem auf den (geteilten) zweiten Platz. Vor allem die Handhabung fiel den Testern positiv auf, da der Helm durch ein festes Kinnband sicher sitzt und sich nicht leicht abstreifen lässt. Auch der Tragekomfort wurde als bequem empfunden. Der mittlere Preis liegt bei 12€. Der Helm verfügt über eine LED-Beleuchtung, schnitt insgesamt in der Sichtbarkeit im Dunkeln und dem Schutz vor Kopfverletzungen jedoch nur mit “befriedigend” ab.

Bell Sidetrack II MIPS - guter Schutz vor Kopfverletzungen

ADAC Testnote 2022: 2,5

Der Sidetrack II MIPS von Bell bat im Test den zweitbesten Schutz vor Kopfverletzungen. Auch die Handhabung und der Tragekomfort wurden als gut bewertet. Die Tester stellten außerdem fest, dass der Helm leicht zu reinigen ist. Der Helm hat jedoch auch einige Schwachstellen: Für die Erkennbarkeit im Dunkeln erhielt der Sidetrack II MIPS lediglich die Note “ausreichend”. Außerdem ist er trotz In-Mold-Bauweise relativ schwer. Mit einem mittleren Preis von 75€ liegt der Helm eher im höheren Preissegment.

  • Konstruktion: Fusion In-Mold Polycarbonate Schale
  • Belüftung: 14 Belüftungsöffnungen
  • Gewicht: 300 g (Größe UC), 320 g (GrößeUY)
  • Größen: Universal Children 47-54 cm, Universal Youth 50-57 cm
  • Einsatzbereich: Kinder/Jugend MTB, Urban, Alltag, Tour

Giro Tremor MIPS - bequemer Tragekomfort

ADAC Testnote 2022: 2,6

Der Giro Tremor MIPS kann einen bequemen Tragekomfort vorweisen. In der Handhabung schnitt der Helm mit der Note “gut” ab. Er besitzt außerdem ein geringes Eigengewicht und schützt gut vor Kopfverletzungen. Einige Faktoren führten jedoch letztendlich dazu, dass der Giro Tremor MIPS nur das Testergebnis “befriedigend” erreichte: Die Abstreifsicherheit und Kinnbandfestigkeit waren nur befriedigend. Außerdem erreichte der Helm für die Sichtbarkeit im Dunkeln nur die Note “ausreichend”. Der mittlere Preis dieses Kinderfahrradhelms liegt bei 80€.

Weitere Kinderfahrradhelme aus dem Test 2022

Das sind die Testverlierer aus dem aktuellen ADAC Test

Mit der Gesamtnote “ausreichend” und “mangelhaft” gingen der Prophete Kinder-Fahrradhelm und der Cube Linok X Actionteam als Testverlierer aus dem aktuellen ADAC Kinderfahrradhelme Test hervor. So fiel der Helm trotz Bestleistungen im Unfallschutz mit der Note “mangelhaft” durch. Grund für die Bewertung war beim Helm von Cube eine hohe Menge an Schadstoffen, die im Kinnpolster festgestellt wurden. Der Prophete Kinder-Fahrradhelm konnte zwar im Tragekomfort und der Kinnbandsicherheit noch überzeugen, mangelte aber an anderen Stellen. Bei der Schadstoffprüfung wurden Auffälligkeiten festgestellt und die Hitzeprüfung überstand der Prophete Kinder-Fahrradhelm nicht. So erhielt der Helm nur die Note “ausreichend” für die Sichtbarkeit im Dunkeln.

  • Prophete Kinder-Fahrradhelm (Art.-Nr.: 0923) -> Gesamtnote 4,0 (ausreichend)
  • Cube Linok X Actionteam -> Gesamtnote 5,5 (mangelhaft)

Kinderfahrradhelme aus älteren Tests

Bereits 2016 nahm der ADAC in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest Kinderhelme unter die Lupe. Dabei wurden Helme in folgende Alterskategorien unterteilt.

Helme für Kinder ab 6 Jahren

Cratoni Akino (ADAC 2016, 2,2 - gut) Der Cratoni Akino schnitt bei den Kinderfahrradhelmen im Test am besten ab. Der ADAC vergab die Gesamtnote „gut“ (2,2) und bezeichnete den Akino als einzigen Fahrradhelm für Kinder mit gutem Unfallschutz. Auch habe der Helm die besten Trageeigenschaften im Vergleich zu den anderen Testkandidaten. Bei der Schadstoffbelastung vergaben die Tester sogar die Note sehr gut (1,0). Nur im Bereich Hitzebeständigkeit konnte der Cratoni Akino die Tester nicht überzeugen (Teilnote: befriedigend). Der Akino ist übrigens „Made in Germany“.

BELL Sidetrack Child (ADAC 2016, 2,3 - gut) Den zweiten Platz im Test belegte der BELL Sidetrack Child. Der Helm konnte insbesondere im Bereich Komfort und Trageeigenschaften punkten. Hier vergab der ADAC die Gesamtnote „gut“ (2,3). Auch im Bereich Hitzebeständigkeit und Schadstoffe erlangte der Sidetrack Child mit „sehr gut“ (1,0) jeweils Topnoten. Allerdings gab es Abwertungen im Bereich des Unfallschutzes. Zwar weist der Sidetrack Child eine gute Stoßdämpfung auf, jedoch gibt es im Bereich der konstruktiven Sicherheit (z.B. bei den Verstellmechanismen) Verletzungsgefahr. Zudem sei die Sichtbarkeit im Dunkeln die größte Schwäche des Helmes. Der ADAC wertete diese als „mangelhaft“. Sollten Sie diesen Helm für Ihr Kind auswählen, empfehlen die Anbringung weiterer Reflektoren, bspw. an der Kleidung Ihres Kindes.

Limar Fahrradhelm 242 (ADAC 2016, 2,4 - gut) Auf Platz drei gelangte mit der Gesamtnote „gut“ (2,4) der Limar Fahrradhelm 242. Der ADAC hob als Stärken den guten Tragekomfort sowie die gute Hitzebeständigkeit hervor. Die größte Schwäche sei hingegen die nur ausreichende Gebrauchsanleitung. Genau wie der Testsieger und der Zweiplatzierte bekam der Limar Fahrradhelm 242 ein „sehr gut“ für die geringe Schadstoffbelastung. Beim Unfallschutz schnitt der Helm noch mit der Note „gut“ (2,5) ab. Abzüge gab es besonders im Bereich der konstruktiven Sicherheit.

  • Ultraleichtbauweise
  • Zweischalige In-Mold
  • 10 Lüftungsöffnungen mit Insektenschutz
  • Superleicht Micrometric Größenverstellsystem
  • Washbare, ergonomische und antibakterielle Pads für eine perfekte Passform
  • Hintere flache Form (Ideal für Kindersitze) - Testsieger ADAC

Helme für Kleinkinder unter 6 Jahren (Kleinkinderhelme)

Nutcase Little Nutty (ADAC 2016, 2,1 - gut) Der Testsieger bei den Kleinkinderhelmen ist der Nutcase Little Nutty, der von den Testern mit „gut“ (2,1) bewertet wurde. Der Helm konnte gute Ergebnisse beim Unfallschutz aufweisen und erhielt unter den Fahrradhelmen für Kleinkinder das beste Testergebnis im Bereich Tragekomfort.

  • MEHRERE OPTIONEN FÜR DIE PERFEKTE PASSFORM - Der Little Nutty hat ein abnehmbares Drehradverstellsystem, um den Helm perfekt an die Kopfgröße anzupassen. Mit 3 oder 6 mm Polstern die mit dem Drehradverstellsystem dafür sorgen, dass er perfekt passt.
  • EINFACH AUF & AB - Durch die einfache, einhändige Bedienung leicht auch mit Handschuhen zu öffnen & schließen. Sicherer Magnetverschluss, fast unkaputtbar - nie mehr defekte Verschlüsse oder Kinn zwicken! Weiches Kinn-Polster für extra Komfort.
  • 360 GRAD REFLEKTIEREND, ROBUSTE ABS SCHALE - Der Little Nutty ist rundum reflektierend durch Logos, Gurte & Drehrad, du wirst auch nachts gesehen! Robuste ABS Schale & expandierter Polystyrol (EPS) Schutzschaumstoff innen.
  • KOMFORT & STIL - Coole Grafiken, lustige Designs - den Little Nutty wollen deine Kleinen nie abnehmen! 11 Lüftungsschlitze, interne Luftkanäle - er sieht nicht nur gut aus, dein Kind behält auch einen kühlen Kopf. Abnehmbare Sonnen- & Regenblenden.

ABUS Anuky (ADAC 2016, 2,3 - gut) Den 2. Platz im Kleinkinderhelm Test belegte der ABUS Anuky mit der Note „gut“ (2,3). Dieser biete laut ADAC einen guten Unfallschutz und guten Tragekomfort. Als Schwächen werteten die Tester die konstruktive Sicherheit (Note: „ausreichend“) und die Hitzbeständigkeit (Note: „befriedigend“).

  • Dieser Helm wurde speziell für Kinder und deren Anforderungen entwickelt
  • In-Mold für langlebige Verbindung der Außenschale mit dem stoßabsorbierenden Helmmaterial (EPS)
  • LED Licht im Verstellrad für zusätzliche Sicherheit während Dunkelheit und Dämmerung
  • Unterkantenschutz schützt vor Beschädigungen durch kindtypischen Gebrauch
  • Visierartige Vorderkante für besseren Gesichtsschutz

Alpina Ximo Flash (ADAC 2016, 2,3 - gut) Ebenfalls die Gesamtnote „gut“ (2,3) erhielt der Alpina Ximo Flash. Der Ximo Flash überzeugte im Test in allen Bereichen: Guter Unfallschutz, guter Tragekomfort und sehr gute Hitzebeständigkeit.

  • Extrem leicht und sicher durch eine vollständige Verbindung zwischen EPS-Kern und Außenschale
  • Optimale Kühlung durch Belüftungsöffnungen
  • Individuelle Größenanpassung an die Kopfform durch ein stabiles Anpassungssystem, das mit einem zusätzlichen, freigleitenden Kopfband im Helminnenraum kombiniert wird
  • Optimale Sichtbarkeit durch reflektierende Elemente und ein LED-Licht zum leichten Einbau ins Helmheck
  • Optional ausstattbar mit Microfleece Winter Cap für kalte Tage

Testverlierer - Diese Helme konnten nicht überzeugen

Zwei Fahrradhelme für Kinder konnten im gemeinsamen Test vom ADAC und Stiftung Warentest nicht überzeugen: der Fisher FZ-018 und der ABUS Scraper Kid. Die Tester kritisierten die mangelhafte Hitzebeständigkeit als große Schwäche des Helms. Der Fisher FZ-018 wurde erreichte immerhin noch die Gesamtnote „ausreichend“ (4,5). Auch die konstruktive Sicherheit sei nur mangelhaft. Positive Bewertungen gab es hingegen beim Tragekomfort.

Von den insgesamt 11 getesteten Radhelmen für Kinder erlangte nur ein Produkt die Gesamtwertung „mangelhaft“: der ABUS Scraper Kid. Auch habe der Scraper Kid im Bereich „Unfallschutz“ am schlechtesten abgeschnitten und sei zudem von allen getesten Helmen der mit dem höchsten Gewicht gewesen. Stiftung Warentest und ADAC begründen das Urteil mit der hohen Schadstoffbelastung des Helmes.

Die Testkriterien: So wurde getestet

Die Testergebnisse entstanden durch den ADAC mit Unterstützung durch die Stiftung Warentest. Der ADAC zog bei seinem Kinderfahrradhelm Test folgende Kriterien heran (die Gewichtung der Testkriterien stehen in Klammern):

  • Unfallschutz (50 Prozent)
  • Komfort, Trageeigenschaften, Handhabung (40 Prozent)
  • Hitzebeständigkeit (5 Prozent)
  • Schadstoffe (5 Prozent)

Unfallschutz

Das wichtigste Testkriterium war der Unfallschutz. Hierbei wurden Fahrradunfälle mit Sturz auf Asphaltstraße und Bordsteinkante simuliert und die Stoßdämpfung untersucht. Weiterhin wurde die Reißfestigkeit des Kinnbandes analysiert. Zudem wurde die Abstreifsicherheit geprüft, d.h. ob der Helm bei einem Sturz fest sitzt und nicht verrutscht. Auch die Erkennbarkeit im Dun...

Im Falle eines Sturzes sind Köpfe besonders gefährdet, erst recht die von Kindern. Bereits ein Aufprall mit einer Geschwindig­keit von 10 Kilo­metern pro Stunde kann zu schweren Hirn­schäden führen. Orthopä­den und Unfall­chirurgen empfehlen daher: Helm auf beim Fahr­radfahren - in jedem Alter.

Die Tabelle zeigt Bewertungen für 18 Fahr­radhelme für Kinder, darunter bekannte Marken wie Abus, Ked oder Uvex. Der güns­tigste Helm ist beim Discounter für 12 Euro zu haben, die Markenmodelle kosten bis zu 100 Euro.

Die meisten Helme sind für verschiedene Kopf­umfänge erhältlich - vom kleinen Mitfahrer bis zum größeren Selbst­radler. Eltern sollten vor dem Kauf mit ihrem Kind verschiedene Modelle anpro­bieren. Nur wenn der Helm bequem sitzt, tragen Kinder ihn gern und regel­mäßig.

Im Prüf­labor schlugen alle Fahr­radhelme mit bis zu 22 Kilo­meter pro Stunde auf Stirn, Hinterkopf und Seite. Alle Fahr­radhelme für Kinder puffern den Aufprall deutlich ab. Tipp: Auch Eltern sollten Vorbild sein.

Einige Anbieter verheißen zusätzlichen Schutz durch Mips. Die Abkür­zung steht für Multi-directional impact protection system, zu deutsch: Schutz­system für Zusammen­stöße aus verschiedenen Richtungen.

Im Kinn­polster des Cube Linok X Action­team fanden wir mehr Diisononylph­thalat (DINP), als in Spielzeug erlaubt ist, das Klein­kinder in den Mund nehmen können. Eltern, die einen Cube Linok X Action­team gekauft haben, sollten das Kinn­polster entfernen. Sie können es gratis über Cube-Händler austauschen.

Etliche Kinder­helme sind im Dunkeln schlecht sicht­bar. Teil­weise verzichten die Anbieter komplett auf Reflektoren und LED-Lichter.

Wer auf dem Fahrrad unterwegs ist, der benötigt einen Helm. Das gilt grundsätzlich für alle Radler, in besonderem Maße jedoch für Kinder. Doch was macht einen guten Fahrradhelm für Kinder aus? Worauf müssen Eltern besonders achten? Und wie sieht es mit möglichen Schadstoffen aus? Stiftung Warentest ist diesen Fragen zusammen mit dem ADAC nachgegangen.

18 Schutzhelme für Kinder hat Stiftung Warentest in Zusammenarbeit mit dem ADAC auf Herz und Nieren geprüft. Günstige Modelle für zwölf Euro aus dem Discounter waren ebenso darunter wie Markenprodukte für 90 bis 100 Euro. Zu den Prüfkriterien zählte insbesondere der Unfallschutz. Dazu kamen die Bereiche Handhabung und Hitzebeständigkeit.

Als bester Kinderhelm mit der Note „gut“ entpuppte sich der Helm von Abus.

Schlusslichter im Kinderfahrradhelm-Test waren zum einen der Kopfschutz von Prophete („ausreichend“). Der Cube schütze zwar gut vor Kopfverletzungen, heißt es. Zum anderen schnitt der Cube Linok X mit „mangelhaft“ ab. Allerdings wurde im Kinnpolster DINP (Diisononylphtalat) nachgewiesen.

Verbesserungsbedarf gibt’s auch in puncto Sichtbarkeit. Als Ergänzung zur Fahrradbeleuchtung sollte beides jedoch möglichst vorhanden sein. Ein maßgeblicher Faktor bei jedem Helm ist der optimale Sitz. So darf der Kopfschutz weder zu eng noch zu locker sitzen.

Einen Pluspunkt erhielten der Nutcase sowie drei andere Modelle (Scoot & Ride, Woom, Hamax) aufgrund des Magnetverschlusses am Kinn.

Hinter der Abkürzung Mips versteckt sich die Bezeichnung „Multi-directional impact protection system“. Diese Schale bewegt sich unabhängig von der Helmschale.

Der Helm muss passen: Waagerechter Sitz auf dem Kopf, zwischen Kinnriemen und Hals sollten zwei Finger passen.

Wenn Kinder aufs Fahrrad steigen, sollten sie stets einen Helm tragen, um bei einem Sturz oder Unfall geschützt zu sein. Doch nicht alle Helme sind gleich gut, wie ein gemeinsam von ADAC und Stiftung Warentest durchgeführter Test von 18 Helmen beweist.

Die Auswahl an Fahrradhelmen für Kinder ist enorm groß. Doch welcher Helm ist der beste? Dieser Frage sind der ADAC und die Stiftung Warentest nachgegangen. 18 Helme mussten sich in den Kategorien Sicherheit, Handhabung, Hitzebeständigkeit und Schadstoffgehalt beweisen.

Wichtigstes Kriterium im Test mit einem Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote ist natürlich der Unfallschutz. Umso erstaunlicher, dass nur der Testsieger von Abus und der Helm von Casco in dieser Kategorie mit der Note 2,5 gerade noch das Testurteil "gut" erreichten. Schließlich ist das der Grund, warum man einen Helm trägt: Im Falle eines Sturzes oder eines Unfalls kann er schwere Kopfverletzungen abmildern oder gar ganz verhindern. Am schlechtesten beim Unfallschutz schnitt der Lazer Gekko mit 3,6 ("ausreichend") ab.

Sein Preis von 50 Euro ist angemessen und liegt im mittleren Bereich des Testfeldes. Der Testsieger überzeugte bei Unfallschutz und Handhabung sowie in der Hitze- und Schadstoffprüfung.

Überraschend gut schnitt auch der günstigste Helm im Test ab. Das Modell Crivit vom Discounter Lidl kostet nur 12 Euro und erreichte dennoch Spitzenwerte bei Handhabung und in Teilen beim Unfallschutz, weil er durch ein festes Kinnband sicher sitzt und sich nicht leicht abstreifen lässt. Zusätzlich lässt er sich bequem tragen und einstellen und er verfügt über Reflektoren und LED-Beleuchtung. Am Ende teilte sich der Crivit mit der Note 2,4 gemeinsam mit den Helmen von Casco und Alpina den zweiten Rang.

Enorm wichtig für die Sicherheit im Verkehr ist auch die Erkennbarkeit der Fahrradhelme bei Dunkelheit durch Reflektoren oder Beleuchtungseinrichtungen wie LEDs. Hier boten alle Fabrikate im Vergleich noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Keines der 18 Modelle kam in dieser Disziplin über die Note "befriedigend" hinaus.

Da die Tester beim Modell Linok X Actionteam von Cube sehr hohe Mengen an Weichmachern im Kinnpolster entdeckten, fiel dieser Helm trotz seiner Bestleistungen beim Unfallschutz am Ende mit der Note 5,5 im Test durch.

In punkto Haltbarkeit und Sicherheit war auch die Hitzebeständigkeit der Helme ein Testkriterium. Hierzu wurde das Szenario eines Helmes auf der Heckablage des Autos im Hochsommer simuliert. In dieser Disziplin schlugen sich nahezu alle Helme gut, Ausreißer waren lediglich die Modelle von Nutcase und Prophete. Bei Letzterem löste sich unter hoher Temperatureinwirkung sogar die äußere Helmschale ab.

Fahrradhelme für Kinder: Kauftipps

Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht. Da die Aktivierung vom Nutzer jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen.

Da jede Kopfform individuell ist, empfiehlt es sich, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Helms überprüfen und ein Fehlkauf vermeiden.

Jeder Helm muss nach einem Sturz ersetzt werden, da dabei nicht sichtbare Schäden entstanden sein können. Dadurch könnte die Schutzfunktion des Helms teilweise oder vollständig beeinträchtigt sein.

Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird. Daher gilt: Immer nur mit Helm fahren und diesen auch richtig aufsetzen und anpassen!

So hat der ADAC getestet

Die Auswahl der zu testenden Produkte fand im Vorfeld durch die Stiftung Warentest statt, welche sich auf eine umfangreiche Marktanalyse stützt und im Fachbeirat mit anwesenden Experten und Herstellern besprochen wurde.

  • Kinder-Fahrradhelme in der Größe von 48-54 cm (Mitfahrer, ab etwa 3 Jahre) sowie 50-57 cm für Selbstfahrer
  • Hersteller mit Marktrelevanz
  • Produkte aus dem Fachhandel als auch aus dem Internet
  • Größenanpassung mit Stellrad
  • Preisgefüge zwischen 10 € und 100 €
  • Erweiterte Stoßprüfung
  • Stoßprüfung nach DIN EN 1078 (optional)
  • Abstreifsicherheit
  • Festigkeit der Trageeinrichtung / Leichtigkeit des Öffnens
  • Erkennbarkeit im Dunkeln

Ein Experte beurteilt die Gebrauchsanleitung u.a. Anhand der Herstellerangaben (Bedienungsanleitung) wird überprüft, welche Helmteile gereinigt bzw. gewaschen werden sollen / können. Die Handhabung der Reinigung wird beurteilt, außerdem wird der Zustand des gewaschenen Materials (vorher/nachher) beurteilt.

Im Praxisteil der Handhabung wird der Helm in den Kategorien Anpassen, Aufsetzen, Fahren und Absetzen bewertet.

Die Testhelme werden über mindestens vier Stunden in einer Wärmekammer auf 75° Celsius erhitzt und anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt. Durch Sichtprüfung soll festgestellt werden, ob durch die Temperatureinwirkung Farb- oder Materialveränderungen, z.B. an Verklebungen, Halterungen oder der äußeren Schale, aufgetreten sind.

Teile, die mit der Haut in Kontakt kommen, wie Riemen, Verschlüsse und Polster/Pads werden auf PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) angelehnt an die GS-Spezifikation AfPS GS 2019:01 PAK und auf den Gehalt an Phthalat-Weichmachern untersucht.

Fachliche Beratung: Michael Peuckert, ADAC Technik Zentrum

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