Katzenlaufräder erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, insbesondere für Wohnungskatzen. Sie bieten eine Möglichkeit zur Bewegung und zum Abbau von Energie. Allerdings bergen sie auch Risiken, wenn sie nicht richtig ausgewählt und verwendet werden. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Kriterien, die ein Katzenlaufrad erfüllen sollte, um die Sicherheit und das Wohlbefinden Deiner Katze zu gewährleisten.
Vorteile von Katzenlaufrädern
I. Möglichkeit zur Bewegung und zum Flitzen
In einer Wohnung ist es für Katzen fast unmöglich, wirklich etwas länger am Stück zu „wandern“ oder mehr als ein paar Sprünge mit voller Geschwindigkeit zu rennen, so wie sie es außerhalb der Wohnung mit unbegrenztem Platz tun würden. Beides gehört aber zum Normalverhalten einer Katze einfach dazu, die natürlicherweise auf der Suche nach Beute durch die Gegend streift und bei der Jagd regelmäßig körperliche Höchstleistungen vollbringt.
Wenn zur eigenen Katzenhaltung also keine wirklich weitläufigen Laufstrecken oder ein großer (gesicherter) Garten gehören, in denen die Katze wirklich mal rennen kann ohne nach wenigen Sprüngen schon wieder bremsen zu müssen, ist meiner persönlichen Meinung nach ein Laufrad für die katzengerechte Wohnungshaltung also unerlässlich.
Ein frei zugängliches Katzenlaufrad ermöglicht dagegen schon etwas mehr eigene Entscheidungen und Bewegung, wann immer die Katze gerade eben Lust darauf hat. Und auch wenn wir es unseren Stubentigern oft gar nicht zutrauen, weil sie außer beim Spielangelspielen oder Snacks jagen hauptsächlich „faul“ herumliegen: wenn sie erstmal die Möglichkeit bekommen und verstehen, dass sie im Laufrad wirklich Gas geben können, ist man meistens überrascht, wie viel Energie tatsächlich in dem kleinen Körper steckt und vorher einfach nur nie die Möglichkeit hatte, sich zu zeigen.
II. Möglichkeit, angestaute Energie abzubauen und sich körperlich „auszupowern“
Genauso wie auch uns Menschen tut es Katzen sehr gut, hin und wieder (freiwillig!) die körperlichen Grenzen auszuloten und richtig „Gas zu geben“. Durch die körperliche Aktivität kann aufgestaute Energie abgebaut werden und damit auch Stresshormone reduziert werden.
III. Physiotherapie, Muskelaufbau und Gewichtsabnahme
Wie auch beim Hometrainer für uns Menschen bietet ein Katzenlaufrad die Möglichkeit, sich auch ohne reale Laufstrecke draußen ausgiebig zu bewegen und damit auch das Herz-Kreislaufsystem und die Muskulatur zu stärken.
Kontrolliertes, langsames und gleichmäßiges Laufen unter Aufsicht mit einem fachgerechten Trainingsplan kann auch aus medizinischer Sicht eine gute Möglichkeit zum Wiederaufbau von Muskulatur nach Krankheiten oder Operationen sein, wie auch beim menschlichen Rehasport. Ebenso kann ein Katzenlaufrad bei der Gewichtsabnahme oder der Behandlung verschiedener Erkrankungen helfen.
Risiken von Katzenlaufrädern
I. Umfallen/ aus der Halterung brechen
Ein Katzenlaufrad ist relativ groß und schwer. Und sollte niemals, unter gar keinen Umständen umfallen und dabei im schlimmsten Fall auf der Katze landen. Das kann nämlich zu wirklich dramatischen Verletzungen oder sogar tödlich enden.
Achte deshalb unbedingt darauf, dass Dein Katzenlaufrad stabil befestigt ist und nicht umfallen kann oder wackelt.
II. Einklemmen oder Abtrennen von Pfoten, Schwanz oder anderen Körperteilen
Einige Katzenlaufräder haben „dekorative“ Lochelemente oder Befestigungsstrukturen , in denen Körperteile der Katze stecken bleiben können. Dreht sich das Laufrad dann und Schwanz, Pfötchen oder welcher Körperteil auch immer der Katze bleibt stecken und wird weiter gequetscht kann das zu irreparablen Verletzungen oder dem Verlust des Körperteils führen.
Achte deshalb unbedingt darauf, dass kein Einklemmen oder Hängenbleiben im Laufrad möglich ist. Auch die Lauffläche sollte unbedingt komplett geschlossen, stabil und eben sein, damit nirgends ein Pfötchen stecken bleiben kann.
III. Orthopädische Probleme durch falsche Körperhaltung bei zu kleinem Radius
Viele, genauer gesagt ein sehr großer Teil der Katzenlaufräder die man im Netz sieht ist eigentlich viel zu klein für die darin laufende Katze. Das führt im eher undramatischen Fall dazu, dass die Katze einfach nicht gerne darin läuft und es ungenutzt bleibt. Im schlechteren Fall läuft sie aber trotzdem gerne und häufig in einer unphysiologischen Körperhaltung und entwickelt dadurch Rücken- und Gelenkprobleme.
Achte also unbedingt darauf, dass Dein Laufrad groß genug ist, dass Deine Katze auch in vollem Sprint bei gestrecktem Körper mit ausgestreckten Beinen mit geradem Rücken darin laufen kann.
Im Zweifelsfall gilt hier aber ganz klar das Prinzip. Je größer, desto besser.
Eine wissenschaftlich etablierte Formel zur Größe habe ich bisher leider nicht gefunden, aber als grobe Faustregel orientieren ein paar Tierarztkolleginnen und ich nach der Analyse von Zeitlupenvideos im Laufband uns an:
2x Rückenlänge der Katze = Mindestradius des Katzenlaufrads
IV. Verletzungen durch Herausstürzen
Aus dem Laufrad zu fallen oder zu springen kann grundlegend immer passieren. Wichtig ist also, dass in „Flugbahn“ ums Katzenlaufrad herum nichts steht, woran die Katze sich verletzen könnte.
V. Überschlag oder Verletzung durch Hängenbleiben
Bleibt die Katze in vollem Sprint am Bodenbelag des Katzenlaufrads hängen und wird weiter mitgezogen und überschlägt sich, kann das unschön enden.
Wichtig ist also, dass im Bodenbelag des Laufrads kein Hängenbleiben der Krallen möglich ist. Hochfloriger Teppich, Knüpfteppich oder grobmaschiger Sisalbelag oder Holzgeflechte sind also ungeeignet.
Gute Erfahrungen habe ich bisher mit kurzflorigem Teppich mit offener Knüpfung, Filz (solange darauf keine Hitzereibung entsteht) oder Korkbelag gemacht.
Achte beim Belag des Katzenlaufrads am besten auch darauf, dass das Material sich gut reinigen lässt und nicht unangenehm riecht, wie es bei manchen Schaumstoffbelägen der Fall ist. Katzennasen sind schließlich deutlich empfindlicher als Menschennasen.
VI. Wegrutschen beim Ein- und Aussteigen
Gerade das Rausspringen kann bei falschem Untergrund vor dem Katzenlaufrad zur echten Schlitterpartie werden. Bring also vor dem Ausstieg eine ausreichend große, rutschfeste Unterlage auf dem Boden an.
VII. Verletzungen beim Ausstieg oder seitlich Herausfallen
Ist die Lauffläche des Katzenlaufrads zu schmal, kann aus dem daraus Laufen ein ganz schöner Balancierakt werden. Achte also darauf, dass die Lauffläche breit genug ist, damit Deine Katze sicher und gemütlich darauf laufen kann.
Eine etwas erhöhte seitliche Umrandung kann zusätzliche Sicherheit geben. Allerdings sollte die nur so hoch sein, dass Deine Katze problemlos darüber steigen kann und beim Aussteigen nicht mit der Pfoten hängen bleibt. Auch die Höhe des Laufrads sollte so gewählt sein, dass die Katze bequem ein- und aussteigen kann, also am besten so nah am Boden wie möglich.
Wann aus gesundheitlichen Gründen lieber aufs Katzenlaufrad verzichten?
Dauerhaften, uneingeschränkten Zugang zum Katzenlaufrad sollten nur erwachsene, gesunde Katzen haben und auch das nur, wenn alle Risiken soweit wie möglich ausgeschlossen wurden.
Bei jeder Katze, die nicht komplett gesund ist, sollte die Benutzung eines Katzenlaufrads vorher unbedingt mit den behandelnden TierärztInnen abgesprochen werden und der Zugang zum Laufrad nur auf kontrollierte Benutzung unter Aufsicht beschränkt oder ganz darauf verzichtet werden.
Insbesondere gilt das für:
- Katzen mit Einschränkungen des Bewegungsapparates wie z.B. Arthrose, Wirbelsäulenproblematiken oder fehlenden Beinen
- Katzen mit Gleichgewichtsstörungen oder neurologischen Auffälligkeiten
- junge, nicht ausgewachsene Katzen
- tragende Kätzinnen
- Katzen mit Herz- Kreislauf-Problemen wie z.B.
Viele Katzenlaufräder auf dem Markt sind leider wirklich ungeeignet. Alternativ kannst Du es auch so machen wie wir und Dein Katzenlaufrad selbst bauen und dabei wirklich alle Kriterien, die Dir für Deine Katze wichtig sind, berücksichtigen.
Soll das Katzenlaufrad an verschiedenen Orten genutzt werden können, ist ein freistehendes Rad eindeutig die bessere Wahl.
Die ersten 4 Punkte sollten also vor der Anschaffung schon geklärt werden. Was einen geeigneten Standort angeht: Das Katzenlaufrad sollte irgendwo stehen, wo die Katze es auch sieht und im besten Fall beim Laufen gesehen und gelobt werden kann.
Genauso wie auch bei uns Menschen gibt es auch bei Katzen ganz verschiedene Persönlichkeitstypen und unterschiedlich verteilte Talente. -> Meiner Meinung nach sollte jede Katze ein Nasentarget können, das ist einfach für so viele Situationen hilfreich und nützlich.
Bei den verschiedensten Verhaltensauffälligkeiten wird inzwischen oft das Katzenlaufrad als „Allheilmittel“ empfohlen. Und tatsächlich kann es durchaus zur Entspannung bei z.B.
Die paar wenigen Fälle, in denen es zu scheinbar zwanghaftem Laufen im Katzenlaufrad durch Katzen kam, waren soweit beurteilbar alles Fälle mit größeren zugrunde liegenden Problemen, in denen das Laufrad als einfache Lösung dienen sollte ohne andere Maßnahmen miteinzubeziehen.
Ursachen für Überschläge im Hamsterrad
Ein häufiges Problem bei Hamstern, die ein Laufrad benutzen, sind Überschläge. Diese können verschiedene Ursachen haben:
- Zu hohe Geschwindigkeit: Der Hamster ist zu schnell für das kleine Laufrad.
- Hängenbleiben: Der Hamster bleibt mit einem Füßchen in den Querstreben oder im Bodenbelag des Laufrads hängen.
- Abruptes Stehenbleiben: Der Hamster bleibt abrupt stehen, während sich das Rad weiterdreht.
- Mangelnde Koordination: Der Hamster hat Schwierigkeiten, das Laufrad gefahrlos zum Stehen zu bringen.
Wie man Überschläge verhindern kann
Um Überschläge im Hamsterrad zu verhindern, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
- Größeres Laufrad: Ein größeres Laufrad dreht langsamer und gibt dem Hamster mehr Zeit, sich anzupassen.
- Geeigneter Bodenbelag: Der Bodenbelag sollte eben und geschlossen sein, damit der Hamster nicht hängenbleiben kann. Ungeeignet sind hochfloriger Teppich, Knüpfteppich, grobmaschiger Sisalbelag oder Holzgeflechte.
- Kugelgelagertes Laufrad: Kugelgelagerte Räder sind leichtgängiger und ermöglichen dem Hamster ein kontrolliertes Laufen und Abbremsen.
- Training: Dem Hamster kann beigebracht werden, das Laufrad gefahrlos zum Stehen zu bringen.
- Geeigneter Standort: Vor dem Ausstieg eine ausreichend große, rutschfeste Unterlage auf dem Boden anbringen.
Weitere Tipps
- Regelmäßige Beobachtung: Beobachten Sie Ihren Hamster beim Laufen im Laufrad, um frühzeitig Probleme zu erkennen.
- Gesundheitscheck: Ein hamsterkundiger Tierarzt sollte Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik wie Gehirntumore, Schlaganfall, Erkrankungen des Gehörgangs und E.C. ausschließen.
- Stress vermeiden: Da der Defekt durch Stress verstärkt wird, sollte darauf geachtet werden, dass der Stresspegel des Tiers niedrig gehalten wird.
Beispiel für Laufradgrößen
Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft geeignete Laufradgrößen für verschiedene Hamsterarten:
| Hamsterart | Mindestdurchmesser des Laufrads |
|---|---|
| Roborowski Zwerghamster | 20 cm |
| Dsungarischer Zwerghamster | 20 cm |
| Campbell Zwerghamster | 20 cm |
| Goldhamster | 28 cm |
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