Warum schläft mein Hamster im Laufrad? Ursachen und Lösungen

Hamster sind bekannt für ihren Bewegungsdrang und ihr flauschiges Aussehen. Ein Hamsterrad ist nicht nur sinnvoll, sondern sogar notwendig, damit Ihr kleiner Freund ein artgerechtes und gesundes Leben führen kann.

Warum laufen Hamster im Rad?

Die Frage, warum Hamster im Hamsterrad laufen, lässt sich einfach beantworten: Aus Bewegungsdrang. Durch die Bewegung kann Ihr Hamster sein natürliches Bedürfnis ausleben, seine Fitness trainieren und Stress abbauen. All das ist notwendig, damit Ihr Hamster ein gesundes und glückliches Leben führen kann.

Es ist bewiesen, dass Hamster, die kein Laufrad im Käfig haben, häufig Verhaltensstörungen wie z.B. Gitternagen entwickeln. Ein Hamster, der nicht ausreichend Möglichkeit hat, um sich zu bewegen, neigt auch schneller zu Übergewicht. Zu viel Fett auf den Hamsterhüften kann zu weiteren gesundheitlichen Problemen wie Verdauungsstörungen oder Herz-, Kreislauferkrankungen führen.

Mögliche Gründe, warum Ihr Hamster im Laufrad schläft

Es kann verschiedene Gründe haben, warum ein Hamster im Laufrad schläft. Hier sind einige der häufigsten:

  • Neuheit: Gerade am Anfang lieben Hamster ihr neues Laufrad heiß und innig, da kann es schon mal sein, dass er es als Schlafplatz nutzt.
  • Müdigkeit: Meistens ist sie wohl einfach müde vom Laufen stehen geblieben und ist direkt da eingeschlafen.
  • Sicherheit: Dort fühlt er sich wahrscheinlich sicher.
  • Spontane Entscheidung: Vielleicht hat er sich einfach spontan dort schlafen gelegt.
  • Temperatur: Könnte mir auch vorstellen, daß es ihm da jetzt zu warm drin ist. Jetzt im Winter heißt ihr ja vermutlich bei euch. Und da könnte es sein, daß sich die Wärme im dem Häuschen zu sehr staut.

Was Sie tun können

Wenn Ihr Hamster im Laufrad schläft, gibt es einige Dinge, die Sie tun können, um ihm zu helfen, einen geeigneteren Schlafplatz zu finden:

  • Bieten Sie verschiedene Schlafplätze an: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hamster mehrere Optionen hat, darunter ein Häuschen, eine Kokosnuss oder ein Blumentopf.
  • Sorgen Sie für Komfort: Polstern Sie die Schlafplätze mit Heu oder Toilettenpapier aus.
  • Vermeiden Sie Störungen: Lassen Sie den Hamster in Ruhe, besonders wenn er neu ist und sich an seine Umgebung gewöhnen muss.
  • Überprüfen Sie die Temperatur: Stellen Sie sicher, dass es im Käfig nicht zu warm ist, besonders im Winter.

Weitere wichtige Aspekte der Hamsterhaltung

Neben einem geeigneten Schlafplatz gibt es noch weitere wichtige Aspekte der Hamsterhaltung, die Sie beachten sollten:

Der Käfig-Fehler

Astrid Behr erklärt: Beim Käfig begehen viele den größten Fehler. Denn die meisten Käfige, die es im Handel zu kaufen gibt, sind laut Behr schlicht zu klein. Auch hätten sie oft mehrere Ebenen - dabei fühlten sich Hamster nur auf dem Boden wohl. Gute Kletterer sind die kurzsichtigen Tiere nämlich nicht. Vielmehr bräuchten sie eine hohe Einstreu. Die Expertin rät daher: „Ein Aquarium oder Terrarium mit Lüftungsschlitzen ist die bessere Wahl.“

Der Ausstattungs-Fehler

Damit sich das Tier nicht langweilt, sollen Laufräder, Hamsterkugeln oder Plastikröhren im Gehege für Abwechslung sorgen. Doch die sind meist hochgefährlich. So könne das Tier in den Kugeln und Plastikröhren hängenbleiben und ersticken. Gleiches gelte für die Laufräder, sagt Behr: „In offenen Laufrädern bleiben Hamster oft hängen und reißen sich die Beine aus.“ Nur auf allen Seiten geschlossene Laufräder gehörten ins Gehege. Hamster stopfen sich außerdem gerne ihr Häuschen zu, um sich in Ruhe zurückziehen zu können. Behr mahnt: „Aber bitte nicht mit Hamsterwatte, die sich schnell um die Gliedmaßen der Tiere wickeln und diese abschnüren kann.“ Halter können stattdessen einfach zu unparfümierten Küchentüchern oder Papprollen greifen.

Der Artgenossen-Fehler

Hamster sind Einzeltiere - auf Gesellschaft können sie getrost verzichten. Das kann sogar gefährlich sein, sagt Behr: „Werden sie zu zweit gehalten, kann es Ärger geben. Dass ein Hamster einen anderen tot beißt, ist keine Seltenheit.“

Der Aufweck-Fehler

Die Tierärztin erklärt: „Hamster sind nachtaktiv. Sie tagsüber zu wecken bedeutet enormen Stress für die Tiere.“ Aus diesem Grund eigneten sich Hamster im Grunde nicht besonders gut für Kinder. Stehen die Käfige dann noch im Kinderzimmer, kann das auch andere Folgen haben: „Nachts wird es laut, damit muss man rechnen. Das kann den Schlaf des Kindes natürlich stören.“

Der Freilauf-Fehler

Wenn Hamster freigelassen werden, dann sollte dies nur unter Aufsicht geschehen, sagt Behr: „Sonst kauen sie Kabel an oder geraten irgendwo rein, wo sie nicht mehr rauskommen.“ Finden könne man sie dann schlecht.

Das richtige Laufrad

Es gibt unterschiedliche Größen an Laufrädern für die verschiedenen Hamsterarten. Auch das Material variiert und kann nach Ihren persönlichen Vorlieben gewählt werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Rad für Ihren Schützling ausreichend groß ist. Ihr Hamster muss mit geradem Rücken im Rad laufen können, da das Laufen ansonsten schmerzhafte Haltungsschäden auslösen kann. Im Zweifelsfall sollten Sie lieber ein größeres Rad kaufen, denn zu groß gibt es hier nicht.

Passende Größe für Zwerghamster: mindestens 20 - 25 cm Durchmesser

Passende Größe für Goldhamster: mindestens 27 - 30 cm Durchmesser

Materialien für Hamsterräder

Am häufigsten finden Sie Laufräder aus Kunststoff, Metall oder Holz. Nicht zu empfehlen sind Hamsterräder mit Gitterstäben, da Ihr Hamster sich darin schwer verletzen kann! Die Lauffläche sollte möglichst geschlossen und eben sein. Der Einstieg für Ihren Hamster ist am einfachsten und sichersten, wenn das Rad bodennah und fest montiert ist. Die Rückseite des Rades sollte ebenfalls geschlossen sein, damit Ihr Hamster im Full-Speed nicht aus dem Rad fliegt oder sich seine Beinchen einklemmt.

Empfehlungen für Materialien:

  • Holz: Aus Gründen der Optik und Nachhaltigkeit empfehlen wir Ihnen ein Hamsterrad aus naturbelassenem Holz mit Korkboden zu kaufen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Ihr Hamster an einem Laufrad aus Holz bedenkenlos nagen darf. Als Schutz vor Urin sollten Sie ein Hamster Laufrad aus Holz jedoch lackieren. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Hamsterrad frei von scharfen Ecken und Kanten ist und aus ungiftigen Materialien besteht.
  • Kunststoff: Diese Räder eignen sich vor allem für Hamster, die gerne in ihrem Laufrad urinieren. In diesem Fall empfiehlt sich ein Hamster Laufrad aus Holz mit Korkboden eher weniger, es sei denn Sie können den Kork regelmäßig erneuern. Ein Hamsterrad aus lebensmittelechtem Kunststoff lässt sich deutlich einfacher reinigen.

Wir raten Ihnen davon ab, ein Hamster-Laufrad aus Metall zu kaufen! Viele Metall-Laufräder sind ungünstig konzipiert und begünstigen den sogenannten Schereneffekt (Einklemmen des Hamsters zwischen den Gitterstäben und der Halterung/Ständer). Die meisten Metall-Laufräder auf dem Markt sind außerdem zu klein und von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz als tierschutzwidrig und gesundheitsschädlich eingestuft.

Die Lautstärke

Gerade weil Hamster nachtaktiv sind, kann ein quietschendes oder rasselndes Laufrad zur echten Nervenprobe werden! Damit Ihnen nicht die Ohren abfallen, hier ein paar Tipps, wie Sie Krach im Hamstergehege vermeiden:

  • Hamsterräder mit Kork-Lauffläche reduzieren Geräusche.
  • Wählen Sie ein Hamster-Laufrad aus Holz mit leisem Kugellager.
  • Vaseline oder Speiseöl auf quietschende, bewegliche Teile geben.
  • Laufräder mit Ständer sollten mit doppelseitigem Klebeband und ausreichend Einstreu am Boden befestigt werden.
  • Laufräder, die an den Gitterstäben befestigt werden ordentlich festzurren, z.B. mit Kabelbindern.
  • Achten Sie auf gute Qualität und Verarbeitung - wer billig kauft, kauft mindestens zwei Mal!

Was tun, wenn der Hamster ins Laufrad pinkelt?

Die sogenannten “Laufradpinkler” sind unter Hamstern weit verbreitet - zum Leidwesen vieler Halter. Sollten Sie folgende Punkte überdenken:

  • Hat Ihr Hamster ein Toiletten-Eck (z.B. mit Chinchillasand) im Gehege?
  • Ist der Käfig ausreichend groß?
  • Hat Ihr Hamster ausreichend Möglichkeiten, sich zu beschäftigen?
  • Haben Sie das Rad schon mal an einer anderen Stelle platziert?
  • Aus welchem Material besteht Ihr Hamsterrad?

Leider ist es sehr schwer, Hamstern das Pinkeln und Koten im Laufrad abzugewöhnen. Ein Toiletten-Eck könnte die Problematik am ehesten lösen, wenn Ihr Hamster es annimmt. Allgemeines Unwohlsein ausgelöst durch einen zu kleinen oder spärlich eingerichteten Käfig kann Ihren Hamster ebenfalls dazu bewegen, sich in seinem Laufrad zu lösen. Ansonsten sollten Sie darauf achten, dass das Laufrad abwaschbar ist.

Was tun, wenn mein Hamster das Laufrad nicht benutzt?

Manche Hamster benötigen etwas Zeit, um sich an ein Laufrad zu gewöhnen. Vor allem Jungtieren ist das Rad anfangs oft suspekt und es dauert einige Zeit, bis sie es nutzen. Sie können Ihr Hamsterchen gerne mit etwas Futter ins Laufrad locken und ihm zeigen, dass er vor seinem neuen Trainingspartner keine Angst haben muss!

Vielleicht ist das Rad zu klein oder zu schwergängig für Ihren Hamster und er nutzt es deshalb nicht? Lassen Sie sich in diesem Fall am Besten direkt in der Zoofachhandlung Ihres Vertrauens beraten, um das perfekte Rad für die Größe und das Gewicht Ihres Hamsters zu ergattern. Manchmal ist es aber auch ein Trugschluss und Sie denken nur, Ihr Hamster benutzt sein Rad nicht. Hamster sind nachtaktiv und häufig dann in ihrem Laufrad unterwegs, wenn Sie gerade schlafen! Tatsächlich nutzen einige der scheuen Flitzer das Rad nur, wenn gerade keiner guckt. Im übrigen ist ihr nachtaktives Dasein und das nächtliche Rennen im Hamsterrad ein Grund dafür, wieso die Tiere nichts im Kinderzimmer zu suchen haben!

Laufradsucht - Ist da was dran?

Je häufiger Ihr Hamsterchen im Hamsterrad seine Runden dreht, desto größer wird auch seine Ausdauer und desto länger wird er wetzen (können). Hamsterräder waren lange Zeit umstritten aufgrund der Sorge, dass die kleinen Nager sich überanstrengen könnten. Für uns Menschen sieht es einfach irre aus, wie schnell und ausdauernd sie sich im Hamsterrad bewegen. Für die kleinen Hamster ist die Bewegung essentiell, damit Körper und Geist gesund bleiben. Der Suchtfaktor wurde mittlerweile widerlegt. Da Bewegung auch Stress abbaut, kann es sein, dass Ihr Hamster gelegentlich mehr rennt als sonst. Zum Beispiel wenn Sie ihn am Tag aus Versehen geweckt haben.

Ersetzt ein Laufrad mangelnden Platz im Käfig?

Nein, ein Laufrad kann einen zu kleinen oder spärlich eingerichteten Käfig nicht ersetzen! Es kann sein, dass Ihr Hamster komplett im Laufrad wohnt, schläft, frisst, rennt, uriniert - wenn der Käfig nicht artgerecht ausgestattet ist. Das ist nicht im Sinne des Erfinders! Eine abwechslungsreiche Ausstattung sollte Ihrem Hamster Möglichkeiten zum Verstecken, Buddeln, Baden, Klettern, Zurückziehen und Rennen geben. Die Mindestmaße für ein Hamstergehege sollten 50 cm Höhe x 100 cm Länge x 50 cm Breite nicht unterschreiten. Gerne darf Ihr Hamster auch mehr Platz haben und die Möglichkeit, regelmäßig frische Luft zu schnuppern, zum Beispiel in einem beaufsichtigten und ausbruchssicheren Auslauf-Gehege.

Muss ich unbedingt ein Laufrad für meinen Hamster kaufen?

Ehrlich geschrieben, JA! Ein Hamsterrad ist weit mehr als ein Spielzeug, es ist für Ihren Hamster essentiell! In der freien Natur laufen Hamster bis zu sechs Kilometer in einer Nacht, Jungtiere sogar bis zu fünfzehn Kilometer! Sie gehen nachts auf Beutefang und Partnersuche und dafür müssen sie schnell und flink sein, um nicht von Fressfeinden geschnappt zu werden. Ein Hamsterrad ist für die Beschäftigung, Auslastung, Fitness und allgemeine Gesundheit Ihres Hamsters unbedingt notwendig. Bitte kauf’ ihm eines!

Verhalten des Hamsters verstehen

Wenn Sie Ihren Hamster genau beobachten, werden Sie feststellen, dass dieser verschiedenes Verhalten an den Tag legt, die von der jeweiligen Situation abhängen. Damit Sie verstehen, ob es Ihrem Hamster gut geht und was er durch sein Verhalten signalisieren möchte, haben wir Ihnen nachfolgend die wichtigsten Verhaltensweisen von Hamstern zusammengefasst.

Das natürliche Verhalten der Hamster

Hamster kämpfen in freier Wildbahn täglich ums Überleben. Da sie sehr klein sind, werden sie gern verspeist. Eine der wichtigsten Verhaltensweisen ist daher der Fluchtinstinkt. Kann der Hamster allerdings nicht mehr fliehen oder möchte das Hamsterweibchen beispielsweise die Jungen schützen, wird es in die Verteidigung übergehen. Ob Gefahr besteht, nimmt der Hamster nicht nur mit den Augen, sondern auch mit der Nase, mit den Ohren und über das Tasten wahr.

Der Fluchtinstinkt

Fühlt sich der Hamster bedroht, wird er flüchten. Er dreht sich einfach blitzschnell um und läuft davon.

Die Verteidigung

Die Verteidigung gestaltet sich etwas komplexer. Außerdem gibt der Hamster hierbei verschiedene Laute von sich.

Strategien der Verteidigung

  • Fauchen: Fühlt sich der Hamster bedroht, wird er fauchen. Kommen Sie dem Hamster nicht zu nahe, wenn er Sie anfaucht, denn es kann sein, dass er Sie beißt.
  • Quieken: Wenn sich Hamster mit Rivalen rangeln, kann es zu Auseinandersetzungen kommen. Um Rivalitäten und körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollten Sie nur einzelne Hamster halten.
  • Backentaschen aufplustern: Wenn ein Hamster seine Backentaschen aufbläst, ist dies eine handfeste Drohung. Er tut dies in der Regel, kurz bevor er zum Angriff übergeht.
  • Kreischen: Hat der Hamster Angst oder möchte er einen Gegner abwehren, beginnt er, laut zu kreischen.
  • Knurren: Das Knurren ist ein typisches Verhalten, welches das Männchen nach der Paarung an den Tag legt. Es zeigt Aggression und sollte daher vom Weibchen ernstgenommen werden.
  • Klappern mit dem Gebiss: Klappert der Hamster mit dem Gebiss, zeigt dies ebenfalls dessen Aggression. Feinde sollten sich in Acht nehmen.
  • Heben der Vorderpfoten: Hebt der Hamster seine Vorderpfoten, sodass er lediglich auf den Hinterpfoten steht, bedeutet dies in der Regel, dass er sich verteidigen möchte.
  • Regloses Liegen auf dem Rücken: Legt der Hamster sich auf den Rücken und bewegt er sich nicht mehr, bedeutet dies, dass er Angst hat. Er möchte sich am liebsten totstellen, damit der Feind von ihm ablässt.

Typische Geräusche der Hamsterbabys

Hamsterbabys fiepen sehr häufig, und zwar immer dann, wenn sie nach ihrer Mutter suchen.

Hinweis

Wenn sich der Nager von Ihnen, von Ihren Kindern oder von Ihren Haustieren bedroht fühlt, kann es ebenfalls sein, dass Sie eine oder mehrere der oben genannten Verhaltensweisen wahrnehmen. Handeln Sie entsprechend und achten Sie darauf, dass der Kleine sich in Sicherheit bringen kann.

Typisches Verhalten bei Käfighaltung

Neben den oben genannten Verhaltensweisen kann es zudem sein, dass Sie bei der Käfighaltung eines Nagers weitere Dinge erkennen, die Ihnen komisch vorkommen. Auch auf diese möchten wir nachfolgend kurz eingehen:

  • Der Hamster möchte Aufmerksamkeit erregen: Dies können Sie unter anderem daran erkennen, dass er Männchen macht. Außerdem läuft er möglicherweise im Käfig auf und ab.
  • Der Hamster hat Hunger: Eines der sichersten Anzeichen, dass der Hamster Hunger haben könnte, ist natürlich, dass die Futternäpfe leer sind. Allerdings erkennen Sie den Hunger auch daran, dass der Hamster wie wild am Boden herumschnüffelt. Er sucht nach Futter.
  • Der Hamster hat Angst: Kommen Sie dem Tier zu nahe, sodass es sich bedroht fühlt, wird es sich wahrscheinlich in einer Ecke des Käfigs verkriechen. Es schleicht in leicht geduckter Haltung durch den Käfig. Außerdem sind seine Ohren nach hinten gerichtet.
  • Der Hamster hat schlechte Laune oder Aggressionen: Auch dies kann sich darin äußern, dass die Ohren des Hamsters nach hinten gerichtet sind.

Typisches Verhalten des Hamsters

Diese Verhaltensweisen sind typisch für den Hamster und keinesfalls ungewöhnlich. Wenn der Hamster die folgenden Dinge tut, müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn das sind völlig normale Verhaltensweisen:

  • Futter hamstern und in das Häuschen oder in ein anderes Versteck schleppen
  • Nachts im Käfig herumlaufen (Hamster sind nachtaktiv)
  • Tagsüber schlafen (Hamster werden erst ab ca. 19 bis 20 Uhr am Abend aktiv)
  • Eifriges Laufen im Laufrad
  • Backen putzen
  • Baden im Sandbad (dies dient der Fellpflege)

Verhalten, das Sie aufhorchen lassen sollten

Es kann Situationen geben, in denen es Ihrem Hamster nicht gut geht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er krank ist oder wenn er sich langweilt. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Der Hamster nagt übermäßig oft am Gitter (er bekommt möglicherweise nicht genug Auslauf)
  • Der Hamster bewegt sich langsamer und wirkt unkoordiniert (er ist eventuell krank)
  • Der Hamster stolpert (er sieht eventuell nicht mehr genug)
  • Der Hamster läuft nicht mehr im Laufrad (er ist entweder sehr alt oder krank, sodass Sie ihn untersuchen lassen sollten)

Alte Hamster erkennen Sie an den folgendem Verhalten:

  • Weniger Auslauf und seltener im Laufrad
  • Der Hamster frisst weniger
  • Er bewegt sich langsamer und ist tollpatschig
  • Er kann sich nur schwer an Veränderungen gewöhnen
  • Der Hamster zieht sich immer öfter in sein Haus zurück
  • Er schläft deutlich länger

Mein Hamster beißt - Woran kann das liegen?

Es gibt verschiedene Situationen, in denen Hamster beißen. Deshalb ist es wichtig, das Verhalten zu analysieren. Unter anderem beißen Hamster in den folgenden Situationen:

  • Bei akutem Schlafmangel (der Hamster ist möglicherweise müde, weil er tagsüber oft geweckt wird)
  • Bei Krankheit (wenn sich der Nager nicht wohlfühlt und womöglich sogar Schmerzen hat, möchte er sich nicht berühren lassen und beißt stattdessen)
  • Er hat sich erschrocken (beispielweise, wenn Sie sich ihm zu schnell nähern)
  • Er ist allgemein gestresst (wenn er sich in seiner Umgebung nicht wohlfühlt, weil er beispielsweise nicht genug Futter bekommt oder weil der Käfig schmutzig ist)
  • Er möchte sein Revier verteidigen (kommt vor allem bei Männchen vor)
  • Hamsterdamen beißen zudem, wenn sie schwanger sind oder wenn sie ihre Jungen schützen möchten
  • Er möchte sich verteidigen (wenn Sie ihn beispielsweise auf die Hand nehmen möchten, obwohl er es nicht möchte)

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0