Hamster versteckt sich hinter Laufrad: Ursachen und Lösungen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Hamster sich an verschiedenen Orten in ihrem Gehege verstecken. Einer der häufigsten Verstecke ist der Platz hinter dem Laufrad. Dieses Verhalten kann verschiedene Ursachen haben, die im Folgenden näher erläutert werden.

Mögliche Ursachen für das Verstecken hinter dem Laufrad

  • Eingewöhnungsphase: Gerade in der Anfangszeit, wenn der Hamster neu in seinem Zuhause ist, kann es vorkommen, dass er sich vermehrt versteckt. Hamster stehen in der Natur in der Nahrungskette eher unten und müssen in einer neuen Umgebung sehr vorsichtig sein.
  • Unsicherheit und Angst: Laute Geräusche oder Veränderungen in der Umgebung können den Hamster verunsichern und dazu führen, dass er sich versteckt. Selbst der Geruch eines anderen Tieres im selben Raum kann Stress verursachen.
  • Schlafplatz: Es ist nicht ungewöhnlich, dass Hamster mehrere Schlafnester haben. Bei höheren Temperaturen schlafen einige Hamster gerne etwas luftiger, manche ziehen aber auch einfach nur so hin und wieder um.
  • Sicherheitsbedürfnis: Wenn sich der Hamster in seinem alten Nest nicht (mehr) sicher fühlt, sucht er sich möglicherweise einen neuen Platz zum Schlafen und Verstecken.
  • Krankheit oder Verletzungen: Wenn sich ein Hamster verletzt hat oder krank ist, zieht er sich oft zurück und versteckt sich.
  • Alter: Ältere Hamster werden ruhiger und verstecken sich häufiger, weil ihnen die Kraft fehlt.

Was tun, wenn sich der Hamster hinter dem Laufrad versteckt?

Wenn Ihr Hamster sich hinter dem Laufrad versteckt, sollten Sie zunächst Ruhe bewahren und die folgenden Punkte beachten:

  • Geduld: Versuchen Sie nicht, die Eingewöhnungsphase zu verkürzen oder den Hamster aus seinem Versteck zu ziehen. Lassen Sie ihm Zeit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen.
  • Ruhe und Sicherheit: Vermeiden Sie laute Geräusche und plötzliche Veränderungen in der Umgebung des Hamsters. Sorgen Sie für eine stressfreie Umgebung.
  • Versteckmöglichkeiten: Stellen Sie sicher, dass der Hamster genügend Versteckmöglichkeiten im Gehege hat, wie z.B. ein Häuschen oder einen Tunnel.
  • Beobachtung: Beobachten Sie den Hamster genau, um festzustellen, ob er Anzeichen von Krankheit oder Verletzungen zeigt.
  • Tierarzt: Wenn Sie den Verdacht haben, dass der Hamster krank oder verletzt ist, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf.

Weitere Ursachen für das Verstecken und mögliche Lösungen

Neben den bereits genannten Ursachen gibt es noch weitere Faktoren, die dazu führen können, dass sich ein Hamster versteckt:

  • Falsche Käfigeinrichtung: Hohe Plateaus oder Laufräder mit Streben oder Gittern können zu Verletzungen führen und den Hamster verunsichern. Achten Sie auf eine sichere und artgerechte Käfigeinrichtung.
  • Gefahr durch andere Haustiere: Wenn andere Haustiere in der Nähe des Hamsterkäfigs sind, kann dies Stress verursachen und dazu führen, dass sich der Hamster versteckt. Sorgen Sie dafür, dass der Hamsterkäfig für andere Haustiere unerreichbar ist.
  • Unachtsamkeit des Menschen: Kinder, die den Hamster als Kuscheltier behandeln, oder ein Fall aus großer Höhe können den Hamster traumatisieren und dazu führen, dass er sich versteckt. Behandeln Sie den Hamster vorsichtig und respektvoll.

Verletzungen beim Hamster

Hamster sind sehr kleine Tiere, die mit teilweise schweren Verletzungen zu kämpfen haben können. Diese können verschiedene Ursachen haben und für den Hamster sogar tödlich sein. Ehe Sie sich einen Hamster anschaffen, sollten Sie daher sämtliche Gefahrenquellen kennen und von vornherein darauf achten, diese zu beseitigen.

Mögliche Verletzungen

  • Humpeln
  • Nachziehen eines Beins
  • Prellungen und Brüche
  • Blutende Wunden
  • Quetschungen

All diese Verletzungen können, wenn sie nicht schnell genug behandelt werden, schwerwiegende Folgen haben und teilweise sogar zum Tod führen.

Wie kommt es zu Verletzungen beim Hamster?

Die Verletzungen können aus unterschiedlichen Gründen auftreten.

Verletzungen aufgrund einer falschen Käfigeinrichtung

Bei der Planung der Käfigeinrichtung sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken machen. Es gibt Gegenstände, die für die Hamsterkäfige zwar angeboten werden, aber eigentlich gar nicht dafür geeignet sind.

Hohe Plateaus beispielsweise stellen ein erhebliches Risiko dar, denn wenn der Hamster aus großer Höhe herunterfällt, kann er sich Knochen brechen und hieran sogar sterben. Für Zwerghamster sollte die Fallhöhe niemals mehr als 10 cm und für große Hamsterarten nicht mehr als 15 cm betragen.

Auch das Laufrad erweist sich als Verletzungsquelle, wenn Sie sich für das falsche Modell entscheiden. Wählen Sie am besten ein Laufrad aus, welches an der Rückseite geschlossen ist. Wenn das Laufrad an der Rückseite Streben hat, kann der Hamster beim Klettern darin eingeklemmt werden. Gleiches gilt für Laufräder, deren Lauffläche nicht geschlossen, sondern mit Gittern gestaltet ist.

Ebenso können sehr spitze Gegenstände sowie lockere, schwere Gegenstände, die umkippen könnten, ein hohes Risiko mit sich bringen.

Verletzungen durch andere Haustiere

Hund, Katze, größere Nagetiere und andere Haustiere stellen ebenfalls eine große Gefahr da, denn oft gelten die Hamster als deren Beutetiere.

Wenn Sie mehrere Haustiere halten, achten Sie daher immer darauf, dass diese niemals an den Hamsterkäfig geschweige denn an den Hamster selbst geraten.

Übrigens kann auch die bloße Anwesenheit eines Hundes oder einer Katze in der Nähe des Käfigs für den Hamster eine große Stressbelastung darstellen.

Lassen Sie den Hamster frei laufen, sollten Sie vorher sämtliche anderen Haustiere aussperren und die Türen verriegeln.

Verletzungen durch den Menschen

Leider kommt es nicht selten vor, dass der Mensch ein hohes Gefahrenpotenzial für den Hamster hat. Kinder, die ihn mit einem Kuscheltier verwechseln und mit ihm spielen möchten oder ein Fall aus großer Höhe, weil der Hamster in den Händen gehalten wird und Sie plötzlich die Kontrolle über die Situation verlieren - all das ist möglich.

Ebenso kann es, wenn der Hamster frei im Zimmer herumläuft, passieren, dass Sie ausversehen auf ihn treten.

Verletzungen durch Unachtsamkeiten während des Freilaufs

Sicherlich ist es für den Hamster eine tolle Sache, wenn er auch außerhalb seines Käfigs regelmäßig viel Auslauf bekommt.

Allerdings ist hierbei größte Vorsicht geboten, denn Schubfächer, Schränke sowie Fenster und Türen sind potenzielle Quellen für Verletzungen.

Der Hamster kann eingeklemmt und zerquetscht werden, er kann aus dem Fenster fallen oder versehentlich aus der Tür laufen.

Wenn Sie ein Freilaufgehege verwenden, glauben Sie vielleicht, der Hamster sei keinerlei Gefahr ausgesetzt.

Doch auch dies ist ein Trugschluss, denn der Freilauf, in dem sich Gegenstände befinden, kann für Verletzungen sorgen, beispielsweise wenn Spieltürme umfallen oder der Hamster über den Zaun klettert.

Verletzungen durch Auseinandersetzungen mit Artgenossen

Hamster sind in der Regel Einzelgänger, die sich in freier Wildbahn nur zum Zwecke der Paarung treffen.

Genau aus diesem Grund raten wir von einer Gruppen- oder Paarhaltung ab.

Diese Haltungsformen bedeuten für die Nager Stress und schüren außerdem Auseinandersetzungen, denn die Tiere sehen sich als Rivalen und werden Rangkämpfe durchführen.

Dies kann im schlimmsten Fall sogar tödlich enden und sollte daher vermieden werden.

Was sollte ich unternehmen, wenn ich feststelle, dass mein Hamster sich verletzt hat?

Bei schwerwiegenden Verletzungen überlegen Sie nicht lange, sondern suchen Sie umgehend eine Tierarzt auf. Gerade bei Quetschungen, Brüchen und blutigen Wunden kann jede Minute zählen. Brüche und Quetschungen müssen behandelt und Wunden gereinigt werden.

Grundsätzlich ist es immer ratsam, den Rat eines Tierarztes einzuholen und den Nager durchchecken zu lassen.

Ebenso wichtig ist es, dass Sie sämtliche Gefahrenquellen umgehend beseitigen, um erneute Verletzungen beim Hamster zu vermeiden.

Verhaltensweisen von Hamstern verstehen

Wenn Sie Ihren Hamster genau beobachten, werden Sie feststellen, dass dieser verschiedenes Verhalten an den Tag legt, die von der jeweiligen Situation abhängen. Sie selbst verhalten sich ja auch an die jeweilige Situation angepasst.

Damit Sie verstehen, ob es Ihrem Hamster gut geht und was er durch sein Verhalten signalisieren möchte, haben wir Ihnen nachfolgend die wichtigsten Verhaltensweisen von Hamstern zusammengefasst.

Das natürliche Verhalten der Hamster

Hamster kämpfen in freier Wildbahn täglich ums Überleben. Da sie sehr klein sind, werden sie gern verspeist. Eine der wichtigsten Verhaltensweisen ist daher der Fluchtinstinkt.

Kann der Hamster allerdings nicht mehr fliehen oder möchte das Hamsterweibchen beispielsweise die Jungen schützen, wird es in die Verteidigung übergehen.

Ob Gefahr besteht, nimmt der Hamster nicht nur mit den Augen, sondern auch mit der Nase, mit den Ohren und über das Tasten wahr.

Der Fluchtinstinkt

Fühlt sich der Hamster bedroht, wird er flüchten. Er dreht sich einfach blitzschnell um und läuft davon.

Die Verteidigung

Die Verteidigung gestaltet sich etwas komplexer.

Außerdem gibt der Hamster hierbei verschiedene Laute von sich.

Strategien der Verteidigung
  • Fauchen

    Fühlt sich der Hamster bedroht, wird er fauchen. Sie werden erstaunt sein, welch laute Geräusche er von sich geben kann.

    Kommen Sie dem Hamster nicht zu nahe, wenn er Sie anfaucht, denn es kann sein, dass er Sie beißt.

  • Quieken

    Wenn sich Hamster mit Rivalen rangeln, kann es zu Auseinandersetzungen kommen. Hierbei quieken sich die Hamster oft an.

    Bedenken Sie, dass Hamster in freier Wildbahn nur im Moment der Paarung zusammenleben. Ansonsten sind sie ausgesprochene Einzelgänger.

    Um Rivalitäten und körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollten Sie nur einzelne Hamster halten.

  • Backentaschen aufplustern

    Wenn ein Hamster seine Backentaschen aufbläst, ist dies eine handfeste Drohung. Er tut dies in der Regel, kurz bevor er zum Angriff übergeht.

  • Kreischen

    Hat der Hamster Angst oder möchte er einen Gegner abwehren, beginnt er, laut zu kreischen.

  • Knurren

    Das Knurren ist ein typisches Verhalten, welches das Männchen nach der Paarung an den Tag legt. Es zeigt Aggression und sollte daher vom Weibchen ernstgenommen werden.

  • Klappern mit dem Gebiss

    Klappert der Hamster mit dem Gebiss, zeigt dies ebenfalls dessen Aggression. Feinde sollten sich in Acht nehmen.

  • Heben der Vorderpfoten

    Hebt der Hamster seine Vorderpfoten, sodass er lediglich auf den Hinterpfoten steht, bedeutet dies in der Regel, dass er sich verteidigen möchte. Dies ist nicht mit dem typischen Männchen Machen zu vergleichen.

  • Regloses Liegen auf dem Rücken

    Legt der Hamster sich auf den Rücken und bewegt er sich nicht mehr, bedeutet dies, dass er Angst hat. Er möchte sich am liebsten totstellen, damit der Feind von ihm ablässt.

Typische Geräusche der Hamsterbabys

Hamsterbabys fiepen sehr häufig, und zwar immer dann, wenn sie nach ihrer Mutter suchen.

Hinweis Wenn sich der Nager von Ihnen, von Ihren Kindern oder von Ihren Haustieren bedroht fühlt, kann es ebenfalls sein, dass Sie eine oder mehrere der oben genannten Verhaltensweisen wahrnehmen. Handeln Sie entsprechend und achten Sie darauf, dass der Kleine sich in Sicherheit bringen kann.

Typisches Verhalten bei Käfighaltung

Neben den oben genannten Verhaltensweisen kann es zudem sein, dass Sie bei der Käfighaltung eines Nagers weitere Dinge erkennen, die Ihnen komisch vorkommen. Auch auf diese möchten wir nachfolgend kurz eingehen:

  • Der Hamster möchte Aufmerksamkeit erregen

    Dies können Sie unter anderem daran erkennen, dass er Männchen macht. Außerdem läuft er möglicherweise im Käfig auf und ab.

  • Der Hamster hat Hunger

    Eines der sichersten Anzeichen, dass der Hamster Hunger haben könnte, ist natürlich, dass die Futternäpfe leer sind.

    Allerdings erkennen Sie den Hunger auch daran, dass der Hamster wie wild am Boden herumschnüffelt. Er sucht nach Futter.

  • Der Hamster hat Angst

    Kommen Sie dem Tier zu nahe, sodass es sich bedroht fühlt, wird es sich wahrscheinlich in einer Ecke des Käfigs verkriechen.

    Es schleicht in leicht geduckter Haltung durch den Käfig. Außerdem sind seine Ohren nach hinten gerichtet.

  • Der Hamster hat schlechte Laune oder Aggressionen

    Auch dies kann sich darin äußern, dass die Ohren des Hamsters nach hinten gerichtet sind.

Typisches Verhalten des Hamsters

Diese Verhaltensweisen sind typisch für den Hamster und keinesfalls ungewöhnlich. Wenn der Hamster die folgenden Dinge tut, müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn das sind völlig normale Verhaltensweisen:

  • Futter hamstern und in das Häuschen oder in ein anderes Versteck schleppen
  • Nachts im Käfig herumlaufen (Hamster sind nachtaktiv)
  • Tagsüber schlafen (Hamster werden erst ab ca. 19 bis 20 Uhr am Abend aktiv)
  • Eifriges Laufen im Laufrad
  • Backen putzen
  • Baden im Sandbad (dies dient der Fellpflege)

Verhalten, das Sie aufhorchen lassen sollten

Es kann Situationen geben, in denen es Ihrem Hamster nicht gut geht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er krank ist oder wenn er sich langweilt. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Der Hamster nagt übermäßig oft am Gitter (er bekommt möglicherweise nicht genug Auslauf)
  • Der Hamster bewegt sich langsamer und wirkt unkoordiniert (er ist eventuell krank)
  • Der Hamster stolpert (er sieht eventuell nicht mehr genug)
  • Der Hamster läuft nicht mehr im Laufrad (er ist entweder sehr alt oder krank, sodass Sie ihn untersuchen lassen sollten)

Alte Hamster erkennen Sie an den folgendem Verhalten:

  • Weniger Auslauf und seltener im Laufrad
  • Der Hamster frisst weniger
  • Er bewegt sich langsamer und ist tollpatschig
  • Er kann sich nur schwer an Veränderungen gewöhnen
  • Der Hamster zieht sich immer öfter in sein Haus zurück
  • Er schläft deutlich länger

Mein Hamster beißt - Woran kann das liegen?

Es gibt verschiedene Situationen, in denen Hamster beißen. Deshalb ist es wichtig, das Verhalten zu analysieren. Unter anderem beißen Hamster in den folgenden Situationen:

  • Bei akutem Schlafmangel (der Hamster ist möglicherweise müde, weil er tagsüber oft geweckt wird)
  • Bei Krankheit (wenn sich der Nager nicht wohlfühlt und womöglich sogar Schmerzen hat, möchte er sich nicht berühren lassen und beißt stattdessen)
  • Er hat sich erschrocken (beispielweise, wenn Sie sich ihm zu schnell nähern)
  • Er ist allgemein gestresst (wenn er sich in seiner Umgebung nicht wohlfühlt, weil er beispielsweise nicht genug Futter bekommt oder weil der Käfig schmutzig ist)
  • Er möchte sein Revier verteidigen (kommt vor allem bei Männchen vor)
  • Hamsterdamen beißen zudem, wenn sie schwanger sind oder wenn sie ihre Jungen schützen möchten
  • Er möchte sich verteidigen (wenn Sie ihn beispielsweise auf die Hand nehmen möchten, obwohl er es nicht möchte)

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