Harley-Davidson Batterieladegeräte und Adapter im Test: Tipps zur optimalen Batteriepflege

Viele Harley-Davidson Besitzer kennen das Problem: Nach dem Winter oder längeren Standzeiten will die Batterie nicht mehr. Um dem vorzubeugen, ist die richtige Batteriepflege entscheidend. Hierzu gehört auch die Wahl des passenden Batterieladegeräts und eventuell notwendiger Adapter.

Das Problem: Entladene Batterie nach längerer Standzeit

Das wird den Meisten von uns schon passiert sein, irgendwann im Herbst hast du deine Harley-Davidson in der Garage abgestellt, schön Winterfest gemacht und denkst, alles ist gut. Was kann jetzt passiert sein, entweder die Alarmanlage hat die Batterie mit der Zeit entladen, oder deine Batterie ist mit der Kälte nicht klargekommen. Sie kann Mitunter an Altersschwäche leiden, oder ist einfach kaputt. Gründe für das Versagen könnten noch weitere vorliegen, irgendwann sind sie einfach durch.

Die Lösung: Batterieladegeräte und Adapter

Für den Stecker, mit dem man normalerweise die Batterie lädt, gibt es diverse Adapter. Für ältere Optimate Modelle gibt es die Kabel auch mit passendem Stecker. Viele Harley-Davidson Fahrer greifen auf Ladegeräte von Drittherstellern zurück und nutzen Adapter, um diese an den SAE-Stecker der Harley anzuschließen. Hallo zusammen,falls Ihr auch nicht bereit seid, für das Harley Ladegerät rund 70-80€ zu investieren und vielleicht schon ein anderes Ladegerät besitzt, kann ich euch folgenden Artikel empfehlen: SAE Stecker auf Amazon. Ich hatte noch von meiner Kawa ein Ladegerät der Louis-Hausmarke "Procharger" im Keller.

SAE-Stecker und Kompatibilität

Sind diese SAE-Stecker so genormt, dass die einheitlich passen? Der SAE Stecker am einen Ende passt in jedes Ladegerät mit dem passenden Gegenstück. Die zwei M6-Ösen werden an die Batteriepole geschraubt.

Bordsteckdosen als Alternative

Man kann wie üblich die Batterie direkt laden und pflegen oder an Modellen mit CAN-Bus über die 12 V-Bordsteckdose. Hast du eine Bordsteckdose, kann man über diese Dose das Batterieladegerät anschließen.

Empfehlungen für Batterien

Wenn man sich bei den Kumpels umhört, wird einem nach meinen Erfahrungen meistens eine Original Harley-Davidson AGM Batterie empfohlen, sie besitzt eine hohe Startleistung und genug Power, um den V2 wieder zum Leben zu erwecken. Wenn es um eine alternative Batterie aus dem Zubehör geht, verwenden einige die von Yuasa, oder die East Penn Batterien. Bei guter Pflege, ist es keine Seltenheit, wenn Batterien länger als fünf Jahre halten.

Das Harley-Davidson 1 Ampere Batterieladegerät

Wenn du ein gutes Ladegerät für deine Harley suchst, reicht durchaus das kleine und sehr bewährte 1 Ampere Ladegerät. Preislich liegt es bei ca. 84,-€, zeitweise ist es allerdings schwer erhältlich. Immerhin gewährt Harley-Davidson sogar 5 Jahre Garantie auf das 1-Amp Batterie Ladegerät.

Das Harley-Davidson 1 Ampere Batterie Ladegerät, hat sechs (6) Modi: Standby, 12 V, 12 V AGM, 12 V LITHIUM, 6 V und Force. Einige Lademodi müssen drei (3) bis fünf (5) Sekunden. lang gedrúckt gehalten werden, um den Modus zu aktivieren. Es ist wichtig, die Unterschiede und Zwecke von jedem Lademodus zu verstehen. Frage stets beim Hersteller der Batterie nach, um den richtigen Lademodus für die konkrete Batterie, die verbaut ist zu bestätigen.

Die Modi im Überblick

  • Standby: Lädt das Ladegerät nicht und versorgt die Batterie mit keinerlei Strom.
  • 12V: Zum Laden von Nass-, Gel-, EFB-, MF- und Kalziumbatterien mit 12 Volt Spannung.
  • 12V AGM: Zum Laden von 12-V-AGM-Batterien.
  • 12V Lithium: Zum Aufladen von 12-Volt-Lithium-lonen-Batterien, einschließlich Lithiurn-Eisenphosphat. Nur zur Verwendung bei Batterien mit Batteriemanagementsystemen (BMS).
  • 6V: Zum Laden von Nass-, Gel-, EFB-, MF- und Kalziumbatterien mit 6 Volt Spannung.
  • Force-Modus: Zum Aufladen von Batterien mit einer niedrigeren Voltzahl als 1 V.

Es gibt von Harley-Davidson noch weitere Ladegeräte, wer etwas mehr Stromstärke benötigt, kann auf das Gerät mit 5 Ampere zurückgreifen.

Ladegeräte im Test

MOTORRAD hat zusammen mit der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) ganze 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen. Die Testergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Platz Produkt Anbieter Preis (Euro) MOTORRAD-Urteil
1 CTEK CT5 Powersport CTEK 89,99 sehr gut
2 Gys Gysflash 6.12 Gystech 85,79 gut
3 Bosch C3 6V/12V Bosch 48,97 gut
4 Pro Charger 4000 Louis 99,99 gut
5 Kooroom TKB7 6V/12V Polo 64,90 gut
6 Dino 12V 5A r.d.i. Automotive 38,61 gut
7 Optimate 4 Tecmate 69,99 gut
8 APA Mikroprozessor 6V/12V 5A EAL Germany 69,99 gut
9 AEG LD 5.0 6V/12V AEG 64,99 gut
10 hi-Q TOOLS Ladegerät 900 Polo 29,99 gut
11 Black & Decker 6V/12V Black & Decker 28,99 gut
12 SHIDO DC3 DC Afam NV 119,99 befriedigend
13 EUFAB EAL 6V/12V EAL Germany 24,99 befriedigend
14 Einhell CC-BC 6M 6V/12V Einhell 34,93 befriedigend
15 Excelvan 6V/12V 5A Excelvan 23,99 befriedigend

Das wichtigste Einzelkriterium betrifft dabei die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens der Geräte. Nur die als sehr gut und gut bewerteten Batterielader von CTEK, Gys, Bosch und Dino beherrschen daneben auch die Anpassung der Ladekennlinie an gängige Akkutypen wie Nass-, Gel- und AGM-Batterien in Perfektion und eignen sich obendrein mit ihrer wahlweise erhöhten Ladespannung von 14,7 Volt zur vollständigen Aufladung von AGM-Akkus.

Tipps zur Batteriepflege im Winter

Es kommt natürlich immer auf die Gegebenheiten an, einige der folgenden Tipps, sind generell durchaus nützlich. Einfach nur die Sicherung entfernen - Dann ist allerdings die Alarmanlage nicht mehr aktiv.

  • Regelmäßige Kontrolle: Jeder Hersteller von Fahrzeugbatterien rät zur regelmäßigen Batteriekontrolle, wenn ein Fahrzeug selten bewegt wird oder es den Winter über in der Garage kampiert. Eine Kontrollmessung alle vier Wochen und Nachladen bei 12,5 V oder weniger hat sich dabei als praktikabel erwiesen.
  • Intelligente Ladegeräte nutzen: Zum Nachladen nimmt man ein Ladegerät, das auf den jeweiligen Batterietyp ausgelegt ist: Gel, AGM, Li-Ion. Nach spätestens 24 Stunden am Ladegerät muss die Batterie unserer Harley-Davidson wieder voll sein.
  • Batterie nicht dauerhaft am Ladegerät lassen: Die volle Batterie lässt man aber nicht über Wochen am Ladegerät hängen in der Annahme, dass man sich so das Nachkontrollieren spart. Dauerladen verkürzt die Lebensdauer einer Batterie. Die Lebensdauer einer Batterie bemisst man nicht in Jahren, sondern in Ladezyklen. Die Ladegeräte entladen nach jedem Vollladen die Batterie wieder zum Teil, um dann erneut voll laden zu können.
  • Hauptsicherung ziehen: Es reicht auch aus die Hauptsicherung zu ziehen. In der Regel kommt sie so auch gut über den Winter, wenn das Mofa frostgeschützt steht. Die Hauptsicherung zieht man, um bei langen Standzeiten die Verbraucher von der Stromversorgung zu trennen. Dann muss man die Batterie deutlich weniger laden, aber auch das Alarmsystem ist deaktiviert.
  • Batterie ausbauen: Ausbauen, in den Keller stellen und vor Saisonbegin laden, einbauen losfahren.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0