Harley Davidson Breitreifen Umbau

Ein Breitreifenumbau an einer Harley Davidson ist nicht nur optisch ein Quantensprung, sondern erhöht auch die Fahrbarkeit und Kurvenfreudigkeit. Damit wird Ihr Bike zu einem echten Custombike. Alles kann, nichts muss.

Breitreifenumbau auf 280er Reifen für Harley Davidson Breakout

Der Breitreifenumbau auf 280er Reifen Ihrer Harley Davidson Breakout erfolgt unter Beibehaltung des originalen Heckfenders. Der Umbau dauert bei Terminabsprache in der Regel von morgens bis abends.

Details des Angebots:

  • Verbreiterung des Hinterrades auf 9,5 x 18 Zoll, absolut mittig verbaut.
  • Schwarzglanz Kunstoffbeschichten der Felge, polieren der beiden Felgenhörner und anschliessendes erneutes Kunststoffbeschichten in Klarlack zur Versiegelung.
  • Metzeler Reifen 280 35 R18 ME880
  • Montage aller Teile
  • TÜV Eintragungen (Felge, Reifen)

Zusätzlich wird noch ein seitlicher Kennzeichenhalter benötigt. Des Weiteren empfehlen wir eine Tieferlegung der hinteren Stoßdämpfer.

Wir wählen für diesen Umbau ganz bewusst die 9,5 Zoll Felge, weil der 280er auf 10 Zoll an den Flanken zu gerade wird und darunter die Kurvenfreudigkeit leidet. In der von uns angebotenen Kombination ist der 280er agiler als der 240er auf der originalen 8 Zoll Felge. Dutzende zufriedene V-Rod Kunden haben uns das bestätigt. Ab 10 Zoll verbauen wir den 300er, für den wir auch einen Kit bereitstellen können.

Kein Vergleich zum 240er, oder auch der 260er Mogelpackung welcher auf der originalen Felge nur gemessene 243 bis max. 246mm breit ist, je nach Serienstreuung des Reifens. In der von uns angebotenen Kombination ist der 280er Metzeler definitiv agiler als mit dem originalen 240er Michelin auf der serienmäßigen 8 Zoll Felge.

Auf den letzten Bildern sehen Sie Fat-Boys mit anderen Heckfendern und weiteren Umbauten, welche bei uns entstanden sind.

Abholung Deutschlandweit möglich.

Komplett-Preis: 2.190,- Euro incl.

Breitreifen Umbau an einer H-D Forty Eight

Es geht, wie der Titel sagt, um einen "Breitreifen" Umbau an einer H-D Forty Eight, von 150mm auf 170 oder 180mm. Serienmäßig ist auf der 48 der Michelin Scorcher Reifen auf einer 3x16" Felge. Tatsächlich ist dieser Reifen aber nur ~130mm breit, das liegt an der Geometrie des Reifens. Andere Reifen, z.b. der ME880, Dunlop 401, Avon Venom haben in 150/xx dann auch echte 150mm Breite.

Notwendige Umbauten:

  • Felge 4,5x17" von einer H-D Street Bob bzw Dyna-Modell kaufen oder entsprechenden Felgenring einspeichen lassen nach dem Muster des Originalteils.
  • Radlager einbauen.
  • Fender innen cleanen.
  • Rad aufziehen lassen.

Weitere Details:

Ganz ganz wichtig sind die Abmessungen der Originalfelge, weil die Toleranzen im Heck der Harley so groß sind, dass man unbedingt nach der eigenen (!) Felge einspeichen lassen sollte. Wir reden nicht über 1-2 mm, sondern über Centimeter, die da in Milwaukee als Toleranz in das Heck eines Motorrades eingebaut werden. Wobei das sicher nicht gewollt ist, die machen das einfach so und fertig. Die Zahlen im Milwaukee Forum sind da durchaus repräsentativ und da kommen wir auf bis zu 10 mm Toleranz in der Schwinge eines Motorrades.

Die 48 hat 25mm Lager, 52mm Außendurchmesser, und 15mm (?) breit. Das variiert je nach Modell. Da ich eine Felge von der Street Bob gekauft habe, ohne Lager, muss ich sowieso neue einbauen. Bei 04-07 sind nur 170er Reifen möglich, wegen Platz. Ich baue zwar auch nur 170mm ein, aber dennoch beachten.

Nach einigen Recherchen im W&W, CC Katalog, Tabellenbuch Metall und im Mizumi Katalog habe ich anhand der Abmessungen erfahren, dass es sich Rillenkugellager 6205 2RS 2RSH (FAG / SKF) handelt. Das bekommt man für 5€/Stück beim Schlossermarkt um die Ecke und muss dann nicht 35€/Stück bei W&W oder CC zahlen. Bei W&W werden btw SKF verkauft.

Die Muttern müssen gegen Hülsenmuttern getauscht werden. Dazu braucht man die Muttern und entsprechende M6 oder M8 schrauben. Je nach Gewinde muss man die Fenderstruts auf 10 mm aufbohren, damit die Mutter da reinpasst. Die sind ja nur an den Rahmen geschaubt, man ruiniert also seinen Rahmen nicht. Sieht sowieso keiner.

Außerdem die Kabel neu verlegen, auf der Innenseite der Struts.

Vorne 130/90, hinten 170/60, beide von Metzeler.

Optional, je nach Notwendigkeit:

  • Kennzeichenhalter auf seitlich umbauen oder einschneiden, wegen Platz.
  • Pulley (Riemenrad) spacern (auf jeden Fall bei 180er Reifen!)

Könnte beim 170er so passen (Toleranzen!). Wichtig: Toleranzen in den Schraubenlängen! Dieser Spacer hat nur 3mm Breite, aber die Schraube sollte lang genug sein. Eigentlich ist das sicherheitstechnisch die einzige Gefahrenquelle, denn man MUSS die Mindesteinschraubtiefe einer Schraube beachten. Bei so weichem Material wie der Alunabe sind das 1,4 x Durchmesser. Aber besser mehr. Immerhin geht da das ganze Drehmoment über 5 Schrauben, da sollte man nicht an 10€ für die Schrauben sparen.

Wichtig: Der Reifen muss andersrum montiert werden, als auf der Street Bob, denn die Dnya Modelle haben Antriebsrad und Bremsscheibe auf der anderen Seite, als Sportster. Sonst hat man am Ende die falsche Laufrichtung.

Mit etwas Glück passt es von den Toleranzen her an meinem Patient, aber das sehe ich, wenn die Felge eingebaut wird. Jetzt bringt es wenig zu messen. Einfach kaufen, fertig.

Erste Bilder:

Meine Street Bob Felge bekommt neue Lager:

Maßhaltigkeit des Lagersitzes und Oberfläche checken.

Bei eBay ersteigert, aber alles in Ordnung. Felge nagelneu 300€ mit nagelneuem Reifen. Immer mal schauen, was da so geht, bevor man sich die Hosen beim Dealer ausziehen lässt!

Langsam und gerade einführen.

Weitere wichtige Punkte:

Hier schonmal der Grund warum man innen am Fender alles cleanen muss:

Das ist ein 180er und wenn man mal einfedert, würde der Reifen sonst festklemmen: Unfallgefahr!

Da sieht man übrigens ganz gut, dass selbst wenn man einen Pulleyspacer einbaut, der Riemen vorne auch ohne weiteres 3mm nach recht wandern darf, da das Riemenrad vorne breit genug dafür ist. Das wird die Company aber wohl eher so verbaut haben, weil es ein Baukastenteil ist und man dann wirklich nur hinten irgendwas einstellen muss, bis alles gerade läuft.

Wenn man Glück mit den Toleranzen hat, kann man das an einem Wochenende schaffen, denke ich. Wenn man weniger Glück hat, dann muss man die Felge neu einspeichen lassen, also dann etwas aus der Mitte - das ist aber kein Thema, auch vom Fahrverhalten nicht. Hauptsache keine Unwucht. Und wenn man Geld hat, lässt man das machen.

Warum werden Autos mit größeren Rädern langsamer?

Schwereres Rad mit größerem Durchmesser hat dann auch ein viel größeres Trägheitsmoment. Deswegen benötigt man mehr Energie, um das Teil zum drehen zu bringen. Bringt man das ganze mit der Zeit in Verbindung bedeutet dass, der Motor muss mehr Leistung aufwenden, um die gleiche Geschwindigkeit zu erzielen, wie mit kleineren Felgen - der Spritverbrauch steigt, das Energieäquivalent. Und wenn man dann an die Maximalleistung kommt (Autobahn) geht irgendwann nicht mehr, zumal sich die Energie in Bewegungs-, Rotationsenergie (Felgen!) und Verluste aufteilt --> man wird langsamer.

Größerer/Breiterer Reifen = mehr Reibung, schwereres Rad = größeres Trägheitsmoment --> Karre wir langsamer, egal ob der Umfang größer ist. Größerer Umfang führt zu noch größerem Trägheitsmoment und noch geringerer Geschwindigkeit, wenn die Leistung nicht steigt.

Ich hatte einen Bekannten, der hat sich auf einen Polo wahnsinnige ~220mm breite Alus geschraubt in 18-20". Egal jetzt, wie groß genau, aber dazu musste er den Radkasten ausflexen etc. Völlig hässlich und die Karre fuhr nur noch um die 140km/h, obwohl der Polo an die 100 PS hatte.

Reifen Breite (ca.)
Michelin Scorcher (Serienmäßig 48) ~130mm
ME880, Dunlop 401, Avon Venom 150mm (echte Breite)

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