Superstars wie Brad Pitt und Keanu Reeves müssen über ein Jahr auf ihre Custombikes aus dem Hause "Walz Hardcore Bikes" warten. "Walz Hardcore Cycles" heißt seine Firma und fast jeder, der sich für Motorräder interessiert, kennt seinen Namen. Marcus Walz ist ein Customizer, einer, der Motorräder umbaut und verkauft. Marcus ist ein international anerkannter Macher und Geschäftsmann.
Im Huber Verlag ist nun sein Buch erschienen: "Marcus Walz - Hardcore for Life". Auf 200 Seiten zeigt Marcus Walz die Juwelen seiner Arbeit, seine Bikes, seine Autos, seine Freunde, seine Frauen und auf vielen Fotos immer wieder sich selbst.
Die Anfänge von Marcus Walz
Marcus Lebensgeschichte liest sich wie ein Märchen. Aus einfachsten Verhältnissen stammend besaß er nichts außer Findigkeit, Fähigkeit und Charme. Die Männer tragen Jeans, Leder und Tattoos, die Mädchen enge Lederhosen. Wild und ein bisschen fetischmäßig erscheint diese Welt. Marcus steht breitbeinig und erfolgreich mitten in dieser Welt.
Von Fahrrädern über Mofas, Krads und später Autos zerlegte er schon als Teenager alles und schraubte es verändert wieder zusammen. Seit 1992 ist er unter dem Firmennamen "Hardcore Cycles" selbstständig.
Der Durchbruch mit Dragstyle
Der ultimative Durchbruch kam mit einer Erfindung, die sich Dragstyle nennt: Ein tiefergelegter Rahmen mit einer PS-starken Maschine, mit der man nicht nur cruisen sondern auch sportlich brettern kann. Diese Erfindung, gepaart mit seiner sauberen und eleganten technischen Arbeit, machte ihn quasi über Nacht zum Star der Customize Szene.
Brad Bitt und Keanu Reeves zählen heute zu seinen Fans und Kunden und Marcus darf im Gegenzug die millionenschweren Hollywood Heroen behandeln wie Normalsterbliche. Seine erste Harley Davidson "Pan Shovel" lackierte Marcus Walz übrigens in exakt dem Porsche-Farbton des Spyder 550, in dem James Dean sich um Kopf und Kragen fuhr.
Die Recherche-Odyssee führte den akribischen Tüftler vom Porschemuseum zu der Werkstatt in Los Angeles, wo der Kultschauspieler seinen Porsche gekauft hatte. Über die Fahrgestellnummer der Originalpapiere ermittelte Marcus Walz den genauen Farbton. Seitdem sind alle silbernen Bikes, die je die Werkstore seiner Firma verlassen, in genau dieser Farbe lackiert.
Walz Hardcore Cycles: Ein globales Unternehmen
Marcus besitzt inzwischen Werkstätten in Ungarn, der Schweiz, Spanien, Holland und der USA. Seiner Homebase "Hockenheim" bleibt der globale Schrauber bis heute treu. "Schon wegen des Namens", bekennt er. "Hockenheim ist im Rennsport ein Begriff, das half mir in den Anfangsjahren und spülte während der Rennen eine Menge Profis in den Showroom". So auch "Formel Eins" Pilot Kimi Räikkönen, der vor ein paar Jahren kurz vor dem Start des "großen Preises von Deutschland" in die Werkstatt kam, um sich sein Bike gestalten zu lassen.
Mracus kann sich eine gewisse Verachtung seiner Kundschaft leisten. Er ist ein Botschafter in eigener Sache, das Posieren liegt ihm im Blut wie das Umbauen seiner Renngeschöpfe.
Liebe, Treue - die Widmung im Vorspann gilt seiner verstorbenen Hündin "Tonka" - und saubere Arbeit. Fleiß, Präzision, ein bisschen Glück, echte Freunde und die Fähigkeit, Rückschläge wegstecken zu können. Das in etwa sind die inneren Werte im Walzschen Hardcore Universum. Außen sieht man eine Hülle aus coolen Bikes, Metal, Chrom, Leder und der Intimität von ölverschmierten Werkstätten.
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