Zur Sommersaison investieren viele Motorradfahrer in eine neue Maschine. Die Neupreise bewegen sich zwischen rund 5.000 Euro und 40.000 Euro. Gerade teurere Bikes sind neben einem Garant für Fahrspaß auch eine Geldanlage.
In einer Zeit, in der die Zinsen auf Sparvarianten vergleichsweise niedrig sind, befinden sich zahlreiche Motorradfans auf der Suche nach einer Alternative. Für viele ist eine Harley-Davidson weitaus mehr als nur ein Motorrad. Es lohnt sich definitiv, sich auch mit Hinblick auf eine mögliche Wertanlage mit dieser Art von Bike auseinanderzusetzen.
Harley-Davidson: Die erste Wahl für Motorrad-Investitionen
Wenn es um eine Geldanlage im Zweirad-Bereich geht, ist Harley Davidson die erste Wahl. Die meisten Modelle haben als Gebrauchtmaschinen einen Wert von 70 Prozent bis 80 Prozent des Neupreises. Die Harley-Besitzer profitieren von der rigiden Preispolitik des Herstellers, der kaum Rabatte gewährt.
Die Sportster 1200 Fourty-Eight ist nicht nur das erfolgreichste Modell der amerikanischen Motorrad-Schmiede. Sie gilt auch als besonders lohnenswerte Investition, denn Gebrauchtkäufer bezahlen nach drei Jahren noch rund 8.500 Euro dafür. Auch die großvolumigen Modelle mit dem 1,7-Liter-V2-Motor wie der Chopper Fat Boy Special und der Road King Classic sind vom Wertverfall wenig betroffen.
Ein Blick auf einschlägige Anzeigen zeigt, dass es auch gebrauchte Modelle oft immer noch schaffen, nach einiger Zeit bis zu 80 Prozent ihres Neupreises zu erreichen.
Welche anderen Motorräder sind wertstabil?
Aber nicht nur Motorräder von jenseits des Atlantiks erfreuen den Käufer mit einem stabilen Gebrauchtwert. Die Besitzer einer BMW mit Boxermotor halten bei einem Verkauf ihrer Maschine immer noch gute Trümpfe in der Hand, denn diese Modelle haben nach drei Jahren selten mehr als ein Viertel des Neupreises im Wert verloren. Ähnliche Werte erzielen auch die Zwei- und Vierzylindermodelle des Herstellers. Dieselbe Wertbeständigkeit weisen Zweiräder von Triumph auf.
Einen hohen Wert als Gebrauchtmaschinen weisen auch die Bikes des Herstellers Buell auf, der seit 2009 vom Markt verschwunden ist. Die unverkleideten XB12-Modelle mit 1200-ccm-V2-Motor aus amerikanischer Produktion sind ein Tipp für Sammler.
Worauf sollte bei einer Harley-Davidson als Wertanlage geachtet werden?
Wer sich dazu entschieden hat, eine Harley-Davidson als Wertanlage zu nutzen, weiß, dass irgendwann der Tag kommt, an dem das Motorrad verkauft werden wird. Damit einer optimalen Wertsteigerung im Idealfall nichts im Wege steht, ist es natürlich wichtig, das Bike zu pflegen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es im Alltag nicht genutzt werden dürfte.
Menschen, die sich dazu entschieden haben, eine Harley-Davidson als Wertanlage zu nutzen, werden im Laufe der Zeit mit unterschiedlichen Fragen konfrontiert. Anlegen oder doch verkaufen? Wer hieran Interesse hat, kann auf Seltenundteuer.de Wert ermitteln und verkaufen oder weiter abwarten, bis das entsprechende Modell im Idealfall noch ein wenig wertvoller geworden ist. Daher lohnt es sich umso mehr, sich auf einschlägige Plattformen und deren neutrale Einschätzungen zu verlassen. Experten betonen in diesem Zusammenhang immer wieder, dass es vor allem die etwas teureren Motorräder sind, die sich hervorragend dazu eignen, als Wertanlage genutzt zu werden. Die Marke Harley-Davidson nimmt in diesem Zusammenhang in gewisser Weise eine Sonderposition ein. Zu guter Letzt braucht es für einen gewinnbringenden Verkauf häufig aber etwas Geduld. Denn: Auch wenn es viele Liebhaber von Harley-Davidson gibt, und allerlei Sammlerstücke dies bezeugen, bedeutet dies nicht, dass es besonders leicht wäre, ein solches Motorrad innerhalb weniger Tage zu verkaufen. Nicht nur Häuser gelten mittlerweile als lukrative Wertanlage und sollten nach dem Kauf dementsprechend geschützt werden.
Ein Blick auf die Verkaufspreise, die im Zusammenhang mit unterschiedlichen Harley-Davidson Modellen erzielt werden können, zeigt, dass es sich durchaus lohnen kann, auf diese Form von Investition zu setzen.
Restwertriesen: Die wertstabilsten Motorräder Deutschlands
Edel-Bikes gelten als gute Geldanlage. Ganz vorne dabei ist die Dyna Fat Bob von Harley-Davidson. Der Cruise ist ein wahrer Restwertriese. Der Restwert-Riese unter den beliebtesten Motorrädern Deutschlands ist die Dyna Fat Bob von Harley-Davidson. Der Cruiser erzielt drei Jahre und 25.000 Kilometer nach Erstzulassung noch einen Restwert von 75,2 Prozent, wie die Marktbeobachter von Schwacke ermittelt haben.
Auch generell bieten vor allem teure Edel-Bikes einen guten Werterhalt, wie die Analysten festgestellt haben. Auf Platz zwei des Rankings findet sich mit der Sportster 1200 Forty-Eight ein weiteres Harley-Modell (Restwert: 74,6 Prozent), Platz drei geht an die ebenfalls hochpreisige Ducati MTS 1200 (66,8 Prozent). Es folgen die BMW R 1200 R (66,2 Prozent) und Deutschlands Dauer-Bestseller BMW R 1200 GS (65,6 Prozent).
Unter den japanischen Modellen bieten die Honda Crosstourer und die Honda NC700 S mit 60,6 Prozent den besten Werterhalt. Nur knapp unter der 60-Prozent-Grenze finden sich beliebte Modelle wie die Suzuki GSR 750 (58,2 Prozent), die Yamaha XJ6 (57,7 Prozent) oder die Kawasaki ER-6n auf (56,3 Prozent).
Für die Erhebung wurden die aktuellen Restwerte der 25 deutschlandweit meistverkauften Motorradmodelle des Jahres 2012 untersucht.
Restwerte beliebter Motorradmodelle (Stand 2012)
| Modell | Hersteller | Restwert nach 3 Jahren |
|---|---|---|
| Dyna Fat Bob | Harley-Davidson | 75,2 % |
| Sportster 1200 Forty-Eight | Harley-Davidson | 74,6 % |
| MTS 1200 | Ducati | 66,8 % |
| R 1200 R | BMW | 66,2 % |
| R 1200 GS | BMW | 65,6 % |
| Crosstourer | Honda | 60,6 % |
| NC700 S | Honda | 60,6 % |
Harley-Davidson im Wandel der Zeit
Die Traditionsmarke muss ihre Geschäftsstrategie nachjustieren. Das geht auch BMW Motorrad, Honda, Ducati oder Yamaha so - weltweit sehen sich Hersteller neuen Herausforderungen gegenüber. Fünf Jahrzehnte nachdem der Film "Easy Rider" das Image von grenzenloser Freiheit auf zwei Rädern schuf, wird die Jugend von damals zu alt für ihre schweren Maschinen und verkauft sie. Die vielen Gebrauchten am Markt sind für Harley-Davidson ein Riesenproblem. Die klassischen Touring-Modelle mit großen Motoren kosten neu zwischen 17.000 und 25.000 Euro, limitierte Editionen sogar 40.000 Euro. "Viele Kunden, die von einer Harley träumen, können sie sich neu einfach nicht leisten.
Der Blick in die Zukunft
Im Zukunftsplan "More Roads To Harley-Davidson" will das Unternehmen bis 2027 zwei Millionen neue Biker anziehen, und das nicht nur mit großen Motorrädern, sondern auch mit leichten Maschinen. Käufer weichen wegen hoher Preise auf gebrauchte Harleys aus. Das lässt Umsätze und Gewinne seit Jahren sinken.
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