Ein Motorradhelm ist mehr als nur ein Accessoire - er ist ein lebensrettender Begleiter auf jeder Fahrt. Bei der Wahl des richtigen Helms spielen Sicherheit, Komfort und natürlich der passende Stil eine entscheidende Rolle. Dieser Artikel widmet sich den Harley Davidson Helmen für Herren und beleuchtet verschiedene Aspekte, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.
Sicherheitsstandards und Normen
Alle Motorradhelme, die angeboten werden, sind ECE-Norm zertifiziert, um grösste Sicherheit und besten Schutz in Verbindung mit Komfort zu bieten. In Deutschland gibt es keine direkte Pflicht zum Tragen eines ECE 22/05 geprüften Motorradhelms. In anderen europäischen Ländern sieht das aber anders aus: so gibt es zum Beispiel in Österreich und den Niederlanden eine Pflicht die genannte Norm zu erfüllen.
Die ECE 22/05 Norm wird in den nächsten Jahren Schritt für Schritt durch die überarbeitet ECE 22/06 Norm ersetzt. Die neue Norm soll Helme noch sicherer machen und nimmt auch die Helmvisiere vermehrt in die Prüfung mit auf. Nach der neuen Norm kann bereits ab Anfang 2021 geprüft werden. Bereits ab Juni 2023 dürfen keine Helme mehr mit der „alten“ ECE 22/05 produziert werden.
Verschiedene Helmtypen für Harley Fahrer
Wir bieten Dir bei uns im Onlineshop und in den Shops vor Ort eine breite Auswahl an Motorradhelmen verschiedener Marken an. Von Jet- bis Integralhelm und von DMD bis Scorpion, bei uns kannst Du immer eine breite Auswahl an Helmen direkt online kaufen und zuhause anprobieren. Natürlich kannst Du dich auch bei uns vor Ort beraten lassen.
Jethelme
Jethelme im Retro-Look lassen Dich während jeder Fahrt den Wind um die Nase spüren. Der Jethelm zählt wohl zu den beliebtesten Varianten unter den Harley Fahrern. Durch seine offene Bauweise bietet er das größte Gefühl von Freiheit unter dem Helm. Durch seine Form und das oft auffällige Design unterstützt er das lässige Outfit das Harley Fans sich auf ihrem Bike wünschen. Die Kinn-und Gesichtspartie sind bei einem Jethelm nicht geschützt.
Integralhelme
Integralhelme schützen Dich vor äußeren Einflüssen bei schnelleren Fahrten und auch bei schlechtem Wetter. Der Integralhelm punktet vor allem in Sachen Sicherheit. Ein geringer Nachteil liegt in der etwas engeren Bauweise, den Wind um die Nase spürt man hier nur bei geöffnetem Visier. Bei günstigen Helmen kommen oft auch die Lüftungsöffnungen nicht richtig zum Tragen.
Klapphelme
Kombinationshelme bieten Dir das Beste der genannten Helme durch das abnehmbare Kinnteil. Der Klapphelm mutet auf den ersten Blick wie ein klassischer Integralhelm an. Der Clou beim Klapphelm ist, dass das Kinnteil hochgeklappt werden kann. Bei einigen Modelle lässt es sich sogar ganz nach hinten klappen. In diesem Fall wird aus dem Integralhelm also mit wenigen Handgriffen ein Jethelm.
Dadurch ist der Klapphelm besonders flexibel und passt sich den jeweils vorherrschenden Gegebenheiten an. Der Klapphelm verbindet hier also die Vorteile von Jet- und Integralhelmen. Darüber hinaus ist die Klappe besonders bei kurzen Trinkstops oder an der Tankstelle sehr nützlich. In der Regel ist ein Klapphelm durch die Mechanik des Klappens geringfügig schwerer.
Hybridhelme
Hybridhelme sind in der Regel eine abgewandelte Form des Jethelms. Hybrid- oder Multihelme verfügen über ein abnehmbares Kinnteil, oft auch über ein integriertes Sonnenvisier. Diese Motorradhelme stellen oft einen Kompromiss zwischen Integral- und Jethelm dar. Bei gutem Wetter kann das Kinnteil für eine optimale Belüftung abgenommen werden und bei schlechtem Wetter genutzt werden. So kann sich der Biker gut an die vorherrschenden Bedingungen anpassen. Als Beispiel kann hier der Pilot 2in1 angeführt werden.
Weitere Helmvarianten
Natürlich gibt es viele weitere Helmvarianten, zum Beispiel Motocrosshelme oder Endurohelme.
Verschlussarten
Die bekanntesten Verschlussarten sind der Klickverschluss, PinLock, Ratschenverschluss und der Doppel-D-Ringverschluss.
- Klickverschluss: Der Klickverschluss stellt den „einfachsten“ der drei Verschlüsse dar. Er besteht in der Regel aus einer einfachen Metalllasche die in das andere Ende gesteckt wird und dort einrastet. Der Vorteil hier ist sicher die Einfachheit des Systems.
- Ratschenverschluss: Der Ratschenverschluss erfreut sich großer Beliebtheit bei den Motorradhelmen. Der Verschluss besteht aus einem Zahnriehmen und dem zugehörigen Gehäuse. Der Verschluss ist daher einfach und lässt sich auch mit Motorradhandschuhen leicht bedienen. Durch den Zahnriehmen lässt sich der Helmverschluss recht genau in der Größe einstellen.
- Doppel-D-Ringverschluss: Der Doppel-D-Ring Helmverschluss ist der aktuell am meisten verbreitete Helmverschluss, welcher ebenfalls in den gängigen Rennsportklassen fest vorgeschrieben ist. Das allein spricht schon für den D-Ring Verschluss. Der Doppel-D-Ring Verschluss besteht aus zwei D-förmigen Metallringen und einem Riemen der durch die Ringe gefädelt wird. So lässt sich der Verschluss sicher und stufenlos verstellen. Der Helmverschluss kann also perfekt auf Dich zugeschnitten werden.
Materialien und Konstruktion
Die Schalen sind aus Thermoplastik, Polycarbonat oder Fiberglas-Verbundmaterial konstruiert.
- Thermoplastik: Einschichtiges, spritzgegossenes Material mit einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Festigkeit und Gewicht.
- Fiberglas: Mehrere Faserschichten kombiniert mit Kunststoffschichten. Die Stärke des Fiberglas-Gewebes erlaubt es, eine dünnere, schlagabsorbierende Innenschicht zu verwenden. Deshalb sind Fiberglas-Schalen üblicherweise leichter und kompakter als Schalen aus Thermoplasten. Ideal für lange Fahrten oder bei heißem Klima.
- Polycarbonat: Ein Kunststoff-Polymer, das oft spritzgegossen oder thermisch umgeformt wird, von höchster Dauerhaftigkeit und Schlagfestigkeit.
Tests und Bewertungen
Rechtzeitig zum Beginn der Motorradsaison hat die Zeitschrift "Motorrad" zwölf aktuelle Klapphelme getestet. Testsieger ist der Schuberth C5 für 699 Euro. Doch auch günstigere Helme schneiden gut ab. Die Ergebnisse im Detail.
Wie testet MOTORRAD Klapphelme?
5 Exemplare eines jeden Helmmodells traten zum Test an: zwei in Größe M, je eines in Größe S, L und XL. Die M-Exemplare wurden unter verschärften Bedingungen auf dem Schlagdämpfungs- und Rotations-Prüfstand des TÜV Rheinland in Köln geopfert.
Die XL-Testmuster verschlug es für Fahrversuche gen Norden. Konkret: forciertes Landstraßen- und Autobahntempo auf der geschwindigkeitsmäßig weitgehend unlimitierten A 23 zwischen Itzehoe (Steinburg) und Heide (Dithmarschen) und parallel verlaufenden Landstraßen.
Als Untersatz diente dabei eine Kawasaki Versys 1000 SE (Windschild in unterster Position, Helm direkt angeströmt), die auf der Autobahn in der Spitze bis 200 km/h, meist aber mit 160 bis 180 km/h bewegt wurde.
Gemächlicher ging es bei den "Jethelm-Tests", also mit geöffneten Klapphelmen zu, und zwar auf einer unverschalten BMW R nineT Scrambler, die mit maximal 80 km/h auf kleinen Landstraßen und noch langsamer bei Ortsdurchfahrten erfolgten.
Abschluss des Praxis-Testprogramms war der Test in der Stuttgarter MOTORRAD-Redaktion, bei dem Handhabung, Passform und Verarbeitungsqualität bewertet wurden.
Nächste Station der Test-Tour: Magdeburg und die Firma Schuberth. Dort ging es mit den L-Testhelmen ins hauseigene "Air & Acoustic Lab", einen (Akustik-)Windkanal, und anschließend in den Klima-Prüfstand, in dem unter anderem heftigste Regengüsse simuliert werden können.
Sind die Klapphelme wasserdicht?
Soundfiles und Fotografien dokumentieren neben der Computer-Auswertung die Arbeit im Windkanal, bei der in 4 verschiedenen Sitzpositionen (Touring, Sport, Supersport, Cruising) für je 10 Sekunden bei 100 km/h Windgeschwindigkeit, die am Fahrerohr ankommende Lautstärke gemessen wurde.
Die Ergebnisse decken sich weitgehend mit den Eindrücken aus den MOTORRAD-Fahrtests. Bei der Dichtigkeitsprüfung im Klima-Prüfstand ging es darum, 3 Minuten bei einer Windgeschwindigkeit von 80 km/h und sehr viel Wasser (etwas über zwei Liter pro Minute) ohne Wassereinbruch zu überstehen.
Klapphelme härter getestet als ECE 22.06
14 Jahre lang testeten MOTORRAD und der TÜV Rheinland härter als es die ECE-R 22.05 vorsah. Nun gilt die verschärfte Helmnorm ECE-R 22.06. Was machen MOTORRAD und der TÜV? Verschärfen natürlich auch.
Neu im Helmtest: die Rotationsprüfung
Neu im Testprogramm: Die Rotationsprüfung mit 8,0 m/s. Auch hier weicht der MOTORRAD-Helmtest vom ECE-Prozedere ab, da nach einschlägigen Studien 30 Grad Aufschlagwinkel in der Praxis realistischer sind als die 45 Grad der ECE-Prüfung.
Testergebnisse im Überblick
Hier eine Übersicht der Testergebnisse von Motorradhelmen:
| Modell | Preis in Euro | Urteil Motorrad |
|---|---|---|
| Schuberth C5 | ab 699,00 | Sehr gut |
| Shoei Neotec 3 | ab 669,00 | Sehr gut |
| Nolan N100-6 | ab 399,99 | Sehr gut |
| LS2 FF901 Advant X Carbon | ab 469,00 | Sehr gut |
| HJC RPHA 91 Carbon | 699,90 | Sehr gut |
| BMW System 7 Carbon Evo | ab 710,00 | Gut |
| AGV Tourmodular | ab 549,95 | Gut |
| Germot GM 970 | 159,90 | Gut |
| Airoh Specktre | ab 259,99 | Gut |
| MTR K-4 Evo | ab 99,99 | Gut |
| Rocc 810 | ab 189,95 | Befriedigend |
| Harley-D. Evo X17 Sunshield Modular | 383,00 | Befriedigend |
Weitere wichtige Aspekte
Auch ein Motorradhelm altert und sollte für sicheres Cruisen nach gewisser Zeit erneuert werden. Im Durchschnitt wird hier als Nutzungsdauer fünf bis sieben Jahre genannt, abhängig vom Material und der Pflege.
Als Brillenträger sollten Motorradfahrer auch Diese bei der Anprobe unbedingt tragen.
Dein Motorradhelm, besonders das Helmvisier, sollten regelmäßig gereinigt werden. Eingetrocknete Insekten können mit Wasser eingeweicht um dann leichter entfernt zu werden. Speziell für die Reinigung Deines Helms führen wir Produkte von “Van Mell” um jeglichen Schmutz so schonend wie möglich entfernen zu können sowie Schlieren im Sichtfeld vorzubeugen.
Ebenso solltest Du auf die richtige Lagerung Deines Helms achten. Feucht gewordene Polsterung bzw.
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