Retro-Helme für Motorräder sind nicht allein eine modische Ergänzung, sondern müssen natürlich genauso schützen wie andere Modelle. Ein Retro-Helm verleiht dem Motorradfahren einen zeitlosen Charme und passt perfekt zu Young- oder Oldtimern. Mit seinem nostalgischen Design bietet der Retro-Helm jedoch nicht nur Stil, sondern auch modernen Schutz und Komfort für eine sichere Fahrt.
Worauf muss man beim Kauf eines Retro-Helms achten?
Beim Kauf eines Retro-Helms sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Zuerst sollte er den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen, auch wenn er nostalgisch aussieht. Lange war die ECE 22.05-Norm Stand der Dinge, seit 2022 wird jedoch nach der verschärften ECE 22.06-Norm getestet. Die Anforderungen und damit die Sicherheit sind hier höher, allerdings sind auch noch Helme mit der alten Norm in Umlauf. Laut StVO ist jedoch keine der Normen verpflichtend für die Fahrt im deutschen Straßenverkehr, sondern es muss lediglich ein "geeigneter Schutzhelm" getragen werden.
Beim Kauf ist auch die richtige Passform entscheidend: Der Helm darf auch bei längerer Fahrt nicht unangenehm drücken, muss allerdings auch bei zügigen Bewegungen des Kopfes eng anliegen. Hochwertige Materialien wie Fiberglas oder Carbon bieten oft bessere Stoßdämpfung als Schalen aus Kunststoff.
Retro-Helme - Top-Empfehlungen im Check
Hier sind einige empfohlene Retro-Helme:
- Bosermem Motorradhelm mit Schutzbrille im Vintage-Look: Sein Design soll die Ohren schützen, gleichzeitig ist das Innenfutter atmungsaktiv.
- Soxon SP-325 Jethelm: Der Retro-Motorradhelm "Titan" von Soxon soll durch seinen Click-n-Secure-Schnellverschluss ein einfaches Öffnen und Schließen ermöglichen, auch mit Handschuhen. Das Innenfutter ist antibakteriell, teilweise entnehmbar und waschbar, was gegen Gerüche wirkt und eine angenehme Hautverträglichkeit gewährleisten soll. Der Helm wiegt 1050 g und ist in den Größen XS bis XL erhältlich. Weiterer Pluspunkt: Der gesamte Herstellungsprozess ist vegan und verwendet ausschließlich Kunstleder.
- BY CITY Retro-Helm: Preislich etwas weiter oben angesiedelt ist der By City Retro-Helm. Dafür ist der Integralhelm aus Fiberglas gefertigt und im klassischen Café-Racer-Stil gehalten. Er verfügt zudem über den sicheren Doppel-D-Verschluss und ein herausnehmbares und waschbares Innenfutter.
- BELL Custom 500: Der Retro-Motorradhelm von Bell besteht aus Fiberglas-Verbundmaterial und ermöglicht durch integrierte Befestigungen eine einfache Montage von Aftermarket-Visieren.
- HARLEY-DAVIDSON Retro-Helm: Vom legendären Motorradhersteller Harley-Davidson kommt ein Retro-Helm mit einer Glasfaserschale und D-Ring-Kinnriemen. Die integrierte Sonnenblende soll 95 Prozent UV-Schutz bieten und ist kratzfest beschichtet. Zudem sind Taschen für Kommunikations-Headset-Lautsprecher vorhanden.
- ORIGINE Vintage Retro-Helm: In die Kategorie Vintage passt auch der Helm von Origine. Der klassische Jethelm mit nutzt eine "thermoplastische Harzschale", die herausnehmbaren und waschbaren Wangenpolster sollen den nötigen Komfort bieten. Auch ein abnehmbarer Sonnenschirm ist montiert.
- Broken Head Retro-Helm Rusty Rebel: Zu den extrovertierteren Varianten der Retro-Helme zählt sicherlich der Rusty Rebel von Broken Head. Reizvoll ist hier die Variabilität: Der Helmschirm ist je nach Geschmack mit wenigen Handgriffen abnehmbar und das Sonnenvisier lässt sich auf und zu klappen.
Wie pflegt man einen Retro-Motorradhelm?
Wie bei allen Motorradhelmen ist auch beim Retro-Helm die richtige Pflege wichtig, um Langlebigkeit zu gewährleisten. Eine regelmäßige Reinigung mit einer milden Seifenlösung und einem weichen Tuch entfernt Schmutz und Insekten. Das Visier sollte besonders vorsichtig gereinigt werden, um Kratzer zu vermeiden - durch das Auflegen eines feuchten Tuches kann es vor der Reinigung eingeweicht werden. Zudem empfiehlt es sich, das Visier mit einem Antibeschlagspray zu behandeln. In vielen Fällen kann die Innenpolsterung entfernt und gereinigt werden, um unangenehme Gerüche zu verhindern und Hygiene zu gewährleisten. Außerdem sollte man versuchen, den Helm möglichst an einem kühlen und trockenen Ort ohne viel Sonneneinstrahlung zu lagern, um Schäden zu vermeiden.
Motorradhelme mit Bluetooth im Test
Früher musste man nur den Motor starten, das Visier zuklappen und schon war der Stress der Welt ausgesperrt. Heute ist man dank Bluetooth-Vernetzung permanent mit dem Rest der Welt verbunden. Zehn Motorradhelme müssen in diesem Test beweisen, ob es sich lohnt, dass die Zeit der Stille vorbei ist.
In Zeiten, wo selbst Großeltern eine Alexa als digitalen Enkel-Ersatz akzeptiert haben, ist es müßig, darüber zu schwadronieren, ob die totale Connectivity auch auf dem Motorrad sein muss. Sie ist inzwischen auch hier angekommen. Statuieren wir deshalb nur so viel: Früher war die Musik besser, weshalb es heute umso geiler ist, mit dem fulminanten Saxofon-Solo eines Clarence Clemons in der 1975er-Originalversion von Springsteens "Born to run" auf einer halbwegs leeren Autobahn am Gasgriff zu drehen.
Hier eine Übersicht von getesteten Helmen mit Bluetooth-Funktion:
| Helm | Preis (ca.) | Gewicht (Herstellerangabe/M gewogen) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Schuberth R2 | 419 - 499 Euro | 1.350 g ± 50 g/1.370 g | Ultrastabiler Sitz, Bluetooth-Vorrüstung |
| HJC RPHA70 | 399,90 - 649,90 Euro | 1.458 g/1.475 g | Top Akustik, großes Sichtfeld |
| Shoei Neotec II | ab 599 Euro | 1.650 g/1.655 g | Sehr stabil, leise, top belüftet |
| BMW System 7 Carbon Evo | ab 575 Euro | 1.590 ± 50 g/1.582 g | Knackige Passform, gute Brillentauglichkeit, niedriges Gewicht |
| Nolan N87 Plus | ab 359,99 Euro | 1.390 g/1.458 g | Sehr leichter Einstieg, sitzt auf Anhieb extrem knackig; Visier mit präzisen Raststufen; sauber eingepasstes Kommunikationsset |
| Nolan N100-5 Plus | ab 354,99 Euro | 1.690 g/1.726 g | Satter Sitz, angenehm gepolstert, umschließt Kopf sehr gut; gut belüftet; riesiges Sichtfeld; sehr leise |
| Shark Skwal 2 | ab 239,99 Euro | 1.550 g/1.596 g | Straffer, noch komfortabler Sitz; sehr guter HIC-Wert; sehr gute Brillentauglichkeit; einfach zu bedienende Belüftungsschieber |
| LS2 FF324 Metro Evo | 219 Euro | 1.300 g ± 50 g/1.540 g | Gute Passform; sehr gute Brillentauglichkeit; einfach zu installierendes Kommunikationsset mit sehr attraktivem Preis |
| Nexx X.Vilijord | 159,95 Euro | 1.550 g ± 50 g/1.606 g | Satter Sitz, umschließt Kopf sehr gut; sehr großes Sichtfeld; gut bedienbare Belüftungsschieber |
| Scorpion EXO-930 Smart | 204 Euro | 1.750/1.711 g | Großes Sichtfeld; umschließt Kopf sehr gut; angenehmes Futter; sehr guter HIC-Wert; Audiosystem intuitiv zu bedienen |
Soundcheck: Wie klingt der Helm?
Im Studio vulgo der warmen Redaktionsstube gibt sich kein System die Blöße (zumal das meiste ohnehin auf gleichen Bauteilen und Chipsätzen der tonangebenden Marken Sena und Cardo basiert). Unterwegs kommen natürlich individuelle Unwägbarkeiten hinzu: Fahrtwind, Nebengeräusche (ja, ja, der laute Auspuff ...), Verwirbelungen der Verkleidung - hier muss man selbst entscheiden, ab wann nur noch eine unerträgliche Kakofonie das Ohr malträtiert. Pauschal gesagt: Bis Landstraßentempo lässt sich die Wunsch-Playlist problemlos auf Power-Naked Bikes genießen, auf top verkleideten Supertourern führt man auch jenseits der Autobahn-Richtgeschwindigkeit noch ganz entspannt Telefonate mit dem Chef - rein fonetisch betrachtet ...
Bluetooth im Helm - eigentlich ein alter Hut. Neu ist inzwischen nur, dass die Helmhersteller selbst auch das Feature "Connectivity" entdeckt haben und die Kommunikationslösung fix und fertig ab Werk für ihre Helmmodelle anbieten.
Kleines Zwischenspiel: Das Premium-Headset Packtalk Edge von Harley-Davidson wurde in Zusammenarbeit mit Cardo, dem führenden Anbieter von drahtlosen Kommunikationssystemen, entwickelt und verfügt über die neueste Generation von Cardo DMC (Dynamic Mesh Communication). Das Headset ist wasserdicht und verfügt über 40-mm-JBL-Lautsprecher für hervorragende Audioqualität. Es ist auch für Halbschalenhelmen mit dem separat erhältlichen Packtalk Edge Line Halbschalenhelm-Kit P/N 76001386 geeignet.
Weitere empfehlenswerte Kommunikationssysteme
- Cardo Packtalk Edge
- Sena 50S
- Sena 30K
- Sena 50R
- Schuberth SC Edge
- Cardo Packtalk Pro
- Sena 60S
- Sena 60R
- Schuberth SC2
- Cardo KTM Packtalk Edge
- Cardo Packtalk Custom
- Cardo Packtalk Neo
- HJC Smart 50B
- Sena SRL-EXT
- Sena SRL-MESH
- Sena HD-Lautsprecher Type-B
- Sena HD-Lautsprecher Type-A
- Sena 50C
- Sena Spider RT1
Klapphelme im Test: Sicherheit und Komfort im Fokus
Rechtzeitig zum Beginn der Motorradsaison hat die Zeitschrift "Motorrad" zwölf aktuelle Klapphelme getestet. Testsieger ist der Schuberth C5 für 699 Euro. Doch auch günstigere Helme schneiden gut ab. Die Ergebnisse im Detail.
Klapphelme sind die Universal-Talente unter den Motorradhelmen: Jethelm-Komfort beim Auf- und Absetzen sowie in der Zigarettenpause oder beim Tanken, Integralhelm-Schutz während der Fahrt - das klappt. Vor allem Brillenträgerinnen- und träger schätzen Klapphelme, weil sie ihre Sehhilfe nicht immer umständlich ab- und aufsetzen müssen. Kleine Nachteile von Motorrad-Klapphelmen sind das etwas höhere Gewicht, tendenziell höhere Windgeräusche und der meist höhere Preis.
Im Test: Zwölf aktuelle Klapphelme. Wie die neueste Generation der klappbaren Integralhelme abschneidet, hat die Zeitschrift "Motorrad" getestet (Heft 11/2024). Im Labor, auf dem Prüfstand und bei Fahrversuchen wurden zwölf Helme unterschiedlicher Preiskategorien in diesen Testkriterien untersucht:
- Passform und Tragekomfort
- Aerodynamik
- Akustik
- Belüftung
- Handhabung
- Ausstattung und Verarbeitung
- Gewicht
- Schlagdämpfung und Rotation
Fünf Klapphelme schneiden im Motorrad-Gesamturteil jeweils mit gut oder sehr gut ab. Zwei Modelle erhalten nur die Note befriedigend. Schlusslicht im Test ist der Harley-Davidson Evo X17 Sunshield Modular, der vor allem beim Gewicht und bei der Akustik Federn - oder besser Punkte - lassen musste. In Sachen Schlagdämpfung bieten jedoch auch die beiden letztplatzierten Helme noch ordentlichen bis sehr guten Schutz.
Zum Sieger kürten die Tester den Klapphelm C5 von Schuberth. Der C5 überzeugte vor allem durch sehr gute Brillentauglichkeit, gute Passform und sehr komfortable und einfache Bedienung.
Den Beweis, dass ausreichender Schutz nicht teuer sein muss, lieferte unter anderem der MTR K-4 Evo.
ECE-Prüfnormen für Motorradhelme
Die alte Prüfnorm ECE-R 22.05 wurde ersetzt, und seit Juni 2022 werden nur noch 06er-Genehmigungen erteilt. Diese enthalten auch die P/J-Norm, die für eine Freigabe des Helms als Integral- und auch als Jethelm steht, also für das "legale" Fahren mit geöffnetem Kinnteil.
Zu finden sind die Genehmigungen und die Norm, nach der sie erteilt wurden, auf dem meist am Kinnriemen angebrachten Prüfnorm-Label nebst zugehöriger Prüfnummer. Beginnt die Nummer mit 05, handelt es sich um einen nach alter Norm geprüften Helm. Fängt sie mit den Ziffern 06 an, bedeutet das "neue und aktuelle Norm".
Eine wesentliche Verbesserung für die Durchführung von Helmtests ist der deutlich größere Helmschalenbereich, in dem nun geprüft werden darf. Salopp ausgedrückt müssen Motorradhelme nun "überall" sicher sein und eine der Norm entsprechende Schlagfestigkeit aufweisen.
Wichtiger Hinweis für die Pflichtkennzeichnung von ECE-Motorradhelmen: Auf dem Prüflabel muss nicht "ECE" oder "ECE-R 22" stehen.
Helmpflicht in Deutschland
Selbst auf dem Mofa muss man seit 1985 einen Helm tragen. Und seit August 1980 wird eine Zuwiderhandlung zudem mit Verwarnungsgeld geahndet.
Weil aber in der Anfangszeit der Helmpflicht einige Motorradfahrerinnen und -fahrer sehr kreative Ideen zeigten, was denn ein Helm sei, reagierte der Gesetzgeber: Seit 2006 steht im Paragraph 21a der Straßenverkehrsordnung (StVO), dass Fahrer und Mitfahrer von Krafträdern mit Höchstgeschwindigkeit über 20 km/h einen "geeigneten Schutzhelm" tragen müssen.
Damit ist also das Benutzen von Arbeits-, Feuerwehr- oder Militärhelmen ohne ausreichende Schutzwirkung untersagt. Wer mit solchen "Schüsseln" erwischt wird, muss nicht nur mit Bußgeld rechnen: Versicherungen können nach einem Unfall sogar Leistungen verringern, selbst wenn der Motorradfahrer bzw. die Motorradfahrerin den Unfall nicht verursacht hat.
Nach Unfall: Motorradhelm richtig abnehmen
Für viele ist es eine unangenehme Situation: Als Erster am Unfallort zu sein und möglicherweise einen schwerverletzten Motorradfahrer vorzufinden. Mit Klapphelmen ist die Erstversorgung oft leichter, weil man nur die Klappe öffnen muss.
HARLEY-DAVIDSON Gargoyle X07 2-in-1 Modularhelm
Der HARLEY-DAVIDSON Gargoyle X07 2-in-1 Modularhelm ist ein modularer 3/4-Helm, der sowohl Komfort als auch Sicherheit bietet. Mit seinem durchschnittlichen Gewicht von 1.280 Gramm und seiner Schale aus Fiberglas ist er ein sehr leichter und robustes Modell.
Der HARLEY-DAVIDSON Gargoyle X07 2-in-1 Modularhelm hat Belüftungsöffnungen an der Helmoberseite und Atmungsperforationen an der Gesichtsmaske. Diese sorgen für eine optimale Luftzirkulation und ein angenehmes Tragegefühl. Der HARLEY-DAVIDSON Gargoyle X07 2-in-1 Modularhelm ist Bluetooth-kompatibel und kann mit dem Boom! Audio 20S Bluetooth-Helm-Headset kombiniert werden. Zusätzlich kann eine optionale Gesichtsmaske hinzugefügt werden, um den Komfort weiter zu erhöhen.
Der HARLEY-DAVIDSON Gargoyle X07 2-in-1 Modularhelm ist mit einer ausziehbaren Sonnenblende mit 95 % UV-Schutz, Anti-Beschlag-Beschichtung und Anti-Kratz-Beschichtung ausgestattet. Eine Helmtasche ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten.
Verwandte Beiträge:
- Harley Davidson Holzbild: Individuelle Wanddekoration für Fans
- Harley Davidson Softail Satteltaschen: Modelle, Kaufberatung & Tipps
- Harley Davidson Evo Motor neu: Kaufberatung, Preise & Tuning
- Harley Davidson BSL Auspuff: Test, Sound & Kaufberatung
- Harley Davidson Gepäcktaschen: Kaufberatung, Modelle & Zubehör
- Shimano Olive Einpressen Anleitung: Schritt-für-Schritt zum perfekten Sitz
Kommentar schreiben