Harley-Davidson Night Rod Testbericht: Eine umfassende Analyse

Der Harley-Davidson Night Rod Special VRSCDX steht mit ihrem Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.247 Kubik der Indian Scout Bobber 1131 mit ihrem 4-Takt V 2-Zylinder-Motor mit 1.133 Kubik gegenüber.

Technische Daten im Vergleich

Um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten besser zu verstehen, hier ein tabellarischer Überblick:

Merkmal Harley-Davidson Night Rod Special VRSCDX Indian Scout Bobber 1131
Motor Einspritzung, 1.247 Kubik 4-Takt V 2-Zylinder, 1.133 Kubik
Maximales Drehmoment 111 Nm bei 7.250 Touren 98 Nm bei 5.900 Umdrehungen
Federung vorne Telegabel konventionell Telegabel konventionell, 41 mm Standrohr-Durchmesser
Federung hinten - Stereo-Federbeine
Bremse vorne Doppelscheibe Vierkolben-Zange Einzelscheibe, 298 mm Durchmesser, Zweikolben-Zange
Bremse hinten Scheibe Vierkolben-Zange Scheibe, 298 mm Durchmesser, Einkolben-Zange
Bereifung vorne 120 / 70 - 19 130/90-16
Bereifung hinten 240 / 40 - 18 150/80-16
Radstand 1.702 mm 1.575 mm
Sitzhöhe 675 mm 662 mm
Tankvolumen 18,9 Liter 12,5 Liter
Durchschnittspreis 14.015 Euro 14.356 Euro

Motorleistung und Drehmoment

Das maximale Drehmoment der Night Rod Special VRSCDX von 111 Newtonmeter bei 7.250 Touren bietet etwas mehr Schub als die 98 Nm Drehmoment bei 5.900 Umdrehungen bei der Scout Bobber 1131.

Fahrwerk und Bremsen

Bei der Night Rod Special VRSCDX federt vorne eine Telegabel konventionell. Die Scout Bobber 1131 setzt vorne auf eine Telegabel konventionell mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet ein Stereo-Federbeine. Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Harley-Davidson vorne eine Doppelscheibe Vierkolben-Zange und hinten eine Scheibe Vierkolben-Zange. Die Indian vertraut vorne auf eine Einzelscheibe mit 298 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe mit 298 mm Durchmesser und Einkolben-Zange verbaut.

Bereifung und Abmessungen

Bei der Bereifung setzt Night Rod Special VRSCDX auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 19 vorne und 240 / 40 - 18 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Scout Bobber 1131 Reifen in den Größen 130/90-16 vorne und 150/80-16 hinten. Der Radstand der Harley-Davidson Night Rod Special VRSCDX misst 1.702 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 675 Millimeter. Die Indian Scout Bobber 1131 ist von Radachse zu Radachse 1.575 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 662 Millimeter.

Tankvolumen und Preis

In den Tank der Night Rod Special VRSCDX passen 18,9 Liter Sprit. Bei der Scout Bobber 1131 sind es 12,5 Liter Tankvolumen. Der aktuelle Durchschnittspreis der Harley-Davidson Night Rod Special VRSCDX beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 14.015 Euro und ist damit preislich ähnlich wie der Preis der Indian Scout Bobber 1131 mit 14.356 Euro im Durchschnitt.

Marktplatz und Suchanfragen

Von der Harley-Davidson Night Rod Special VRSCDX gibt es aktuell 18 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Indian Scout Bobber 1131 sind derzeit 7 Modelle verfügbar. Für die Harley-Davidson gibt es aktuell 22 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Indian wurde derzeit 88 Mal pro Monat gesucht.

Erfahrungen und Meinungen

Die Night Rod Special basierte auf der V-Rod Baureihe, welche Harley 2001, kurz vorm 100. Firmenjubiläum, auf die Räder gestellt hatte. Harley Davidson hat mit der V-Rod Reihe quasi den Power Cruiser erfunden, andere sprechen auch von Muscle Bikes (einen V-Rod Ableger mit dem Namen hat man tatsächlich später auf den Markt geworfen!). Die Fahrleistungen sind mehr als ausreichend. 4 Sekunden auf 100 km/h sind mehr als genug, die Top Speed liegt mit 231 km/h auch nicht im langsamen Bereich.

Design und Customizing

Die Night Rod Special entsprang Harleys hauseigener Dark Custom Reihe, womit auch schon geklärt wäre warum die Night Rod Special aussieht wie Sie nun mal aussieht. Im Gegensatz zu den meisten Standard Harleys ist Customizing hier kein Muss.

Motor und Leistung

Mit 125 PS in der Spitze ist die Rod alles andere als untermotorisiert. Der Motor zählte damals zum modernsten, was Harley jemals in einen Rahmen gesteckt hat. Dies wurde zwar von vielen Traditionalisten kritisch beäugt, aber ich fand das damals schon cool.

Fahrverhalten und Komfort

Mit knapp über 300 kg ist die Rod kein Leichtgewicht und das fette Hinterrad macht das Handling auch nicht gerade leichtfüßiger. Ich fand die Muscle bei meiner ersten Probefahrt sogar sehr viel gutmütiger zu bewegen, als ich es befürchtet hatte. Vorsichtig Erfahrungen sammeln muss er mit jedem Motorrad! Sie fährt sich einfach! Liegt gut in der Kurve!

Die vor zwei Jahren erschienene Street Rod mit sportlicherer Sitzposition und schräglagenfreundlichem Chassis floppte dagegen, ist 2008 nicht mehr im Programm.

Sicherheit

Nimm auf jeden Fall eine mit ABS. Früher oder später wirst Du extrem froh sein es an Bord zu haben.

Kosten und Wartung

Service ist Harley-Mässig teuer und Reifen brauchst du auch rund alle 8000km (je nach Fahrstil halt). Anfällig sind die Dinger nicht. Habe selber 45'000 auf der 2007er und jetzt schon wieder 23'000km auf der 2010er gefahren.

V-Rod im Test: Ellenlang und bärenstark

2008 legt die V-Rod mit noch mehr Hubraum, Leistung und Drehmoment nach, um nicht nur der Harley-Fangemeinde zu zeigen, was in ihr steckt. Als sie vor sechs Jahren das Licht der Motorradwelt erblickte, war die eingeschworene Harley-Davidson-Gemeinde baff. Die lang gestreckte, flache V-Rod brach schon äußerlich mit allen Harley-Traditionen. Sie war keine Sportster und kein Chopper, kein Cruiser und erst recht kein Tourer.

"Revolution Engine" nannte Harley den V2, an dessen Entstehung die Porsche-Entwicklungsabteilung nicht unerheblich beteiligt war. Die Revolution Engine hatte Druck, beschleunigte 285 Kilogramm V-Rod in 14,4 Sekunden auf Zweihundert.

Motor und Leistung im Detail

Fünf Millimeter mehr Bohrung brachten bei unverändertem Hub 115 cm3 mehr Hubraum, genau 1246 sind es nun. Mit neuen "High Flow"-Zylinderköpfen, neuen Dichtungen und modifizierten Auslassnockenwellen stehen nun satte 125 PS und im Maximum 115 Nm an, acht PS und zehn Newtonmeter mehr als zuvor. Über den gesamten Drehzahlbereich hält die Neue ihre Vorgängerin zwischen drei und zehn PS auf Distanz und bestätigt die versprochene Spitzenleistung von 125 PS.

Fahrverhalten und Handling

1715 Millimeter Radstand, über sechs Zentner Gewicht. Davon drücken 55 Prozent auf die Hinterachse. Da will man kaum glauben, dass die V-Rod unter diesen Vorgaben nicht nur schnurstracks geradeaus, sondern auch noch akzeptabel um die Kurve läuft.

Sicherheit und Bremsen

Endlich gibt es für die V-Rod wie auch für die Harley-Tourer ein ABS. Es ist weder integral noch teilintegral, nach wie vor können Vorder- und Hinterradbremse getrennt dosiert werden.

Fazit der Tester

Die neue V-Rod begeistert noch mehr, als es schon ihre Vorgängerin tat. Mit noch mehr Hubraum und Leistung beschert Harley-Davidson dem Power- Cruiser enorme Durchzugskraft gepaart mit spritziger Leistungscharakteristik, ohne die Laufkultur zu vernachlässigen. Ein richtiger Wolf im Schafspelz, wild und zugleich zahm, sehr souverän und von faszinierender Eleganz.

Unser Testfahrzeug war das Editionsmodell anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der V-Rod-Baureihe. Somit liegt die gemeinsame Entwicklungsarbeit von Sportwagenhersteller Porsche und Harley-Davidson schon einige Zeit zurück. Dennoch hat das wassergekühlte Triebwerk mit seinen 111 Nm Drehmoment bis heute nichts von seiner Faszination und natürlich seiner Leistungsfähigkeit eingebüßt. Die Harley-Davidson V-Rod 10th Anniversary Edition ist 2.440 mm lang.

Anmerkungen zu Komfort und Alltagstauglichkeit

Die Rod ist ein absolut geiles Teil - nur nicht langstreckentauglich. Das Problem ist die anfangs coole und entspannte Haltung, die einem im Glauben lässt: Damit fahre ich hunderte von Kilometern. In der Regel ist nach 2-3 Stunden ´ne Pause nötig. Kauf die bloß keine Harley, die Dinger sind totale Scheiße. Wenn man von einer KTM Supermoto kommt, ist das erst mal ein total unhandlicher und sackschwererer Eisenhaufen.

Die Harley-Davidson V-Rod Street Rod

Harley-Davidson und Porsche gründeten für den Motorenbau ein eigenes Gemeinschaftsunternehmen, bei dem Porsche 49 Prozent der Anteile erhielt.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0