Harley-Davidson Rückenprotektor Test: Ein umfassender Überblick über Motorradbekleidung und Sicherheit

Die Wahl der richtigen Motorradbekleidung ist entscheidend für Sicherheit und Komfort. Dieser Artikel befasst sich mit verschiedenen Aspekten von Motorradbekleidung, einschließlich Textilkombinationen, Protektoren und Sicherheitsmerkmale, wobei der Fokus auf Harley-Davidson-Rückenprotektoren liegt.

Textilkombis im Test: Worauf kommt es an?

Sechs Textilkombis der Oberklasse mussten sich auf einer 4000 Kilometer langen Testrunde bewähren. Dabei wurde deutlich, dass ein hoher Standard etabliert ist und es zunehmend schwererfällt, sie allein visuell oder haptisch zu unterscheiden. Bei den Oberklasse-Kombis hat sich als Platzhirsch für den Wetterschutz die Firma W. L. Gore fest etabliert.

Kaum ein namhafter Bekleidungskonfektionär der Motorradszene möchte auf das Know-how der US-Klimaspezialisten verzichten. In Feldkirchen bei München steht zum Beispiel ein großer Regenturm. Will ein Motorradbekleider einen neuen Anzug mit einer Gore-Tex-Klimamembran auf den Markt bringen, muss zuerst der Nässetest bei Gore selbst absolviert werden.

Die Anforderungen an die Textilkombis sind hoch. Sollte die Konstruktion Schwachstellen aufweisen, die den Motorrad-Dummy wie einen begossenen Pudel dastehen lassen, müssen die Produktentwickler des Anzugs noch ein paar Extraschichten einlegen, bis endlich eine Freigabe erteilt wird.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Was am besten für die Entdeckertour über Schotter und Asphalt bei Sonne, Wind und Regen anziehen? Der Preis ist nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass Textilkombis mit praktischen Lösungen überzeugen. Auf dem Papier hört sich vieles beeindruckend an, doch setzen Sie auf den Praxistest bei der Anprobe: Sind alle Reißverschlüsse und Druckknöpfe leicht zu verschließen, die Taschen gut erreichbar?

Auf diese Punkte sollten Sie besonders achten:

  1. Kragen: Ein hoher Abschluss ist genauso wichtig wie ein gut bedienbarer Verschluss.
  2. Protektoren: Alle Gelenke inklusive Hüfte, Rücken und nach Möglichkeit auch die Brust sollten mit CE-genormten Sturzpolstern bestückt sein.
  3. Taschen: Nicht die Masse macht’s, die Qualität zählt. Zwei wasserdichte Außentaschen und zwei gut erreichbare Innentaschen reichen.
  4. Ärmel: Nur eine weite Öffnung garantiert, dass man Handschuhstulpen sauber unter den Ärmeln verstauen kann.
  5. Frontreißverschluss: Einer der neuralgischen Punkte, an denen Wasser eindringt.
  6. Überlappung: Die zweite Gefahrenstelle, an der Wasser­einbruch droht. Die Klimamembran von Jacke und Hose muss ausreichend überlappen.
  7. Verstärkungen: Exponierte Stellen wie Schultern, Ellbogen und Knie müssen mit besonders abriebfestem Material verstärkt sein.
  8. Beinabschluss: Darf im Sitzen nicht hochrutschen, soll den Stiefelschaft abdecken und eng verschließbar sein.

Material-ABC

Im Laden baumeln meist zig Etiketten an den Kombis, doch erklären kann sie meist nicht einmal der Fachverkäufer. Vieles ist natürlich wichtigtuerisches Marketingsprech. Doch worauf kommt es wirklich an? Hier ein kleines ABC für die schnelle Tour durch die textile Welt:

  • Aramid: Eine Nylon-Kunstfaser, die sehr reiß-, scheuer- und hitzefest ist. Wird gerne zur Gewebeverstärkung eingesetzt.
  • Atmungsaktiv: Synonym für Dampfdurchlässigkeit einer Klimamembran.
  • Cordura: Markenname für eine weit verbreitete Textilfaser in der Motorradbekleidung. Gilt als besonders abrieb- und verschleißfest, schmutzunempfindlich und winddicht.
  • Denier: Maßeinheit für Textilfasern. Im Motorradbereich sollten die Gewebe mindestens 500 D, an exponierten Stellen besser 1000 D stark sein.
  • Fleece: Aufgebürstetes Polyestergewebe, das praktisch keine Feuchtigkeit aufnimmt, leicht und trotzdem voluminös ist.
  • Imprägnierung: Sollte zur Standardausrüstung von Motorradbekleidung gehören, damit das Außengewebe wasserabweisend bleibt.

Hebo XTR Protektorenjacke: Schutz für sicherheitsorientierte Biker

Die Protektorenjacke Hebo XTR überzeugt auf den ersten Blick mit einer guten Ausstattung. Das Modell XTR von Hersteller Hebo zeigt, dass so eine Lösung nicht nur im Trialsport Sinn macht, sondern auch bei sicherheitsorientierten Bikern sowie modebewussten Citypendlern, deren Freizeitjacke den nötigen Schutz vermissen lässt. Die Hebo-Jacke ist mit Brust- und Rückenprotektor sowie mit Schulter- und Ellbogenprotektoren ausgestattet.

Dank des seitlich verlaufenden Reißverschlusses zwischen Kragen und Hüftknochen gelingt der Einstieg spielerisch, ohne dass dadurch der Brustprotektor unterteilt werden muss. Das Trägermaterial besteht aus atmungsaktivem Polyester und besitzt eine Stretch-Eigenschaft. Es liegt angenehm auf der Haut auf, Druckstellen gibt es keine. Die Verarbeitung hinterlässt einen prima Eindruck. Ein Silikoneinsatz am Bund sorgt zuverlässig dafür, dass die Jacke im Einsatz nicht hochrutscht. Dank herausnehmbarer Protektoren ist sie auch waschbar.

Harley-Davidson Motorradlederjacken: Stil und Sicherheit vereint

Sollen zudem Style und Safety in einer eigenen Liga spielen, bieten sich die aktuellen Motorradlederjacken von Harley-Davidson an, denn sie erfüllen alle Anforderungen der EU-Verordnung 2016/425 für persönliche Schutzausrüstung im Bereich Motorradbekleidung. Das neue Prüfkennzeichen CE bestätigt, dass die Jacken umfangreiche Tests absolviert haben und in Bezug auf ihre ergonomische Gestaltung, die Abrieb- und Reißfestigkeit ihres Obermaterials und ihrer Nähte sowie die Fixierung von Protektoren an sturzgefährdeten Stellen top sind.

Alle drei Jacken punkten mit herausnehmbaren Protektoren an Ellbogen und Schultern sowie mit einer Tasche für den separat erhältlichen Rückenprotektor. Vorgeformte Ärmel und Dehnfalten im Rücken sowie der Classic Fit-Schnitt stellen eine lockere Passform und ein angenehmes Tragegefühl sicher. Zweiwege-Frontreißverschlüsse, Reißverschluss-Handwärmertaschen und Reißverschluss-Bündchen sorgen für ein Plus an Komfort.

Mit den aktuellen Harley-Davidson Motorradjacken ist man jedenfalls schon jetzt auf der sicheren Seite.

Weitere Optionen für Motorradbekleidung und Protektoren

Neben den genannten Produkten gibt es eine Vielzahl weiterer Optionen für Motorradbekleidung und Protektoren. Einige Beispiele sind:

  • Airbagwesten
  • Safe Max Unterziehjacken
  • Bores Hemden
  • John Doe Hosen
  • Rukka APS Air Protektoren

Harley-Davidson und REV’IT! Kooperation

In Kooperation mit dem angesehenen Bekleidungsspezialisten REV’IT! hat Harley-Davidson hochwertige Ausrüstung für Adventure-Touring-Biker entwickelt. Wenn es um Schutzbekleidung für Motorradfahrer geht, die Funktionalität und raffinierten Stil miteinander vereint, teilen REV’IT! und Harley-Davidson dieselben Werte.

Eine gelungene Adventure-Touring-Ausrüstung sorgt für Schutz, Bewegungsfreiheit und gute Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer, ist das ganze Jahr über vielseitig einsetzbar und bietet außerdem Stauraum. Die Passage-Jacke und -Hose sind robust, bequem und wasserdicht. Die regen- und windabweisende Außenschicht ist auf der Innenseite mit der atmungsaktiven Hydratex-3L-Membrantechnologie versehen und gewährleistet eine gute Abrieb- und Reißfestigkeit.

Jacke und Hose verfügen über eine anpassungsfähige, wasserdichte c_change-Membran von Schoeller. Jacke und Hose sind außerdem mit VCS Aquadefence ausgestattet, einem Belüftungs­system, das die Luftzufuhr beim Biken an warmen Tagen verbessert.

Einzelne Testberichte zu Motorradkombis

Alpinestars - Tech ST Gore-Tex

Die Alpinestars-Kombi punktet mit einem tollen Tragekomfort an warmen Sommertagen und einem exzellenten Regenschutz. Bei Kälte geht sie trotz Thermofutter und Sturmkragen schnell in die Knie. Bei der Protektorenausstattung geht mehr. Das MOTORRAD-Urteil lautet: gut.

Dane - Limfjord/BrØndby

Der Ganzjahresanzug für Vielfahrer auf großen Reiseenduros und Tourenmaschinen. Bei der vielfältigen Ausstattung fehlten nur ein hoher Sturmkragen und besser dämpfende Protektoren. Insgesamt stimmt aber das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das MOTORRAD-Urteil lautet: gut, Kauftipp.

IXS - Nimrod/Hamilton

Enger Schnitt, aber geschmeidiges Gewebe. Die Ixs-Kombi überzeugt sowohl in „Vollausstattung“ als auch nach dem Umbau zur Sommerkombi (ohne Gore-Tex-Innenjacke und Thermofutter) durch knackigen, bequemen Sitz. Kleine Einbußen durch Druckstellen an den Ärmelbündchen.

Zusätzliche Tipps und Überlegungen

Neben der Wahl der richtigen Bekleidung und Protektoren ist es wichtig, das Bike zu beherrschen und einen ausgeprägten sechsten Sinn zu haben. Deshalb wird Fahrtraining empfohlen.

Wenn Sie eine Harley-Davidson Lederjacke ohne Rückenschutz haben, können Sie beim Schneider eine Tasche mit Klettverschluss ins Futter der Jacke einarbeiten lassen, in die Sie dann einen Protektor einsetzen.

Beim Kauf von Protektoren sollten Sie auf Passform und Bequemlichkeit achten. Schutz vor Verrutschen sollte auch gegeben sein.

Vergleich von Motorradkombis
Marke/Modell Passform/Tragekomfort Wetterschutz Sicherheit Urteil
Alpinestars - Tech ST Gore-Tex Sehr knapp mit Thermofutter, komfortabel im Sommer ohne Futter Exzellenter Regenschutz, schwache Isolierung bei Kälte Gute Gelenkprotektoren, Rücken/Brustschutz optional Gut
Dane - Limfjord/BrØndby Körperbetont, komfortabel, flatterfrei Sehr gute Isolationswirkung bei Kälte, gute Belüftung im Sommer, wasserdicht Durchschnittliche Gelenkprotektoren, mehr Schutz optional Gut, Kauftipp
IXS - Nimrod/Hamilton Enger Schnitt, geschmeidiges Gewebe, bequem Warm an kühlen Tagen, schwache Durchlüftung im Sommer, guter Nässeschutz Gute Dämpfung -

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