Harley Davidson in Sachsen: Eine Geschichte von Tradition und Moderne

Harley-Davidson ist die bekannteste Motorradmarke der Welt mit einer durchgehenden Historie. Die Marke ist im Wandel, das ist spannend.

In Sachsen gibt es jede Menge toller Angebote, unter anderem für Motorradfans bei den Harley Days in Dresden. Vom 25. bis zum 27. Juli rollten tausende Jünger der US-amerikanischen Kultmarke in und durch die sächsische Landeshauptstadt. Das Festivalgelände im Ostragehege verwandelte sich dabei in ein wahres Biker-Paradies und frönte drei Tage lang amerikanischer Lebensart, feierte den Rockn‘Roll und die Liebe zur wohl berühmtesten Motorradmarke der Welt, Harley-Davidson. Über 5000 Biker wurden erwartet - und die neusten Modelle von Harley-Davidson.

Konzerte, Bike-Shows, Armwrestling-Wettbewerb bis zu geführten Ausfahrten mit dem Dresden Chapter Germany und eine Händler-Area mit 66 Stände lockten. Höhepunkt war die große Biker-Parade am Sonntag, die eskortiert von hunderten Schaulustigen ab 12 Uhr durch Dresden rollen sollte. Gut 900 Biker werden dabei sein.

Am vergangenen Wochenende (22. bis 24. Juli) verwandelte sich die Landeshauptstadt in ein Biker-Paradies. Hunderte Biker aus nah und fern reisten nach Elbflorenz, um dem Harley-Livestyle zu huldigen und bei guter Musik, leckerem Essen und einer Menge Spaß gemeinsam mit Gleichgesinnten zu rocken und zu feiern. Das Wochenende war vollgepackt mit coolen Aktionen und stilechter Musik. Fette Maschinen, fettes Programm, man konnte sich die neusten Modelle von Harley-Davidson® ansehen und ausprobieren.

Die Rolle von Harley-Davidson in Sachsen

Dazu Bike-Shows und ganz viel Tamtam vom Armwrestling bis zu geführten Ausfahrten mit dem Dresden Chapter Germany ins Dresdner Umland. Im Harley Village präsentierten sich Marke und Dealer. In der Händler-Area gab es alles - von der Klamotte bis zum Tattoo. Dazu Barbecue, Burger und Bier und alles zur wohl berühmtesten Motorradmarke der Welt. Ein Höhepunkt war wieder die große Biker-Parade am Sonntag, die eskortiert von hunderten Schaulustigen durch Dresden rollte. Endlich röhrten die Maschinen wieder. Nach zwei furchtbaren Jahren unter Corona-Bedingungen hieß es diesmal wieder Vollgas, ohne Einschränkungen, ohne Limits.

Du findest wahrscheinlich selbst im abgelegensten Dorf auf der Welt irgendjemanden, der ein Harley-Shirt in seinem Schränkchen hat. Harley-Davidson ist ein Lebensgefühl, Tradition und Moderne zugleich und ein Mythos. Die Fans und Freunde sind sehr zahlreich auf dieser Welt, Harley-Fahrer*innen sind eine Familie aus vielen Altersgruppen.

Neue Ideen in der Company werden ausprobiert, es wird durch den neuen CEO Jochen Zeitz vieles auf den Kopf gestellt, was vielleicht in der 118-jährigen Geschichte an der ein oder anderen Stelle eingestaubt war. Als offizieller Harley-Davidson Dealer müssen wir neue Zielgruppen erobern, der Markt ist Verdrängung, denn keiner wird das Motorrad nochmal neu erfinden. Wir verkaufen Hobby und Leidenschaft.

Harley-Davidson verändert sich und DAS ist der Weg, den wir als einer der großen Harley-Davidson Händler auch mitgehen werden. Und genau dafür bin ich da. Unsere Stores in Radebeul, in Chemnitz und in Leipzig sind Orte der Begegnung, Einkaufen ist bei uns ein Erlebnis.

Anfang nächsten Jahres werden wir in Chemnitz unseren neugestalteten Store eröffnen. Wir planen schon jetzt unseren Umzug von der Zwickauer Straße 108 in den alten Nicolai-Bahnhof, bekannt auch als Bahnhof Mitte in Chemnitz. Das wird großartig und gleichzeitig eine ziemliche Herausforderung.

Auch die anderen beiden Stores sind in Bewegung. Wir haben zum Beispiel in Radebeul noch zwei neue Leute im Sales-Team. In Leipzig, unserem größten Store, bewegt sich ebenfalls sehr viel. Wir arbeiten sehr hart an unserer Kundenzufriedenheit und an der Weiterentwicklung.

Eine wichtige Aufgabe ist auch, das Team in diesen Zeiten motiviert zu halten und gemeinsam voranzugehen. Bei mir kommt noch der Überblick über den Marketingbereich dazu und auch die Teams in unseren drei Werkstätten freuen sich, dass sie mit mir ihre Ideen besprechen und umsetzen können.

Die Geschichte von Harley-Davidson

Seit 1903 produziert Harley-Davidson bereits Motorräder. Das bedeutet, das der Hersteller aus Milwaukee dieses Jahr das 120. Jubiläum feiert, was genügend Grund ist, einen Sprung in die Vergangenheit zu machen. Hier ein Rückblick auf 120 Jahre Harley-Davidson!

Die "Produktion" läuft nach Feierabend und am Wochenende in einem Schuppen in der 37. Straße von Milwaukee, Wisconsin, auf den Arthurs Schwester Harley-Davidson Motor Co. Am 11. November 1918 war Ray Holzt der erste Amerikaner der nach dem 1. Auf diesem Bike stellte Joe Petrali 1937 einen Höchstgeschwindigkeitsrekord von 136,183 mph (ca. 1942: Lt. Im Dezember 1941 treten die USA in den 2. Weltkrieg ein. Am 21. Willie G.

Harley-Davidson und MZ: Zwei Traditionsmarken im Vergleich

Szene: Harley- und MZ-Treffen :Die einen feiern ihren 105. die anderen ihren vielleicht letzten Geburtstag. Harley-Davidson und MZ, zwei Traditionsmarken, die das gleiche Schicksal eint: Sie kommen von ihrem Image nicht los. Doch während die einen reich damit werden, droht den anderen der Ruin.

Geschäftig beflaggen Jeanie und Ray Jordan ihre blitzblanke Road King Classic. 102, 103, 104 – exakt 105 US-amerikanische Fahnen. Für jedes Jahr, das Harley-Davidson überlebt hat, eine. So gerüstet erobern die beiden einen Platz in vorderster Front der 7500 Maschinen starken Anniversary-Parade durch Milwaukee. Zwischen Polizeistaffel, Bürgermeister und Harley-Prominenz, wie Willy G. Davidson "and his lovely wife Nancy", platzen die Jordans fast vor Stolz. "Proud to be Americans, proud to be here."

Hohndorf hat keine Avenues. Es hat die Alte Marienberger Straße, und da liegt auf erzgebirgischer Höhe das Werk von MZ. Hohndorf bebt nicht, Hohndorf dröhnt nicht. Hohndorf knattert, denn es ist "Emmenrausch, das offizielle MZ-Motorradtreffen", und dieses wiederum ist in der Hauptsache ein Treffen von Zweitaktern. Es kam keiner aus Brasilien, aber ein paar Finnen sind da, und zwar auf Achse. Nicht um sich an großem Wahn zu berauschen. Zum Rausch kommt man, um als Fan, nein, als Freund der Marke andere Freunde zu treffen, so an die 1500 vielleicht.

Bei MZ gibt es auch keinen Willy. Es gibt einen Steve Yap, den vom malaysischen Investor Hong Leong Berhad eingesetzten Geschäftsführer, der sich beim Emmenrausch, logisch, nicht blicken lässt. Wenn alles so läuft, wie es derzeit aussieht, wickelt Yap Ende des Jahres den Fall MZ ab. Findet sich kein Investor, der fünf Millionen hinstreckt, dann war‘s das nach fast 90 Jahren Motorradbau in Sachsen.

Milwaukee lebt Harley, atmet Harley, ist Harley – und Harley ist dieser Tage Amerika, wobei Amerika hier nichts anderes meint als die USA. Irgendwie hat es die Marke mit dem Adler im Logo geschafft, zur nationalen Angelegenheit aufzusteigen. Vietnamveteranen, Homosexuelle, Hausfrauen, Rocker, Politiker, Gutmenschen, kurz die gesamte Gesellschaft, beansprucht "the all American bike" als Vehikel, sich selbst oder etwas noch Größeres zu verwirklichen. Harley verbindet. Der Marktanteil an Motorrädern über 651 Kubik liegt bei stabilen 48 Prozent. Und außer den 105 "Stars and Stripes" der Jordans wehen bei der Party noch 100000 – oder sind‘s 200000? – weitere.

Staatsangelegenheit war auch MZ, und 48 Prozent Marktanteil wären eine Schlappe gewesen. Bis 1989. Seitdem fährt man MZ aus genau dem Grund nicht mehr, aus dem man Harley-Davidson fährt: wegen der Freiheit. 1990 noch verkaufte das Ex-DDR-Unternehmen 70000 Motorräder, ein Jahr später nur mehr 15000. Neben seiner auf Hochglanz polierten TS 250/1 stehend, erzählt Thomas, "man fuhr MZ, weil man musste". Als man fahren konnte, was man wollte, war mit Emme erst mal Schluss. Irgendwann wollten einige wieder, doch habe das mit persönlicher, nicht mit politischer Biographie zu tun: Im Zweitaktnebel wabern Erinnerungen an die Jugend, so einfach ist das. Neue MZ indes hängen im luftleeren Raum, zielen an der Jugend vorbei.

Junge Gesichter sucht man beim Harley-Fest länger, kein Wunder, bei den aufgerufenen Preisen. 60 Dollar kostet das Event-Ticket. Dafür gibt‘s Live-Musik, Stuntshows, Ausstellungen vom Feinsten und überhaupt alles, was man von Biker-Treffen so kennt. Nur in gigantischerem Umfang. Außer barbusigen Damen, versteht sich. Schließlich sind wir in Puritanien. Sogar der "sexy bikewash" und die frei organisierten "street parties" gehen gesittet ab. Scheint aber keinem was auszumachen. "I need no tits", sagt Ben. Er sei hier, um diese großartige Gemeinschaft und das Konzert Hunderttausender "big twins" zu genießen. Über seine Sturm-und-Drang-Zeit ist der amerikanische Harley-Kunde hinaus. Kutte hin, Piratentuch her, stellt er sich artig in die 25-Meter-Schlange fürs Miller Beer, steckt bestens gelaunt sechs Dollar dafür ab und zahlt gerne zehn fürs Parken in direkter Reichweite zum Festgelände.

Von ein paar versprengten Hardcores abgesehen, hat die Zunft mit dem zur Schau getragenen Bild vom Einprozenter nichts mehr gemein. Hollister, Easy Rider, Captain America – alles verdammt weit weg. Unheimlich anständige Leute sind das, die Kohle für gute Zwecke sammeln, sich gegenseitig beim Rangieren helfen und das "wahre Amerika" längst auf ihrer Veranda oder in 30 Kilo Übergewicht gefunden haben.

Eintrittskarten für das stilsichere neu eröffnete Museum waren längst ausverkauft - dafür gab's erfrischend stillose Momente gratis. Okay, okay, auch das ist jetzt Klischee. Trotzdem: Es grenzt ans Geniale, wie die Motor Company ihr Outlaw-Image konservieren und vergolden konnte. Wie sie es versteht, Profi-Spießern das Gefühl von Individualität zu verkaufen, ohne bei den echten Freaks in Verruf des opportunen Massenproduzenten zu geraten.

Zwar erzielte MZ im Geschäft mit Motorrädern 2007 eine Zuwachsrate von 11,6 Prozent. Doch in absoluten Zahlen liest sich das ernüchternd: 221 statt 198 Maschinen. Von den 125ern ließen sich nur noch 838 absetzen.

Das Kernproblem von MZ: Nie galten sie als so "all German" wie Harley als "all American" gilt. Es ließ sich das VEB-Motorrad partout nicht so wenden, als dass es Gesamtdeutschland hätte bewegend finden wollen. Aber das muss nicht an MZ, das könnte sehr gut auch an diesem Gesamtdeutschland liegen, was ja in vielem längst nicht so "united" ist wie die "States".

Hier wird Service noch groß geschrieben: Bike Wash für Schmutzfinken. Gegen die starke japanische Konkurrenz waren die technisch veralteten US-Öfen machtlos. Ronald Reagan richtete das, erhob bis zu 45-prozentige Schutzzölle auf Big Bikes aus dem Fernen Osten. Harley reorganisierte sich währenddessen, und die Verkaufszahlen kletterten langsam wieder über 30000. Von da an liest sich die Geschichte wie das Märchen vom Tellerwäscher und – Sie wissen schon.

1995 wurden die 100000 geknackt, 2006 ums Haar die 350000. Unterm Strich machte das rund eine Milliarde Reingewinn. Da kann man sich zum 105. schon einen Bruce Springsteen samt Foo Fighters, ZZ Top und Kid Rock leisten. Dreieinhalb Stunden singt der BOSS. Seine Show ist brillant – lässt kaum an einen 59-Jährigen glauben. So ist das mit Legenden.

Rock gibt‘s beim Emmenrausch ebenfalls. Nicht Kid, sondern Torf. Aber auch live. Und natürlich gibt‘s einen Sexy Bikewash – mit allem. Es gibt Softeis und Bier, Bratwurst und Plätze, sein Zelt aufzustellen, die schöner nicht sein könnten. Es gibt freundliche Nachbarschaft und entspanntes Miteinander, wundervolle Umbauten, die nicht mit Zubehörkatalog, sondern mit Einfallsreichtum und Liebe zum Detail entstanden sind. Nichts ist "great", aber alles echt. Und dann war da noch die Möglichkeit, sich für 30 Euro übers Wochenende ein persönliches Dixi-Klo zu mieten. Quasi als Statement.

"Es ist eine Frage der Ehre. Man kann das Werk zumachen, aber nicht MZ", sagt Christian, "weil das die Leute ja im Herzen tragen." Oder als Aufnäher an zerfledderter Jeansjacke. Auch ein Statement.

„Man sagt, die Form fol­ge der Funk­ti­on. Aber ich glau­be, Form und Funk­ti­on die­nen der Emo­ti­on - und ge­nau dar­in liegt un­se­re Stär­ke“, be­schreibt Wil­lie G. Sehn­sucht nach Aben­teu­ern, Frei­heit für die See­le - so sieht die be­geh­rens­wer­tes­te Mo­tor­rad­mar­ke der Welt ih­re Mis­si­on und zieht tag­täg­lich Mo­tor­rad-En­thu­si­as­ten in ih­ren Bann. Die Mar­ke steht für ein frei­heits­lie­ben­des, le­ben­di­ges, auf­ge­schlos­se­nes und po­si­ti­ves Mit­ein­an­der un­ter den Bi­kern auf den Stra­ßen der Welt. Har­ley-Da­vid­son Mo­tor­rä­der ver­kör­pern nicht nur ei­ne Fahr­zeug­wahl, son­dern ei­nen Le­bens­stil, der von Ge­mein­schaft und Frei­heit ge­prägt ist.

Überblick über die Harley-Davidson Stores in Sachsen

Store Ort Besonderheiten
Harley-Davidson Radebeul Radebeul Neues Personal im Sales-Team
Harley-Davidson Chemnitz Chemnitz Umzug in den Nicolai-Bahnhof geplant
Harley-Davidson Leipzig Leipzig Größter Store, Fokus auf Kundenzufriedenheit

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