Harley-Davidson Shovelhead: Technische Daten und Custom-Umbauten

Die Harley-Davidson Shovelhead-Ära ist geprägt von Individualität und dem Wunsch, Klassiker neu zu interpretieren. Viele Harley-Davidson Motorräder werden in diesem Stil aufgebaut.

Die Faszination alter Harleys

Die Liebe zu alten Harleys ist ungebrochen, denn neue Modelle verkörpern für viele nicht mehr den Mythos. Daher kommen für viele nur alte V-Twins in Frage, die nach den Regeln der alten Schule umgebaut werden.

Custom-Umbauten im Oldschool-Stil

Oldschool-Umbauten liegen im Trend. Umso wichtiger ist es, sauber zu arbeiten - und zumindest ein Stück weit regelkonform, um auch fahren zu können. Gerade weil viele Chopper fahren, ist sauberes Arbeiten wichtig, um aus der breiten Masse herauszustechen.

Motor und Getriebe im Fokus

Bevor es an die Optik der Harley geht, sind Motor und Getriebe dran. Aufmachen, überarbeiten, ersetzen, das alte Spiel. Daniel spendiert neue Wiseco-Kolben, dazu gibt es ein komplett neues Ölsystem.

Auspuff und Anpassungen

Der Auspuff wird im Heimatland von BSL geordert und anschließend für den Einbau modifiziert. Gute Teile kaufen und so lange anpassen und modifizieren, bis sie ins Konzept passen - der liebste Weg.

»Motor, Vergaser und Zündanlage sind jetzt quasi wieder auf dem Stand, wie das Bike 1973 ausgeliefert wurde«, beschreibt er seinen Weg.

Rahmen und Fahrwerk

Der Rahmen bleibt weitgehend unangetastet, lediglich das Heckteil wird angepasst, ein Eigenbau-Fender montiert, stilecht mit halbhoher Sissybar, das Rücklicht zwischen den Streben platziert. Gefedert wird im Heck progressiv, der Firestone dreht authentisch auf einer 16-Zoll-Harley-Felge.

Vorn bleibt es ebenso oldschoolig, eine Springergabel ist Pflicht, die Gabelbrücken werden selbstgedengelt, ein Apehanger lässt hoch greifen.

Indian Larry ankert mit 1909 V-Triebwerke. Wer Oldschool fahren will, muss dies nicht zwingend auf einem Starrrahmen tun. Bis Mitte 2001. ständig weiter entwickelt.

Lackierung als Statement

Außer vielleicht noch eine Lackierung, und die ist durchaus eine kleine Ansage. AMF-Lackierungen sind zwar hip und im Trend, ein historisches Debakel war die AMF-Ära für Harley-Davidson aber nunmal trotzdem.

Hias' Shovel: Ein Chopper-Projekt

Springergabel, Peanuttank, Sissybar - braucht es mehr für einen Chopper? Springergabel, Peanuttank, Sissybar - braucht es mehr für einen Chopper? Springergabel, Peanuttank, Sissybar - braucht es mehr für einen Chopper?

»Das ist einfach genau mein Ding«, sagt der junge Kerl, der noch nicht geboren war, als Easy Rider über die Leinwand flimmerte oder in Europa die ersten Chopper gebaut wurden. »Nein«, sagen die Urväter der Customkultur und geben Hias damit seine Richtung vor Nicht alles musste neu gemacht werden, so reichte zum Beispiel für die Stufensitzbank schon ein neuer Bezug. Die Sissybar dahinter ist freilich eine Neuanfertigung Erst eine Sportster, danach eine Street Bob - so weit, so normal der Werdegang eines durchschnittlichen Harleyfahrer. Wäre da nicht die Sache mit den Choppern dazwischen gekommen Auch der österreichische TÜV schluckt bei Choppern gern mal.

Hias‘ Shovel samt Starrrahmen wurde bereits in den 80er Jahren typisiert - ein Vorteil bei der aktuellen Zulassung »Als Easy Rider ins Kino kam, war ich noch lange nicht geboren. Und trotzdem, das alles ist genau mein Ding« Der Hias weiß immer, wie heiß sein Öl ist Die Lackierung stammt von … Chicko, wem sonst?

Christian's Oldschool-Bike

Oldschool sollte sein Bike werden, deshalb waren von Anfang an eine Springergabel, ein Apehanger und Weißwandreifen gesetzt. Der Tank stammt von Indian Larry Legacy, der innenliegende Gasgriff von Müller und die innenliegende Bremsleitung von Venhill. Die Batterie hängt unterm Getriebe, die Steuereinheit für Zündung und Blinker unterm Sitz.

Modellhistorie der Harley-Davidson FLH 1200 Electra Glide (1965-1980)

Die Harley-Davidson FLH 1200 Electra Glide wird 1965 als erstes Serienmodell der Marke mit elektrischem Anlasser eingeführt. Sie basiert auf dem FLH-Touringmodell und markiert den Übergang von der Panhead- zur Shovelhead-Ära. Die Modellbezeichnung „Electra Glide“ verweist auf den elektrischen Starter, der ab diesem Jahr serienmäßig verbaut ist. Die Baureihe bleibt bis einschließlich Modelljahr 1980 im Programm.

  • Baujahr 1965 - Einführung des Elektrostarter-Modells: 1965 erhält die FLH erstmals einen elektrischen Anlasser. Der bisherige Panhead-Motor bleibt in diesem Jahr noch erhalten. Der Generator wird durch eine Lichtmaschine ersetzt.
  • Baujahr 1966 - Einführung des Shovelhead-Motors: Ab 1966 ersetzt Harley-Davidson den Panhead durch den neuen Shovelhead-Motor. Dieser bringt überarbeitete Zylinderköpfe mit verbesserter Kühlung und höherer Leistung. Die FLH 1200 Electra Glide ist damit das erste Modell mit Shovelhead-Motor in Serie.
  • Baujahre 1967-1969 - Elektrik und Zündung überarbeitet: Zwischen 1967 und 1969 erfolgen schrittweise Verbesserungen an der Elektrik und Zündung.
  • Baujahr 1970 - Einführung des „Boat Tail“-Hecks: 1970 wird ein neu gestaltetes Kunststoffheck eingeführt, das sogenannte „Boat Tail“.
  • Baujahre 1971-1977 - Tourenausstattung und Designpflege: Ab 1971 kehrt Harley-Davidson zum traditionellen Heckdesign zurück. Die FLH 1200 Electra Glide erhält serienmäßig Hartschalenkoffer und einen fest montierten Windschild.
  • Baujahr 1978 - 75th Anniversary Edition: Zum 75-jährigen Firmenjubiläum erscheint 1978 eine limitierte Sonderedition der FLH 1200 Electra Glide.
  • Baujahre 1979-1980 - Letzte Modelljahre: In den letzten beiden Produktionsjahren wird die FLH 1200 Electra Glide mit kleineren Detailänderungen weitergeführt. 1980 endet die Produktion der FLH 1200.

FLH 1200 Electra Glide: Für Anfänger geeignet?

Aufgrund ihres hohen Gewichts, der klassischen Technik und des langen Radstands ist die FLH 1200 Electra Glide nicht für Fahranfänger geeignet. Sie richtet sich an erfahrene Tourenfahrer.

ABS?

Nein, die FLH 1200 Electra Glide ist in keinem Baujahr mit einem Antiblockiersystem (ABS) ausgestattet.

FLH 1200 Electra Glide vs. FLH 1340 - Unterschiede?

Der Hauptunterschied liegt im Motor: Die FLH 1200 nutzt den Shovelhead-Motor, während die FLH 1340 ab 1981 mit dem Evolution-Motor ausgestattet ist. Auch Elektrik und Fahrwerkskomponenten werden beim Nachfolger überarbeitet.

Tankinhalt und Reichweite?

Der Tank fasst rund 19 Liter. Je nach Fahrweise liegt die Reichweite bei etwa 250 bis 300 Kilometern.

Darf man mit der FLH 1200 Electra Glide nach Tirol fahren?

Das Standgeräusch der FLH 1200 Electra Glide liegt modellabhängig über 91 dB(A).

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