Harley Davidson Sportster Taschen im Test: Gepäcklösungen fürIndividualisten

Den satten Sound des Milwaukee-Eight genießen, entspannt im Sattel einer Harley Softail sitzen und unterwegs sein. Viele Harley-Fahrer suchen nach der passenden Tasche für ihre Maschine - eine Tasche, die gut aussieht, mit ordentlich Stauraum, abschließbar ist und einen Träger hat, der kaum auffällt.

Seitenkoffer von SW-MOTECH für Softail-Modelle

SW-MOTECH bietet die neuen Seitentaschen LH1 und LH2 einzeln oder als Set mit den dazugehörigen SLH-Seitenträgern an. Erhältlich sind die Taschen für nahezu alle Softail-Modelle ab Baujahr 2018: Softail Street Bob, Slim, Low Rider, Fat Boy / S, Breakout / S, Deluxe. Formstabiler ABS-Kunststoff und verstärkte Seitenelemente schützen den Inhalt vor Beschädigungen und lassen die Taschen auch ungepackt gut aussehen. Bei Ankunft am Fahrtziel lassen sich die Taschen mit zwei Handgriffen vom dazugehörigen SLH-Seitenträger entfernen: Im Tascheninneren löst man mit einer Vierteldrehung den Schnellverschluss, der gleichzeitig als Diebstahlsicherung dient. Der Schnellverschluss sichert die Tasche mit dem QUICK-LOCK System, das auch bei anderen SW-MOTECH Seitenträgern verbaut wird. Anschließend lässt sich die Seitentasche einfach aus dem Seitenträger ziehen. Sind die Taschen einmal entfernt, verbleiben an der Harley die unauffälligen und dezenten SLH Seitenträger - zwei 5 mm starke schwarze Stahlbleche, verschraubt an original Anbaupunkten am Fenderstrut.

Alternativen und Ideen für die Sportster Iron 883

Nach längerer Internetrecherche hatte ich mich auf die original Harley Leder-Seitenkoffer (Art.-Nr. Hat jemand eine Idee, welche Packtaschen noch unter die Blinker passen würden oder eine andere Idee? Eine Schwingentasche links halte ich nicht für sinnvoll, wegen der Leitungen und Kabel an der Schwinge. Ganz notfalls fahre ich mit dem Harley-Davidson-Rucksack, den es zur neuen Maschine gab, aber es wäre super, wenn einer von euch noch eine bessere Idee hätte.

Gibts in verschiedenen Größen und Ausführungen. Nun hat die Iron allerdings keinen Soziussitz, d.h. Du müsstest sicher noch irgendwas drunter machen, z.B. ein Saugnapfpad.Danke, deine Rolle sieht nicht schlecht aus -- notfalls schnalle ich sie mir auf den Rücken. :-)Jeder wie er mag.

Dafür eignen sich dann aber auch Rucksäcke ganz gut. 😛Mach die hässlichen Blinker ab und mach die Kellermann Bulletkombi dran ganz nach hinten versetzt, dann passen auch die originalen. Taschen und Koffer.Ähnliche ThemenFalls Du in die Nähe von Frankfurt kommst: Ich war vor einigen Tagen bei PARTSLAND , Nieder-Eschbach, unweit Ikea und direkt neben Mainhattan Choppers (gehören nicht zusammen). Die haben total viele gebrauchte Satteltaschen im Lager. Berner Str.

Gepäckträger für die Iron 883

a) Vermutlich passt er auf die Iron 883, der Abstand der relevanten Schrauben ist (gemessene) 195 mm. Hat jemand das Teil und kann bitte den Abstand abmessen? b) "Erfordert das entsprechende Montagekit für abnehmbares Zubehör." Super, aber welches? Vermutlich das Montagekit für abnehmbare Seitenplatten ArtNr.: 53529-04. Kann das jemand von euch bestätigen? Danke. Auf den Gepäckträger könnte ich dann die von sMART_83 empfohlene Rolle schnallen.

Halb OT: Auf einer zwei Mal 280 Kilometer Fahrt über Land habe ich mich von dem Gedanken verabschiedet, Regen- und Übernachtungszeug in einem (H-D-)Rucksack mitzunehmen. Eigentlich trägt sich der/ein Rucksack ganz gut, aber auf Dauer und nach vielen Landstraßen-Unebenheiten verspannt er das Kreuz ganz schön. Einzig die der Optik geschuldete Packtasche in M mit nur 31 Litern war für die Woche ein wenig knapp, da das Regenzeug schon ein Drittel einnahm.

Gepäcklösungen für die Pan America Modelle

Die Pan America Modelle sind Motorräder für Entdecker, die ihre Freiheit ebenso auf der Straße wie im Gelände suchen. Um dieses Erlebnis zu inten­sivieren und noch individueller zu gestalten, hat Harley-Davidson Gepäcksysteme und weiteres Zubehör für die Adventure-Tourer und ihre Fahrer entwickelt. Jedes einzelne Teil wurde als integraler optischer und funktionaler Bestandteil des Motorrads konzipiert, passt perfekt und wurde im Hinblick auf seine Langlebigkeit nach den hohen Qualitätsstandards von Harley-Davidson geprüft.

Gepäckoptionen im Detail

Harley-Davidson hat für die Modelle Pan America 1250 und Pan America 1250 Special einen Tankrucksack und drei Gepäcksysteme - Sport, Aluminum und Adventure - entwickelt, die speziell für diese Modelle konzipiert wurden und jeweils eine spezifische Art des Reisens unterstützen und eine bestimmte Vorliebe des Fahrers ansprechen. Linke und rechte Seiten­koffer werden zusammen als Kit verkauft, während das Topcase separat erhältlich ist. Natürlich sind die Koffer und das Topcase wasserdicht.

  • Sport Luggage: Dieses Gepäckset wurde in erster Linie für den Einsatz auf der Straße entwickelt. Es eignet sich für Fahrer, die Gepäck transportieren wollen und zugleich Wert auf einen cleanen Look legen, wenn die Koffer abgenommen werden. Zu diesem System gehören Seitenkoffer und ein Topcase aus robustem Verbundkunststoff mit glatten Oberflächen. Die Halterungen für die Koffer sind in das Motorrad integriert, so dass nach dem Entfernen der Koffer keine zusätzlichen Teile zurückbleiben, die den Look beeinträchtigen. Dichtungen in den Deckeln sorgen für Wasserdichtigkeit.
  • Aluminum Luggage: Die robusten Leichtmetallkoffer wurden in Zusammenarbeit mit SW-Motech entwickelt und sind darauf ausgelegt, die Ausrüstung auch bei fordernden Abenteuern bestmöglich zu schützen. Um Passform und Haltbarkeit in Werksqualität zu gewährleisten, ohne Handling und Schräglagenfreiheit negativ zu beeinflussen, wurden die Koffer zusammen mit dem Motorrad entwickelt und getestet. Die Koffer verfügen über integrierte Griffe und Ösen, robuste Verschlüsse und korrosionsbeständige Edelstahlscharniere.
  • Adventure Soft Saddlebags und Gepäckrolle: Die Softbag-Linie ist für den Offroad­fahrer konzipiert. Die Taschen sind ebenso langlebig wie wasserdicht und stecken Schläge locker weg. In Verbindung mit Kompressionsriemen erlaubt es ihr Roll-Top-Design, die Ladung fest zu verschnüren und die Gepäckkapazität je nach Bedarf flexibel zu gestalten. Reflektierende Bereiche erhöhen die Sicherheit bei schlechten Lichtverhältnissen.

Weiteres Zubehör für die Pan America

  • Reach Solo Seat: Damit auch kleinere Fahrer mit beiden Füßen den Boden erreichen, reduziert der Reach Solo Seat die Sitzhöhe um rund 2,5 Zentimeter.
  • Tallboy Solo Seat: Der Tallboy Solo Seat erweitert den Winkel zwischen Ober- und Unter­schenkel und bietet groß gewachsenen Fahrern eine souveräne Sitzposition sowie hohen Komfort auf längeren Strecken.
  • Tall Risers - schwarz: Die Tall Risers verschieben die Position des Lenkers im Vergleich zum serienmäßigen Riser um rund 5,1 Zentimeter nach oben und hinten.
  • Mittelständer: Der Mittelständer (serienmäßig bei Pan America 1250 Special) sorgt dafür, dass das geparkte Motorrad weniger Platz einnimmt als bei der Nutzung des Seitenständers.
  • Screamin'-Eagle-Street-Cannon-Schalldämpfer: Dieser robuste Schalldämpfer besteht aus einem Titangehäuse, einer Endkappe aus Kohlefaser und einem Mittelrohr aus Edelstahl.
  • Screamin'-Eagle-High-Flow-Luftfilter: Der auswaschbare Performance-Luftfilter verfügt über ein offroadspezifisches Filtermedium.
  • Lenkungsdämpfer: Der Lenkungsdämpfer (serienmäßig bei Pan America 1250 Special) optimiert die dynamische Performance und unterstützt den Fahrer bei harten Schlägen, die in unwegsamem Gelände auf das Vorderrad einwirken können.
  • Michelin-Anakee-Wild-Offroadreifen*: Stollenreifen (120/70 R19 vorne; 170/60 R17 hinten) mit einem stylishen Profil, das für gute Traktion im Gelände entwickelt wurde.
  • Kreuzspeichenräder: Räder mit Edelstahlspeichen, die unterhalb der Reifenwulst außen an der Aluminiumfelge angebracht sind (für Pan America 1250 Special ab Werk als Option verfügbar).
  • Sturzbügel: Die Stahlrohrsturzbügel (serienmäßig bei Pan America 1250 Special) schützen die Kühlerverkleidung und andere Motorradkomponenten vor Beschädigungen und verleihen der Maschine einen robusten Look.
  • Kühlerschutz: Dieses Bauteil bietet bei Fahrten im Gelände zusätzlichen Schutz vor kleinen Steinen und anderen Fremdkörpern.
  • Motorschutz: Der als Zubehör erhältliche Unterfahrschutz ersetzt das serienmäßige Bauteil und bietet bei Offroadfahrten zusätzlichen Schutz vor umherfliegenden Steinen und Fremd­körpern.
  • Scheinwerferschutz: Das Schutzgitter für den Scheinwerfer bewahrt diesen vor Steinen und anderen Fremdkörpern und unterstreicht das unverwüstliche Design.
  • Screamin'-Eagle-Hitzeschild-Insert: Das leichte Kohlefaserauspuffschild hält die Hitze vom Bein des Fahrers fern und erhöht den Luftstrom am Krümmer.
  • Windschutzscheiben: Die Adventure-Windschutzscheiben bieten Qualität in unverwechsel­barem Stil und erhalten die Funktion des Höhenverstellmechanismus.
  • Auxiliary LED Forward Light Set: Die Auxiliary LED Forward Lights bieten erstklassige Funktionalität. Als Paar installiert, erfüllt jede Leuchte drei Funktionen in einem Gehäuse: Nebelscheinwerfer, zusätzliches Abblend- und Offroadlicht.
  • Tactical Heated Hand Grips (serienmäßig bei Pan America 1250 Special): Zur Regelung dieser Heizgriffe kommen ein Widerstand in Militärqualität und ein Thermostat zum Einsatz, der die Wärmeabgabe überwacht und an die Umgebungstemperatur anpasst.
  • Tankkniepads: Diese selbstklebenden schwarzen Gummipolster verfügen über konisch zulaufende Rippen, die das Styling des Sitzes der Pan America aufgreifen und für zusätzlichen Grip und Komfort sorgen.

Die neue Harley-Davidson Sportster S im Fokus

Harley-Davidson und Sport? Sind das nicht ausnahmslos dicke Cruiser? Keineswegs, vor allem die Sportster-Reihe hatte in ihren Anfangsdekaden vor nunmehr fast 65 (!) Jahren durchaus Sport im Sinne! Was im Laufe der Zeit zu Harleys Cruiser-Mittelklasse wurde, soll nun mit der Sportster S wieder mehr in Richtung Dynamik und Sportlichkeit gehen.

Schon klar, dass dieser Spruch nun bereits zigfach in Zusammenhang mit der Harley-Davidson Sporster verwendet wurde, er passt aber einfach zu gut: Totgesagte leben länger! Und rückblickend war die Sportster ja auch nur ein knappes Jahr bei uns in Europa weg vom Fenster, die Amerikaner hatten sie ohnehin durchgehend. Doch gerade wenn man sich mit der Harley-Reihe etwas genauer beschäftigt, wird einem klar, wie wichtig die Sportster eigentlich für die Amerikaner ist - bereits 1957 wurde das erste Modell präsentiert und erlangte in den Jahrzehnten danach tatsächlich einen gewissen sportlichen Ruf, wie das der Name ja eigentlich auch vermuten ließe.

Erst in den letzten Jahren wurde die Sportster zu einer Modellreihe, die zwar etwas leichter und handlicher war als die richtig dicken Cruiser der Amis, mit Sport hatten aber auch sie nicht allzu viel am Hut. Das soll mit der neuen Sportster S nun alles anders werden - oder zumindest teilweise anders. Denn auch die neue S ist in Wahrheit weit davon entfernt, die Motorrad-Kategorie, in der sie sitzt, durch Extrem-Sport zu revolutionieren - und das hat zwei Gründe.

Zum Einen, weil sie nach wie vor ein Custom-Bike sein möchte, das durch sein Design und dessen Einzigartigkeit punkten will und nicht etwa durch funktionale Bauteile, die schnellere Rundenzeiten auf der Rennstrecke ermöglichen würden. Zum Anderen, weil es eigentlich keine Kategorie gibt, in die man die Sportster S exakt einordnen könnte - und damit findet man auch nicht wirklich eine direkte Konkurrentin, mit der sich die neue Sportster S messen müsste!

Am ehesten fällt einem vielleicht noch eine Indian Scout ein, die ist aber doch etwas schwerer, schwächer und will auch in Sachen Design einfach nur ein klassischer Cruiser sein. Also doch eher die Indian FTR 1200? Nein, die ist ein echtes Naked Bike, was die Sportster S bestimmt nicht ist - denn dafür hat sie zu viele Eigenheiten, die sich tatsächlich mit nichts anderem so richtig vergleichen lassen. Triumph Bonneville Bobber?

Design und Fahreigenschaften der Sportster S

Und damit bin ich auch schon bei den Problemzonen, die mir bereits vor der Testfahrt aufgefallen sind - und bei jenen, die überhaupt erst durch die Testfahrt aufgetaucht sind. Aber eines nach dem anderen, zwei vermeintliche Schwachstellen lösten sich nämlich bereits nach kurzer Zeit in Luft, also in Wohlgefallen auf. Die eine ist ohnehin eine sehr subjektive, nämlich das Design betreffende - der breite Scheinwerfer, der ganz einfach aus der Fat Bob entliehen scheint, wollte für mein Verständnis so gar nicht zu einer Sportster passen! Da gehört doch ein Rundscheinwerfer, dachte ich mir.

Die zweite Problemzone wäre hingegen eine tatsächliche, weil für die Fahrerei wichtige - eine Bremsscheibe an der Front ist nun mal eine zu wenig! Doch auch hier muss ich zugeben, dass es durchaus legitim ist, solch ein Motorrad nur mit einer Einzelscheibe auszustatten, denn die 320er-Anlage mit radial montierten Vierkolben-Monobloc-Zangen von Brembo ist wirklich bissig genug und dabei auch noch angenehm dosierbar. Ich vertrete zwar nach wie vor die Meinung, dass zwei Scheiben besser wären, aber in diesem (seltenen) Fall reicht tatsächlich eine einzelne.

Kommen wir also zur dritten Problemzone an der Front, die sich zwar auch sehr gut aber dann doch nicht ganz wegretuschieren lässt - der fette Vorderreifen. Wobei ich gleich vorab sagen muss, dass es bestimmt Interessenten geben wird, die eine Sportster S gerade WEGEN ihres Vorderreifens im ungewohnten Format 160/70-17 haben wollen! Normal, also 120 breit kann ja wohl jeder und ehrlich gesagt, geht auch dieser Reifen dank seiner spitzeren Kontur erstaunlich gut um diverse Radien. Einziges Problem ist klarerweise, dass es ein schmälerer Reifen noch besser könnte - aber das war wohl für die absolut designorientierte Sportster S keine Option.

Es bleibt die erfreuliche Tatsache, dass die extra von Dunlop konzipierten GT503 ohnehin erstaunlich neutral um die Ecke zirkeln und sich weder zu sehr aufstellen, noch zu stark einknicken. Die Tatsache, dass die Sportster S also trotz der eigenwilligen Reifendimensionen erstaunlich souverän abbiegt, liegt natürlich auch daran, dass Dunlop für die neue Harley eigens den GT503 entwickelt hat. Die Reifenkontur ist so geformt, dass die Kontaktfläche zum Asphalt konstant groß bleibt, um ein hohes Maß an Haftung zu bieten - egal bei welcher Schräglage. Angenehm sportlich ist auch das Profildesign gelungen, das zum dynamischen Erscheinungsbild der Sportster S passt und auch unter der Lauffläche bietet der neue Harley-Reifen gewohnt innovative Technologien.

So verfügt die Radialkonstruktion über die bewährte JointlessBelt-Technologie (endlos gewickelter Null-Grad-Gürtel), die auch bei Dunlops Hypersport- und Sporttouring-Reifen zum Einsatz kommt. Vorteile sind ein neutrales Handling über den gesamten Schräglagenverlauf, mehr Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten sowie ein ordentliches Feedback.

Fahrwerk und Elektronik

Scheint sich also alles ganz gut aufgelöst zu haben, wäre da nicht noch ein Kritikpunkt, der mir nun am stärksten bitter aufstößt: Die kaum vorhandenen Federwege, die das Fahrwerk insgesamt äußerst straff machen. 92 Millimeter an der Front, hinten gar nur 51 (!) Millimeter machen dem Fahrer nicht immer das Leben einfacher.

Die große Pan Am ist auch ein gutes Stichwort für die Elektronik-Ausstattung der Sportster S, denn wer den Umfang derer kennt, wird sich nicht mehr ganz so wundern, warum die neue Sportster dermaßen viel gutes Zeug serienmäßig mit an Bord hat! Kurven-ABS, schräglagenabhängige Traktionskontrolle, jeweils einstellbar und ganze fünf Riding Modes (Sport, Road, Rain und zwei frei konfigurierbar) sind schon eine Ansage! Hinzu kommt ein Tempomat in Serie, was will man mehr!

Die drei vorgefertigten Modes sind im Übrigen wie auf der Pan America so abgestimmt, dass man tatsächlich Unterschiede in der Gasannahme merkt, die Leistung selbst wird aber nicht gekappt. Womit ich mal erst am Ende eines Tests zum Herzstück der Maschine komme, dem Motor. Allerdings keineswegs, weil er so unspektakulär wäre, sondern weil er sich keinen Fehler erlaubt.

Der Motor der Sportster S

Der Revolution Max 1250 wird zwar aus der Pan America 1250 übernommen, nennt sich aber Revolution Max 1250 T, bekommt also ein T für Torque noch dazu. Resultat diverser Umbauten an Ventilen, Drosselklappen und sonstigen Teilen sind 122 PS bei 7500 Touren und 125 Newtonmeter Drehmoment bei 6000 Umdrehungen. Und Harley hat es tatsächlich geschafft, diesem Motor unten und in der Mitte so viel Schmalz einzuhauchen, dass man ihn de facto nicht in den Begrenzer jagen muss. Kraft ist also da, allerdings auch so gut kontrollierbar, dass ich es vorzog, im schärfsten S-Mode zu bleiben, weil mich schon der nicht überforderte - warum also mit weniger begnügen?

Fazit zur Sportster S

Die neue Sportster S ist somit eine gelungene Neuinterpretation dieser altehrwürdigen Modellreihe, die sich durchaus ihre Fangemeinde aufbauen wird. Es ist klar, dass ein 160er-Vorderreifen nicht abbiegen kann wie ein Moped, aber der einzigartige Look, der dadurch entsteht, ist es absolut wert.

Laut Harley folgen noch weitere Sportster-Modelle mit diesem Motor, vielleicht kommt sogar wieder ein kleineres Triebwerk als Ersatz für die günstigere 883er-Sportster auf den Markt. Die Sportster S besinnt sich wieder mehr auf die Tradition dieser Baureihe - ja, es ging tatsächlich mal um Sport! Daher will sich die neueste Kreation der Amerikaner mit ihren 122 PS und 125 Nm Drehmoment auch nicht in die Cruiser-Schiene lenken lassen sondern fast schon klassenlos auf Kundenfang gehen.

Geboten wird ein herrliches Poser-Bike, das sich insgesamt erstaunlich einfach fahren lässt. Die Einzelscheibenbremse an der Front arbeitet gut und der fette 160er-Vorderreifen lenkt besser ein als man vermuten würde. Lediglich die harte Federung lässt den Fahrer auf längeren Strecken leiden - was vor dem Eissalon natürlich völlig egal ist.

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