Jede Harley ist einzigartig, aber alle teilen den typischen Spirit, der sie seit Jahrzehnten so beliebt macht. Die Harley-Davidson Street Bob Special Edition ist eine solide Harley mit guter Verarbeitungsqualität. Fast alle Teile sind aus Metall und sitzen bombenfest, nichts wirkt billig.
Die Eckdaten der Street Bob Special Edition
Die Eckdaten passen gut zum puristischen Cruiser: 78 PS bei 5250 Umdrehungen sind nebensächlich, das Drehmoment ist entscheidend. Mit 134 Newtonmetern bei 3000 Touren drückt es den Fahrer in die Badlander-Sitzbank. Die Bremse an der Front verzögert sicher und anständig, auch dank serienmäßigem ABS.
Die Sitzposition
Die Sitzposition überrascht positiv, da die Beine nicht ganz ausgestreckt sind, was eine angenehme Position ergibt. Der flache Drag Bar-Lenker sorgt für eine aufrechte Sitzhaltung und eine flache Gesamtlinie.
Dadurch unterscheidet sich die Special Edition von der ursprünglichen Street Bob mit Mini Ape-Lenker, normaler Fußrastenanlage, Einzelsitzbank und Speichenfelgen. Immerhin hat sie das coole Heck der Street Bob geerbt: ein gechoppter Fender ohne Rücklicht, das in die Blinker integriert ist.
Fahrgefühl und Optik
Die Harley-Davidson Street Bob Special Edition ist ein minimalistisches Modell, das den Geist der Marke verkörpert. Der Fahrer spürt das volle Potential des Motors und des Fahrtwinds. Die Sitzposition ist trotz der vorverlegten Fußrasten und des flachen Lenkers angenehm, und das Fahrwerk ermöglicht auch Tagestouren. Das Fahren und die Optik müssen bei einer Harley stimmen.
Vergleichstest: Street Bob vs. Wide Glide
Mit dem Harley-Davidson-Modellprogramm ist es wie mit der Losbude auf dem Rummel. Die Frage ist: Neue Wide Glide oder alte Street Bob?
Seit 2006 produziert Milwaukee die Dyna Street Bob mit identischem Motor, beinahe identischem Fahrwerk und ähnlichen Anlagen. Die Wide Glide wird als "radikaler Chopper" bezeichnet, die Street Bob als "gestrippt bis auf das, was zählt". Der Unterschied liegt im Detail, wie dem um fünf Grad flacheren Lenkkopfwinkel (54 Grad) der Wide Glide, dem größeren Vorderrad, dem breiteren Hinterrad und der anderen Auspuffanlage.
Die identische Sitzbank platziert den Fahrer in niedrigen 680 Millimetern über dem Boden. Doch Lenker und Fußrasten machen die Wide Glide zur Wide Glide und die Street Bob zur Street Bob.
Ein halbhoher "Ape Hanger" auf der Street Bob verhindert Achselschweiß, während bei der Wide Glide die Fußrasten so weit vorn angebracht sind, dass Steiß und Wirbelsäule die natürliche Fortsetzung der Federbeine bilden.
Für die Street Bob spricht, dass der verchromte Luftfilter und die Hupe die Unterschenkel im Takt des V2 massieren, während die Motoraufhängung in Gummilagern auf der Wide Glide einiges wegdämpft. Außerdem sind die Michelin-Reifen und die bekömmlichere Hinterraddimension (160 statt 180 Millimeter) freundlicher.
Für die Wide Glide spricht der "Peter-Fonda-Effekt". Solange es nicht über die 100-km/h-Marke geht oder Kurven in engagiertem Tempo angegangen werden, fühlt es sich lässig an. Eine seidenweiche Gasannahme und nahezu null Spiel im Antriebsstrang minimieren Lastwechselreaktionen fast vollständig.
Schon bei rund 3500/min liegt ein Drehmomentmaximum um die 120 Newtonmeter an, aber ab 2000/min lässt sich unbeschwert choppern. 190 km/h sind für die Street Bob drin, 195 für die Wide Glide. Die Street Bob steht etwas besser da als die Wide Glide, was vermutlich an den unterschiedlichen Auspuffanlagen liegt.
Arme nach oben oder Beine nach vorn - so definieren sich die beiden Chopperphilosophien. Wer weder das eine noch das andere mag, sollte lieber zu Fuß über den Rummel schlendern oder ein ganz normales Motorrad fahren.
Daten: Harley-Davidson Street Bob (Wide Glide)
| Merkmal | Street Bob | Wide Glide |
|---|---|---|
| Motor | Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-45-Grad-V-Motor | |
| Hubraum | 1585 cm3 | |
| Nennleistung | 56,0 kW (76 PS) bei 5350/min | 57 kW (78 PS) bei 5250/min |
Probleme mit dem Steißbein und Lösungen
Viele Street Bob Besitzer kennen das Problem: Nach wenigen Kilometern schmerzt das Steißbein. Hier sind einige Tipps:
- Falsche Sitzhaltung: Lass dich beim Fahren an einer Schaufensterscheibe fotografieren und werte das Bild aus.
- Lenkerposition: Stelle den Lenker steiler nach vorne.
- Fußrastenposition: Überprüfe die Position der Fußrasten.
- Sitzbank umpolstern: Lass die Sitzbank beim Sattler mit Gel-Einlagen umpolstern und einen Hohlraum für das Steißbein fräsen.
- Sundowner Sitzbank: Die Sundowner Sitzbank von Harley Davidson bietet mehr Komfort.
Alternativen und Anpassungen
Für kleinere Fahrer gibt es den "Super Reduced Reach Seat" von HD oder den Mustang Wide Tripper Forward mit Diamond Stich. Probefahren ist empfehlenswert!
Weitere Optionen sind:
- Le Pera Bare Bones
- Biltwell Champion Solo Sitz
Auch das Umrüsten von 12 Zoll Federbeinen auf 11 Zoll Federbeine kann helfen.
Sitzbank für den Soziusbetrieb
Für den Soziusbetrieb ist eine Sissybar empfehlenswert. Es gibt abnehmbare Versionen, bei denen Halter auf dem Fender angebracht werden.
Technologien für mehr Sicherheit und Komfort
- TPMS: Warnt den Fahrer bei zu niedrigem oder zu hohem Reifenluftdruck.
- C-ABS: Berücksichtigt den Schräglagenwinkel des Motorrads.
- C-DSCS: Verhindert Schlupf am Hinterrad beim Herunterschalten oder abrupten Gaswegnehmen.
Harley-Davidson bietet eine Fülle von Möglichkeiten für die richtige Sitzbank und die perfekte Sitzposition. Reach Sitze sind so geformt, dass Du den Boden leicht erreichen kannst und näher an den Bedienelementen sitzt. Die Form und Schaumstoffdichte der Sundowner Sitze wurde im Straßentest mit Hunderten von Stunden und anhand von ergonomischen Prüfungen entwickelt.
Die Bedeutung einer hochwertigen Motorrad Sitzbank
Eine hochwertige Motorrad Sitzbank kann den Unterschied zwischen Qual und Vergnügen ausmachen. Standard-Sitzbänke sind oft nicht auf lange Fahrten ausgelegt. Eine Komfort Sitzbank Motorrad hingegen ist speziell darauf ausgelegt, Druckpunkte zu reduzieren und eine bessere Gewichtsverteilung zu ermöglichen.
Beim Kauf einer neuen Motorrad Sitzbank solltest du auf folgende Aspekte achten:
- Material: Hochwertige, langlebige und wetterbeständige Materialien.
- Polsterung: Feste, aber bequeme Polsterung, die Vibrationen und Stöße reduziert.
- Ergonomie: Die Form der Sitzbank sollte zu deiner Körperhaltung und deinem Fahrstil passen.
- Passform: Stelle sicher, dass die Sitzbank zu deinem Motorradmodell passt.
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