Die Harley-Davidson WLA ist ein legendäres Motorrad, das während des Zweiten Weltkriegs eine wichtige Rolle spielte. Für viele Enthusiasten ist die Restaurierung oder der Aufbau einer WLA ein Herzensprojekt. Samwel's Supplies bietet hierfür die weltweit größte Auswahl an Ersatzteilen.
Die Geschichte von Samwel's Supplies
Im Jahr 1980, nach einer 35.000 km Tour durch Indien und Nepal auf seinem 1942er WLA Gespann, startete Aad Samwel seine Firma. In den Jahren vor seiner Reise, fuhr er auf einer 1943er WLC durch Europa und fand Freunde in allen möglichen Ländern. Dabei erwarb er auch das notwendige Wissen und die technischen Fähigkeiten, um eine alte Harley perfekt zu restaurieren. Durch seine Verbindungen kam Aad Samwel an viele schwierig zu findende Teile heran, sodass sein Interesse am Harley Business wuchs. Zudem erlernte er das Lederhandwerk, soweit es die alten Bikes betraf und das Überholen von Motoren und Getrieben.
1980 startete Aad Samwel also seine Karriere als lokaler WL Spezialist. Alle anfallenden Arbeiten an den Bikes und das Besorgen der notwendigen Ersatzteile machten ihn bei den vielen 45” Enthusiasten seiner Heimat bekannt. Als der Markt wuchs und originale Teile zunehmend knapper wurden, erkannte Aad die Notwendigkeit für die Reproduktion von Ersatzteilen. Schon im darauffolgenden Jahr wurden Dutzende von Teilen unter seiner Aufsicht in der ersten Produktionssatätte in Polen hergestellt, also lange vor dem Fall des Eisernen Vorhangs.
Zwischenzeitlich wurde auch "Samwel's Saddlery" europaweit bekannt durch die Herstellung von hochwertigen Sitzen und Satteltaschen für klassische Harleys. Ab dann wuchs die Firma so rasant, dass die Produktion von Seitenwagen, 45" Ersatzteilen und, Sitzen/Satteltaschen in drei Unternehmen aufgeteilt wurde: Samwel's Sidecars, Samwel's Saddlery und Samwel's Spare Parts. Heute sind die drei Teilbereiche aber wieder unter der Samwel's Supplies Flagge vereint.
Die Nachfrage nach Teilen wuchs weiter, sodass die Firma beschloss, die Produktion auf verschiedene Länder auszuweiten. Als Experte auf dem Gebiet und mit seiner Vision, kontrollierte Aad Samwel schließlich die Herstellung von mehr als 2000 Ersatzteilen, die ausschließlich für Samwel's Supplies gefertigt wurden. Heute besitzt das Unternehmen die weltweit größte Auswahl an WL Teilen und es ist möglich, eine komplette, neue WL aus diesen Reproduktionen zu bauen.
Ersatzteile und Zubehör im Detail
Samwel's Supplies bietet eine breite Palette an Ersatzteilen und Zubehör für die Harley Davidson WLA, darunter:
- Authentische Reproduktionen der Tarn-Rücklichter, die bei Nachteinsätzen die Sichtbarkeit des Motorrads vermindern sollten. Sie wurden über dem Rücklicht von WLA-Militärmaschinen von 1940-1941 montiert.
- Detailgetreue Nachbildung der Delco Remy Hupen, die an 1942-1943 WLA/WLC-Militärmotorrädern verwendet wurden. Sie passen jedoch an alle WWII Militärmodelle.
- Stecker für militärische Tarn-Rücklichter von WLA-Modellen 1940-1941 werden mit einer Drehbewegung in die Schlitze der Glühlampenfassungen eingesteckt, die für die Bajonettstifte des Steckers vorgesehen sind.
- Umbaukit um serienmäßige 32E Lichtmaschinen von 6V auf 12V Betrieb umzurüsten. Mehr Leistung, stärkerer Zündfunke, besseres Licht.
- Reproduktionen der originalen Militär Schutzbleche, wie sie an WWII Big Twins und WLC 1940-1945 verwendet wurden. Mit 5/8" Streben und punktgeschweißten Verstärkungen. Passt jedoch an alle Modelle mit Big Twin Springer-Gabeln mit außenliegenden Rockern.
- Reproduktion des Scheinwerfer- und Hupenhalters, wie er 1942-1943 an WLA/WLC-Militärmotorrädern verwendet wurde. Damit wird der Scheinwerfer tief, unterhalb der Hupe montiert, zudem Sie die Platine für Kabelanschlpüsse (oben) und das vorere Schutzblech (unten).
- Originalgetreue Steuerkopfachsen für OEM Springer-Gabeln, oder unsere Classic Springer, Cannonball I-Beam und Hillclimb Gabeln. Mit korrekten Innen- und Außengewinden.
- Reproduktionen der Lenker für Classic Springergabeln. Der Standard-Lenker war die typische Ausstattung für Harleys mit Seitenwagen, für Servi-cars und Police Bikes. Verglichen mit dem Speedster ist er breiter, höher und weiter nach hinten gebogen für eine aufrechte Sitzposition. Das macht ihn auch zu einer guten Wahl beim Fahren mit Sozia auf dem Buddy-Seat, weil die Lenkerenden in engen Kehren nicht mit den Knien des Fahrers ins Gehege kommen.
- Reproduktionen der Lenker für Classic Springergabeln. Der Buckhorn ist ein Custom Lenker, der von der Breite zwischen Speedster und Standard liegt, jedoch höher und stärker gekröpft ist, als der Standard. Gut für Bikes mit Buddy-Seat (Doppelsitz), da er in engen Kehren nicht mit den Knien des Fahreres ins Gehege kommt.
- Reproduktionen der Lenker für Classic Springergabeln. Der Speedster ist der klassische Lenker für Solo-Maschinen und eine sportliche Sitzposition.
- Reproduktionen der Lenker für Classic Springergabeln. Der Speedster Hollywood hat eine Querstrebe, die ursprünglich für die Befestigung von Zusatzscheinwerfern gedacht war. Der Style gefiel aber schon damals vielen Bikern auch ohne Lampen.
Zündung
- Mit diesem Umrüstkit lässt sich die alte, mechanisch verstellbare Kontaktzündung an Harley-Davidson Oldtimern problemlos auf eine moderne Elektronikzündung umrüsten. Dabei bleiben der originale Zündungssockel und Deckel erhalten, ebenso die manuelle Zündverstellung. Unterbrecherkontakt und Kondensator entfallen vollständig und werden durch ein Elektronikmodul ersetzt.
- Vollelektronisches, selbstverstellendes Zündsystem, das die originalen, mechanisch verstellbaren Kontakt-Zündanlagen ersetzt. Als Besonderheit bietet dieses System eine separate Einstellmöglichkeit des Zündzeitpunkts (10, 15 oder 20°) während des Kickvorgangs für leichtes Anspringen. Es ist kein "Vorkicken" mehr notwendig und das gefürchtete Zurückschlagen ist auch beseitigt. Der originale Zündungssockel samt Deckel kann beibehalten werden. Unterbrecher, Kondensator und der komplette Verstellmechanismus fallen weg und werden durch das Modul ersetzt. Rein optisch bleibt das Bike also völlig unverändert.
- Exakte Reproduktion des Anschlags für die manuell verstellbaren Zündanlagen von Flatheads 1937-1946.
Gabeln
- Detailgetreue Reproduktion der klassischen H-D Springer-Gabel, wie sie original an Big Twin 1936-49 und 750er Modellen von 1941-57 verwendet wurde. Hergestellt nach der gleichen, aufwändigen Fertigungsweise, wie in der guten alten Zeit, also mit geschmiedeten Holmen und Verbindungsstücken, sodass sie von der Stabilität und Lebensdauer her dem Original in nichts nachstehen. Ideal für Restaurierungsobjekte, bei denen die korrekte Gabel fehlt oder in so schlechtem Zustand ist, dass eine Reparatur nicht mehr lohnt. Sie kann selbstverständlich auch für Aufbauten von Choppern, Bobbern und sonstigen Custom Bikes verwendet werden.
- Dies sind die Inline Springergabeln für coole Lowrider Projekte. Sie sind 2” kürzer als die Standard-Gabeln und geben dem Vorderbau des Bikes einen ganz speziellen Auftritt. Alle anderen Merkmale entsprechen den regulären Classic Springer Gabeln: Schutzblech- und Bremsankeraufnahme für Trommelbremse sind wie bei der OEM-Vorlage., Lenkkopfstangen, die mit dem Zentrierring (bitte separat bestellen) für Kugellager ab 1936 passen. Zudem haben sie zwei Ø1” Lagerstellen für die Verwendung mit Kegelrollen-Lagern ab 1949 und zwar ohne jede Modifikation. Sie sind nicht gebohrt für das Lenkkopfschloss 1948→., Die Längenangabe ist gemessen von der Achsmitte bis zum unteren Steuerkopflagersitz. Obwohl diese Custom Gabeln für 1936-1957 Big Twins mit Starrrahmen gedacht sind, können sie auch an spätere Rahmen montiert werden, vorausgesetzt, eine geeignete Lenkkopflagerung ist vorhanden.
- Verlängerte Springergabeln für mehr Bodenfreiheit, wenn man ein Bike aufbaut, das einen größeren Lenkkopfwinkel als original hat. Die +2” Version war an XA und 1941 WLA sogar Werksausrüstung. Mit aus einem Stück geschmiedeten Holmen, wie die kurzen Varianten. Die Lenkkopfstange hat zwei zöllige Lagerstellen für die Verwendung mit Kegelrollen-Lagern ab 1949 und zwar ohne jede Modifikation. Die Längenangabe ist gemessen von der Achsmitte bis zum unteren Steuerkopflagersitz. Die Gabeln sind für 1936-1957 Big Twins mit Starrrahmen gedacht, können aber auch an spätere Rahmen montiert werden, eine geeignete Lenkkopflagerung vorausgesetzt. Dabei sind Lenkkopfwinkel, Nachlauf, Fahrwerksgeometrie, Bremsfunktion etc.
- Unerlässlicher Bestandteil eines Old School Choppers ist eine überlange Springergabel, wobei man bisher originale Gabeln verlängern (naja) oder auf verwindungsfreudige Zubehör-Gabeln zurückgreifen musste. Heute gibt's professionell gemachte Lösungen, denn die hier angebotenen Gabeln für Big Twins habek ebenfalls aus einem Stück geschmiedete Holme, wie die kurzen Varianten. Lenkkopfstange mit zwei zölligen Lagerstellen für die Verwendung mit Kegelrollen-Lagern ab 1949 und zwar ohne jede Modifikation., mit positivem Rake, d.h. der Lenkkopf ist gegenüber den seitlichen Holmen nach vorne geneigt. Das wird gemacht, damit der Lenkkopf nicht so hoch und steil steht, dass man nicht mehr lenken kann. Diese Bauart nennen wir nach ihrem Rake Offset +3°., Damit die 16” Gabeln ihre Federwirkung behalten, werden sie mit speziellen, etwas verlängerten Rockers geliefert. Die sind dann auch gleich für 19 mm Achsen gebohrt zur Verwendung mit Custom-Rädern und -Bremsen., Die Längenangabe ist gemessen von der Achsmitte bis zum unteren Steuerkopflagersitz. Obwohl diese Custom Gabeln für 1936-1957 Big Twins mit Starrrahmen gedacht sind, können sie auch an spätere Rahmen montiert werden, vorausgesetzt, eine geeignete Lenkkopflagerung ist vorhanden.
Weitere Teile
- Die etwas nervöse Lenkung von Springergabel-Bikes lässt sich mit einem dieser Reibungsdämpfer deutlich beruhigen. Für die Montage müssen Lenkkopfachse und Rahmen dem Original entsprechen.
- Genaue Reproduktionen der Lagereinstellmuttern mit aufgepresstem Staubschild für Classic Springer Gabeln.
- Keine gut restaurierte WLA ist komplett ohne diese ausgezeichnete Reproduktion des originalen Militär-Windschilds. Wie die Vorlage im oberen Bereich aus Plexiglas und unten aus oliv-grünem Verdeckstoff gefertigt. Ist in wenigen Minuten befestigt und klar zum Manöver.
- Dieser Rahmen ist eine exakte Reproduktion des Harley-Davidson 45”/750 ccm Serienfahrgestells und bietet die perfekte Basis für originalgetreue Restaurierungen oder individuelle Umbauten im Chopper- oder Bobber-Stil. Er entspricht er in allen Abmessungen und Details präzise dem historischen Vorbild. Der Rahmen ist aus hochwertigem Stahl gefertigt. Besonders belastete Bereiche wie die Motor- und Getriebeaufnahmen bestehen aus gesenkgeschmiedetem Stahl, was höchste Stabilität und Maßhaltigkeit garantiert - so, wie es Harley-Davidson auch bei den Originalrahmen der damaligen 45” Solo-Modelle umgesetzt hat. Die unlackierte Oberfläche bietet maximale Flexibilität bei der individuellen Oberflächenbehandlung, egal ob Lackierung, Pulverbeschichtung oder traditionelle Verfahren.
WR Werksrennmaschinen Rahmen
Für die WR Werksrennmaschinen fertigte die Harley-Davidson Motor-Company einen speziellen "Light Frame" mit zahlreichen großen Bohrungen an den Schmiedeteilen. Auch diverse Halterungen wurden weggelassen, alles um Gewicht zu sparen. Auf der anderen Seite erhöhten zwei zusätzliche Streben am Heck die Stabilität und zwei Laschen mit Bohrungen erlaubten die Befestigung von Schraubenfedern für kleine Einzelsitze. Um noch mehr Gewicht einzusparen waren die originalen Rahmenrohre aus Chromoly, das leider - unter den damaligen Gegebenheiten - nicht optimal zu verarbeiten war und deshalb für Brüche "berühmt" wurde. Samwel nimmt deshalb für seine Rahmen bewährten Konstruktionsstahl - ein bisschen schwerer, aber haltbar und nervenschonend.
- Diese oberen Gabelbrücken werden benötigt, wenn die Lenkerrisers direkt in den Holmen der Springergabel befestigt werden.
- Rechteckige Trittbretter aus blankem Stahl, ohne Gummiauflagen, welche z.B. die Wiederverwendung vorhandener Originalgummimatten erlauben und die parkerisiert und lackiert werden können. Das WPB („War Production Board“) war eine US-Behörde mit der Aufgabe, Ressourcen in Kriegszeiten sinnvoll einzuteilen, sodass eine effektive Rüstungsproduktion erfolgen konnte. Gummi einzusparen war eine dieser Maßnahmen, weshalb die Trittbretter von Militär- und Zivilmaschinen 1943-1947 mit Metallplatten anstelle von Gummiauflagen versehen wurden.
- Im Winter wurden am vorderen Rahmenrohr von WLA/WLC Militärmaschinen diese Blechbeinschilde montiert, um dem Fahrer Schutz vor Kälte, Schlamm und Nässe zu bieten. Im Lieferumfang enthalten sind alle benötigten Halter, Schrauben, Muttern, Lederspritzlappen und Sticker.
- Interessante Nachfertigung eines Zubehörteils, das die amerikanische Buegeleisen Company (= BUCO) einstmals in den 40er und 50er Jahren angeboten hat. Sauber gefertigte Einsätze aus Alu für alle Halbmond-Trittbretter mit eingegossenem „DeLuxe”-Schriftzug. Sehr stylisch!
- Korrekte Reproduktion des Futterals für das Schnellfeuergewehr aus schwerem Leder.
- Die komplette Trommelbremse für alle Big Twin, WLC und Servi-Car Springergabeln 1936-57. Die Verzögerungswerte der vorderen, mechanischen Bremsanlage von Big Twins mit Springer-Gabel bis 1949 sind, gelinde gesagt, dürftig. Abhilfe ohne massiven Eingriff in die originale Optik war kaum möglich. Diese Duplex-Variante (zwei Bremsnocken) der Springer-Bremse erhöht die Bremsleistung, korrekte Montage vorausgesetzt. Nabe in bester Restaurierungsqualität, wie sie von 1936-1939 verwendet wurde. Auf der Bremsseite verstärkt und mit Kleinteilen im korrekten Finish ausgestattet. Passt an alle Big Twins vorne und hinten bis 1966, sowie an alle 750er Modelle als Hinterradnabe. Lieferung komplett vormontiert mit allen inneren Teilen.
- Bremsgrundplatten inklusive vormontierter Bremsbacken und aller wichtigen Kleinteile. Für eine komplette Bremse fehlen jetzt noch die Bremstrommel und die Achsdistanz.
- Zum Befestigen der Luftpumpe am linken hinteren Rahmenrohr. Mit Flügelmuttern zur schnellen Befestigung.
- Verchromte Version der Tankabdeckungen, wie sie an 45"/750cc Militär- und Zivilmaschinen der Jahre 1937-1946 verwendet wurden. Der WLA Solositz ist an den Seiten mit Nieten verstärkt.
- Präzise Reproduktion der olivbraunen Tankabdeckungen wie sie an 45“/750cc Mili.
Harley-Davidson WLA vs. WLC: Was sind die Unterschiede?
Wer denkt, Harley-Davidson WLA und WLC wären technisch weitgehend identisch, irrt sich. Die beiden Militärmodelle unterscheiden sich am Anfang der Produktion in über zwanzig Ausstattungsdetails. Gleich zu Beginn die Überraschung: Die fürs kanadische Militär gebaute WLC (das C steht für Canada) war zwar eine spezielle Variante der WLA (A für Army), aber die WLC war viel früher im Kriegseinsatz unterwegs. Der Grund: Kanada hat als Mitglied des Commonwealth und zur Unterstützung des britischen Mutterlandes bereits WLC-Motorräder nach England verschifft, als die USA, die erst nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941, in den Krieg eintraten.
Insgesamt wurden während des Zweiten Weltkriegs um die 88000 Harleys auf WL-Basis fürs Militär gebaut. Darüber hinaus existierten nach dem Ende der Kämpfe Ersatzteile, um daraus weitere 30000 Maschinen auf die Räder stellen zu können. Nicht umsonst verschleuderte der Staat zunächst die Teile fürn Appel und ’n Ei, später verhökerte man sogar komplette lauffähige Motorräder für schlanke 80 Dollar, was inflationsbereinigt und verglichen mit der Kaufkraft des Dollars im Jahr 1947 heute etwa 900 Dollar gleich käme.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
- Der augenfälligste Unterschied ist die Tatsache, dass die WLC im Gegensatz zur WLA auch einen „Hauptständer“ am Vorderrad hat. Das mag zunächst profan erscheinen, hat aber einen gewichtigen technischen Hintergrund. DAS Erkennungsmerkmal der WLC ist der große Ständer für das Vorderrad. Der Clou an dieser Sache: Vorder- und Hinterrad sind untereinander austauschbar, was bei der WLA nicht möglich ist.
- Bei den WLC ab Baujahr 1943 gingen die Entwickler sogar so weit, den Radachsen außen einen zirka zehn Zentimeter langen Handgriff zu verpassen, mit dem man die Achse bequem herausziehen konnte.
- Auch ein Unterschied: Die verwendeten Bremstrommeln an der WLC stammten von Harleys Big-Twin-Modellen.
- So befand sich der Gasgriff bei den WLA am rechten, bei den WLC - genau wie bei den damaligen Motorrädern von Indian - am linken Lenkerende. Der rechte Drehgriff diente zum Verstellen der Zündung.
- Zudem waren die WLC links mit einem zusätzlichen Bremshebel für die Vorderradbremse bestückt. Rechts am Lenker trug die WLC - obwohl sie eine Fußkupplung hatte - einen zusätzlichen Handkupplungshebel.
- Bei den frühen Modellen ab Ende 1941 war ein Notaus-Lichtschalter rechts knapp über dem Werkzeugkasten am hinteren Rahmenrohr befestigt. Das hat man in späteren Baujahren geändert, weil der Schalter im Gelände doch arg vom Hinterrad zugesaut wurde.
- Frühe Exemplare der WLC hatten im Gegensatz zu den WLA auf der rechten Fahrzeugseite hinten keinen Sturzbügel, auf der linken Seite aber schon, um den Luftfilterkasten zu schützen.
- Ebenso wurden die Positionen der Lampe und der Hupe getauscht, bei späten WLC wanderte die Lampe von ihrer hohen Position nach unten, die Hupe entsprechend nach oben.
- Und anders als bei den WLA bestanden alle Öl und Benzin führenden Leitungen der WLC aus Gummi.
- Der obligatorische Halter für das Thompson-Gewehr, der bei allen WLA die rechte Seite der Gabel schmückt, fehlt bei der kanadischen Version.
- Wichtig bei der Authentizitätsrecherche: Alle WLC haben eine eingeschlagene Motornummer, die mit dem abgekürzten Baujahr (beispielsweise 42) und den Buchstaben WLC beginnt, danach folgt eine fortlaufende Zahl.
- Im Gegensatz zu den WLAs wurde alle WLC ab Werk sowohl mit einer Frontverkleidung samt Schutzscheibe wie auch mit Beinschützern aus Kunstleder ausgeliefert. Und anders als bei dem Modell für die US-Army war die Munitionskiste nicht links an der Springergabel montiert, sondern thronte mittig auf dem Frontfender.
Im Juli 1943 gab es dann eine Änderung in der Produktion. Ein kanadisches „Military User Committee“ hatte verfügt, dass die Frontverkleidung, die Beinschützer und die Soziussitze von allen WLC entfernt werden sollten. Das Komitee war der Meinung, dass das englische Wetter so schlecht nicht sei, um all dieses Equipment am Fahrzeug haben zu müssen. Außerdem verbannte man die Handgriffe von der Maschine, die sich bei Stürzen als gefährlich für den Fahrer erwiesen hatten. Ab dem 7. Juli wurden die WLC ohne Verkleidung produziert, ab dem 21. Juli waren der Soziussitz und die zusätzlichen Handgriffe Geschichte.
Generell haben sich die Maschinen im Laufe der Jahre durch Modellpflege leicht verändert. Anfangs zum Beispiel hatte das voluminöse Ölbad-Luftfiltergehäuse bei WLA und WLC eine zylindrische Form, später wurde daraus ein rechteckiger Kubus.
Verwandte Beiträge:
- Aermacchi Harley Davidson Ersatzteile: Wo finde ich sie?
- Original Harley Davidson Ersatzteile: Bezugsquellen & Tipps
- Harley Davidson V-Rod Ersatzteile: Wo kaufen? Tipps & Tricks
- Harley Davidson Sportster Ersatzteile: Qualität, Auswahl & Preise
- Rennrad Trikot Test: Entdecke die Top-Ausrüstung für ambitionierte Radfahrer!
- Leichte Mountainbike Pedale: Test & Kaufberatung
Kommentar schreiben