Der Harz, mit seinen mystisch anmutenden Gebirgslandschaften, tiefen Tälern und dichten Wäldern, ist ein wahres Paradies für Motorradfahrer. Auf rund 2000 Quadratkilometern lockt die Region mit abwechslungsreichen und anspruchsvollen Strecken, historischen Sehenswürdigkeiten und malerischen Aussichtspunkten. Farbenfrohe Bergwiesen, Stauseen und Wasserfälle sorgen für reichlich Abwechslung.
Motorrad Touren durch den Harz entpuppen sich in der Regel als astreine Mischung aus Kurvenspaß, Landschaftsgenuss und Augenschmaus. Egal ob man die Herausforderung auf kurvigen Straßen sucht, die Landschaft genießen möchte oder sich für die reiche Geschichte der Region interessiert: Der Harz bietet jede Menge Highlights, motorradfreundliche Unterkünfte und Gaststätten für einen spontanen Einkehrschwung.
Die beliebtesten Motorradziele im Harz
Ein Highlight für viele Motorradfahrer ist die Fahrt auf der Harzhochstraße, die atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft bietet. Auch die Fahrt zum Kyffhäuser-Denkmal oder zum Brocken, dem höchsten Gipfel des Harzes, ist ein unvergessliches Erlebnis.
Kyffhäuser-Denkmal
Wahrzeichen ist das 81 Meter hohe Kyffhäuser- oder Barbarossa-Denkmal. 1896 zu Ehren von Kaiser Wilhelm I. eingeweiht, ist es heute die Besucherattraktion im Kyffhäuser und einer der Motorrad Ziele im Harz. Doch nicht nur das - die Motorradfahrer entdeckten die aussichtsreiche Lage des Denkmals für sich und machten daraus einen gut besuchten Biker Treff im Harz. Ein Abstecher zum Kyffhäuser-Denkmal darf also auf keiner der Harztouren mit dem Motorrad fehlen.
Brocken
Die Brockenbahn hingegen dampft zum 1.142 Meter hohen Brocken hinauf, der während des Kalten Krieges militärisches Sperrgebiet war und nun wieder besucht werden kann. Von Drei Annen Hohne aus bietet sich eine Fahrt zum Brocken (oder auch "Blocksberg" genannt) mit seiner markanten, oft nebelumhüllten und sagenumwobenen Kuppe an. Der mit 1141 Metern höchste Berg im Harz lässt sich zwar nicht mit dem Motorrad bezwingen, jedoch kann man das Gefährt wechseln und den Gipfel mehrmals täglich ab Drei Annen Hohne mit einer urigen, 700 PS-starken Dampfeisenbahn in rund 50 Minuten erklimmen.
Mit der Schmalspurbahn oben angekommen zeigt sich das atemberaubende Panorama des umliegenden Nationalparks, die klare Bergluft am Brocken lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Im Brockenhaus widmet sich ein Teil der Ausstellung dem Hexenkult. Jedes Jahr zum 30. April finden im ganzen Harz Walpurgisfeiern statt, wobei besondere Zentren Schierke am Brocken und der Hexentanzplatz Thale sind.
Empfohlene Motorradtouren im Harz
Drei ADAC Touren-Tipps widmen sich der beliebten Motorradregion. Auf vielfältigen und anspruchsvollen Strecken in einer abwechslungsreichen Naturlandschaft durchqueren die Motorradrouten das Mittelgebirge über Berg und Tal, passieren historische Sehenswürdigkeiten und führen zu besonders schönen Aussichtspunkten, an denen man immer wieder auf Gleichgesinnte treffen kann.
Rundfahrt durch den Harz
Sie ist etwa 230 Kilometer lang und lässt sich an einem Tag bequem fahren - die Rundfahrt durch den Harz, eine ganz typische Harz Motorrad Tour. Größtenteils führt sie über sehr gut ausgebaute Straßen und weist viel Abwechslung auf - von der gepflegten Bundesstraße über verschlungene Landstraße bis zur kurvenreichen Gebirgsstrecke ist alles dabei, was sich der Biker auf seinen Motorrad Strecken im Harz wünscht.
Nach dem obligatorischen Spaziergang durch die Altstadt des Startortes Goslar wartet hinter Bad Harzburg das erste motorradfahrerische Highlight Motorradtour im Harz: die Kurvenstrecke über Stapelburg, Ilsenburg und Drübeck nach Wernigerode. Auch die „bunte Stadt im Harz“ ist einen Bummel zu Fuß wert. Weiter geht es Richtung Süden auf motorradgerechtem Asphalt. Will heißen, kräftige Höhenunterschiede, jede Menge Kurven, Spaß ohne Ende beim Motorradfahren durch den Harz.
Von Blankenburg nimmt unsere Motorrad Tour Harz Kurs auf Thale, romantisch am Eingang des Bodetales gelegen. Über Gernrode und Harzgerode geht es weiter mit dem Motorrad durch den Harz nach Hasselfelde, von dort aus Richtung Benneckenstein. Kurve reiht sich an Kurve, dann taucht Hohegeiß auf. Hinter Braunlage wartet in Form des Aufstiegs nach St. Andreasberg ein weiteres motorradfahrerisches Highlight. Vorbei an der Söse-Talsperre führt unsere Harz Motorrad Tour weiter nach Osterode mit seinem hübschen Marktplatz. Über die alte Bergwerkstadt Clausthal-Zellerfeld erreichen wir schließlich kurvenreich unseren Startpunkt Goslar, und diese tolle Motorrad Tour durch den Harz ist zu Ende.
Motorradtour durch den westlichen Harz
Mit dem Motorrad: Muntere Links-Rechts-Kombinationen durch den westlichen Harz versprechen dank gut ausgebauter Straßen puren Fahrspaß auf zwei Rädern. Eine unvergessliche Motorradtour lebt von kurvenreichen Straßen und beeindruckenden Landschaften, aber auch von genussvollen Pausen und entspannten Übernachtungen in motorradfreundlichen Hotels in der Region.
Von dort aus führt die Route auf kurviger Strecke nordwestlich über Westerhof nach Willershausen und macht anschließend wieder einen Schlenker nach Osten zur Bergstadt Bad Grund. Hier führt die Tour am Iberg vorbei, wo sich ein Besuch der Iberger Tropfsteinhöhle lohnt. Im Höhlenerlebniszentrum können durch Metallablagerungen in Farbe getauchte, faszinierende Stalagmiten und Stalaktiten bewundert werden.
Knapp zwei Kilometer von der Tropfsteinhöhle entfernt, direkt an der B242, ragt der markante Kalksteinfels Hübichenstein, einst ein Korallenriff, in die Höhe. An dessen Spitze thront eine bronzene Adlerskulptur, die zu Ehren Kaiser Wilhelms I. errichtet wurde. Weiter geht es entlang der Markau nach Seesen, wo der Blinker rechts Richtung Lautenthal gesetzt wird - eine angenehme Waldpartie im Innerstetal mit einigen schön zu fahrenden Kurven folgt.
Von Lautenthal bis Kreuzeck bewegt sich die Tour auf einer spannenden Kurvenstrecke. An der Einmündung auf die B241 bei Kreuzeck wird links abgebogen und der Bundesstraße 14 Kilometer bis Goslar und um die Altstadt herum gefolgt - eine weitere Traumetappe mit vielen tollen Kurven.
Motorradtour im Herzen des Harz
Eine Motorradtour im Harz bringt jede Menge rasante Auf- und Abfahrten mit sich - schnell wird klar, warum die Region als Motorradparadies im Herzen Deutschlands gilt. Diese Route führt direkt ins Zentrum des Mittelgebirges und sorgt dank der zu bewältigenden 4000 Meter Höhenunterschiede dafür, dass es an motorradgerechten Bergstraßen nicht mangelt.
Als Ausgangsort der Motorradtour im Herzen des Harz bietet sich die Stadt Braunlage mit ihren motorradfreundlichen Unterkünften an. Von dort führt die Route zunächst auf der B27 und ab der Ortschaft Elend auf einer kurvenreichen und schmalen Straße zu Füßen des Brocken nach Drei Annen Hohne.
Vom Brocken aus führt die Motorrad-Rundtour an den Nordrand des Harzes nach Wernigerode, einst vom Heimatdichter Hermann Löns als "bunte Stadt am Harz" getauft. Ein Urteil, das sich mit Blick auf die farbenfrohen Fachwerkhäuser des Städtchens bestätigt. Das hoch über der Stadt thronende Schloss - ein Paradebeispiel historischer Architektur - und die malerische Altstadt mit charmanten, kopfsteingepflasterten Gassen laden zum Flanieren ein. Inmitten von prächtigen Patrizierhäusern dominiert das mit Erkern und Türmen verspielt gestaltete Renaissance-Rathaus am Marktplatz.
Nach einem Boxenstopp in Wernigerode geht es süd-östlich über Elbingerode nach Rübeland, wo die beeindruckenden Rübeländer Tropfsteinhöhlen tief im Herzen der Harzer Berge besucht werden können.
Wenige Kilometer weiter folgt ein weiteres touristisches Highlight: die Rappbodetalsperre, deren Überquerung atemberaubende Ausblicke bietet. Trittfeste und Schwindelfreie können das Rappbodetal unkompliziert in Motorradmontur auf der Titan RT, einer knapp 459 Meter langen Fußgänger-Hängebrücke, die parallel zur Staumauer verläuft, überqueren. Tickets für die Hängebrücke können vor Ort gelöst werden. Für einen extra Adrenalinkick sorgt eine 120 Meter über dem Abgrund der Rappbodetalsperre verlaufende Zipline, eine der größten Doppelseilrutschen Europas. Um die Megazipline erleben zu können, muss vorher ein Termin gebucht werden. Wer es ruhiger mag, kann etwas Zeit unterhalb der Talsperre auf dem Wasser verbringen.
An der Staumauer Wendefurth vorbei geht es weiter über Hüttenrode Richtung Norden, bis auf kurviger Strecke die Stadt Blankenburg und schließlich Thale erreicht wird. Ein Thale-Reisetipp, der in keinem Reiseführer fehlt, ist der Hexentanzplatz: ein 450 Meter hohes Felsplateau, auf dem schon die Germanen ihren Göttern huldigten. Hier sollen sich der Sage nach einst die Geliebten des Teufels in der Walpurgisnacht zum Besenritt auf den Brocken getroffen haben. Hinauf führt eine Kabinenseilbahn, oben wartet ein wunderbarer Blick über das Bodetal.
Wer sich die Seilbahnfahrt oder eine Wanderung zum Hexentanzplatz sparen möchte, kann mit dem Motorrad einen kurzen Abstecher zur Rosstrappe unternehmen, ein dem Hexentanzplatz direkt gegenüberliegender Granitfelsen. In rund 15 Minuten Fußmarsch gelangt man vom Parkplatz an der Rosstrappe (in der GPX-Datei als Zwischenziel hinterlegt) bis zum Aussichtspunkt. Von hier kann man einen sehr guten Blick auf den sagenumwobenen Hexentanzplatz erhaschen und die Aussicht ins wilde, tief eingeschnittene Bodetal genießen.
Nach dem Hexentanz folgt ein wahrer Kurventanz auf teilweise engen Straßen durch eine landschaftliche Szenerie, die für den Nordharz einmalig ist und den Alpen entliehen scheint. Unter den mächtigen Granitfelswänden rauscht der Fluss Bode durch eine canyonähnliche Schlucht. Die Motorradtour folgt der Bode und erreicht Treseburg. Anschließend werden die Städte Allrode, Stiege und Stolberg im Thyratal passiert. In Stolberg angekommen ist das Schloss sowie die historische Innenstadt, welche mit kleinen Cafés und Restaurants zum Verweilen einlädt, sehenswert.
Über Buchholz führt die Motorradroute nun ins Zentrum von Nordhausen, wo sich ein Besuch der Traditionsbrennerei lohnt. Das 1996 eröffnete Museum informiert über die 150 Jahre alte Geschichte der Kornbranntweinbrennerei. Eine Verköstigung verlegt man besser auf den Feierabend und nimmt sich eine Spirituosen-Spezialität für das Tourenende mit, da nach Nordhausen eine muntere, landschaftlich reizvolle Kurvenstrecke über Netzkater, Rotacker und Trautenstein noch mal volle Konzentration erfordert.
In Hohegeiß wird der Blinker links nach Zorge gesetzt. Die kurvige L600 führt schließlich entlang des Sprakelbachs zurück nach Braunlage, wo die ereignisreiche Motorradtour durch die Mitte des Harzes ein Ende findet.
Motorrad-Tagestour im Ostharz
Diese Motorrad-Rundtour bewegt sich vom östlichen Harzvorland durch den Unterharz, wo weite Ebenen in schier endlose Mischwälder und grüne Hügellandschaften übergehen. Während der Oberharz im Westen mit seinem höchsten Berg, dem Brocken, bis zu 1142 Meter in die Höhe ragt, verläuft diese Unterharz-Tour in weniger luftigen Höhen auf rund 400 Metern über dem Meeresspiegel und beeindruckt mit anspruchsvollen Kurvenstrecken, reizvollen Flusstälern, bunten Wiesen und schönen Aussichten.
Vom beschaulichen Kurort Bad Frankenhausen führt die etwa dreistündige Motorradtour zunächst auf kurviger Strecke ins Kyffhäusergebirge am Rande des Thüringer Beckens. Sein höchster Gipfel, der Kulpenberg, ragt 477 Meter aus der fruchtbaren Lössebene empor.
Auf dem Nordkamm befindet sich die ehemals mächtige Reichsburg Kyffhausen. Einige Mauern sowie der 176 Meter tiefe Brunnen sind erhalten, der Rest musste dem imposanten, 81 Meter hohen Kyffhäuser-Denkmal weichen, das 1896 zu Ehren Kaiser Wilhelm I. errichtet wurde. Der zugehörige Parkplatz ist ein beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer und -fahrerinnen.
Bevor man einen Spaziergang zum nahegelegenen Barbarossaturm unternimmt, kann man sich mit einer Original Thüringer Rostbratwurst stärken und sich ausgiebigen Benzingesprächen widmen. Der hohe Turm bietet einen grandiosen Ausblick auf die umliegende Goldene Aue und den Harz.
Vom Kyffhäuser-Denkmal geht es anschließend auf der ehemaligen Bergrennstrecke mit ihren 3,8 Kilometern Länge und 36 anspruchsvollen, paradiesischen Kurven Richtung Kelbra - ein Highlight für Biker und Bikerinnen. Die Kyffhäuser-Bergrennstrecke ist eine der berühmtesten und zugleich berüchtigtsten Motorradstrecken Mitteldeutschlands, an Wochenenden ist dementsprechend viel Betrieb. Ortsunkundige sollten sich an die schwer einschätzbaren Kurven langsam herantasten.
In Kelbra angekommen führt die Route weiter nach Harzgerode. Die Stadt im Unterharz liegt umgeben von dichten Laub- und Nadelwäldern in einer einzigartigen Seenlandschaft mit romantischen Tälern und einer faszinierenden Bergwelt. Hier lohnt sich ein Besuch des Schloss Harzgerode, ein dreigeschossiger Renaissancebau mit Rundturm. Die Schwarze Küche im Schloss ist regelmäßig Schauplatz für Kunst und Kulinarik. Ein Spaziergang durch Harzgerode führt am beeindruckenden Fachwerk-Rathaus und der St.-Marien-Kirche unweit des Marktplatzes vorbei.
Auf kurvig-flotter Strecke entlang der Selke führt die Motorradtour anschließend ins schmucke Quedlinburg, wo sie ihren nördlichsten Punkt erreicht. Die Altstadt, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, sollte man sich unbedingt ansehen.
Sie besticht durch über 1300 liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten, schmale Gassen und das alles überragende Ensemble aus Schloss und Stiftskirche St. Servatius mit seinem weltberühmten Domschatz, der lange als verschollen galt. Ein US-Leutnant hatte ihn nach dem Krieg als Beute mitgenommen. Im Frühjahr 1992 gelang die Rückführung der wertvollen Kunstwerke. In den Cafés am Marktplatz kann man die entspannte Atmosphäre der Stadt zwischen Kultur und Lebensart am besten aufsaugen.
Weitere Tourenvorschläge und Tipps
- Tour 1: Braunlage - Elend - Mandelholztalsperre - Königshütte - Tanne - Trautenstein - Hasselfelde - Friedrichshöhe - Breitenstein - Hayn - Roßla - Kelbra - 36 Kurven - Kyffhäuserdenkmal - Barbarossaturm - Kelbra - Berga - Rootlebode - Neustadt/Harz - Niedersachswerfen - Woffleben - Ellrich - Walkenried - Bad Sachsa - Bad Lauterberg - Odertal - St. Andreasberg - Sonnenberg - Oderteich - Torfhaus - Braunlage
- Tour 2: Braunlage - Oderstausee - Bad Lauterberg - Herzberg - Osterode - Sösestausee - Altenau - Okertalsperre - Goslar - Bad Harzburg - Torfhaus - St. Andreasberg - Sonnenberg - Oderteich - Braunlage
- Tour 3: Wernigerode - Badersleben - Benediktinerkloster Huysburg - Halberstadt - Jagdschloss Spiegelsberge - Quedlinburg - Schlossmuseum Quedlinburg - Schloss Ballenstedt - Thale - Barocke Schlossgärten Blankenburg - Schloss Blankenburg - Heimburg
Motorradtreffs im Harz
Im Oberharz können Motorradfahrer auf etlichen Bergrouten und an fast jedem Parkplatz entlang der Berg- und Talstrecken auf Gleichgesinnte treffen. Berühmt ist etwa der Biker-Treffpunkt in Torfhaus. Die Einkehr an einer der Imbissbuden oder in einer der Gaststätten gehört für Motorradfahrer während einer Harztour zum Pflichtprogramm. Ein weiterer beliebter Biker-Treffpunkt im Oberharz ist der Parkplatz bei der Staumauer der Okertalsperre.
Hier eine Übersicht der beliebtesten Treffpunkte:
- Parkplatz in Torfhaus (B4 zwischen Bad Harzburg und Braunlage)
- Café Okerterrasse (Parkplatz an der Staumauer der Okertalsperre)
- Rappbodetalsperre (Ausflugsziel mit verschiedenen Attraktionen)
Motorradfreundliche Unterkünfte
Im gesamten Harz gibt es verschiedenste Möglichkeiten zur Übernachtung während einer mehrtägigen Motorradtour. Neben unzähligen kleinen Pensionen, gibt es verschiedene Motorradhotels. Diese Bikerhotels haben sich besonders auf Motorradfahrer eingestellt und bieten z. B. Das alte Forsthaus in Braunlage bietet spezielle Aktiv-Arrangements mit Lunch-Paketen für Biker an. Im Landhaus Schulze in Herzberg können Bikergruppen ab 20 Personen ein umfangreiches Landhaus Barbecue für alle Mitfahrer buchen, um so nach einer langen Motorradtour den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Etwas abseits des Harzes, in Einbeck, empfiehlt sich das Hotel Freigeist.
Für Motorradfahrer, die für mehrere Tage oder auch nur für ein Wochenende im Harz unterwegs sind, bietet sich auch eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus an. Da sich alle Tourenziele im Harz im Rahmen einer Tagestour erreichen lassen, ist gerade für Gruppen ein Ferienhaus ein idealer Ausgangs- und Zielpunkt. Auch hier verfügen viele Unterkünfte über separate Stellplätze oder Garagen, sodass Motorräder sicher untergestellt werden können.
Wissenswertes für Motorradfahrer im Harz
Hier sind einige wichtige Informationen für Motorradfahrer, die den Harz erkunden möchten:
- Fahrt auf den Brocken: Eine Fahrt auf den Brocken mit dem Motorrad oder dem Auto ist nicht gestattet. Dieses Verbot gilt für alle Fahrzeuge ohne Sondergenehmigung.
- Offroad-Fahren: Offroad und Enduro-Touren abseits des öffentlichen Straßennetzes sind im Harz nicht erlaubt, da weite Teile des Harzes als Nationalpark gelten. Es gibt jedoch private Moto-Cross und Enduro-Anlagen, auf denen im Gelände gefahren werden kann.
- Motorradvermietung: Bei einigen der Motorradhändler im Harz besteht die Möglichkeit ein Motorrad vor Ort zu mieten, z. B. in Bad Harzburg, Bad Lauterberg oder Wernigerode.
Historische Städte und Sehenswürdigkeiten entlang der Routen
Motorrad Touren durch den Harz entpuppen sich in der Regel als astreine Mischung aus Kurvenspaß, Landschaftsgenuss und Augenschmaus. Für letzteren sind die unzähligen Harzer Dörfer und Städte mit ihren mittelalterlichen Kernen zuständig. Zum Beispiel Goslar.
Goslar
In Goslar im Oberharz sollte man unbedingt einen längeren Boxenstopp einlegen und einen entspannten Bummel auf dem Marktplatz einplanen. Die vor mehr als 1000 Jahren gegründete Stadt besticht durch ihr einmaliges Stadtbild mit prachtvollen Fachwerkfassaden. Die historische Altstadt Goslars zählt zu den schönsten Deutschlands und erhielt zusammen mit dem Rammelsberger Bergwerk und dem Kaiserpalast den Rang eines Unesco-Weltkulturerbes. Im Mittelalter trugen die hier geförderten Silbervorkommen wesentlich zum Aufstieg Goslars bei. Heute kann das stillgelegte Bergwerk mit dem besonders eindrucksvollen Roeder-Stollen und seinen imposanten Wasserrädern besichtigt werden. Die Kaiserpfalz, ein prachtvoller romanischer Bau in Goslar, war im Hochmittelalter die am häufigsten aufgesuchte Regierungsstätte der Könige und Kaiser im Norden des Alten Reiches.
Osterode
Mittelpunkt von Osterode ist sein von malerischen Fachwerkhäusern gesäumter Marktplatz. Glanzlichter sind das Rathaus von 1552 und der 1719 errichtete Kornspeicher.
Duderstadt
Auch Duderstadt hat seinen mittelalterlichen Charme bis heute erhalten.
Einbeck
Diese Tour hat ein Ziel, für das ihr unbedingt ausreichend Zeit einplanen solltet: nur wenige Gehminuten von der Altstadt Einbecks entfernt, präsentiert der PS.SPEICHER mehrals 350 Exponate, die anschaulich zeigen, wie sich Menschen seit 130 Jahren auf Rädern fortbewegen. Historische Fahrräder, Motorräder und Automobile, darunter auch zahlreiche Raritäten, erzählen im PS.SPEICHER ihre spannenden Geschichten.
Eichsfeld
Südwestlich des Harzes liegt ein kleines, aber feines Mittelgebirge - das Eichsfeld. Von den touristischen Hauptströmen weitgehend unberührt, lässt es dem Besucher auf seiner Harz Tour mit dem Motorrad viel Zeit und Raum, um Neues zu entdecken. Sanfte Hügel, 500 Meter hohe Berge, lauschige Täler und ausgedehnte Waldgebiete charakterisieren das Eichsfeld. Seinen Namen erhielt das Eichsfeld von den großen Eichenbeständen, seine Hauptstadt heißt Duderstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg teilte die innerdeutsche Grenze das Eichsfeld. Relikte aus dieser Zeit können im gut gemachten Grenzlandmuseum bei Teistungen angesehen werden.
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