Motorradhebebühne selber bauen: Eine detaillierte Anleitung

Der Eigenbau einer Motorradhebebühne kann eine kostengünstige Alternative zum Kauf sein, erfordert jedoch handwerkliches Geschick und die Beachtung wichtiger Sicherheitsaspekte. In diesem Artikel werden wir uns mit den Voraussetzungen, Werkzeugen, Materialien und Sicherheitsvorkehrungen befassen, die für den Bau einer eigenen Hebebühne erforderlich sind.

1. Was benötige ich zum Bau einer Hebebühne?

1.1 Persönliche Voraussetzungen

Für den Bau einer Motorradhebebühne sind solide handwerkliche Fähigkeiten unerlässlich. Insbesondere sollten Sie im Umgang mit einem Schutzgasschweißgerät geübt sein, um Bindefehler in den Schweißnähten zu vermeiden.

1.2 Erforderliches Werkzeug

Um eine Hebebühne selbst zu bauen, benötigen Sie verschiedene Werkzeuge, darunter ein Schutzgasschweißgerät und Werkzeuge für die Metallbearbeitung.

1.3 Erforderliches Material

Für den Bau der Scherenhebebühne benötigen Sie das folgende Material (siehe auch Seite 3 der Bauanleitung, Angaben ohne Verschnitt):

Bezeichnung Länge
VK-Rohr 50x50x3 7.150 mm
VK-Rohr 100x50x3 200 mm
Fl. 100x15 1.000 mm
Fl. 100x35 200 mm
Fl. 50x25 210 mm
Fl. 60x20 50 mm
Fl. 50x20 120 mm
Rd. 30 90 mm
Rd. 10 500 mm

Als Plattformblech werden Siebdruck-, Siebfilm- oder Aluriffelplatten empfohlen.

2. Sicherheitshinweise

Bei der Herstellung der Hebebühne sollten Sie stets die möglichen Konsequenzen einer fehlerhaften Ausführung im Blick behalten. Während der Nutzung befindet sich immer mindestens eine Person im Gefährdungsbereich. Fertigungsfehler oder minderwertiges Material können gefährliche Situationen herbeiführen.

Bitte beachten Sie unbedingt die Sicherheitshinweise in der Bauanleitung. Besonders wichtig ist das korrekte Einlegen der Sicherheitsstangen und das kontrollierte Herablassen der Hebebühne auf diese. Darüber hinaus ist das Motorrad auf der Hebebühne ausreichend zu sichern. Der Konstrukteur empfiehlt hierfür den Einsatz von Spanngurten.

3. Haftungsausschluss

Wichtiger Hinweis: Verwenden Sie die Bauanleitung keinesfalls, um einen Hubtisch für eine andere Person zu bauen. In diesem Fall wären Sie der Inverkehrbringer der Maschine und würden ein unkalkulierbares Haftungsrisiko eingehen. Weder wir noch der Anbieter der Bauanleitung übernehmen Haftung oder Verantwortung für Schäden, die durch den Einsatz der Hebebühne entstehen könnten. Das gesamte Risiko liegt allein beim Erbauer der Hebebühne.

Die Tragfähigkeit der Hebebühne wurde vom Anbieter der Anleitung mit etwa 350 - 400 kg angegeben. Wir haben diese Angabe nicht überprüft.

4. Selber bauen oder kaufen?

Ich habe dann mal alles durchkalkuliert und bin dann zu dem Ergebnis gekommen, dass sich der Eigenbau wegen der Materialkosten nur bedingt lohnt. Wenn jemand aber sehr günstig an das benötigte Material kommt, Lust und viel Zeit hat, kann es ev. wieder Sinn machen. Wenn ich z.B. bei ixquick "Motorradhebebühne" eingebe, finde ich schon für um die 300 Euro ordentliche Hebebühnen. Darum sollte jeder für sich prüfen, ob ein Eigenbau Sinn macht.

Auch mit zusätzlichen Streben, die man einsetzt, wenn das Ding "oben" ist. Das Foto war nur zur Veranschaulichung des Wagenhebers gedacht.

Ich habe eine kostengünstige Eigenbaulösung. Ist zwar keine Hebe - sondern nur eine Arbeitsbühne, aber sehr effektiv. Drei leere Sprudelwasserkisten, darauf eine 22mm Spanplatte (60cm x 2m) und fertig. Kostet 10 Euro, wenn man das Pfand abzieht.

Ich habe mir im letzten Sommer eine Hebebühne selber gebaut. Die Anleitung habe ich als PDF. Wenn jemand Interesse hat werde ich sie ihm gerne per e-mial senden. Schickt mir einfach ein PN. Anbei ein Foto von der Hebebühne mit der Virago drauf. Die hat doch immerhin auch 200 kg. Was ich zusätzlich eingebaut habe ist die senkrechte Abstützung. Somit habe ich zwei Höhen zum arbeiten. 1x 45 cm und 1x 85 cm. Hatte bereits die XV 500, Xj600, YZF 750 und die FZS 1000 drauf.

Es gibt sogar Bauanleitungen im Netz und bei eBay zum Kauf. Etwas stabiler sollte es aber schon sein.

Ich habe eine gebrauchte Grazia Longus Hebebühne für 300 Euros gekauft, da stellt sich die Frage der "Selbstbaubühne" nicht mehr...

So eine hab ich mir vor 15 Jahren schon zusammen geschweißt. Die Anleitung gab es damals für kleines Geld zu kaufen. Für einen Handwerker eine echte alternative.

Also ich wollte meine nicht mehr hergeben. Wir (zu dritt) haben auch einen selbstgebaute hebebühne. Super Sache .... wenn da nicht ein Dauerkanidat zum Restaurieren drauf stehen würde.....

Hab mir vor ein paar Jahren auch Eine selber gebaut, gäbe die nicht mehr her. Dürfte auch so um die 200€ gekostet haben, Arbeitszeit natürlich nicht gerechnet. Hab nen Wagenheber drin, dadurch auch variable Höhe, schön mit Rollen untendran, so dass man die Bühne gut bewegen kann, auch mit nem Moped drauf.

Habe heute meine Dorsoduro auf die beiden nebeneinander gestellten Bänke geschoben . . ging relativ einfach, und stabil genug ist das allemahl. Weiterer Vorteil: Man klappt die Stützen ein und stellt das ganze an die Wand . . und kann es nach wie vor als (extrabreite) Bierzelt Bank verwenden.

Ich werde so einen 70er Garnitur nehmen und die Stützen der Bänke (45cm hoch) darunter schrauben, anschließend die original Stützen des Tisches kürzen und als dritte/vierte Stütze unter die Tischplatte montieren.

Meine Auffahrrampe vom Anhänger passt da gut dran und dann noch eine Vorderradwippe und ein paar Ösen zum Verzurren angebracht . Wie gesagt, mir ist eine Bühne zu teuer und auch zu sperrig. Außerdem brauche ich nichts um das Motorrad in die Höhe zu liften, es genügt ein Montagetisch auf den ich die Maschine bei Bedarf einfach raufschieben kann (wie auf einen Anhänger).

Der einzige Nachteil, den ich hier sehe, ist die Höhe. Wie von dir schon geschrieben muss man hoch gewachsen sein oder zu zweit sein um das Moped unfallfrei auf die Bühne bringen zu können.

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