Fahrradträger für die Anhängerkupplung im Test: Transport von 4 Fahrrädern

Am bequemsten transportierst du deine Fahrräder und E-Bikes auf der Anhängerkupplung, erst recht, wenn der Kofferraum voll mit Gepäck ist. Zudem sind Kupplungsfahrradträger im Hinblick auf Luftwiderstand und Montage das Maß der Dinge, wie unser aufwendiger Test beweist.

Der Urlaub steht vor der Tür und du suchst einen geeigneten Fahrradträger? Dann hier entlang, denn wir haben zusammen mit den Kollegen unserer Schwesterzeitschrift auto motor und sport die wichtigsten Fahrradträger auf dem Markt auf Handhabung, Eignung und Sicherheit getestet. Mittlerweile umfasst unser Fahrradträger-Megat-Test 27 moderne Modelle, von Herstellern wie Thule, Yakima, Uebler und XLC bis hin zu Neuheiten von Spinder oder Atera! Auch in puncto Preis sind die getesteten Kupplungsträger reichlich divers: von günstigen 250 Euro (Testsieger 2024!) bis zum High-End-Modell (Testsieger 2025!) findest du hier für jedes Portemonnaie den richtigen Reisebegleiter!

Damit der Transport auch wirklich sicher ist, gilt es vieles zu beachten - mehr denn je, wenn eben nicht superleichte Hardtails mit auf die Reise gehen, sondern schwere E-Bikes. So muss der Träger das Gewicht der zu transportierenden Bikes stemmen können (die maximale Zuladung der Träger liegt meist bei 60 Kilo), zum anderen dürfen Radträger plus Zuladung die Stützlast der Anhängerkupplung nicht überschreiten. Auch die zulässige Achslast (also die Zuladung) des Zugfahrzeugs darf nicht überschritten werden. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn das Auto auf einer Urlaubsfahrt ohnehin schon voll bepackt ist.

Im Straßenverkehr gilt es ebenso einiges zu beachten: Es gibt zwar keine gesetzliche Geschwindigkeitsbeschränkung, die Hersteller geben ihre Träger aber in der Regel "nur" für Geschwindigkeiten bis maximal 130 km/h frei. Soll es ins Ausland gehen, kommen länderspezifische Bestimmungen dazu. Landesunabhängig muss am Kupplungsträger ein drittes Nummernschild befestigt werden. Und: In Deutschland darf das Auto samt Ladung maximal 2,55 m breit sein, der Überstand der Ladung seitlich maximal 40 cm pro Seite betragen.

Überblick: Diese Kupplungsträger haben wir getestet!

In der Tabelle findest du alle getesteten Modelle, inklusive Bewertung und der Angabe zum Jahr des Tests.

BikeX-Redakteur und Fahrradträger-Spezialist

Irre, wie die Zeit vergeht: 2021, 2023, 2024 und 2025 haben die Kollegen und ich zusammengezählt satte 27 verschiedene Modelle von richtig günstig bis richtig teuer auf dem Haken gehabt. Das sind unsere Test-Highlights:

  • 🏆 Richtig gut - und richtig teuer: der Uebler i21 Z60 ist Testsieger 2025!
  • 💰 Der XLC Almada Work-E ist hingegen ein pfiffiger und guter High-End-Träger!
  • 🏆 Einfache Montage, günstiger Preis: Der Norauto E-Fit 100-2 ist Testsieger 2024!
  • 💰 Gute Fahrversuch-Performance bot der XLC Beluga im Test 2024 - ihn kannst du hier bei Amazon bestellen!
  • 🏆 Stabil, sicher, flexibel und günstig: der Norauto E-Fit 200-2 ist Testsieger 2023!
  • 💰 Auch empfehlenswert: Der Atera Genio Pro Advanced mit prima Eignung für moderne (E-) Mountainbikes. Hier im Partnershop bestellen!
  • 🏆 Testsieger 2021 ist der Uebler I21 - ihn kannst du hier im Partnershop kaufen!
  • 💰 Der Velospace XT 2 von Thule ist ebenfalls eine hervorragende Wahl - damals wie heute. Hier bei Amazon bestellen!

Sechs Kupplungsträger ab 649 Euro im Test (2025)

Uebler i21 Z60

So sieht ein Sieger aus: Der Uebler i21 Z60 gewinnt den Vergleichstest 2025!

  • Preis: 887 Euro
  • Eigengewicht: 13,5 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • wertiger Träger
  • sicher
  • geringes Gewicht
  • teuer
  • Radschienen für große Bikes etwas kurz

Der Uebler-Träger gewinnt knapp gegen das Thule-Produkt, was an der leichteren Montage und der innovativen Kugelkopf-Arretierung liegt, sie schließt Fehlmontagen aus. Auch sonst ist wenig zu kritisieren: Durchdacht geht es bei der Fahrradbefestigung weiter, die Räder und Rahmen stehen sicher - die Bikes sollten aber nicht zu groß sein. Während die Schienen breit genug sind, fallen sie ein wenig zu kurz aus. Doch im Fahrbetrieb fällt das kaum auf, hier schneidet der i21 Z60 mit am besten ab. Der Träger sitzt sicher, und die Bikes schlagen auch nicht gegeneinander.

Testergebnis: sehr gut (🏆 Testsieger 2025)

Thule EasyFold 3

Dicht auf den Fersen: Der Thule EasyFold 3 ist ein sehr guter Träger - mit kleinen Detailschwächen.

  • Preis: 950 Euro
  • Eigengewicht: 18,5 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • gute Verarbeitung
  • sicheres Konzept
  • gute Fahrradbefestigung
  • teuer
  • schwer
  • Räder stehen zu dicht

Der wertige Thule-Träger lässt sich leicht von einer kräftigen Person auf die Kupplung montieren. Auch die Felgen-Befestigung mit der Ratschenfunktion kann sich sehen lassen, die Bike-Rahmenhalter sowie die Reifenschienen sind ausreichend dimensioniert und gewährleisten sicheren Halt. Selbst bei den Fahrversuchen erweist sich der Träger als sicher, wenngleich er Bewegungen zeigt. Nicht schlimm, die Werte liegen in der Toleranz und haben keine Auswirkung. Ärgerlich ist nur, dass die Bikes zu dicht stehen, dadurch können sie aneinanderschlagen und Schaden nehmen.

Testergebnis: sehr gut

Atera Forza M

Der Atera Forza M patzte bei den kurzen Radschienen.

  • Preis: 899 Euro
  • Eigengewicht: 18,2 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • gute Verarbeitung
  • sicheres Konzept
  • gute Fahrradbefestigung
  • teuer
  • schwer
  • kurze Radschienen

Auf dem dritten Platz landet der neue Träger Forza M. Es sind nur Kleinigkeiten anzumerken, die aber am Ende den Testsieg kosten: Der Lastesel zeigt während der Fahrversuche Bewegungen auf der Anhängerkupplung, und durch die kurzen Radschienen verhält sich vor allem das Vorderrad speziell bei großen Bikes unruhig. Doch die Auffälligkeiten sind nicht bedenklich - alles im grünen Bereich. Dennoch gibt es Punktabzüge. Zudem könnte die Anleitung ausführlicher sein, sie ist etwas zu bildlastig. Ansonsten erweist sich der gut verarbeitete Träger als sicher und stabil.

Testergebnis: gut

Yakima JustCklick 2 Evo

Der JustClick 2 ist auch in der neuen EVO-Variante eine gute Wahl!

  • Preis: 739 Euro
  • Eigengewicht: 17 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • gute Verarbeitung
  • sicheres Konzept
  • Montage, ausziehbare Radschienen
  • Spannriemen für große Bikes zu kurz
  • hohe Ladekante

Der Träger macht einen soliden Eindruck und fällt auch bei den Fahrversuchen kaum auf - Träger und Bikes stehen sicher, wenngleich das Yakima-Produkt nicht frei von Bewegungen ist. Doch die bleiben in der Toleranz. Allerdings gibt es auch Schwächen: Zwar sind die ausziehbaren Radschienen gut bei großen Rahmen, weil dadurch die Räder sicherer stehen. Doch was bringt das, wenn die Spannriemen zu kurz ausfallen? Auch die unterschiedliche Höhe der Radschienen kann problematisch sein: gut bei der Fahrradbefestigung, schlecht beim Beladen - ein E-Bike ist höher zu heben.

Testergebnis: gut

XLC Almada Work-E

Pfiffif: Der Almada Work-E-Träger fungiert auch als Montageständer - ist aber sehr schwer.

  • Preis: 700 Euro
  • Eigengewicht: 20,4 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • durchdachtes Konzept
  • Bikes stehen sicher
  • für große Bikes geeignet
  • Träger ist schwer
  • manche Materialien nicht so hochwertig

Der Träger überzeugt an vielen Stellen: Er lässt sich perfekt auf alle Rahmengrößen einstellen, was aber ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Das mag stören, dafür stehen die Bikes aber sicher und weit genug auseinander. Zudem meistert der Almada Work-E die Fahrversuche, dennoch gibt es Punktabzüge. Trotz der einstellbaren Kugelkopf-Arretierung verschiebt er sich horizontal auf der Kupplung, zudem sind Trägerbewegungen beim Bremsen und auf der Rüttelstrecke feststellbar. Unterm Strich sind die Auffälligkeiten aber im Toleranzbereich, somit also nicht bedenklich.

Testergebnis: gut

Spinder TX2

Geniales Konzept - aber Schwächen bei den Fahrversuchen: Spinder TX2 bleibt hinter den Erwartungen zurück.

  • Preis: 649 Euro
  • Eigengewicht: 18 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • Rahmenhalter sind anpassbar
  • Radschienen für große Bikes geeignet
  • Träger ist schwer
  • Kugelkopf-Arretierung ist Schwachpunkt

Der Träger scheint durchdacht zu sein, was für die Kugelkopf-Arretierung nicht gilt. Man kann sie zwar einstellen, doch in den Fahrversuchen bewegt sich trotzdem der Träger deutlich auf dem Haken und kommt dem Auto sehr nah. Die Befestigungen hielten am Ende, Räder und Träger fielen nicht auf die Straße. Bis auf die Kugelkopf-Arretierung macht das Konzept einen guten Eindruck: Die Rahmenhalterungen lassen sich gut auf die Bikes anpassen, und die Radschienen sind selbst für große Fahrräder geeignet.

Testergebnis: befriedigend

Sieben Kupplungsträger ab 250 Euro im Test (2024)

Der vergleichsweise teure Apex 58000 landete im Test 2024 auf dem letzten Platz.

Apex 58000

  • Preis: 389 Euro
  • Eigengewicht: 20 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • Greifarme gut gummiert
  • stabil bei der Vollbremsung
  • in Einzelteilen geliefert
  • Schienen zu nah beieinander

Der Apex landete auf dem letzten Platz. Der Grund: Der Träger wird in Einzelteilen geliefert, und die sind teils gefährlich scharfkantig. Der Aufbau dauert circa 30 Minuten, Werkzeug wird nicht mitgeliefert. Die Schienen liegen etwas zu dicht beieinander, dafür sind die Greifarme gut gummiert. Die Spannhebeleinstellung ist schwierig zu händeln: Man muss sich herantasten und den Träger immer wieder absetzen. Bei den Fahrversuchen zeigt der Apex beim Ausweichen eine viel zu große Bewegung am Kugelkopf. Beim Rütteltest neigt sich der Haltegriff mehrmals viel zu nah Richtung Auto.

Testergebnis: Befriedigend

Bullwing SR 11

Geringes Packmaß, zufriedenstellende Performance: Der Bullwing SR 11 hat flexible Befestigungsmöglichkeiten und ein geringes Packmaß.

  • Preis: 290 Euro
  • Eigengewicht: 17 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • flexible Befestigung (Schienen und Schlaufen)
  • geringes Packmaß
  • Bewegung beim Aufstellen
  • Nachjustierung nötig, Schlaufen lösen

Der Feststellmechanismus des Bullwing funktioniert gut und leichtgängig und ermöglicht eine problemlose Montage auf der AHK. Die ausziehbaren Schienen und die verstellbaren Schlaufen erlauben eine flexible Befestigung der Fahrräder. Die Greifarme sind glatt und deshalb beim Befestigen nicht so handlich wie die anderer Träger. Die Schlaufen aus Webstoff mit dazugehöriger Metallschnalle fallen bereits bei der Montage auf und zeigen bei den Fahrversuchen Schwächen, da sie sich nach dem Spurwechsel lösen. Auch der Träger bewegt sich etwas auf der Anhängerkupplung.

Testergebnis: Gut

Eufab Crow Plus

Geringer Schienenabstand, Greifarme mit Webstoff-Schlaufen: Trotzdem war der Eufab Crow Plus im Fahrsicherheitstest eine Bank und bekam in der Wertung ein "Gut".

  • Preis: 260 Euro
  • Eigengewicht: 14,5 kg
  • max. Zuladung: 50 kg
  • stabil bei der Vollbremsung
  • leichte Montage am Kugelkopf
  • aufwändiges Einstellen des Spannhebels
  • Schienenabstand zu gering

Bei der Montage und Befestigung des Trägers sind ein paar Dinge zu beanstanden. Die Greifarme verfügen nicht über Griffe, sondern über Stoffschlaufen aus Web stoff. Zudem ist der Schienen abstand gering. Auch die Einstellung des Spannhebels auf den Kugelkopf über eine Schraube mit Kontermutter ist beschwerlich; Werkzeug hierfür liefert Eufab leider nicht mit. Bei der Vollbremsung machte der Träger einen sauberen Job, aber beim Ausweichtest lösten sich sowohl oben am Greifarm als auch unten die Schlaufen. Zudem bewegte sich der Träger auch etwas auf dem Kugelkopf.

Testergebnis: Gut

Green Valley Discovery 2

Der Green Valley Discovery 2 heimste ebenfalls ein "Gut" ab: Die Sicherheits-Performance bei der Vollbremsung war prima, allerdings lösten sich beim Ausweichen zwei Schlaufen und die Haltearme leicht.

  • Preis: 290 Euro
  • Eigengewicht: 16 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • gummierte Greifarme
  • einfache Montage des Trägers
  • Schlaufen lösen sich
  • Greifarme müssten stabiler sein

Der Radträger war beim Transport beschädigt worden, eines der Rücklichter aus der Halterung gebrochen. Doch der Verkäufer lieferte schnell und problemlos ein Ersatzteil. Zur Montage: Der Discovery 2 lässt sich gut auf dem Kugelkopf befestigen, die Räder haben in den Schienen genug Platz. Einen Punktabzug gibt es für die Schlaufen aus Webstoff, die nicht fest am Träger verbaut sind und somit verloren gehen können. Bei den Fahrversuchen ist die Perfomance beim Bremsen gut, beim Ausweichen jedoch lösen sich nicht nur zwei Schlaufen, sondern auch die oberen Halterungen.

Testergebnis: Gut

Menabo Merak

Der superleichte Merak von Menabo musste zunächst aus Einzelteilen zusammengebaut werden, stand bei den Fahrversuchen aber superstabil auf der Anhängerkupplung. Schade: Die Schienen stehen sehr nah beieinander. Note: Gut.

  • Preis: 264 Euro
  • Eigengewicht: 9,6 kg
  • max. Zuladung: 45 kg
  • super Sitz auf der AHK
  • gummierte Greifarme
  • Schienen zu nah beieinander
  • Schlaufen nicht am Träger befestigt

Der Menabo verfügt über eine simple, aber effektive Fixierung am Kugelkopf mittels einer riesigen Schraube. Ob sie lange gut hält, lässt sich nicht sagen. Jedoch tat sie im Test, was sie sollte: Der Träger saß stabiler auf der Kupplung als einige besser platzierte Rivalen. Doch die Halterungen sind zu instabil, die Greifarme zwar gummiert, aber simpel. Die Schlaufen, die sich schwierig festziehen lassen, fädelt man nur durch eine Plastiköse, sie können schnell verloren gehen. Die Schienen sind lang genug, liegen aber so nah beieinander, dass man zwischen den Rädern polstern muss.

Testergebnis: Gut

Norauto E-Fit 100-2

Testsieger 2024: Der Norauto E-Fit 100-2 überzeugte mit einfacher Montage, gummierter Greifarme und langen Schlaufen mit Felgenschonern.

  • Preis: 250 Euro
  • Eigengewicht: 18,2 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • lange Schlaufen mit Felgenschutz
  • Greifarme gummiert
  • einfache Montage
  • Drehgriff rutschig
  • Wackeln der Vorräder beim Rütteltest

Der E-Fit 100-2 sticht im Test alle Mitstreiter aus - mit gutem Grund. Das Konzept ist stimmig, die Montage sehr einfach. Über einen fest verbauten Gabelschlüssel lässt er sich gut am Kugelkopf fixieren. Bei der Befestigung überzeugt er mit langen Schlaufen samt Felgenschutz aus Gummi. Nur die Ratschenfunktion vermisst man. Bei der Vollbremsung zeigt er leichte, normale Aufstellbewegungen. Das Ausweichen meistert er souverän. Lediglich auf der Schlechtwegestrecke wackeln die Vorderräder etwas zu stark. Der Träger in sich bleibt aber stabil auf der Anhängerkupplung.

Testergebnis: Sehr gut

XLC Beluga

Der zweite Platz geht an XLCs Beluga: ordentliche Performance bei den Fahrversuchen und gute Schlaufen an den etwas kurzen Schienen.

  • Preis: 289 Euro
  • Eigengewicht: 14,6 kg
  • max. Zuladung: 60 kg
  • gute Schlaufen aus Kunststoff
  • ordentliche Performance bei den Fahrversuchen
  • Schienen relativ kurz
  • Fixierung auf der AHK etwas beschwerlich

Der XLC Beluga beendet den Test mit 126 Punkten auf dem zweiten Platz. In den Fahrversuchen zeigte er etwas größere Aufstellbewegungen bei der Vollbremsung.

Checkliste für den Kauf eines Fahrradträgers

  • Anhängerkupplung vs. Heckklappe: Fahrradträger am Heck unterscheiden wir zwischen zwei Arten: Jene, die an der Anhängerkupplung und jene, die an der Heckklappe befestigt werden. Die erste Variante ist die stabilere, sie lässt auch mehr Gewicht zu und sie eignet sich für deutlich mehr Automodelle. Die zweite Variante wird an der oberen und unteren Kante der Heckklappe eingeklemmt. Das ist allerdings nur bei vergleichsweise wenigen Automodellen in dieser Form möglich.
  • ADAC-Test: Besonders für den Vergleich der unterschiedlichen Arten von Fahrradträgern liefert der ADAC-Fahrradträger-Test eine wertvolle Grundlage mit vielen Informationen und Erkenntnissen rund um die Wahl zwischen Trägern für die Anhängerkupplung, für das Dach oder für das Heck.
  • Kapazität: Die meisten Heckträger eignen sich für 2 Fahrräder. Ein paar Ausnahmen bieten auch 3 Fahrrädern Platz.
  • Maximallast: Gerade bei Varianten an der Heckklappe fällt das Höchstgewicht begrenzt aus. Doch auch an der Anhängerkupplung müsst ihr stets bedenken, wie viel Gewicht der Träger zulässt. Daher müsst ihr darauf achten, wie schwer eure Fahrräder sind. Gerade bei den modernen E-Bikes mit den schweren Akkus kann es hier schnell zu schwer werden.
  • Nummernschilder: Für Fahrradträger am Heck ist ein zusätzliches, offiziell geprägtes und reflektierendes Nummernschild mit identischer Buchstaben- und Zahlenkombination wie das Autokennzeichen Pflicht, sobald das hintere Kennzeichen verdeckt wird - selbstgemachte oder Pappschilder sind nicht erlaubt.
  • Montage: Die Montage sollte so einfach wie möglich ausfallen. Auch wenn sich einige Modelle möglicherweise auch alleine montieren lassen sollten, ist es immer ratsam, noch zwei helfende Hände dazuzuholen.
  • Kompatibilität: In beiden Varianten müsst ihr unbedingt darauf achten, ob der jeweilige Fahrradträger tatsächlich mit eurem Auto kompatibel ist.

Die wichtigsten Daten im Überblick

Auch das Gewicht Ihrer Bikes spielt bei der Anschaffung des Fahrradträgers eine Rolle. Addiert man beide Bikes mit dem Gewicht des Trägers, kommen schnell mal 65 Kilo und mehr zusammen. Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung eures Fahrzeugs zeigt dann, ob sich das mit der zulässigen Stützlast der Anhängerkupplung ausgeht. Besonders knapp wird es, wenn man zusätzlich eine optionale dritte Schiene montiert. Bis auf BuzzRack und Uebler bieten alle Modelle im Test diese Möglichkeit. In der Regel sind die Zusatzschienen aber weder für E-Bikes noch für besonders große Radstände ausgelegt und eher für den Transport von Kinderrädern gedacht.

Als besonders praktisch haben sich im Test übrigens Greifarme erwiesen, die sich leicht vom Bügel lösen - bei den neuen Haltern von Thule geht das sogar mit einer Hand - und dann an passender Stelle am Bügel wieder ansetzen lassen. BuzzRack löst das Problem besonders clever mit einem zwischen den Schienen platzierten Bügel. Hier beschränkt lediglich der geringe Klemmdurchmesser von nur 60 Millimetern. Den eigenwilligen Gelenkarm des MFT-Trägers durch den Rahmen zu fädeln ist dagegen eine Kunst für sich. Und so wird für manchen die Reise schon zum Geduldsspiel, bevor er sich überhaupt in die Schlange am Brenner eingereiht hat.

Italien - neue Regel zur Warntafel

Nach einigem juristischen Hin und Her hat Italien die Warntafel-Pflicht abgeschafft. Fahrräder, die auf einem Träger auf der Kupplung montiert sind, müssen nicht mehr mit einer Warntafel gekennzeichnet sein, sofern der Träger ein Wiederholungskennzeichen und eine eigene Beleuchtung aufweist. Achtung: Für Fahrradträger an der Heckklappe gilt die neue Regelung nicht!

Übrigens: Wer mit dem Fahrradträger auf der Autobahn unterwegs ist, sollte den Tacho im Auge behalten. Alle Hersteller empfehlen für ihre Träger ein Tempolimit. Bei allen Modellen im Test ist bei 130 km/h Schluss!

Praktisches Zubehör für Fahrradträger

1 Laderampe

Für die meisten Fahrradträger gibt es inzwischen faltbare Auffahrtsschienen. Bei E-Bike-Gewichten von weit über 20 Kilo keine schlechte Investition. Die Preise starten je nach Hersteller bei etwa 50 Euro.

2 Erweiterungs-Schiene

Lässt sich der Fahrradträger um eine Schiene erweitern, kann man spontan auch mal einen weiteren Gast mit auf Tour nehmen. Achtung: Die Zusatzschienen sind bei der zulässigen Traglast meist etwas geringer ausgelegt. Preise: ab ca. 100 Euro.

3 Längere Ratschenbänder

Große Akkus bedingen häufig auch wuchtige Unterrohre. Nicht alle Greifarme sind auf solche Übermaße ausgelegt. Toll, wenn sich die Halter über längere Ratschenbänder an die überdimensionierten Rohrdurchmesser anpassen lassen. Gleiches gilt für die Rast- bänder an den Laufrädern.

4 Rahmen-Adapter

Die ClickTop-Transporthilfe von Yakima ist eigentlich gedacht für unkonventionelle Rahmenformen oder Tiefeinsteiger. Aber auch für den Transport sensibler Carbon-­Bikes ist diese Art der Befestigung eine schonende Alternative. Die Stange wird zwischen Vorbau und Sattelstütze geklemmt und dient als Ansatzpunkt für den Greifarm. Preis: 39 Euro.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0