Der Urlaub steht vor der Tür und Sie suchen einen geeigneten Fahrradträger? Dann sind Sie hier richtig! Wir haben zusammen mit den Kollegen unserer Schwesterzeitschrift auto motor und sport die wichtigsten Fahrradträger auf dem Markt auf Handhabung, Eignung und Sicherheit getestet.
Am bequemsten transportieren Sie Ihre Fahrräder und E-Bikes auf der Anhängerkupplung, erst recht, wenn der Kofferraum voll mit Gepäck ist. Zudem sind Kupplungsfahrradträger im Hinblick auf Luftwiderstand und Montage das Maß der Dinge, wie unser aufwendiger Test beweist.
Mittlerweile umfasst unser Fahrradträger-Megat-Test 27 moderne Modelle, von Herstellern wie Thule, Yakima, Uebler und XLC bis hin zu Neuheiten von Spinder oder Atera! Auch in puncto Preis sind die getesteten Kupplungsträger reichlich divers: von günstigen 250 Euro bis zum High-End-Modell finden Sie hier für jedes Portemonnaie den richtigen Reisebegleiter!
Test-Highlights der Fahrradträger
Im Laufe der Jahre wurden satte 27 verschiedene Modelle von richtig günstig bis richtig teuer getestet. Das sind unsere Test-Highlights:
- 🏆 Richtig gut - und richtig teuer: der Uebler i21 Z60 ist Testsieger 2025!
- 💰 Der XLC Almada Work-E ist hingegen ein pfiffiger und guter High-End-Träger!
- 🏆 Einfache Montage, günstiger Preis: Der Norauto E-Fit 100-2 ist Testsieger 2024!
- 💰 Gute Fahrversuch-Performance bot der XLC Beluga im Test 2024 - ihn kannst du hier bei Amazon bestellen!
- 🏆 Stabil, sicher, flexibel und günstig: der Norauto E-Fit 200-2 ist Testsieger 2023!
- 💰 Auch empfehlenswert: Der Atera Genio Pro Advanced mit prima Eignung für moderne (E-) Mountainbikes. Hier im Partnershop bestellen!
- 🏆 Testsieger 2021 ist der Uebler I21 - ihn kannst du hier im Partnershop kaufen!
- 💰 Der Velospace XT 2 von Thule ist ebenfalls eine hervorragende Wahl - damals wie heute. Hier bei Amazon bestellen!
Worauf Sie beim Kauf eines Fahrradträgers achten sollten
Damit der Transport auch wirklich sicher ist, gilt es vieles zu beachten - mehr denn je, wenn eben nicht superleichte Hardtails mit auf die Reise gehen, sondern schwere E-Bikes. So muss der Träger das Gewicht der zu transportierenden Bikes stemmen können (die maximale Zuladung der Träger liegt meist bei 60 Kilo), zum anderen dürfen Radträger plus Zuladung die Stützlast der Anhängerkupplung nicht überschreiten.
Auch die zulässige Achslast (also die Zuladung) des Zugfahrzeugs darf nicht überschritten werden. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn das Auto auf einer Urlaubsfahrt ohnehin schon voll bepackt ist.
Wichtige Aspekte für den sicheren Transport
- Stützlast beachten: Addiert man beide Bikes mit dem Gewicht des Trägers, kommen schnell mal 65 Kilo und mehr zusammen. Ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs zeigt dann, ob sich das mit der zulässigen Stützlast der Anhängerkupplung ausgeht.
- Radstand und Reifengröße: Breite MTB-Reifen und langer Radstand können auf herkömmlichen Schienen Probleme machen. Auch die Spannriemen müssen lang genug sein, sonst sitzt nichts fest. Viele Hersteller bieten längere Riemen als Zubehör an.
- Gewichtsverteilung: Ladet das schwerere Bike zuerst und näher am Auto - Hebelwirkung! Bei geradem Heck, wie beim VW Bus, den Lenker querstellen, damit er nicht an die Heckscheibe stößt.
Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbeschränkungen
Im Straßenverkehr gilt es ebenso einiges zu beachten: Es gibt zwar keine gesetzliche Geschwindigkeitsbeschränkung, die Hersteller geben ihre Träger aber in der Regel "nur" für Geschwindigkeiten bis maximal 130 km/h frei. Soll es ins Ausland gehen, kommen länderspezifische Bestimmungen dazu. Mehr dazu findest du weiter unten im Artikel. In Italien, Portugal und Spanien braucht es unter anderem eine Warntafel, um überstehende Ladung zu kennzeichnen. Landesunabhängig muss am Kupplungsträger ein drittes Nummernschild befestigt werden.
Und: In Deutschland darf das Auto samt Ladung maximal 2,55 m breit sein, der Überstand der Ladung seitlich maximal 40 cm pro Seite betragen.
Übersicht der getesteten Kupplungsträger (2025)
Uebler i21 Z60
Der Uebler i21 Z60 gewinnt den Vergleichstest 2025!
- Preis: 887 Euro
- Eigengewicht: 13,5 kg
- max. Zuladung: 60 kg
Testergebnis: sehr gut (🏆 Testsieger 2025)
Der Uebler-Träger gewinnt knapp gegen das Thule-Produkt, was an der leichteren Montage und der innovativen Kugelkopf-Arretierung liegt, sie schließt Fehlmontagen aus. Auch sonst ist wenig zu kritisieren: Durchdacht geht es bei der Fahrradbefestigung weiter, die Räder und Rahmen stehen sicher - die Bikes sollten aber nicht zu groß sein. Während die Schienen breit genug sind, fallen sie ein wenig zu kurz aus. Doch im Fahrbetrieb fällt das kaum auf, hier schneidet der i21 Z60 mit am besten ab. Der Träger sitzt sicher, und die Bikes schlagen auch nicht gegeneinander.
Thule EasyFold 3
Der Thule EasyFold 3 ist ein sehr guter Träger - mit kleinen Detailschwächen.
- Preis: 950 Euro
- Eigengewicht: 18,5 kg
- max. Zuladung: 60 kg
Testergebnis: sehr gut
Der wertige Thule-Träger lässt sich leicht von einer kräftigen Person auf die Kupplung montieren. Auch die Felgen-Befestigung mit der Ratschenfunktion kann sich sehen lassen, die Bike-Rahmenhalter sowie die Reifenschienen sind ausreichend dimensioniert und gewährleisten sicheren Halt. Selbst bei den Fahrversuchen erweist sich der Träger als sicher, wenngleich er Bewegungen zeigt. Nicht schlimm, die Werte liegen in der Toleranz und haben keine Auswirkung. Ärgerlich ist nur, dass die Bikes zu dicht stehen, dadurch können sie aneinanderschlagen und Schaden nehmen.
Atera Forza M
Der Atera Forza M patzte bei den kurzen Radschienen.
- Preis: 899 Euro
- Eigengewicht: 18,2 kg
- max. Zuladung: 60 kg
Testergebnis: gut
Auf dem dritten Platz landet der neue Träger Forza M. Es sind nur Kleinigkeiten anzumerken, die aber am Ende den Testsieg kosten: Der Lastesel zeigt während der Fahrversuche Bewegungen auf der Anhängerkupplung, und durch die kurzen Radschienen verhält sich vor allem das Vorderrad speziell bei großen Bikes unruhig. Doch die Auffälligkeiten sind nicht bedenklich - alles im grünen Bereich. Dennoch gibt es Punktabzüge. Zudem könnte die Anleitung ausführlicher sein, sie ist etwas zu bildlastig. Ansonsten erweist sich der gut verarbeitete Träger als sicher und stabil.
Yakima JustCklick 2 Evo
Der JustClick 2 ist auch in der neuen EVO-Variante eine gute Wahl!
- Preis: 739 Euro
- Eigengewicht: 17 kg
- max. Zuladung: 60 kg
Testergebnis: gut
Der Träger macht einen soliden Eindruck und fällt auch bei den Fahrversuchen kaum auf - Träger und Bikes stehen sicher, wenngleich das Yakima-Produkt nicht frei von Bewegungen ist. Doch die bleiben in der Toleranz. Allerdings gibt es auch Schwächen: Zwar sind die ausziehbaren Radschienen gut bei großen Rahmen, weil dadurch die Räder sicherer stehen. Doch was bringt das, wenn die Spannriemen zu kurz ausfallen? Auch die unterschiedliche Höhe der Radschienen kann problematisch sein: gut bei der Fahrradbefestigung, schlecht beim Beladen - ein E-Bike ist höher zu heben.
XLC Almada Work-E
Der Almada Work-E-Träger fungiert auch als Montageständer - ist aber sehr schwer.
- Preis: 700 Euro
- Eigengewicht: 20,4 kg
- max. Zuladung: 60 kg
Testergebnis: gut
Der Träger überzeugt an vielen Stellen: Er lässt sich perfekt auf alle Rahmengrößen einstellen, was aber ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Das mag stören, dafür stehen die Bikes aber sicher und weit genug auseinander. Zudem meistert der Almada Work-E die Fahrversuche, dennoch gibt es Punktabzüge. Trotz der einstellbaren Kugelkopf-Arretierung verschiebt er sich horizontal auf der Kupplung, zudem sind Trägerbewegungen beim Bremsen und auf der Rüttelstrecke feststellbar. Unterm Strich sind die Auffälligkeiten aber im Toleranzbereich, somit also nicht bedenklich.
Spinder TX2
Spinder TX2 bleibt hinter den Erwartungen zurück.
- Preis: 649 Euro
- Eigengewicht: 18 kg
- max. Zuladung: 60 kg
Testergebnis: befriedigend
Der Träger scheint durchdacht zu sein, was für die Kugelkopf-Arretierung nicht gilt. Man kann sie zwar einstellen, doch in den Fahrversuchen bewegt sich trotzdem der Träger deutlich auf dem Haken und kommt dem Auto sehr nah. Die Befestigungen hielten am Ende, Räder und Träger fielen nicht auf die Straße. Bis auf die Kugelkopf-Arretierung macht das Konzept einen guten Eindruck: Die Rahmenhalterungen lassen sich gut auf die Bikes anpassen, und die Radschienen sind selbst für große Fahrräder geeignet.
Günstigere Kupplungsträger im Test (2024)
Norauto E-Fit 100-2 (Testsieger 2024)
Der Norauto E-Fit 100-2 überzeugte mit einfacher Montage, gummierter Greifarme und langen Schlaufen mit Felgenschonern.
- Preis: 250 Euro
- Eigengewicht: 18,2 kg
- max. Zuladung: 60 kg
Testergebnis: Sehr gut
Das Konzept ist stimmig, die Montage sehr einfach. Über einen fest verbauten Gabelschlüssel lässt er sich gut am Kugelkopf fixieren. Bei der Befestigung überzeugt er mit langen Schlaufen samt Felgenschutz aus Gummi. Nur die Ratschenfunktion vermisst man. Bei der Vollbremsung zeigt er leichte, normale Aufstellbewegungen. Das Ausweichen meistert er souverän. Lediglich auf der Schlechtwegestrecke wackeln die Vorderräder etwas zu stark. Der Träger in sich bleibt aber stabil auf der Anhängerkupplung.
XLC Beluga
Ordentliche Performance bei den Fahrversuchen und gute Schlaufen an den etwas kurzen Schienen.
- Preis: 289 Euro
- Eigengewicht: 14,6 kg
- max. Zuladung: 60 kg
Testergebnis: Gut
Der XLC Beluga beendet den Test mit 126 Punkten auf dem zweiten Platz. In den Fahrversuchen zeigte er etwas größere Aufstellbewegungen bei der Vollbremsung.
Weitere getestete Modelle (2024)
- Bullwing SR 11: flexible Befestigungsmöglichkeiten, geringes Packmaß (Testergebnis: Gut)
- Eufab Crow Plus: stabil bei der Vollbremsung, leichte Montage am Kugelkopf (Testergebnis: Gut)
- Green Valley Discovery 2: gummierte Greifarme, einfache Montage des Trägers (Testergebnis: Gut)
- Menabo Merak: super Sitz auf der AHK, gummierte Greifarme (Testergebnis: Gut)
- Apex 58000: Greifarme gut gummiert, stabil bei der Vollbremsung (Testergebnis: Befriedigend)
Fahrradträger-Typen
Je nach Fahrzeug und Anspruch gibt es unterschiedliche Träger. Fahrradträger für die Anhängerkupplung, für das Autodach oder die Heckklappe.
Kupplungsträger
Der Fahrradträger für die Anhängerkupplung (Kupplungsträger) ist individuell einsetzbar und passt bei jedem Auto, das eine Anhängerkupplung hat. Wie bei einem herkömmlichen Anhänger, wird der Träger an der Anhängerkupplung befestigt. Hierbei wird der Träger festgeklemmt und befindet sich direkt hinter dem Auto.
Heckklappenträger
Heckklappen-Träger werden mit Gurten am Fahrzeugheck (z.B. an der Kofferraumklappe) fixiert. Sie kommen ohne Kupplung aus und sind günstiger in der Anschaffung. Ihr Einsatz bei E-Bikes ist jedoch nur eingeschränkt zu empfehlen: Die maximale Zuladung liegt meist zwischen 30 und 50 kg.
Dachträger
Bei der Beförderung von E-Bikes auf dem Dach des Fahrzeugs befinden sich diese direkt im Fahrtwind.
Praktisches Zubehör für Fahrradträger
Es gibt eine Reihe von praktischem Zubehör, das den Transport von Fahrrädern erleichtern kann:
- Laderampe: Für die meisten Fahrradträger gibt es inzwischen faltbare Auffahrtsschienen. Bei E-Bike-Gewichten von weit über 20 Kilo keine schlechte Investition.
- Erweiterungs-Schiene: Lässt sich der Fahrradträger um eine Schiene erweitern, kann man spontan auch mal einen weiteren Gast mit auf Tour nehmen. Achtung: Die Zusatzschienen sind bei der zulässigen Traglast meist etwas geringer ausgelegt.
- Längere Ratschenbänder: Große Akkus bedingen häufig auch wuchtige Unterrohre. Nicht alle Greifarme sind auf solche Übermaße ausgelegt. Toll, wenn sich die Halter über längere Ratschenbänder an die überdimensionierten Rohrdurchmesser anpassen lassen. Gleiches gilt für die Rast- bänder an den Laufrädern.
- Rahmen-Adapter: Die ClickTop-Transporthilfe von Yakima ist eigentlich gedacht für unkonventionelle Rahmenformen oder Tiefeinsteiger. Aber auch für den Transport sensibler Carbon-Bikes ist diese Art der Befestigung eine schonende Alternative.
- Rahmen-/Felgenschoner: Ihre Robustheit haben Carbonfelgen natürlich längst bewiesen, aber unschöne Kratzer möchte man den teuren Rundlingen nicht zumuten. Daher sollten die Ratschenbänder immer mit Felgenschonern bestückt sein.
Fazit
Die Wahl des richtigen Fahrradträgers hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Art des Fahrzeugs, der Anzahl und dem Gewicht der Fahrräder sowie dem Budget. Es ist wichtig, die Stützlast des Fahrzeugs und die maximale Zuladung des Trägers zu beachten, um einen sicheren Transport zu gewährleisten.
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