Motorrad-Hecktaschen im Test: Mehr Stauraum für dein Bike

Ein Motorrad zeichnet sich meist dadurch aus, dass es klein und leicht ist. Dies mag bewirken, dass beim Fahren ein Gefühl von Freiheit und Geschwindigkeit aufkommt, doch gleichzeitig geht auch so mancher Komfort verloren. Wünschen auch Sie sich mehr Stauraum auf Ihrem Bike, sollten Sie darüber nachdenken, eine Hecktasche für Ihr Motorrad zu kaufen. Diese wird auf der Sitzbank oder dem Gepäckträger befestigt, nimmt weniger Platz ein als ein Topcase und lässt sich obendrein mühelos befestigen und wieder abnehmen.

Was ist eine Motorrad-Hecktasche?

Grundsätzlich ist eine Hecktasche fürs Motorrad ähnlich einem Tankrucksack. Sie lässt sich in der Regel auf dem Sozius-Sitz oder Gepäckträger des Motorrads anbringen und sorgt damit für Stauraum auf dem Bike. Je nach Modell sichern zwei bis drei Gurte die Tasche auf der Sitzbank des Motorrads oder an der Sissybar bei Choppern. Eine Motorrad-Hecktasche ist vor allem für Sportmotorräder oder Enduros geeignet, bei denen ein Tankrucksack zu hoch baut und damit zu unpraktisch für eine entspannte Fahrt ist. Auch für Maschinen, bei denen keine Satteltaschen oder Koffer Platz finden, bietet sich eine Hecktasche an. Je nach Größe, Material und Bauform lehnt sich eine Hecktasche an ein Topcase an. Die meisten Taschen passen universell auf die gängigen Maschinen.

Die besten Hecktaschen im Vergleich

Hier ist eine Übersicht über einige der besten Motorrad-Hecktaschen:

Büse Motorrad-Hecktasche

Die Motorrad-Hecktasche aus dem Hause Büse ist mit einem Volumen von 31 bis 36 Litern eine mittelgroße Variante unseres Vergleichs. Dank robustem Nylon, reflektierenden Einsätzen und einem enthaltenen Regenschutz stellt das Modell eine besonders robuste Tasche dar, die gut zu handhaben ist. Wir empfehlen die Hecktasche gerne an sämtliche Personen, für die eine mittlere Kapazität ausreicht.

Vorteile:

  • Zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten für weitere Taschen
  • Inkl. Regenhülle

Nachteile:

  • Behält unbefüllt die Form nicht bei

Kuryakyn 5281

Das Kuryakyn Momentum 5281 Motorrad-Reisegepäck überzeugt uns mit integrierten elastischen Gummikordeln und Klettverschlüssen sowie fünf Fächern für eine praktische Aufbewahrung. Mit seiner robusten Konstruktion aus UV-bewertetem 1200-Denier-Textilmaterial und seiner wetterbeständigen Eigenschaft behält es auch im leeren Zustand seine Form. Wir empfehlen dieses Motorrad-Reisegepäck für alle, die auf Zuverlässigkeit, geräumigen Stauraum und Wetterbeständigkeit setzen. Egal ob kurze Ausflüge oder längere Touren, mit dem Kuryakyn Momentum 5281 sind Sie bestens ausgestattet.

Vorteile:

  • Mit integrierten elastischen Gummikordeln und Klettverschlüssen
  • UV-beständig und witterungsbeständig
  • Mit flachem Tragegriff für einfachen Transport

Nachteile:

  • Ohne Reflektoren

SW-MOTECH Drybag 700

Im Vergleich bildeten wir uns vom SW-Motech Drybag 700 eine gute Meinung, da er mit 70 l Inhalt viel Stauraum bietet. Durch die große Öffnung lässt er sich leicht be- und entladen. Positiv vermerkten wir auch, dass der Drybag für fast alle Typen von Motorrädern passt.

Vorteile:

  • Sehr groß
  • Wasserdicht

Nachteile:

  • Probleme mit Befestigungsgurten

SW-MOTECH Hecktasche Pro Roadpack

Die SW-MOTECH Hecktasche Pro Roadpack hat uns durch ihr robustes Design und ihre vielseitige Einsatzmöglichkeit beeindruckt. Mit einem Fassungsvermögen von acht bis 14 Litern bietet sie ausreichend Platz für die Ausrüstung. Im Vergleich zu anderen Taschen zeichnet sich diese Hecktasche durch ihre hohe Qualität und ihr durchdachtes Design aus. Wir empfehlen sie uneingeschränkt für Motorradfahrer, die eine zuverlässige und geräumige Tasche suchen.

Vorteile:

  • Inkl. wasserabweisender Innenhülle
  • Auf 14 l erweiterbar

Nachteile:

  • Ohne Reflektoren

Nelson-Rigg NR-250

Die Motorrad Hecktasche von Nelson-Rigg besitzt einen 35 l großen Stauraum. Zudem gefällt uns, dass sie im Vergleich zu vielen ähnlichen Produkten aus Textil gefertigt ist und seine Form auch im leeren Zustand beibehält.

Vorteile:

  • Mit maximalem UV-Schutz Material
  • Seine Form auch im leeren Zustand beibehält
  • Besonders geräumig

Nachteile:

  • Ohne Reflektoren

QBag 05

Die QBag-05-Hecktasche für das Motorrad sticht im Hecktaschen-Motorrad-Vergleich durch ihre zahlreichen Fächer hervor. Uns überzeugt auch die Vielfältigkeit in der Montage. Sie kann sowohl mit Riemen als auch mit einem Klickverschluss auf der Sitzbank oder dem Gepäckträger befestigt werden. Diese Tasche ist aus wasserabweisendem Polyester hergestellt. So bietet sie zuverlässigen Schutz vor Nässe. Wir finden, dass ihr einziges Manko ihr vergleichsweise geringes Stauraumvolumen ist.

Vorteile:

  • Inkl. wasserabweisender Innenhülle
  • Inkl. Regenhülle

Nachteile:

  • Ohne Reflektoren

Rhinowalk Multifunktionale Motorradtasche

Uns gefällt die Rhinowalk multifunktional Motorradtasche auf den ersten Blick. Hergestellt aus strapazierfähigem Polyester und in verschiedenen Größen (10 l, 20 l, 30 l) erhältlich, bietet sie vielseitige Möglichkeiten für Motorradfahrer. Jede Tasche ist mit Schnallen und Bändern ausgestattet, und die 10-l-Version verfügt sogar über einen Schultergurt. Das modulare Design ermöglicht es, mehrere Taschen miteinander zu kombinieren, was praktisch ist. Die voll geöffnete und großzügige Kapazität erfüllt die Bedürfnisse von Reisenden, während die voll wasserdichte Innentasche und die Anti-Rutsche Netztasche zusätzlichen Nutzen bieten. Wir empfehlen die Rhinowalk Motorradtasche als vielseitiges und robustes Gepäckstück. Die wasserdichte Reißverschlusskappe, solide Schnallen und das reflektierende Logo tragen zur Sicherheit bei. Mit der Möglichkeit, sie als Umhängetasche oder Rucksack zu verwenden, ist sie ein echtes Multifunktionsprodukt.

Vorteile:

  • Wasserdicht
  • Kann als Rucksack verwendet werden

Nachteile:

  • Ohne Reflektoren

Held Vivione Hecktasche

Die Held-Vivione-Hecktasche besteht aus wasserabweisendem Polyester. Dieses Modell aus dem Hecktasche-Motorrad-Vergleich überzeugt uns durch ihr großes Stauraumvolumen, obwohl sie als eine der wenigen Taschen nur über ein Fach verfügt. Die Montage ist einfach und vielfältig. Sie kann sowohl auf der Sitzbank als auch am Gepäckträger befestigt werden. Besonders beeindruckt uns das geringe Eigengewicht dieser stylischen Hecktasche.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Motorrad-Hecktaschen können sich sehr voneinander unterscheiden. Wenn Sie nicht genau wissen, welche Ansprüche Sie an eine solche Tasche stellen, kann die Kaufentscheidung schwierig werden. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, Ihre Hecktasche direkt im Fachgeschäft zu kaufen. Dies hat den Vorteil, dass Sie sich beraten lassen können und eventuell sogar die Möglichkeit bekommen, die Hecktasche fürs Motorrad einem praktischen Test zu unterziehen.

Stauraum

Der Zweck einer Motorrad-Hecktasche ist es natürlich, dass Sie darin Ihr Hab und Gut verstauen können. Hier sollten Sie Ihre Auswahl danach treffen, wie viel Gepäck Sie in der Hecktasche zu transportieren gedenken. Natürlich können Sie sich auch einfach für das Modell entscheiden, dass den meisten Stauraum bieten, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Bedenken Sie hierbei jedoch, dass eine Hecktasche mit großem Stauraum naturgemäß selbst recht groß ist und somit auch mehr Platz einnimmt als ein Modell mit weniger Stauraum. Ist die Hecktasche zu sperrig, kann dies das Aufsteigen aufs Motorrad erschweren. Obendrein haben große Taschen in der Regel auch ein deutlich höheres Eigengewicht als kleine Taschen.

Material

Hecktaschen aus Leder oder Kunstleder sind äußerst robust und reißen nicht so schnell. Allerdings sind sie oft nicht wasserabweisend. Wollen Sie sich auch für Fahrten im Regen wappnen, sollten Sie daher nach einer Motorrad-Hecktasche aus PU-Leder Ausschau halten. Synthetische Materialien wie Polyester sind wasserabweisend und haben obendrein den Vorteil, dass sie sich leicht reinigen lassen. Hecktaschen aus Textilien sind in der Regel rissfest und oft auch waschbar.

Hinweis: Entscheiden Sie sich für ein wasserdurchlässiges Material, haben Sie oft die Option, Ihre Tasche mit einer Regenhülle zu überziehen.

Befestigung

Hecktaschen lassen sich am einfachsten mit Spanngurten oder Spanngummis mit dem Sitz oder dem Heckträger verbinden. Bei den meisten Hecktaschen gehören die Verbindungsgurte zur Ausstattung dazu, manche kombinieren diese mit Schnellverschlüssen. Bei einigen Taschen wie der QBag Hecktasche benötigen Motorradfahrer:innen jedoch separate Spanngurte.

Wasserdichtigkeit

Die meisten Hecktaschen sind wasserabweisend, einige auch wasserdicht. Besonders Kunststoff-Gewebe wie etwa Ballistic Nylon oder PU-Leder schützen den Inhalt vor Feuchtigkeit. Das sollten Interessierte vor dem Kauf unbedingt klären. Wasserabweisende Hecktaschen lassen sich bei starkem Regen aber auch mithilfe von Kunststofffolien schützen.

Weitere Überlegungen

  • Preis: Die meisten Modelle bewegen sich in einem Preisrahmen zwischen 30 und 100 Euro. Es gibt aber auch Motorrad-Hecktaschen für 300 Euro.
  • Größe: Die Größe kann je nach Modell stark variieren. Manche haben eine Länge von gerade einem 25 cm, andere von bis zu 70 cm.

Tabelle: Vergleich von Motorrad-Hecktaschen

Modell Volumen Erweiterbarer Stauraum Material Vorteile Nachteile
Büse Motorrad-Hecktasche 31-36 Liter Ja Nylon Zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten, inkl. Regenhülle Behält unbefüllt die Form nicht bei
Kuryakyn 5281 - Nein Textil Integrierte Gummikordeln und Klettverschlüsse, UV- und witterungsbeständig Ohne Reflektoren
SW-MOTECH Drybag 700 70 Liter Ja Kunststoff Sehr groß, wasserdicht Probleme mit Befestigungsgurten
SW-MOTECH Hecktasche Pro Roadpack 8-14 Liter Ja Nylon Inkl. wasserabweisender Innenhülle, erweiterbar Ohne Reflektoren
Nelson-Rigg NR-250 35 Liter Nein Textil UV-Schutz, behält Form, geräumig Ohne Reflektoren
QBag 05 - Ja Polyester Inkl. wasserabweisender Innenhülle und Regenhülle Ohne Reflektoren
Rhinowalk Multifunktionale Motorradtasche - Ja Polyester Wasserdicht, als Rucksack verwendbar Ohne Reflektoren

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0