Motorrad Hecktaschen im Test: Vergleich und Kaufberatung

Eine Motorrad Hecktasche ist eine praktische Lösung für den Transport von Gepäck, da sie viel Platz bietet und den Fahrer nicht behindert. Sie ist flexibel einsetzbar und in verschiedenen Designs erhältlich, was sie zu einem beliebten Zubehör macht.

Es gibt viele Tests für Motorrad Hecktaschen, jedoch werden diese nur selten getestet. Daher deklarieren wir unsere Motorrad Hecktasche Übersicht klar als Vergleich und nicht als „Test“. Jedoch schauen wir uns für unseren Vergleich viele „Test Portale“ an und tragen die gesammelten Informationen hier zusammen.

Im Folgenden werden verschiedene Modelle und deren Eigenschaften verglichen, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.

Verschiedene Modelle im Vergleich

Hier ist eine Auswahl von Motorrad Hecktaschen mit ihren jeweiligen Merkmalen:

Modell Volumen Wasserdicht Befestigung Besonderheiten Preis (ca.)
Rhinowalk 20 Liter Ja Riemen Robustes Polyester 37 €
Rhinowalk Rücksitztasche 40-60 Liter Ja Riemen Erweiterbares Volumen -
QBag Motorrad Hecktasche 5 Liter Nein Riemen Kompaktes Design -
Held Vivione 20 Liter Ja Riemensystem Robustes Design -
SW-Motech Pro Roadpack 8-14 Liter Ja Schlaufen-Gurte Aerodynamisches Design -
Motorrad Hecktasche Vintage 25 Liter Nein Schultergurt Vintage-Design -

Rhinowalk Motorradtasche

Wer nach einer schwarzen und schlichten Motorradtasche für das Heck sucht, ist mit diesem Modell von der Marke Rhinowalk sehr gut beraten. Die Rhinowalk Motorradtasche besteht aus robustem Polyester und zeichnet sich durch ein Volumen von 20 Litern aus. So kann ein Großteil der wichtigsten Gegenstände in der Motorradtasche verstaut werden.

Rhinowalk Rücksitztasche

Wer auf der Suche nach einer besonders großen Motorrad Hecktasche ist, hat mit der Rhinowalk Rücksitztasche das richtige Modell getroffen. Schließlich zeichnet sich die Rhinowalk Rücksitztasche durch ein Volumen von 40 Litern aus. Das Besondere an der Rhinowalk Rücksitztasche besteht aber in dem doppelseitigen einziehbaren Reißverschluss, denn wird dieser geöffnet, so kann das Volumen von der Rhinowalk Rücksitztasche auf bis zu 60 Liter erweitert werden.

QBag Motorrad Hecktasche

Die QBag Motorrad Hecktasche zeichnet sich durch ein ästhetisches Design aus und ist mit einem Volumen von nur 5 Litern sehr kompakt. Für die wichtigsten Gegenstände wie das Handy und Co. ist die Hecktasche aber bestens geeignet. Angebracht wird die QBag Motorrad Hecktasche mit den praktischen Riemen, mit welchen diese ausgestattet ist.

Held Vivione

Bei der Held Vivione handelt es sich um eine Hecktasche für das Motorrad, welche sich durch ein robustes Design auszeichnet. Die Held Vivione verfügt über ein Volumen von 20 Liter und ist somit für die meisten Zwecke geeignet. Versehen ist diese Hecktasche mit einem Riemensystem, über welches diese problemlos an den meisten Motorrädern angebracht werden kann.

SW-Motech Pro Roadpack

Bei dem SW-Motech Pro Roadpack handelt es sich um eine kompakte Hecktasche für das Motorrad, dessen Volumen schnell von 8 auf 14 Liter erweitert werden kann. Das SW-Motech Pro Roadpack zeichnet sich durch ein aerodynamisches und modernes Design aus, sodass sich diese Hecktasche beispielsweise auch für Supersportler und Co. eignet.

Das SW-Motech Pro Roadpack ist wasserdicht und wird mit praktischen Schlaufgurten befestigt.

Motorrad Hecktasche Vintage

Empfohlen werden kann zu guter Letzt auch die Motorrad Hecktasche Vintage. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hierbei um eine Hecktasche im Vintage-Design, welche sich daher bestens für alle Cruiser, Cafe Racer und Co. eignet. Das Volumen dieser Hecktasche liegt bei 25 Litern.

Durch ihren praktischen Schultergurt kann die Motorrad Hecktasche Vintage problemlos auch als Schultertasche verwendet werden.

Weitere Hecktaschen im Detail

SW-Motech Pro Serie

Die Firma SW-Motech bietet mit ihrer PRO-Serie eine Weiterentwicklung der hauseigenen EVO-Serie für Motorradtaschen an. Neben einem neuen Design wurde auch bei den Materialen Hand angelegt. Langlebiges Ballistic Nylon schützt das Gepäck vor Stößen, Wind und Wetter.

Auf der Oberseite wurde laminiertes EVA-Material verarbeitet. Es gibt den Taschen eine markante Form und, in Verbindung mit dem MOLLE-Aufsatz aus stabilem Hypalon-Material auf der Oberseite, können so problemlos Zusatztaschen befestigt werden.

Da die Hecktaschen lediglich Spritzwasser geschützt sind, befindet sich im Lieferumfang auch eine wasserdichte Innentasche, die den Inhalt vor eindringendem Starkregen schützt.

SW-Motech Pro Rearbag

Aus der neuen PRO Serie der Hecktaschen haben wir uns für die Rearbag entschieden. Sie hat eine universelle Passform und eignet sich somit für den Einsatz auf Straßenmaschinen genauso wie für den Soziussitz einer Reise-Enduro. Das Standardvolumen beträgt 22 Liter, dass sich durch einen Rundum-Reißverschluss jedoch auf bis zu 34 Liter erweitern lässt.

Die weiterentwickelten Zurrhaken erlauben eine flexible Befestigung der Hecktasche auf dem Soziussitz. Das Einhaken und das Spannen der Gurte erfolgt dabei in einem Schritt, was ein lästiges Neupositionieren und Nachspannen überflüssig macht.

SW-Motech Pro Travelbag

Mit der Travelbag ist die SW-Motech Pro Hecktaschen-Serie komplett. Wer sein Motorrad für mehr als nur ein verlängertes Wochenende sattelt, könnte damit richtig fahren. 65 Liter Volumen Gepäck fasst die Motorradhecktasche Pro Travelbag - oder eine darin sitzende Redakteurin.

Die SW-Motech Pro Travelbag besteht aus 1680 D Ballistic Nylon. Befestigt am Motorrad wird sie mithilfe der von SW-Motech patentierten Zurrhaken an vier Punkten - einfach einhängen und festziehen.

Montage und Befestigung

Motorrad Hecktaschen können auf verschiedene Arten befestigt werden:

  • Riemen: Diese werden um den Soziussitz gelegt und fest fixiert.
  • Grundplatte: Hier wird zunächst eine Grundplatte auf dem Soziussitz montiert, in welche die Hecktasche eingeklickt wird.

Vor- und Nachteile von Hecktaschen

Hecktaschen bieten viele Vorteile:

  • Großes Volumen
  • Schnelle und einfache Befestigung
  • Verschiedene Designs

Allerdings gibt es auch einige Nachteile:

  • Nicht alle Modelle sind wasserdicht
  • Die Montage kann je nach Modell variieren

Sportliche Motorrad-Hecktaschen im Test

Für den Praxisteil des Motorrad-Hecktaschen-Tests haben wir die Testkandidaten mit Honda CBR 1000 RR Fireblade, Triumph Street Triple RS, Triumph Thruxton R und BMW G 310 R auf völlig unterschiedliche Bikes gesattelt, unsere Erfahrungen mit den verschiedensten Befestigungsszenarien schlagen sich in den Punkten nieder.

Unterschiede gibt es nicht nur in der Anzahl und Länge der Gurte, sondern auch in deren Verschlusssystem. Hinzu kommt die Form der Hecktasche selbst: Manch eine schmiegt sich mit ihrer Trapezform dem Heckpolster an (Givi, Held, Oxford), andere Taschen setzen auf eine längliche, nach hinten abfallende Form und unterstreichen damit die Dynamik des Motorrads (Kappa, SW-Motech, Vanucci).

Beachten solltest du die Vorgaben des Herstellers zu erlaubter Höchstgeschwindigkeit (meist 130 km/h) und maximaler Zuladung (meist vier oder fünf Kilogramm)!

Platz 1: Givi XStream XS313

  • Volumen: 12 + 8 Liter
  • Ausstattung: vier Gurte mit Schlaufe, Doppel-D-Verschlüsse an der Tasche, Sicherheitsgurt, Innensack und Regencape, zwei seitliche Außenfächer, abschließbarer Reißverschluss, Schultergurt
  • Fazit: Die Testsieger-Tasche von Givi macht fast alles richtig: sportlich geformt, aber mit ordentlichem Volumen, stabil, gut sichtbar und einfach zu befestigen.
  • MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 2: SW-Motech Slipstream

  • Volumen: 13 Liter (nicht erweiterbar)
  • Ausstattung: vier längenverstellbare Gurte mit Schlaufe, zwei Spanngurte, Plastikösen und drei Klettbänder an der Tasche, wasserdichter Innensack, zwei Außenfächer, abschließbarer Reißverschluss, Gepäcknetz, Rucksack-Funktion, Lackschutzfolie
  • Fazit: Die Hecktasche von SW-Motech in aerodynamischer Höckerform ist sehr stabil und überzeugt mit guter Verarbeitung. Ihr Volumen ist auf 13 Liter begrenzt, dafür gefallen die verschiedenen Möglichkeiten zur Befestigung.
  • MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 2: Vanucci VS05 Sportivo

  • Volumen: maximal 20 Liter
  • Ausstattung: separates Bodenteil mit vier langen Gurten, Tasche wird per Reißverschluss befestigt, Regencape, abschließbarer Reißverschluss am Hauptfach, Schultergurt, Gepäcknetz
  • Fazit: Zu Recht landet die Tasche von Vanucci weit vorn: Alle Gurte können dank Zweiteilung gut versteckt werden, blitzschnell ist sie abgenommen. Kleine Extras wie das Netz oder der Schlüsselhaken im Innern sind sehr praktisch.
  • MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 3: Qbag Hecktasche 05

  • Volumen: 22 + 8 Liter
  • Ausstattung: vier Gurte mit Schlaufen, metallene Klemmschnallen mit Neopren-Polsterung an der Tasche, Innensack und Regencape, zwei seitliche Außenfächer, Innenfach und -netz, abschließbarer Reißverschluss mit Druckknopf am Hauptfach
  • Fazit: Die Qbag wächst in die Breite, womit sie noch pummeliger wird, als sie ohnehin schon ist. Letztlich kostet sie nur die leicht unsportliche Erscheinung ein „Sehr gut“. Dickes Plus: die tadellose Befestigung inklusive Klettabdeckung.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 4: Kappa RA300

  • Volumen: 15 Liter (nicht erweiterbar)
  • Ausstattung: zwei typische Spanngurte mit Metallhaken, Plastikösen an seitlichen Auslegern der Tasche, Regencape, zwei seitliche Außenfächer, Gepäcknetz auf dem Deckel, Hauptfach nicht abschließbar
  • Fazit: Kappa schickt eine sportliche und dennoch geräumige Tasche ins Rennen. Die Ausleger stören mehr, als sie nützen. Die Spanngurte sind eine rustikale Befestigungslösung - passt jedoch die Länge, halten sie zuverlässig.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 4: Held Iconic Evo (M)

  • Volumen: 12 + 9 Liter
  • Ausstattung: zwei Gurte mit Klickverschlüssen an den Enden, Regencape, ein Außenfach, Gepäcknetz auf dem Deckel, kleine Taschen und Netze im nicht abschließbaren Hauptfach
  • Fazit: Dieser kompakte Alltagsheld überzeugt vor allem durch simple Montage und extrem guten Halt am Motorrad - wenn die Sitzbank mitmacht! Praktisch: die flexiblen Gummischnüre zum Beispiel für Regenkleidung.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 5: Hepco & Becker Royster Rearbag

  • Volumen: 27 + 5 Liter
  • Ausstattung: vier Gurte mit Schlaufe und Sicherheitshaken, zahlreiche Schlaufen an der Tasche, wasserdichter Innensack, zwei seitliche Außenfächer, abschließbarer Reißverschluss am Hauptfach, Lackschutzfolie
  • Fazit: Eine sehr wertige Tasche mit viel Stauraum und gutem Stoßschutz durch verstärkte Wände. Ähnlich wie bei Bagster passt sie aufgrund von Größe und Optik nicht zu jedem sportlichen Motorrad. Der Preis ist recht hoch.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 6: Oxford F1 Tail Pack

  • Volumen: 18 Liter (nicht erweiterbar)
  • Ausstattung: vier sehr lange Gurte mit Doppel-D-Verschluss, Plastikösen an der Tasche, Sicherheitsgurt, wasserdichter Innensack, ein Außenfach, nicht abschließbares Hauptfach nur von einer Seite zu öffnen
  • Fazit: Eine simple Hecktasche mit festem Volumen, während des Tests wegen der langen Gurte liebevoll „die Qualle“ genannt. Passt auch zu den Stärken: sehr guter Nässeschutz. Weniger gut: Bei flotter Gangart verrutschte sie etwas.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 7: Bagster Modulo Tail XSS040

  • Volumen: 20 + 7 Liter
  • Ausstattung: vier Gurte mit Haken, Clip-Verschluss an der Tasche, Innensack, Verzurrmöglichkeit mit anderen Bagster-Taschen, Schultergurt
  • Fazit: Das Modulo-System des französischen Herstellers Bagster ist beeindruckend, damit können wahre Gepäckberge sicher verstaut werden. Leider patzte er im Test mit sich lösenden Abspanngurten. Daher nur befriedigend.
  • MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Befestigung der Hecktaschen

Bei den Befestigungsgurten gewinnt nicht der längere! Denn gerade das ist bei vielen Hecktaschen das Problem: Einfach lassen sie sich verzurren, und zurück bleibt ein viel zu langes Reststück, das irgendwie verstaut werden muss. Sonst flattert’s.

Ohnehin gilt immer: Das Gepäckstück kann noch so gut sein - wenn die Befestigung nicht zum Motorrad passt, passt’s eben nicht. So bringen die praktischen Schlaufengurte nichts, wenn es keine Möglichkeit zum Einhängen gibt, und auch vorgefertigte Haken können an zu dicken Rahmenrohren nicht angebracht werden.

Noch ärgerlicher sind Kratzer durch vibrierende Schnallen, da lohnt sich eine Lackschutzfolie wie bei SW-Motech und Hepco & Becker mitgeliefert. Am besten aber: Ausprobieren!

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