Travemünde ist ein Paradies für Radfahrer, die die malerische Ostseeküste und die grüne Landschaft Schleswig-Holsteins erkunden möchten. Mit gut ausgebauten Radwegen, geringen Steigungen und ruhigen Nebenstraßen bietet die Region ideale Bedingungen für entspannte Radtouren.
Der Ostseeradfernweg wurde von Travemünde bis Ahlbeck/Usedom gefahren. Die Insel Rügen wurde mit dem Rügenrundweg in die Tour eingeschlossen (Tour 066). Es gibt für diesen Fernweg im deutschen Ostseeabschnitt verschiedene Routenmöglichkeiten. In den letzten 15 Jahren hat sich der offizielle Weg durch den Ausbau des Radwegnetzes verändert und verbessert. Ebenso scheint es, dass der Ostseeradfernweg und der Ostsee-Küstenradweg inzwischen miteinander verschmolzen und optimiert wurden. Die genaue Historie ist mir unbekannt.
Die Streckenplanung erfolgte nach verschiedenen alten Karten- und Wegbeschreibungen.
Die Route von Travemünde nach Boltenhagen
Auf dem gut asphaltierten Radweg entlang der Ostseeküste geht es entlang der beeindruckenden Steilküste teils steil auf und ab in das lebhafte Seebad Boltenhagen. Die Fahrradtour an der steilen Ostseeküste von Travemünde nach Boltenhagen führt am Ostseeküsten-Radweg entlang und lädt durch seine zahlreichen Strandzugänge zum Baden und Verweilen ein. Außerdem führt der Weg in einen Wald, der bis heute als Naturschutzgebiet gilt.
In Travemünde setzen wir mit der Priwaller Fähre über die Trave nach Priwall über, gleich danach biegen wir links ab. Nun geht es entlang der Trave, an der Viermastbark Passat vorbei, zur Südermole, dann durch eine Ferienhausanlage und nach rechts zur Mecklenburger Landstraße. Hier fahren wir nach links auf den Radweg. Am Ortsende von Lübeck beginnt das NSG Pötenitzer Wiek.
Ab Ortsende auf den Sandweg entlang der Verbindungsstraße, dann in der Kurve links (Ostseeküsten-Radweg) in das NSG Küstenlandschaft zwischen Priwall und Barendorf mit Harkenbaek-Niederung. Auf dem Sandweg an der Ostsee fährt man durch Wiesen und Weiden, dann folgt ein schöner Asphaltweg entlang der Ostseeküste.
Nach rechts führt eine alte Lindenallee zum Schloss Groß Schwansee. Nun entlang der Ostseeküste mit zahlreichen Strandzugängen, begleitet von Schlehen und Sanddorn. Vor dem Kiosk bei Links knick nicht rechts nach Barendorf fahren, hier fehlt die Beschilderung, sondern nach links auf die Ostseeküste zuhalten. Auf schlechten Betonplatten geht es durch den Brooker Wald. Das Naturschutzgebiet Brooker Wald ist ein ökologisch wertvoller Restwald der ehemals ausgedehnten Wälder auf einer Grundmoräne, mit Erlen- und Weidengehölzen und Sümpfen.
Es geht weiter entlang der Steilküste der deutschen Ostsee auf dem asphaltierten Weg teils steil auf und ab. Beim Radweg-Ende rechts hoch Richtung Boltenhagen. Oben an der Querstraße in Redewisch-Ausbau links (keine Beschilderung). An der nächsten Querstraße links hoch (Ostseeküsten-Radweg), an der folgenden T-Kreuzung links (T 2) nochmals hoch, dann rechts auf dem kleinen Teerweg auf der Höhe entlang von Bäumen. Auf dem mit Kopfweiden bestandenen Weg abwärts mit Blick auf Wismar und Steilküste.
An der Kreuzung am Ortsanfang links (T 2), am Meer entlang, erst rechts, dann linksseitiger Radweg, bis zur Trinkhalle im Ortszentrum von Boltenhagen.
Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke
Travemünde
Travemünde besitzt den größten Fährhafen Europas. An der Promenade kann man bei einem der zahlreichen Fischimbisse die riesigen Skandinavienfahrer bestaunen. Auf der anderen Traveseite, am Priwallufer, liegt die berühmte Viermastbark Passat von 1911. Lohnenswert ist auch ein Bummel durch die kleine Altstadt mit ihren Kapitäns- und Lotsenhäusern aus Backstein und der spätgotischen St.-Lorenz-Kirche.
Boltenhagen
Das Ostseebad Boltenhagen ist mittlerweile ein recht ausgedehnter, lebhafter Kurort mit Ferienanlagen, Kurkliniken, großer Strandpromenade und Seebrücke entlang der Boltenhagener Bucht. Bereits 1830 entwickelte sich aus dem kleinen Bauern- und Fischerdorf ein beliebtes Seebad. Einige der zwischen 1900 und 1930 entstandenen Pensionen im typischen Stil der Bäderarchitektur finden sich noch an der Strandpromenade. Von der 1991 wieder aufgebauten Seebrücke kann man zahlreiche Schiffsausflüge unternehmen.
Wer etwas Zeit mitbringt, schaut vielleicht im Haus Ostseeallee 23 vorbei; denn dort betreibt Jürgen Kubatz sein Buddelschiffmuseum geöffnet mo-fr 15.30-18 h, sa & so 13-18 h. Neben den Buddelschiffen werden auch Schiffsmodelle, maritime Geräte und Werkzeuge sowie Strandgut präsentiert. Und wenn Sie zeitig angekommen sind oder die Planung für den nächsten Tag noch einen Ausflug zulässt, sollten Sie einen Besuch des Steinzeitdorfs Kussow erwägen (liegt ziemlich genau südlich von Klütz und ungefähr 13 km von Boltenhagen entfernt).
Wegbeschaffenheit und Tipps
Die Wegqualität auf diesem Abschnitt ist vergleichsweise gut. Der Streckenabschnitt zwischen Travemünde und Steinbeck ist recht hügelig. Rückblickend läßt sich sagen, dass die Fahrtrichtung Richtung Osten vorteilhafter erscheint, weil kurzen steilen Anstiegen recht lange Abfahrten folgen. Auch der Wind kommt häufig aus Westen. Im Schnitt erreicht man normale Reisegeschwindigkeit oder ist sogar noch etwas schneller. Mit Gepäck kann ab und zu Schieben erforderlich sein. In Summe liegen alle Anstiege bei ca.
Die Steilküste wird bei der Ortschaften Redewisch Ausbau passiert. Man erreicht das Ostseebad Boltenhagen, wo die Route entlang des Strandbereiches verläuft. Am Ende der Ortschaft wird nach Tarnewitz abgebogen. Über die L01 passiert man Niendorf und biegt links nach Beckerwitz Ausbau ab. Weiter geht es nach Beckerwitz, Eggerstorf, Zierow, Fliems und Hoben nach Wismar.
Nach Besichtigung, vielleicht noch einem erfrischenden Bad in den Fluten und/oder Übernachtung geht es in Travemünde zur Priwallfähre, die Sie und Ihr Rad für einen Obolus auf die andere Seite der Trave bringt. Dort halten Sie sich sofort links und radeln bald vorbei am Yachthafen bis auf die Höhe der Passat. Wenige Meter weiter führt die Route rechts auf den Dünenweg, und die Räder rollen zunächst auf Asphalt an einem Campingplatz sowie Ferienhäusern vorbei, bevor sich eine Laubenpiepersiedlung anschließt, wo der Weg sandig/schotterig ist. Dort biegen Sie links ab und dürfen nun auf einem Radweg Magdeburger Bauweise fahren.
Nach wenigen hundert Metern verlassen Sie diesen Weg aber und folgen dem Hinweis des Ostsee-Radwegs links auf einen geschotterten Fahrweg, der parallel zur Küste hinter dem dichten Strauch- und Baumstreifen verläuft. Leider ist der Schotter etwas grob, so dass manch einer fluchen wird. zwischendurch sogar einmal Holz als Rollgrund geboten wird und sich schließlich eine Asphaltbahn anschließt. Dabei rollen die Räder beständig auf glattem Asphalt nur kurz auf Betonsteinpflaster, das aber auch glatt verlegt ist , so dass Sie den Schwung der Abfahrten nutzen können, um die Anstiege zu meistern. Wer sich dafür eher weniger begeistern kann, muss sich aber nicht sorgen; denn die Höhendifferenzen sind gering, so dass selbst schiebend die Hügelkuppen schnell erobert sind.
In Steinbeck gelangen Sie an einen Abzweig, halten sich rechts, radeln kurz hügelan und stoßen derart auf eine kleine Straße, in die Sie links einbiegen. Gut einspurig leitet diese nach Redewisch-Ausbau, wo Sie erneut links abbiegen. Mitten in der Pampas knickt die Route bei einem Pausenplätzchen mit schöner Aussicht auf die Lübecker Bucht rechts ab und leitet sodann schnurstracks nach Boltenhagen, wobei Sie bald recht ordentlich an Höhe verlieren. Im Ort stoßen Sie auf eine grob gepflasterte und abknickende Vorfahrtstraße.
Bald nach der Ortsmitte sollen die Radler die armen Autofahrer nicht weiter behindern, weshalb Sie links auf einen Betonsteinpflasterweg wechseln müssen, der ohne Orientierungsprobleme bis auf die Höhe der Ostseeklinik rechter Hand leitet. Bald nachdem Sie rechts abgebogen sind, halten Sie sich erneut rechts und radeln durch den Ortsteil Tarnewitz. Dort folgen Sie dem Geh- und Radweg bis zu seinem Ende, biegen links ab und fahren auf dem Stadtweg recht steil hügelan. Nach einer Weile stoßen Sie auf einen querenden Schotterweg, biegen links ein und radeln nach einem Rechtsknick durch die Häuseransammlung Tarnewitzer Camp, bevor Sie zu einer Landstraße kommen, deren Geh- und Radweg links nach Wohlenberg leitet. Wie viel Höhe Sie zuvor gewonnen haben, merken Sie im Ort; denn es geht beachtlich abwärts.
Bald knickt die Route nach Osten ab, und Sie radeln mit sanften Wellen nach Beckerwitz-Ausbau, wo die Etappe halbrechts abzweigt. Weiter geht es auf Asphalt nach Beckerwitz und dort links bis zum Dorfplatz, an dem Sie mit Radhinweis rechts in den ja, wirklich Stadtweg abzweigen. Wieder rollen die Räder auf gutem Asphalt, und über einen Hügel hinweg gelangen Sie zu einem Linksknick und kurz darauf nach Eggerstorf. Auf wieder gutem Belag radeln Sie über Fliemstorf mit schönem Ausblick auf die Wismarbucht nach Hoben, ignorieren dort das Sackgassenschild und rollen auf Schotter abwärts durch den hübschen kleinen Ort mit reetgedeckten Häusern bis an die Ostsee. Dort gelangen Sie auf einen asphaltierten Geh- und Radweg und radeln kurz direkt entlang der Fluten, doch schwenkt der Weg bald nach rechts und verläuft sodann oberhalb des Steilufers.
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