Spaziergänge im bunten Herbstwald, Glühwein trinken auf dem Weihnachtsmarkt oder zum Après-Ski nach dem Wintersport: Die kalten Jahreszeiten ermöglichen so einige tolle Aktivitäten. Allerdings kühlen wir bei niedrigen Temperaturen schnell aus, die Folge sind etwa Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich. Heizwesten sollen Abhilfe schaffen. Die Kleidungsstücke sehen aus wie normale Westen, haben allerdings eingenähte Heizelemente.
Gründe, im Herbst und Winter Zeit draußen zu verbringen, gibt es viele: Seien es ganz normale Spaziergänge, Wintersport, Hobbys wie Pferdereiten oder Motorradfahren oder auch Berufe, bei denen man zu jeder Jahreszeit draußen sein muss. Für all diese Szenarien eignen sich Heizwesten. Sie sehen aus wie normale Westen, bei Bedarf kann man jedoch die elektrischen Heizmodule aktivieren, die zusätzliche Wärme spenden sollen.
Wie funktionieren Heizwesten?
Der Clou bei Heizwesten sind die integrierten Heizmodule. Dort sind Heizdrähte eingebaut, meist aus Kohlenstofffasern oder Metalllegierungen wie Kupfer oder Nickel. Die Heizmodule werden mit einem eingebauten USB-A-Kabel mit einer externen Stromquelle verbunden und heizen sich auf, sobald Strom durch die Heizdrähte fließt. Die passende Powerbank wird in der Regel mitgeliefert und kann in der Innentasche der Weste verstaut werden, wo das USB-Kabel sitzt. In seltenen Fällen kommt die Powerbank in die Jackentasche, was weniger angenehm beim Tragen ist.
Die Heizmodule bzw. Heizzonen selbst befinden sich bei den meisten Westen im Nacken- und Rückenbereich, wo viele Menschen auch zu Verspannungen neigen. Die meisten Westen haben dazu mehrere Heizstufen und heizen sich schon nach wenigen Minuten auf.
Damit die Heizwesten auch ausgeschaltet wohlige Wärme spenden, setzen viele Hersteller auf wasser- und windabweisende Materialien. Auch Fleece kommt gerne zum Einsatz. So kann man die Heizweste bei Bedarf anschalten, etwa wenn man lange steht.
Damit die versprochene Wärme auch wirklich ankommt, muss die Heizweste gut sitzen. Das bedeutet, dass sie eng anliegt. Außerdem sollte man keine zu dicken Pullover unter der Weste anziehen, da die Wärme so schwerer an den Körper gelangt. Angst vor schweren Verbrennungen muss man jedoch nicht haben: Der höchste Wert, den wir im Test mit dem Kontaktthermometer gemessen haben, belief sich auf rund 33 Grad.
Viele Heizwesten werden nur als Unisex-Modell verkauft, dabei bräuchte es gerade für viele Frauen schmalere und kürzere Modelle. Ansonsten entweicht die Wärme an allen Seiten. Die Größenangaben selbst sind uns sehr willkürlich vorgekommen und passten auch nicht mit den Größentabellen überein, die wir online gefunden haben. Grundsätzlich fallen die meisten Heizwesten jedoch etwas größer aus. Manche Hersteller setzen zumindest am unteren Ende der Weste auf Gummibänder, die man bei Bedarf enger ziehen kann.
Die meisten Heizwesten im Test dürfen im Schonwaschgang bei 30 Grad in die Waschmaschine - in den Trockner sollte man die Heizwesten nicht stecken.
Apropos Einsatz: Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, welche Körperbereiche unbedingt gewärmt werden sollten. Menschen, die zu Verspannungen im Nacken neigen, sollten Wert auf Heizmodule an der Stelle legen. Wieder anderen wird zusätzliche Wärme im Lenden- oder Nierenbereich wichtig sein. Je nach Einsatz entscheidet sich auch das Design der Weste. Wer im Regen unterwegs ist, sollte auf ein wasserabweisendes Obermaterial achten. Wieder andere werden ohnehin eine Regenjacke über der Weste tragen wollen.
Produktempfehlungen und Testberichte
Rockbros YPW045
Die Rockbros ist zwar ein Unisex-Modell, fällt aber besonders schmal aus und ist im Vergleich günstig. Die Rockbros YPW045 ist eine der günstigsten Modelle im Test. Das Unisex-Modell ist besonders schmal geschnitten, was besonders unsere weibliche Testerin gefreut hat. Ihr waren nämlich viele andere Modelle viel zu groß. Die Verarbeitung der Weste ist absolut in Ordnung und kann mit Modellen im Test mithalten, die doppelt so viel kosten. Dazu gibt es einen Gummibund am unteren Saum der Weste, um die Größe anzupassen. Wärme geht so nicht nach unten verloren.
Betrieben wird die Weste über das USB-A-Kabel, das in der Jackentasche steckt. Dort muss man die Powerbank leider auch aufbewahren, es gibt keine Innentasche. Das stört etwas beim Tragen - Platz für das Smartphone oder den Schlüssel gibt es somit nur in einer Jackentasche. Einmal angeschlossen und angeschaltet, spendet die Weste mollige und konstante Wärme. Es gibt ganze fünf Heizzonen: im Bauchbereich rechts und links, im Nacken und am unteren Rücken auf beiden Seiten. Dafür ist die Heizzone im Nacken relativ klein. Dazu gibt es drei Heizstufen, die über den außen liegenden Powerknopf ausgewählt werden können: rot (hoch), weiß (mittel) und blau (niedrig). Das Leuchten kann man zum Glück durch schnelles Doppelklicken ausschalten.
Wir empfehlen die Rockbros YPW045 allen, die auf der Suche nach einem günstigen Alltagsbegleiter sind und Heizzonen im Rücken- und Bauchbereich wollen.
Glovii Universal-Weste GV1U
Sie haben genügend Jacken daheim, aber wollen dennoch nicht auf die Wärme einer Heizweste verzichten? Dann empfehlen wir die Glovii Universal-Weste GV1U zum Darunterziehen. Aber auch, wenn man ohnehin eine Schutz- oder Regenjacke über der Weste tragen möchte, ist die Glovii praktisch. Da man die Glovii ohnehin unter der Jacke trägt, muss man sich auch keine Gedanken um das Design der Weste machen. Man trägt sie am besten über einem eng anliegenden Longsleeve, sodass die Wärme gut an den Körper gelangt.
Leider wird die Weste vom polnischen Hersteller Glovii ohne Powerbank geliefert. Platz für die Powerbank befindet sich in der Reißverschlusstasche am Brustbereich, wo auch das USB-Kabel steckt. Angeschaltet wärmt die Weste schnell und konstant. Nach zehn Minuten Betriebslaufzeit messen wir rund 29 Grad. Uns gefällt besonders die Wärme im Lendenbereich.
Das Außenmaterial besteht zu hundert Prozent aus Nylon, das Innenmaterial zu hundert Prozent aus Polyester. Wir sind mit dem Tragekomfort sehr zufrieden, besonders da man den Sitz mit vier Schnallen flexibel anpassen kann. Dafür, dass man die Glovii Universal-Weste GV1U nicht ohne eine weitere Jacke tragen kann, ist der Preis von über hundert Euro nicht ohne. Dafür ist die Weste zeitlos und kann auch innerhalb der Familie geteilt werden.
Alpenheat Fire-Performance
Die Alpenheat Fire-Performance wird als einzige Heizweste im Test ohne eine reguläre Powerbank betrieben. Stattdessen benötigt man einen Akku, der mit dem passenden Ladegerät und Netzteil gleich mitgeliefert wird. Die Weste ist sehr hochwertig verarbeitet und hält auch ohne eingeschaltetes Heizmodul warm. Der Kragen ist schön hoch geschnitten und weich. Besonders gut gefällt uns, dass es die Unisex-Weste in den Größen XS bis 3XL zu kaufen gibt.
Kommen wir zur Wärme: Leider gibt es nur eine einzige Heizzone, mittig am Rücken. Mit einem stolzen Verkaufspreis von über 200 Euro hätten wir uns neben einer stärkeren Wärmebildung auch mehr eingebaute Heizzonen gewünscht. Dafür hält die Weste mit dem Fleece-Innenmaterial auch so warm.
Telguua Beheizbare Weste
Die Telguua Beheizbare Weste ist eine der günstigsten Heizwesten im Test. Dafür bekommt man eine Powerbank gleich mitgeliefert und eine Aufbewahrungstasche mit Henkel, sodass man die Weste gut transportieren kann. Es gibt insgesamt vier Heizzonen: im Bauchbereich rechts und links, im Nacken und am mittleren Rücken. Eingeschaltet wird die Weste über den Powerknopf links auf der Brust. Dort kann man auch zwischen den drei Heizstufen wählen, die unterschiedlich leuchten (rot, weiß und blau). Besonders gut finden wir, dass man das Licht durch zweimal schnell klicken ausschalten kann.
Leider lässt die Wärmebildung zu Wünschen übrig. Nach zehn Minuten Betriebslaufzeit auf höchster Stufe messen wir rund 28 Grad - das ist einer der niedrigsten Werte im Test. Dafür hält die Weste auch ohne die eingeschalteten Heizzonen gut warm. Die Verarbeitung ist in Ordnung - bis auf den Reißverschluss.
Wer nach einer günstigen Heizweste sucht, um Nacken, Rücken und die Hände bei niedrigen Temperaturen etwas besser zu wärmen, macht mit der Telguaa für den Preis nichts falsch.
iHeat Beheizte Weste für Damen und Herren
Die iHeat Beheizte Weste für Damen und Herren besitzt vier Heizbereiche: auf der Brust links und rechts, am Nacken und am mittleren Rücken. Die Unisex-Weste wird in den Größen M bis XXL verkauft - unsere weiblichen Testerin war die Weste leider zu groß. Betrieben wird die iHeat mit der mitgelieferten Powerbank. Eingeschaltet wird die Weste über den Powerknopf, der sich links auf der Brust befindet. Über den Schalter kann man auch zwischen den drei Heizstufen hin- und herwechseln. Das klappt zwar gut und wir spüren auch einen Unterschied je nach Heizstufe, allerdings nervt uns das Leuchten des Schalters. Außerdem kostet die Weste weniger als hundert Euro und ist somit um einiges günstiger als viele andere im Test.
Der Haken: Nach ein paar Mal Tragen lösen sich einige Nähte bereits auf und wir hinterlassen beim Spaziergang eine Spur mit der Kunststoffdaunen-Füllung.
Labewvi P11A
Die Labewvi P11A besteht innen aus richtig weichem Fleece und hält bereits ohne Anschalten der Heizmodule warm. Der äußere Stoff aus Polarfleece fühlt sich eher borstig an, hält dafür aber umso besser warm. Unten am Bund gibt es zwei Gummizüge, um die Weste enger zu ziehen. So bleibt die Wärme gut innerhalb der Weste erhalten. Auch die Seitentaschen sind aus Fleece und die Hände in die Taschen zu stecken, fühlt sich sehr angenehm an. Reißverschlüsse sind allerdings nicht vorhanden.
Positiv zu erwähnen, sind die zwei vorhandenen Knöpfe zum Steuern der Wärme. Einmal ein Knopf für den Brustbereich und einer für den Rücken. Das finden wir persönlich richtig super, denn oft reicht es, wenn nur der Rücken gewärmt wird. Da die Weste wirklich warm hält, eignet sie sich super für lange Aktivitäten im Freien. Wer viel draußen unterwegs ist, in der freien Natur arbeitet oder täglich Outdoor-Sport betreibt, ist mit dieser Weste sicherlich gut beraten. Im Lieferumfang sind neben der Heizweste noch Netzkabel, Bedienungsanleitung und Powerbank enthalten.
Ororo Beheizbare Fleeceweste
Die beheizbare Fleeceweste von Ororo hat es nur knapp nicht in unsere Empfehlungen geschafft. Hier wieder das altbekannte Problem: Die kleinste Größe ist unserer Testerin viel zu groß, die Größenangaben stimmen nicht mit der Realität überein. Die Taschen an den Seiten sind aus weichem Plüsch, was sehr angenehm für die Hände ist. Leider haben die Seitentaschen keinen Verschluss. Der Sitz der Heizweste ist in Ordnung (wäre sie nicht zu groß), das Baumwollmaterial ist allerdings nicht wasserdicht. Die Weste hält ohne Anschalten der Heizmodule nicht warm.
Im Lieferumfang enthalten sind neben der Heizweste noch die Powerbank, Netzkabel, ein Netzstecker EU & UK, Bedienungsanleitung und eine Tasche zum Verstauen.
ProSmart Heizweste
Die Heizweste von ProSmart hat uns leider nicht überzeugt. Sie ist sehr umständlich zu bedienen, da der Knopf zur Steuerung innen liegt. Also muss man die Heizweste erst öffnen, um sie höher oder niedriger zu stellen. Unserer Meinung nach ist dadurch der Sinn verfehlt. Beim Öffnen der Weste entweicht die bereits angestaute Wärme direkt wieder. Trägt man die Weste unterhalb einer Jacke, gestaltet sich die Steuerung als noch umständlicher. Gut finden wir, dass die Taschen mit beheizt werden. Außerdem befindet sich ein Reißverschluss an den Seitentaschen und der Brusttasche. Es gibt insgesamt vier Heizzonen: Rücken, linke Taille, rechte Taille und Kragen. Die Heizung am Kragen ist leider kaum merkbar. Dennoch hält dieser immerhin winddicht.
Im Lieferumfang sind Heizweste, Powerbank, Netzkabel und Adapter enthalten.
Heat Experience Heated Everyday Vest
Die Heat Experience Heated Everyday Vest macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Verarbeitung ist gut, sie sitzt auch sehr angenehm. Sie ist zudem leicht und kann in der richtigen Größe ihren Zweck erfüllen. Obwohl die Weste für Damen gedacht ist, kann sie auch von schlanken Männern problemlos getragen werden. Unsere männliche Testperson bräuchte hier einfach seine tatsächliche Größe. Dadurch, dass die Weste recht dünn ist, kann sie ohne Probleme unter einer Winterjacke getragen werden. Leider stellte sie sich bei unserem Test als nicht atmungsaktiv heraus. Insgesamt ist uns die Leistung der Weste deutlich zu schwach für den sehr hohen Preis.
Im Lieferumfang sind neben der Heizweste eine Powerbank, Netzkabel und Bedienungsanleitung enthalten.
Bosch GHV 12+18V XA Professional
Wir haben als Kontrast zu den klassischen Heizwesten auch professionelle Modelle getestet. Mit dabei ist die Bosch GHV 12+18V XA Professional. Die Weste wird mit einem hauseigenen Akku von Bosch betrieben. Da der multifunktional ist, ist er recht praktisch auf Baustellen, wo ebenfalls Bosch-Geräte verwendet werden. Der Akku ist in vielen anderen Bosch-Geräten ebenfalls vorhanden und kann ausgetauscht werden. Den Akku kann man mit dem angebrachten Klipser an die Hosentasche stecken oder an den Gürtel klemmen. Die Heizweste war angenehm zu tragen und atmungsaktiv. Sie besitzt Bändchen zum enger ziehen, damit keine Wärme entweicht. Wichtig zu erwähnen sind die vielen Taschen - sehr praktisch für Handwerker! Der Kragen ist winddicht und die Weste erfüllt auf jeden Fall seinen Zweck. Die Heizmodule sorgen für eine angenehme Wärme bei sehr winterlichen Temperaturen draußen.
Im Lieferumfang enthalten sind neben der Heizweste ein Ladeadapter, Akku, Netzkabel, Ladestation und Bedienungsanleitung enthalten.
Makita DCV202Z
Die Makita DCV202Z ist hochwertig verarbeitet, wasserabweisend und winddicht. Das Anschlusskabel kann nach innen u...
Kühlwesten und Klimawesten für Motorradfahrer
Kühlwesten für Motorradfahrer könnten die neue große Nummer werden, denn Europas Motorrad-Saison wird immer heißer. Wir stellen euch Klimawesten und Klimasysteme vor, vorwiegend zum Kühlen, aber auch zum Wärmen.
Chill Ride Klimaweste
Aus Frankreich kommt eine Klimaweste, mit der sich die Wohlfühltemperatur einstellen lassen soll. Das in Toulouse gegründete und ansässige Startup Chill Ride hat eine aktive thermoregulierte Weste für Motorradfahrer entwickelt, die für alle Jahreszeiten geeignet sein soll. Die Weste wird elektrisch betrieben und kann unter der herkömmlichen Schutzbekleidung getragen werden.
Zur Klimaregulierung setzt die Weste auf Kühlkanäle, die sich durch den Brust- und den Rückenbereich ziehen. In diesen zirkuliert eine Flüssigkeit, die aus Wasser und einigen, laut Hersteller harmlosen Zusätzen besteht. Aus der Weste heraus führt ein Schlauch, der mit dem Klimamodul verbunden wird. Dies wird mitgeliefert und am Heck, beispielsweise unter einem Topcase montiert. Gesteuert wird die Weste per Fernbedienung, die am Lenker angebracht werden kann. Es sollen Temperaturen zwischen 18 und 38 Grad realisierbar sein. Die Weste soll unter 500 Gramm wiegen.
Der Preis liegt bei 1.449 Euro inklusive Klimamodul und kabellose Fernbedienung sowie einem Adaptersatz zur Montage am Heck des Motorrads. Die Klimaweste ist in den Größen S bis 3XL erhältlich, und der Hersteller wirbt mit hundertprozentiger Rückerstattung, sollten Fahrer innerhalb der ersten 3 Monate nicht zufrieden sein mit dem Produkt.
Die Chill Ride Klimaweste ist, laut Hersteller, kompatibel mit einer Airbag-Weste. Die Klimaweste sollte dann unter dem Airbag getragen werden.
Rukka M°Clima Kühl- und Heizweste
Bekleidungshersteller Rukka entwickelte zusammen mit seinem Technologiepartner Mat Group eine Klimaweste, die sowohl eine Kühl- als auch eine Heizfunktion bietet: Die M°Clima Weste.
Ein im Bereich der linken Hüfte per Klettverschluss befestigter Lüfter pumpt im Kühlbetrieb Luft in die Weste und sorgt für eine permanente Zirkulation im Inneren. Dadurch soll die Temperatur auf ein angenehmes Level reguliert werden, eine exzessive Kühlung ist allerdings nicht möglich.
Im Heizmodus werden die in die M°Clima Weste eingearbeiteten Wärmeplatten an der Front und im Nierenbereich elektrisch aufgeheizt. Auch hier kommuniziert der Hersteller klar, dass keine besonders starke Wärmeleistung, sondern die Stabilisierung einer angenehmen Temperatur das Ziel ist. Die Platten halten laut Hersteller konstant eine Temperatur von circa 45 Grad Celsius. Sowohl Heizung als auch Kühlung sind über eine Fernbedienung aktivierbar.
Um Heiz- und Kühlfunktion nutzen zu können, muss die Weste über ein beiliegendes Kabel mit dem Bordnetz des Motorrads verbunden werden. Wenn keine Bordsteckdose vorhanden ist, kann das System direkt an die Fahrzeugbatterie angeschlossen werden. Alternativ kann auch der zur Ausstattung gehörende Akku verwendet werden, allerdings steht dann nur die Kühlung zur Verfügung. Nach Angaben von Rukka ist der Akku nicht für die Verwendung während der Fahrt geeignet, sondern zur Erhaltung der Kühlfunktion beim Absteigen vom Bike bei längeren Pausen. Die Kapazität einer Ladung soll für ungefähr zwei Stunden Kühlung ausreichen.
Workman Iceman Water Cooling Suit
Aus Japan stammt die Kühlweste Iceman Water Cooling Suit der Marke Workman. Das System besteht aus einer Weste, auf deren Innenseite ein Wasserschlauch verläuft, sowie aus einem 3350-mAh-Lithium-Ionen-Akku, der maximal 7 Stunden hält (bei Dauerbelastung etwa 2,5 Stunden) und eine kleine Pumpe antreibt.
Die Weste wird mit rund 150 Milliliter Wasser befüllt. Dementsprechend sperrig dürfte die Weste am Rücken sein. Um effizient zu kühlen, sollte die Weste direkt über der Funktionsunterwäsche getragen werden, d. h. die Motorradjacke sollte noch darüber passen.
Vor- und Nachteile von Heizwesten
Vorteile:
- Halten stundenlang gleichmäßig warm
- Verschiedene Temperaturstufen
- Für diverse Outdoor-Aktivitäten geeignet
Nachteile:
- Begrenzte Akkulaufzeit
- Waschen nicht immer einfach
Tabelle: Vergleich ausgewählter Heizwesten
| Modell | Material | Heizzonen | Heizstufen | Akkulaufzeit (max.) | Waschbar |
|---|---|---|---|---|---|
| Rockbros YPW045 | Unbekannt | 5 | 3 | Unbekannt | Ja |
| Glovii Universal-Weste GV1U | Nylon (außen), Polyester (innen) | Unbekannt | Unbekannt | Unbekannt | Ja |
| Alpenheat Fire-Performance | Fleece (innen) | 1 | Unbekannt | Unbekannt | Ja |
| Telguua Beheizbare Weste | Unbekannt | 4 | 3 | Unbekannt | Ja |
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