Ein Helm kann sinnvoll sein, um den Kopf bei einem Sturz vor Verletzungen zu schützen. Dafür muss er aber richtig getragen werden. Damit ein Fahrradhelm den Kopf beim Sturz vor Verletzungen schützen kann, muss er richtig passen und korrekt aufgesetzt werden. Er darf weder wackeln, noch sollte er über die Stirn oder in den Nacken rutschen.
Die richtige Passform finden
Um den individuell passenden Fahrradhelm zu finden, sollte das Kind in jedem Fall beim Kauf dabei sein. Fakt ist: Nicht jedes Helmmodell passt zu jeder Kopfform. Außerdem wird ein Fahrradhelm, der dem Kind nicht nur passt, sondern auch optisch gefällt, eher getragen.
Eltern als Vorbilder
Eltern sind Vorbilder: Tragen sie selbst einen Helm auf dem Rad, werden es auch ihre Kinder freiwillig tun.
Den Helm richtig aufsetzen
Damit der Helm sicher sitzt, muss er richtig aufgesetzt werden. Zwischen den Augenbrauen und der Helmunterkante sind dann in etwa ein bis zwei Fingerbreit Platz. Häufig werden Helme zu weit in den Nacken geschoben - aus modischen Gründen oder weil die Helmkante im Sichtfeld als störend empfunden wird. Dann kann bei einem Sturz der Helm aber in den Nacken rutschen und dort selbst Verletzungen verursachen.
Die richtige Fixierung
Mit dem Verstellsystem im Nacken wird der Helm fixiert. Dazu darf es aber nicht zu stramm angezogen werden, weil das Kopfschmerzen verursachen kann. Der Helm sollte fest auf dem Kopf des Kindes sitzen, aber nicht drücken. Ist dies schon bei der Anprobe der Fall, wird das Kind später mit ihm nicht froh. Der Helm muss am Kopf bleiben, wenn er nur mit dem hinteren Verstellsystem fixiert ist und das Kind seinen Kopf kräftig schüttelt.
Der Kinnriemen sollte so locker sitzen, dass noch ein Finger zwischen Gurt und Kinn passt.
ADFC-Tipp: Unbedingt die Gebrauchsanweisung lesen. Die korrekte Einstellung der Helmgurte sollte gemäß der Herstellerangabe regelmäßig geprüft werden. Trägt das Kind eine Mütze unter dem Helm, muss der Gurt angepasst werden. Es dürfen nur dünne Mützen verwendet werden. Dicke Wollmützen verhindern, dass der Helm nah genug am Kopf sitzt. Er kann dann leicht verrutschen.
Qualität und Haltbarkeit des Fahrradhelms prüfen
In jedem Helm sollte das Herstellungsdatum vermerkt sein. Kunststoffe altern, daher sollten Helme nach etwa fünf Jahren ausgetauscht werden. Von Sonderangeboten ohne Herstellerdatum sollte man lieber die Finger lassen. Außerdem sollte der Helm das GS-Zeichen tragen.
Ohne Fahrradhelm auf den Spielplatz spielen
Im Straßenverkehr können Fahrradhelme Kinderköpfe bei einem Sturz vor Verletzungen schützen. Beim Klettern und Toben auf dem Spielplatz können sie aber gefährlich werden. Beim Spielen und besonders auf Spielplätzen mit Spielgeräten müssen Kinder ihre Fahrradhelme abnehmen.
Klettergerüste sind so konstruiert, dass zwischen den Sprossen immer ein Kinderkopf unbehindert hindurchrutschen kann. Trägt ein Kind aber einen Fahrradhelm, bleibt es unweigerlich in der Konstruktion hängen und kann sich dabei schwer verletzen. Auch die Haltegurte des Helms können an engen Stellen oder Seilknoten hängen bleiben und zur Strangulationsgefahr werden.
Zudem können spielende Kinder mit Fahrradhelm an engen Einstiegen und Durchlaufbarrieren beispielsweise an Kletter- und Rutschgeräten, mit dem Helm so heftig anstoßen, dass sie sich schwere Genickverletzungen zuziehen.
Fahrradhelme nur fürs Radfahren nutzen
Fahrradhelme sind immer ein Kompromiss zwischen optimaler Schutzwirkung und Belüftung sowie geringem Gewicht, damit der Tragkomfort möglichst hoch ist. Sie sind so konstruiert, dass sie den Kopf bei fahrradtypischen Stürzen schützen sollen. Fahrradhelme eignen sich deshalb nicht als Kopfschutz beim Reiten, Inlineskaten oder anderen Sportarten.
Bei Stürzen vom Fahrrad ist die Bewegung in erster Linie nach vorne gerichtet. Daher überdecken Fahrradhelme die obere Schädelhälfte und können durch einen gewissen Überstand im Stirnbereich auch das Gesicht teilweise vor Verletzungen schützen. Im Seiten- und Hinterkopfbereich ist kein ausgeprägter Schutz vorhanden, weil an diesen Stellen weniger mit typischen Verletzungen gerechnet wird.
Verletzungsrisiko beim Inlineskaten mit Fahrradhelm
Beim Inlineskaten ist die Gefahr besonders hoch, nach hinten zu fallen. Ein guter Inlineskating-Helm ist um den Hinterkopf herumgeschlossen und hat nicht die für Fahrradhelme oft typische aerodynamisch spitz zulaufende Form. Beim Sturz mit Inlinern auf den Hinterkopf könnte ein Fahrradhelm entweder stark nach vorne rutschen, wodurch das Kinngeschirr den Fahrer strangulieren kann, oder der Kopf würde nach hinten überstreckt, was im schlimmsten Fall zu Verletzungen der Halswirbelsäule führt.
Eine ähnliche Gefahr besteht, wenn man Fahrradhelme beim Reiten verwendet. Stürze vom Pferd erfolgen oft seitlich, wenn das Pferd eine schnelle Ausweichbewegung vollführt. Auch ein Sturz nach hinten kann niemals ausgeschlossen werden. Der Fahrradhelm würde hier die gleichen Gefahren bergen wie beim Inlineskaten.
Außerdem ist ein Fahrradhelm in seiner Leichtbauweise nicht geeignet, den Schlag eines Pferdehufes abzuwehren. Bei einem Sturz kann dies jedoch lebenswichtig sein. Bei Ausritten ins Gelände könnten Baumzweige in den Lüftungsschlitzen des Fahrradhelmes hängen bleiben und Reiter:innen vom Pferd ziehen oder so aus dem Gleichgewicht bringen, dass sie stürzen.
Fahrradhelme für Babys und Kleinkinder
Wer an Baby und Fahrradhelm denkt, wird erst einmal stutzig. Wozu brauchen Babys denn einen Fahrradhelm? Zum Radeln sicherlich nicht - dafür allerdings als Mitfahrer. Etwa auf dem Kinder-Fahrradsitz, im Fahrradanhänger oder im Lastenrad. Denn Sicherheit im Straßenverkehr geht schließlich vor. Und beim kleinen Nachwuchs kann es Eltern nie sicher genug sein. Ein guter Fahrradhelm für die Allerkleinsten ist daher ein absolutes Muss - auch wenn unser Gesetzgeber hier einer anderen Meinung ist.
Und auch bei der Beförderung von Personen, etwa im Fahrradsitz, gibt es keine gesetzlichen Vorschriften oder eine Mindestaltersgrenze. Es ist dennoch ratsam, den Nachwuchs erst dann zu transportieren, wenn er eigenständig sitzen kann. Unser Test berücksichtigt Babys ab etwa neun Monaten bis ca. 2,5-jährige Kleinkinder.
Wir haben 14 Fahrradhelme für Babys zwischen 10 und 80 Euro getestet. Die gute Nachricht vorab: Keiner der von uns getesteten Fahrradhelme ist negativ aufgefallen oder hat sonstige Mängel aufgewiesen.
Empfehlenswerte Modelle
- Abus Smiley 3.0 LED: Die sehr gute Verarbeitung, die unkomplizierte Handhabung und die besonderen Sicherheitsmerkmale machen den Abus Smiley 3.0 zum Testsieger. Er erfüllt alle Voraussetzungen für einen sehr guten und sicheren Fahrradhelm für Babys. Am Hinterkopf ist zudem ein dreistufig verstellbares Rücklicht integriert.
- Uvex Oyo Style: Einzigartiges Design, kombiniert mit sehr guter Handhabung und cleveren Sicherheits-Features. Dieser Helm überzeugt auf voller Linie: Das fängt bereits beim überaus schönen Design an, wobei sich die runde Helmform des Uvex Oyo Style sehr gut auf den Kopf des Nachwuchses anpasst. Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch neun große Belüftungsöffnungen, eine zusätzliche Schutzerweiterung im Schläfenbereich sowie ein weiches Pad am Hinterkopf, das für zusätzlichen Schutz sorgt.
- Alpina Ximo Flash: Der Alpina Ximo Flash bietet mit einem tiefergezogenen Heck sowie einem flachen Hinterkopf mehr Schutz bei kleinen Köpfen. Der leichte Helm punktet außerdem mit einer unkomplizierten Größeneinstellung, wobei insbesondere das leicht greifbare Verstellrad hervorsticht, sowie einem integrierten Multi-Fit-Light auf der Rückseite.
- Crivit (Lidl): Bestens ausgestattet - trotz des kleinen Preises hat der Crivit einiges zu bieten. Der Crivit Kinder-Fahrradhelm von Lidl ist unsere Empfehlung für Eltern, die weniger Geld ausgeben möchten und bereit sind, auf die ein oder andere Funktion zu verzichten. Der Helm bietet fast alles, was auch hochpreisige Modelle versprechen: große Belüftungslöcher mit Insektenschutz, ein griffiges Verstellrad, Polsterung im Inneren und nicht zuletzt eine integrierte Beleuchtung.
Wichtige Aspekte beim Kauf
Nichts ist für Eltern wichtiger als der Schutz und die Sicherheit ihres Sprösslings. Beim Fahrradfahren gehört daher ein Helm auf den Kopf. Denn so lassen sich mögliche Kopfverletzungen bei einem Sturz vorbeugen. Und auch das Herz von Mama und Papa rast bei einer plötzlichen Gefahrenbremsung etwas weniger. Auch wenn Babys selbst noch kein Rad fahren, sollten sie Mitfahrhelme tragen. Denn oftmals transportieren Eltern ihre Babys auf einem Fahrradsitz für Kinder, in einem Fahrradanhänger oder aber einem Lastenrad. Der Schutz auf dem Kopf darf hierbei nicht fehlen. Sobald man sich im Straßenverkehr bewegt, besteht schließlich ein gewisses Gefahrenpotenzial.
Unser Gesetzgeber spricht daher eine Empfehlung für das Tragen von Helmen aus. Dennoch: Wir würden eine gesetzliche Regelung zur Helmpflicht bis einschließlich 12 Jahren mehr als begrüßen. Unser Nachbarland Österreich hat das bereits getan, da die Zahl der verletzten Kinder im Straßenverkehr in den letzten zehn Jahren stark gestiegen ist.
Die richtige Größe und Einstellung
Fahrradhelme für Babys sollen im Ernstfall vor Verletzungen schützen. Umgekehrt kann der Helm jedoch auch selbst zur Gefahrenquelle werden, etwa dann, wenn er beim Spielen getragen wird.
Bevor es mit Pack und Baby zur ersten Fahrradtour geht, sollten sich Eltern Gedanken um einen passenden Fahrradhelm machen. Denn nicht jeder Fahrradhelm passt zu jeder Kopfform. Im ersten Schritt gilt es, den Kopfumfang des Babys mit einem Maßband zu messen. Wenn kein passendes Maßband zur Verfügung steht, hilft auch eine Schnur und ein Lineal. Im zweiten Schritt werden dann die wichtigsten Einstellungen vorgenommen, sodass der Helm korrekt sitzt und weder in den Nacken noch auf die Stirn rutscht. Da die Helmgröße lediglich eine gewisse Spanne angibt, sollte die genaue Größe eigenständig angepasst werden.
Die meisten Fahrradhelme für Babys verfügen hierfür über ein Drehknopfsystem hinten am Helm. Sobald das Rad betätigt wird, weitet oder schließt sich die Halterung des Kopfrings im Inneren des Helms. Wichtig ist hierbei, dass der Helm weder zu eng noch zu locker sitzt. Auch die Gurtbänder sowie der Kinnriemen müssen passend eingestellt werden. Die Gurtbänder sollten möglichst einen Fingerbreit unterhalb der Ohren liegen und ein Dreieck bilden. Der Kinnriemen verläuft unter dem Kiefer und sollte keinesfalls zu eng anliegen, damit er nicht stört. Und schließlich will man vermeiden, dass der Nachwuchs sich weigert, den Helm aufzusetzen.
Sicherheitsstandards
Nur ein sicherer Helm ist ein guter Helm. Und schließlich ist Sicherheit der Grund, weshalb man sich überhaupt einen Helm auf den Kopf schnallt. Eltern sollten beim Kauf eines Fahrradhelms daher auf besondere Sicherheitsstandards achten. Diese sind in der Regel mit einem Prüfzeichen versehen. Bei Fahrradhelmen sollte der Normhinweis EN 1078 vorhanden sein. Damit der Helm richtig sitzt, sollte er über Einstellungsmöglichkeiten verfügen. Die Einstellung der richtigen Größe spielt hierbei eine zentrale Rolle, da der Helm keinesfalls vom Kopf rutschen darf.
Komfort und Gewicht
Aber auch ein gewisser Komfort sollte gegeben sein. Der Kinnriemen etwa sollte möglichst weich, breit und hautfreundlich sein. Da der Kopf von Babys sehr empfindlich ist und auch die Nackenmuskulatur noch nicht ausreichend ausgeprägt ist, sollte man auf ein möglichst geringes Gewicht achten. Je jünger das Baby, desto leichter sollte der Fahrradhelm sein.
Wichtig ist ebenfalls eine ausreichende Beleuchtung, etwa durch Reflektoren oder LED-Lichtern, damit der Nachwuchs auch bei Dämmerung und im Dunkeln gut sichtbar ist. Zudem sollte der Kopfschutz über ein Belüftungssystem verfügen, damit das Baby bei hohen Temperaturen nicht ins Schwitzen gerät. Viele Fahrradhelme sind daher mit Lüftungsschlitzen versehen. Ein Nice-to-have, aber kein absolutes Muss, ist ein Insektenschutz.
Laufräder und Helme
Vor dem Fahrrad kommt für viele Kinder das Laufrad: ein Fahrzeug aus Holz oder Metall ohne Pedale und Kette. Laufräder gibt es schon für Kinder ab zwei Jahren. Modelle mit tiefem Einstieg sind für Kleinkinder sicherer.
Wenn Sattel und Lenker in der Höhe verstellbar sind, kannst du sie individuell für dein Kind anpassen.
Auf einem ergonomisch geformten Sattel sitzt dein Kind besser.
Schau dir den Lenker an: Er sollte nicht zu breit sein und abgerundete Enden schützen dein Kind bei einem Sturz.
Ist die Sitzposition gut? Zwischen Lenker und Sattel sollte genug Abstand sein.
Achte auf kugelgelagerte Radnaben und Lenkung.
Gibt es scharfe Kanten, Splitter oder hervorstehende Schrauben?
Kann dein Kind sich irgendwo einklemmen, z. B.
Stell den Sattel je nach Schritthöhe deines Kindes so ein, dass beide Füße bei leicht gebeugten Knien ganz auf dem Boden stehen.
Lass dein Kind nie unbeaufsichtigt Laufrad fahren!
Lass dein Kind nicht auf der Straße fahren.
Übe mit deinem Kind auf großen, ebenen Plätzen, wie man sicher mit dem Laufrad fährt und bremst.
Übe mit deinem Kind, dass es sich beim Fahren nicht ablenken lässt. Es muss den Lenker immer geradeaus nach vorn halten, auch beim Umschauen!
Wähle Wege aus, wo starkes Bremsen nicht nötig ist. Fahrt nicht bergab! Die Laufräder werden so schnell, dass die Kinder oft nicht mehr bremsen können. Dein Kind kann schlimm stürzen, mit Gegenständen, Personen oder einem Fahrzeug zusammenstoßen.
Setz deinem Kind einen Helm auf. Das bereitet auch aufs Fahrradfahren vor.
Zieh deinem Kind geeignete Schuhe an. Auf dem Laufrad wird mit den Füßen gebremst, also niemals barfuß fahren!
Wichtig: Übt zusammen Regeln ein, z. B. „Fahren, Mama, ich will fahren!“
ADAC und Stiftung Warentest: Fahrradhelme für Kinder im Test
Wenn Kinder aufs Fahrrad steigen, sollten sie stets einen Helm tragen, um bei einem Sturz oder Unfall geschützt zu sein. Doch nicht alle Helme sind gleich gut, wie ein gemeinsam von ADAC und Stiftung Warentest durchgeführter Test von 18 Helmen beweist.
Wichtigstes Kriterium im Test mit einem Anteil von 50 Prozent an der Gesamtnote ist natürlich der Unfallschutz. Schließlich ist das der Grund, warum man einen Helm trägt: Im Falle eines Sturzes oder eines Unfalls kann er schwere Kopfverletzungen abmildern oder gar ganz verhindern.
Enorm wichtig für die Sicherheit im Verkehr ist auch die Erkennbarkeit der Fahrradhelme bei Dunkelheit durch Reflektoren oder Beleuchtungseinrichtungen wie LEDs. Hier boten alle Fabrikate im Vergleich noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Keines der 18 Modelle kam in dieser Disziplin über die Note "befriedigend" hinaus.
Fahrradhelme für Kinder: Kauftipps
- Um eine möglichst gute Sichtbarkeit zu gewährleisten, sollte der Helm mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein. Da die Aktivierung vom Nutzer jedoch oft vergessen wird, sollte der Helm auch über eine passive Sicherheitsausstattung in Form von reflektierenden Elementen an der gesamten Helmschale sowie im Kinnriemen verfügen. Ein helles Design in auffälligen Farben erhöht zudem die Sichtbarkeit bei Tag und Nacht.
- Da jede Kopfform individuell ist, empfiehlt es sich, den Helm vor dem Kauf anzuprobieren. So lassen sich Passform und Einstellmöglichkeiten des Helms überprüfen und ein Fehlkauf vermeiden.
- Jeder Helm muss nach einem Sturz ersetzt werden, da dabei nicht sichtbare Schäden entstanden sein können. Dadurch könnte die Schutzfunktion des Helms teilweise oder vollständig beeinträchtigt sein.
Die ADAC Unfallforschung belegt, dass ein Helm beim Sturz effektiv vor vielen Kopfverletzungen schützen kann. Auch der schlechteste Helm im Test kann im Ernstfall Leben retten, wenn er richtig getragen wird. Daher gilt: Immer nur mit Helm fahren und diesen auch richtig aufsetzen und anpassen!
So hat der ADAC getestet
Die Auswahl der zu testenden Produkte fand im Vorfeld durch die Stiftung Warentest statt, welche sich auf eine umfangreiche Marktanalyse stützt und im Fachbeirat mit anwesenden Experten und Herstellern besprochen wurde.
- Kinder-Fahrradhelme in der Größe von 48-54 cm (Mitfahrer, ab etwa 3 Jahre) sowie 50-57 cm für Selbstfahrer
- Hersteller mit Marktrelevanz
- Produkte aus dem Fachhandel als auch aus dem Internet
- Größenanpassung mit Stellrad
- Preisgefüge zwischen 10 € und 100 €
Testkriterien
- Erweiterte Stoßprüfung
- Stoßprüfung nach DIN EN 1078 (optional)
- Abstreifsicherheit
- Festigkeit der Trageeinrichtung / Leichtigkeit des Öffnens
- Erkennbarkeit im Dunkeln
- Ein Experte beurteilt die Gebrauchsanleitung u.a.
Handhabung und Reinigung
Anhand der Herstellerangaben (Bedienungsanleitung) wird überprüft, welche Helmteile gereinigt bzw. gewaschen werden sollen / können. Die Handhabung der Reinigung wird beurteilt, außerdem wird der Zustand des gewaschenen Materials (vorher/nachher) beurteilt.
Im Praxisteil der Handhabung wird der Helm in den Kategorien Anpassen, Aufsetzen, Fahren und Absetzen bewertet.
Hitzebeständigkeit
Die Testhelme werden über mindestens vier Stunden in einer Wärmekammer auf 75° Celsius erhitzt und anschließend auf Raumtemperatur abgekühlt. Durch Sichtprüfung soll festgestellt werden, ob durch die Temperatureinwirkung Farb- oder Materialveränderungen, z.B. an Verklebungen, Halterungen oder der äußeren Schale, aufgetreten sind.
Schadstoffprüfung
Teile, die mit der Haut in Kontakt kommen, wie Riemen, Verschlüsse und Polster/Pads werden auf PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) angelehnt an die GS-Spezifikation AfPS GS 2019:01 PAK und auf den Gehalt an Phthalat-Weichmachern untersucht.
Laufradfahren und Sicherheit
Der Einstieg ins Zweiradfahren bedeutet auch ein Einstieg in den Umgang mit den damit einhergehenden Gefahren. Wie bei allen Aktivitäten, gibt es auch beim Laufradfahren beeinflussbare und nicht beeinflussbare Faktoren, die für Gefahr sorgen können. Bei den kleinen Fahranfängern ist eine geeignete Ausrüstung für die Sicherheit unabdingbar. Beginnt das Kind mit dem Laufradfahren, können alltäglichen Situationen deutlich schneller zur Gefahr werden (bspw. Straßen, Autos, Ampeln). Neben der selbstverständlichen Aufklärung ist für ausreichenden Schutz zu sorgen. Dafür eignen sich Fahrradhelme in entsprechender Größe. Es gibt sie in diversen Formen und Größen.
GS-Siegel. Größe. Verstellsystem.
Zur Messung des Kopfumfangs benötigt man ein Bandmaß - oder alternativ eine dünne Schnur und einen Zollstock. Das Maßband legt man einmal um den Kopf des Kindes herum. So, dass es an der breitesten Stelle aufliegt. Dazu setzt man das Maßband ca. 1 cm oberhalb der Augenbrauen an und führt es leicht oberhalb der Ohren in einer geraden Linie weiter über den Hinterkopf und auf der anderen Seite wieder zurück zum Ausgangspunkt. Ist kein Maßband zur Hand, kann der Kopfumfang auch mit einem Faden oder einer dünnen Schnur ermittelt werden. Dazu legt man den Faden auf die gleich Weise um den Kopf. An der Stelle, an der der Faden wieder am Ausgangspunkt (der Anfang des Fadens) auskommt, wird der Faden abgeschnitten (oder man hält den Punkt mit Zeigefinger und Daumen fest).
Die meisten Hersteller bieten ihre Helme in mehreren Größenklassen an. Beim Kauf können Sie sich an den in unserer Tabelle aufgeführten Helmgrößen orientieren. Beispiel: Für ein 2-jähringes Kind mit einem Kopfumfang von 49 Zentimetern wählen Sie die Größe S/M.
Der uvex kid 1 Radhelm
Der flache, tief gezogene Hinterkopfbereich und die Inmould-Konstruktion machen den uvex kid 1 Radhelm für Kinder besonders sicher. Gleichzeitig ist der uvex kid 1 ein wahres Leichtgewicht. Die Belüftungsöffnungen sorgen für ein angenehmes Kopfklima und vermeiden einen Hitzestau. Aggressive UV-Strahlung wird durch den Kinderradhelm ebenfalls abgehalten. Optimale Anpassung an Kopfumfang und Kopfform durch das uvex 3D IAS 3.0 System inkl.
Sicherheitshinweise für Spielplätze
Kinder erleiden häufig Sturzunfälle auch ohne Beteiligung anderer, bei denen ein Helm den Kopf wirksam schützen kann. Innerhalb und außerhalb der Einrichtung sollten Kinder beim Roller-, Laufrad- und Fahrradfahren daher grundsätzlich einen Helm tragen.
Helme können auch Gefahren mit sich bringen. So besteht beim Spielen auf Klettergeräten mit Fahrradhelmen ein erhebliches Risiko von Strangulationsunfällen.
Die Abmaße an Spielplatzgeräten nach DIN EN 1176 zur Vermeidung von Fangstellen sind nicht für Kinder ausgelegt, die Fahrradhelme tragen. Beim Betreten eines Spielplatzgerätes mit einem Fahrradhelm besteht das Risiko, das sich ein Kind mit dem Helm verfängt und stranguliert, z. B. beim Durchfallen zwischen einer Kletternetzmasche oder einer Sprossenleiter.
Wenn im Freigelände ein häufiger Wechsel von Spielsituationen (z. B. vom Sandkasten zum Fahrzeug und weiter zum Klettergerüst oder zum Kletterbaum) erfolgt, können Helme eher schaden als nutzen. In Situationen, in denen organisatorisch nicht ausgeschlossen werden kann, dass Kinder mit Helmen auf Spielgeräte klettern und sich selbst gefährden, dürfen Helme nicht getragen werden.
Wichtige Informationen auf dem Typenschild
Neben einem guten Sitz sollten die Helme natürlich den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Dazu sind Fahrradhelme mit einem dauerhaft sicht- und lesbaren Typenschild versehen, das u. a. folgende Angaben enthält:
- CE-Kennzeichnung
- Nummer der europäischen Prüfnorm
- Name oder Zeichen des Herstellers
- Modellbezeichnung
- Angabe, um welche Art von Helm es sich handelt, z. B.
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