Helmkamera Fahrradhelm Test: Ratgeber für beeindruckende Aufnahmen

Videos, YouTube und Bewegtbilder sind absolut im Trend. Bei einem so großen Boom und Trend bleibt natürlich auch das Fahrrad nicht ohne Kamera, besser gesagt, der Helm. Mit einer Helmkamera kann man nicht nur beim Motorrad fahren, Skifahren, Snowboarden oder Skateboarden beeindruckende Bilder und Videos aufnehmen, auch beim Fahrradfahren kann eine Helmkamera imposante Videoaufnahmen einfangen.

Auswahlkriterien für die richtige Helmkamera

Die Helmkamera wird, wie der Name schon sagt, auf dem Helm montiert. Bei der Auswahl der richtigen Kamera, sollte man genau auf das Gewicht achten. Trägt man den Fahrradhelm für eine längere Zeit, kann sich eine schwere, an der Seite befestigte Helmkamera durchaus beim Tragen bemerklich machen. Je weniger die Kamera und die Halterung wiegt, umso besser ist dies. Bei Wind kann sich ein zusätzlicher Bremseffekt bemerkbar machen.

Wer umfangreiche Videoaufnahmen machen möchte und die Kamera nicht immer wieder ausschalten will, der sollte auf eine hohe Akkulaufzeit achten. Hat die Kamera ein Display, sollte man dies, sofern möglich, ausschalten - So spart man viel Strom. Die Kamera um einen Zusatz-Akku erweitern. Die GoPro hat z.B. die Möglichkeit ein Akku-Pack anzuschließen und direkt auf die Kamera zu klippen.

Ist die Kamera am Helm und in der Halterung, sollte diese möglichst einfach und mit wenig Fingereinsatz gut zu bedienen sein. Optimaler Weise lassen sich alle wichtigen Funktionen wie Einschalten / Ausschalten, Videoaufnahme starten und stoppen, über einen eigenen Knopf an der Kamera bedienen.

Weitere wichtige Aspekte

  • Speicherplatz: Man sollte also darauf achten, dass die Kamera nicht nur 32 GB Karten erkennt. Unsere Empfehlung, Kameras ohne internen Speicher mit einem Speicherslot für eine SD Karte oder Mini-SD Karte. Der Vorteil: Ist die Karte voll, kann man direkt die nächste Speicherkarte einsetzen ohne die Kamera an einen PC anschließen zu müssen. Die Karte sollte dabei eine hohe Schreibgeschwindigkeit haben. Wächst die Video-Dateigröße schneller, als die Speicherkarte schreiben kann, wird die Aufnahme nicht funktionieren.
  • Bildqualität bei Nacht: Die Mini-Kameras können wirklich atemberaubende Bilder aufnehmen. Oft ist dies aber nur bei ausreichender Belichtung der Fall und in der Nacht kommen viele Kameras an ihre Grenzen. Es gibt einige Kameras mit Zeitraffereinstellungen für die Nacht, man kennt diese Videos bei denen der Nachthimmel und Sternenteppich eindrucksvoll aufgenommen wird. Schnelle Bewegungen sind in der Nacht jedoch oft ein Problem.
  • Zusatzfunktionen: Hilfreich aber kein Muss, ein GPS Empfänger. Ebenfalls hilfreich, ein Beschleunigungssensor, hiermit kann man z.B. WLAN, per WLAN lassen sich die Bilder z.B. Live auf ein Smartphone oder Tablet übertragen. Auch lässt sich die Kamera meist per WLAN und App steuern.
  • Wasserschutz: Die Helmkamera sollte wassergeschützt und wenn möglich wasserdicht sein.

Befestigung der Helmkamera

Die Kameras werden mit spezifischen Halterungen befestigt. Bei den Halterungen gibt es verschiedene Modelle, welche zum Kleben oder zum Klippen. Fahrradhelme mit Belüftungsschlitzen können als Grundlage für die Befestigung dienen. Die Halterungen können dabei festgeklemmt oder mit einem Riemen festgeschnallt werden. Sind keine Löcher oder Lüftungsschlitze an den richtigen und passenden Stellen vorhanden, kann eine leistungsstarke genutzt werden (z.B. beim Nutcase Helm).

Die Halterung sollte nun so angebracht werden, dass die Kamera geradeaus zeigt und im richtigen Winkel filmt. Dabei muss man sich die Frage stellen, möchte ich vorrausschauend filmen oder direkt vor dem Fahrrad. Was die Halterung auch sein sollte, sturzfest! Eine gute Action Cam ist teuer. Fällt sie einmal herunter oder stützt man bei einem Manöver, sollte die Kamera gut geschützt sein.

Empfehlenswerte Helmkamera Modelle

Actioncams sind klein, robust und werden mit speziellen Halterungen verkauft, weshalb sie auch gerne als Helmkamera bezeichnet werden. Doch damit hören die Gemeinsamkeiten schon auf, denn sowohl Preis- als auch Qualitätsunterschiede der Mini-Videokameras sind enorm.

Ein der bekanntesten Hersteller dürfte die Marke GoPro sein. Diese mittlerweile in der 4. Generation hergestellte Action-Cam bietet einiges an Funktionen in unterschiedlichen Modellvarianten. Auch bekannte Hersteller wie Sony oder Panasonic stellen kleine Action Kameras her.

GoPro Hero13 Black

Die GoPro Hero13 Black hat im CHIP Testcenter mit einem fast durchweg exzellenten Ergebnis überzeugt. Unschlagbar ist die Actioncam in der Ausstattung: Zur hohen 5,3K-Auflösung und beeindruckenden Burst-Zeitlupen gesellen sich professionelle Videofeatures und ein souveräner Bildstabilisator. Der nahezu quadratische 8:7-Sensor eignet sich sowohl für vertikale als auch für 16:9-Videos.

Das Gehäuse der Hero13 kommt mit einer zusätzlichen Magnet-Halterung, außerdem sind spezielle Linsenvorsätze erhältlich, etwa ein Makro-Objektiv oder verschiedene ND-Filter. Die Videoqualität ist sehr gut: Die Aufnahmen zeigen Schärfe und Brillanz bei Tageslicht, bei wenig Licht lässt die Schärfe leicht nach. Für die Generation 13 hat GoPro einen neuen Enduro Akku entwickelt mit 1.900 mAh, dennoch sind die von uns gemessenen Akkulaufzeiten mit 102 Minuten Aufzeichnung in UHD-Auflösung nicht überragend.

Zusätzlich zu den gewohnten ausklappbaren "Fingern" und dem Stativgewinde gibt es jetzt mit der GoPro Hero13 Black eine Magnethalterung, die sich ganz schnell unten am Gehäuse anbringen lässt. Bei starker Belastung empfiehlt GoPro die klassische ausklappbare Halterung. Die GoPro Hero13 Black wird mit einem Enduro Akku mit 1.900 mAh ausgeliefert.

DJI Osmo Action 4

Die DJI Osmo Action 4 ist eine empfehlenswerte, hochwertige und unkomplizierte Actioncam. Der große 1/1,3-Zoll-Sensor hat im CHIP Testcenter mit guter Bildschärfe bei wenig Bildrauschen überzeugt. Schnelle Bewegungen lassen sich in 4K mit bis zu 120 fps festhalten, in Full HD sogar mit rasanten 240 fps.

Mit einer Akkuladung filmt die DJI Osmo Action 4 sensationelle 121 Minuten 4K-Video, aufgeladen ist der Akku dann wieder in knapp einer Stunde. Das Gehäuse ist rechteckig mit einem Rück- und einem Frontdisplay, außerdem ist sie bis zu 16 Meter wasserdicht - mit einem zusätzlichen Gehäuse sind sogar Tauchgänge bis zu 60 Meter möglich. Wie jede Actioncam wird die DJI Osmo Action 4 am besten auf eine Halterung montiert.

DJI Osmo Pocket 3

Die DJI Osmo Pocket 3 ist eine recht ungewöhnliche Kamera: Sie hängt in einem Gimbal mit Handgriff, der mit Display und Bedientasten ausgestattet ist. Im CHIP Testcenter hat die kleine Kamera mit dem großen 1-Zoll-Sensor beeindruckende Leistungen erbracht. Die 4K-Videos überzeugen mit exzellenter Schärfe, minimalem Bildrauschen und lebendigen, natürlichen Farben.

Die Bildstabilisierung durch den Gimbal ist außergewöhnlich und der Akku beeindruckt mit schnellem Aufladen und langer Laufzeit. Im Gegensatz zur Vorgängerin DJI Pocket 2 bietet die Pocket 3 ein drehbares 2-Zoll-Display, aber gleichzeitig ist die Foto-Auflösung stark gesunken. Deshalb empfehlen wir die Kamera vor allem für hochwertige Videoprojekte, ob im Urlaub oder im Ein-Personen-Studio.

Action-Cam Test: Empfehlenswerte Modelle im Überblick

Wir haben im Helmkamera-Test viele Modelle überprüft und nenne hier unsere Top-Favoriten in verschiedenen Preisklassen. Im CHIP-Testlabor haben wir empfehlenswerte und beliebte Actioncams einem standardisierten Test unterzogen, darunter alle aktuell erhältlichen GoPro-Modelle, aber auch Alternativen von DJI und Insta360 sowie zum Vergleich sehr günstige Modelle. Die detaillierten Ergebnisse des umfangreichen Tests finden Sie in unserer Bestenliste der Actioncams, unterteilt in die Kategorien Videoqualität, Ausstattung und Akkuleistung.

Welches Modell für Sie das richtige ist, hängt nicht nur von der Platzierung ab, sondern auch Ihrem Budget und dem Einsatzzweck, etwa als Helmkamera.

Modell Besonderheiten Preis (ca.)
GoPro Hero13 Black Exzellente Bildqualität, viele Funktionen, guter Bildstabilisator 331,90 EUR
Somikon ZX-5437 (DV-950) Ordentliche Bildqualität, guter Lieferumfang, einfache Bedienung 113,54 EUR
DJI Osmo Action 5 Pro Adventure Combo Detailreiches Bild, gute Akkulaufzeit, zweites Touchdisplay 389,00 EUR
Insta360 Ace Pro 2 Hervorragende Aufnahmen, Klappbildschirm, KI-Funktionen 369,00 EUR
Rollei Action One Gute Bildqualität, tolle Bildstabilisierung, viel Zubehör 128,94 EUR

Worauf Sie beim Kauf einer Helmkamera achten sollten

  • Auflösung: Full-HD ist von gestern, selbst günstige Helmkameras für unter 100 Euro werben inzwischen mit einer Auflösung von 4K.
  • Bildrate (Framerate): Für schnelle Bewegungen reicht das allerdings oft nicht aus, die Bilder wirken dann irgendwie unscharf oder auch ruckelig. Wer mit seiner Kamera Stunts, Tempofahrten oder überhaupt schnelle Bewegungen aufnehmen möchte, der sollte auf eine möglichst hohe Bildrate achten.
  • Bildstabilisator: Er gleicht die Ruckler und Vibrationen aus und sorgt für ein deutlich ruhigeres und damit professionelleres Bild. Es gibt einige wenige Mini-Kameras mit optischer Bildstabilisation, die allermeisten Modelle arbeiten jedoch mit einer elektronischen Stabilisierung.
  • Wasserdichtigkeit: Wer also im strömenden Regen oder beim Wildwasser-Raften filmen möchte, muss keine besonderen Schutzmaßnahmen für die Kamera ergreifen. Auch Schnorcheln ist kein Problem, denn die allermeisten Actioncams halten den Wasserdruck bis zu sechs Metern, oft auch bis zu neun Metern Tiefe stand.

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