Helmmütze Sommer Motorrad Test: Schutz, Komfort und Sicherheit auf zwei Rädern

Motorrad-Sturmhauben sind für viele Motorradfahrende oft genauso selbstverständlich wie der Helm. Denn diese vielseitigen Gesichtsbedeckungen bieten nicht nur Schutz vor Kälte, sondern auch Komfort und Sicherheit während der Fahrt.

Warum eine Motorrad-Sturmhaube?

Eine Motorrad-Sturmhaube bietet mehr als nur einen coolen Look - sie ist aus mehreren Gründen für viele Motorradfahrende ein unverzichtbarer Gegenstand geworden. Zum einen schützt die dünne Stoffmaske das Gesicht vor den Elementen, insbesondere im Winter. Denn die Sturmhaube bietet zusätzliche Polsterung und hält Kälte effektiver von der Haut fern. Daher nutzen auch viele Ski- und Snowboard-Fahrer:innen die Masken als unverzichtbare Ergänzung für den Wintersport.

Doch auch Biker:innen, die das Zweirad in der kalten Jahreszeit stehen lassen, schätzen die Gesichtsbedeckung: Sie "fängt" Schweiß, Hautschuppen und Fett ab und schont so das Innenfutter des Motorradhelms - dieser wiederum dankt es seinen Besitzer:innen mit Sturmhaube mit weniger Pflegeaufwand und einer längeren Haltbarkeit. Zudem bieten die Masken etwas mehr Polsterung, dämpfen Windgeräusche und erleichtern auch das Auf- und Absetzen des Helmes - schließlich werden die Ohren angedrückt.

Motorrad-Sturmhauben: Empfehlungen im Vergleich

Sturmhauben für Motorradfahrer:innen gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Hier eine Auswahl empfehlenswerter Modelle:

  • Scott Wind Warrior Sturmhaube: Diese winddichte Sturmhaube soll Feuchtigkeit vom Körper wegleiten, ohne Nässe zur Haut durchdringen zu lassen. Scott verspricht dennoch Atmungsaktivität.
  • Buff Ecostretch Balaclava: Einen Rundumschutz für kalte Wintertage verspricht die Ecostretch-Sturmhaube von Buff. Durch den besonders weit herunter reichenden Halsausschnitt verdeckt sie Kopf- und Halsbereich. Damit die Maske dennoch einen hohen Tragekomfort bietet, ist die Haube aus 95 Prozent recyceltem Polyester und fünf Prozent Elastan besonders dehnbar.
  • Gore Wear Sturmhaube: Diese klassische Sturmhaube von Gore Wear soll dank Flachnähten Druckstellen und Reibung beim Tragen unter einem Helm verringern. Zusätzlich ist die Sturmhaube winddicht, wasserabweisend und atmungsaktiv. Der Hauptstoff besteht zu 85 Prozent aus Polyamid und 15 Prozent Elastan.
  • Büse Seiden-Sturmhaube: Die Sturmhaube des Herstellers Büse hat eine entscheidende Besonderheit: Sie besteht aus Seide. Das soll sie im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten aus Kunstfasern besonders atmungsaktiv machen. Elastisch ist sie trotzdem, daher wird die Maske nur in einer Einheitsgröße angeboten.
  • Rockbros Sturmhaube für das Motorrad: Die Sturmhaube der Marke Rockbros besteht aus Fleece und schützt bei der Fahrt vor Kälte. Die Halsverlängerung sorgt zudem dazu, dass auch von unten kein Fahrtwind unter den Helm gelangt. Um die Luftzirkulation zu erhöhen, gibt es ein atmungsaktives und dehnbares Netz im Nasen- und Mundbereich. Die Sturmhaube ist ausschließlich in einer Einheitsgröße verfügbar.
  • Dainese Dry Balaclava: Die "Dry Balaclava" von Dainese ist aus einem besonderen Materialmix und dadurch unter anderem auch geruchshemmendend. Die Maske besteht zu 80 Prozent aus Dryarn, einer atmungsaktiven Kunstfaser sowie 15 Prozent Polyamid und fünf Prozent Elastan.
  • Rotto Sturmhaube: Die Sturmhaube der Marke Rotto soll auch trotz Verzicht auf Polarfleece-Futter laut Hersteller eine gute Wärmeableitung bieten.

Beeinträchtigt eine Sturmhaube die Sicht beim Fahren?

Bei gutem Sitz und korrekter Größe beeinträchtigt eine Sturmhaube die Sicht nicht. Selbstverständlich muss die Maske so angezogen werden, dass die Aussparungen genau über den Augen platziert werden. Da die Masken aus einem dünnen und sehr elastischen Stoff gewebt werden, liegen die Masken eng am Gesicht an. Daher ist auch das Verrutschen der Maske so gut wie ausgeschlossen.

Wie pflegt man eine Motorrad-Sturmhaube am besten?

Die richtige Pflege der Motorrad-Sturmhaube trägt maßgeblich zu ihrer Langlebigkeit bei. Da Sturmhauben oft Schweiß, Ölen und Fetten aus der Haut oder auch Haargel und -Spray ausgesetzt sind, ist es wichtig, sie regelmäßig zu waschen. Alle paar Fahrtage, also etwa nach dem dritten bis fünften Tragen, darf die Maske gewaschen werden. Wer täglich mit dem Motorrad unterwegs ist, sollte daher einen kleinen Vorrat Wechselmasken bereithalten. So bleibt die Maske angenehm zu tragen und man verhindert Hautirritationen.

Dabei sollte man allerdings unbedingt die Pflegehinweise des Herstellers beachten, denn nicht jedes Produkt ist für eine Maschinenwäsche geeignet. Eine Handwäsche mit milder Waschseife und lauwarmem Wasser (bis 30° C) ist stets die schonendste Art, die Maske zu reinigen. Wer sie an einem sauberen und trockenen Ort lagert, wenn sie nicht benötigt wird, kann sich sogar den ein oder anderen zusätzlichen Waschgang sparen.

12 Sturmhauben im Test: Für die kalte Jahreszeit

Wer im Winter mit dem Motorrad unterwegs ist, wünscht sich bei eisigen Temperaturen gern mal die Trockenhaube vom Friseur herbei. Dass es gar nicht so weit kommen muss, beweisen zwölf Motorrad-Sturmhauben für die kalte Jahreszeit.

Im Auto, ja. Aber auf dem Motorrad sollte man sich in der kalten Jahreszeit stets unter eine gut isolierte Sturmhaube begeben. Diese gewährleistet, dass der Bereich zwischen Rumpf und Kopf wind- und wetterdicht vor kalter Zugluft und Niederschlag geschützt wird. Zwar bieten zahl­reiche Hersteller mittlerweile Textilkombis an, die mit einem extrabreiten Kragen dem Fahrtwind den Garaus machen wollen. Aber all jene, die schon mal bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt länger als zwanzig Minuten auf dem Motorrad saßen, wissen, was passiert, wenn nur ein zartes Lüftchen den Weg in den Helm findet. Dann ist nicht nur rasch die Nase unterkühlt, sondern mittelfristig der gesamte Oberkörper am Frösteln.

Testergebnisse ausgewählter Sturmhauben:

Sturmhaube Anbieter Preis Größen Herstellungsland MOTORRAD-Urteil
Alpinestars Balaclava Alpinestars 39,95 Euro uni Vietnam gut
Bering Cagoule Shark Helme Deutschland 28,00 Euro uni China gut
Büse Sturmhaube Büse 18,95 Euro S bis XL k. A. befriedigend
Dane Saksun Motoport 37,95 Euro S bis XL China befriedigend
Forcefield Tornado+ Germot 31,90 Euro uni Portugal gut
Held 9050 Held 29,95 Euro S bis L Ungarn befriedigend
Probiker Windbreaker Detlev Louis 16,99 Euro S bis L Taiwan befriedigend
Reusch Pro Polo 24,99 Euro uni China gut
Rev’it Maximus WSP Rev’it 49,99 Euro S und L Vietnam befriedigend
Rukka Windstopper Rukka Deutschland 42,95 Euro S bis L China gut
Sinisalo Rob Hood Rukka Deutschland 29,90 Euro S bis XL China gut

Wer auf der Suche nach einer ordentlichen Sturmhaube ist, die effektiv vor Wind und Wetter schützt, kann beruhigt sein. Alle Probanden liefern hier eine mindestens akzeptable Vorstellung ab. Brust, Nacken, Hals und Gesicht werden sicher vor dem Auskühlen bewahrt. Hinsichtlich Passform und Tragekomfort trennt sich aber die Spreu vom Weizen. Ein ausführliches An- und Ausprobieren vor dem Kauf wird dringend geraten. Bei Preisen zwischen 19 und 50 Euro wäre ein Fehlkauf ziemlich ärgerlich. Dabei sollte man besonders darauf achten, dass keine rauen oder dick auftragenden Nähte die Haut auf Dauer reizen. Brillenträger sollten ein Exemplar mit recht großem Sichtfeld wählen. Obwohl alle getesteten Sturmhauben auf verschiedenen Kopfformen und -größen ausprobiert wurden, konnte am Ende die Forcefield Tornado+ in Universalgröße alle Tester überzeugen. Sie liegt zudem preislich im Mittelfeld und ist der MOTORRAD-Testsieger.

Worauf es bei einer Sturmhaube ankommt

Eine perfekte Hightech-Sturmhaube sollte auf verschiedenen Kopfformen gleichermaßen eng anliegen und das Gesicht sicher umhüllen. Dabei dürfen ihre Nähte nicht die Haut eindrücken, und das Futter sollte angenehm kuschelig sein. Die gesamte Sturmhaube darf nicht zu dick auftragen, damit der Helm noch passt und den Kopf nicht einengt. Auf der anderen Seite muss die Haube im Oberkopfbereich den Luftaustausch und Feuchtigkeitstransport ermöglichen und im Bereich des Mundes und der Nase Perforationen oder ein großes Loch aufweisen, damit man ausreichend Luft zum Atmen bekommt. Im darunterliegenden Abschnitt muss dies Make effektiv vor Wind und Nässe schützen. Außerdem sollte der Gesichtsausschnitt so wenig Haut wie möglich freilegen, aber auch nicht so knapp be­messen sein, dass das Sichtfeld - auch bei Brillen­trägern - zu irgendeinem Zeitpunkt eingeschränkt wird. Zudem bedarf es einer Materialwahl, die den Helm leicht über die Haube rutschen lässt und so nervenaufreibendes Nachjustieren überflüssig macht. Letztlich sollte die Schulter-, Brust- und Nackenpartie großzügig von der Maske bedeckt sein, dabei aber keine Wülste unter Jacke oder Helm werfen.

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