Die Geschichte von Hermann Motorrad Service in Hünfeld ist eng mit der deutschen Geschichte und überraschenden Zufällen verbunden. Ein solcher Zufall führte zwei Männer nach über 37 Jahren wieder zusammen, deren erster Kontakt auf einen Luftballon zurückzuführen war. Tino Fischer aus dem Wartburgkreis und Martin Atzert aus Flieden hatten kurz Briefkontakt, bevor sie sich kürzlich an Fischers Arbeitsplatz in Hünfeld persönlich trafen.
Ein Luftballon verbindet Ost und West
Im Jahr 1987 fand der damals 13-jährige Tino Fischer aus dem kleinen thüringischen Dörfchen Mühlwärts im Wartburgkreis einen Luftballon: „Ich war mit meinen Eltern spazieren.“ Am Luftanhänger war ein Adressanhänger der damals achtjährigen Daniela Atzert aus Flieden befestigt gewesen.
Fischer entschied sich, einen Brief in die BRD zu schicken, dass er den Ballon gefunden habe: „Ich habe dann ein Schreiben gekriegt.“ Darin bedankte sich Martin Atzert, Danielas Vater, für die Antwort und fragte, ob er als Dank ein Geschenk versenden könne.
„Ich habe dann ein Paket mit lauter Süßigkeiten bekommen, das war die drei Tage Weihnachten“, erinnert sich Fischer zurück.
Ein zufälliges Wiedersehen nach Jahrzehnten
Der erneute Kontakt sei zufällig zustande gekommen, berichtet der heute 50-jährige Fischer. Auf seiner Arbeit bei Hermann Motorrad Service in Hünfeld unterhielt er sich zufällig mit dem heute 75-jährigen Atzert telefonisch, weil dieser als Kunde auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug war.
„Ich habe mich erst auf dem Heimweg erinnert, ‚die Adresse kennst du‘“, teilt Fischer mit. Der aufgehobene Brief bestätigte seine Vermutung: Sein neuer Kunde war derjenige, der vor Jahren das Paket verschickt hatte.
Bei dem Abschluss des Verkaufs trafen die beiden Herren nun erstmals in Person aufeinander.
Die Fuldaer Zeitung berichtete am 10. Juni 2024 über dieses Ereignis und hob hervor, wie der Kalte Krieg und die Teilung Deutschlands diese ungewöhnliche Verbindung prägten.
Es ist das Jahr 1987, als der Kalte Krieg noch tobt und sich am Point Alpha auf beiden Seiten der Grenze Amerikaner und Soldaten der Nationalen Volksarmee Auge in Auge gegenüberstehen.
„Tear down this wall“ - reißt die Mauer nieder - ruft in diesem Jahr US-Präsident Ronald Reagan aus. Aber dieses Ereignis sollte noch zwei Jahre auf sich warten lassen.
Jedenfalls, in diesem Mai ‘87, nimmt die achtjährige Daniela aus Flieden-Rückers an einem Luftballon-Wettbewerb ihrer Schule teil: Welcher fliegt am weitesten? Zwar belegt sie am Ende nur den zweiten Platz, aber ihr Ballon schafft es immerhin nach „drüben“.
Dort, in Vacha nahe dem Sperrgebiet, verheddert sich der Ballon im Grün, wo ihn der 13 Jahre alte Tino findet. Der Zufall hilft: Brieffreunde aus Ost und West treffen sich nach Jahrzehnten.
Tino Fischer, der heute 50 Jahre alt ist, lebte damals wie heute in Mühlwärts, einem kleinen Ortsteil von Unterbreizbach im Wartburgkreis. Er erinnert sich, wie er mit seinen Eltern des Sonntags spazieren ging - und etwas Buntes im Baum hängen sah.
Am Luftballon baumelte ein Adressanhänger. „Ich fragte meinen Vater, wo Flieden ist, und der antwortete: ,Das ist BRD, Westen - hinter der Grenze, ganz weit weg.‘“ Trotzdem schickte der 13-Jährige die Karte zurück ins Westgebiet, und erhielt umgehend Antwort - von Danielas Vater Martin Atzert, mittlerweile 75 Jahre alt.
Dessen zweiseitiger Antwort-Brief vom 11. Mai 1987 existiert immer noch. „Wir haben auf der Landkarte geschaut, aber Vacha und Mühlwärts haben wir nicht gefunden“, schrieb Atzert darin etwa verwundert. Und der wohl wichtigste Satz - zumindest aus Sicht des jungen Tino: „Wenn du einen Wunsch hast, womit ich dir eine Freude machen kann, dann schreib mir das bitte.“
Den Brief von Martin Atzert bewahrt Tino Fischer bis heute in seiner Schublade auf. „Da habe ich mich richtig gefreut“, sagt Tino Fischer, der sich erinnern kann, als wäre es erst gestern gewesen. „Ein Westpaket, das auch noch an mich ganz persönlich adressiert war: Das war etwas Besonderes. Das war für mich wie Weihnachten.“
Ein Dankesbrief ging natürlich zurück nach Flieden, aber dann lief der deutsch-deutsche Briefwechsel aus. Das erste Schreiben von Martin Atzert bewahrte Tino Fischer aber sorgfältig in einer Schublade auf, seit fast vier Jahrzehnten.
„In dieser Zeit habe ich den Brief bestimmt 15- bis 20-mal durchgelesen“, sagt der 50-Jährige. Später, als die Grenze längst niedergerissen war, habe er immer wieder daran gedacht, mal in den Fliedener Ortsteil Rückers zu fahren und den Mann zu suchen, der ihm damals eine solch große Freude bereitet hatte.
Aber irgendwie habe er nie so richtig Zeit dafür gefunden, sagt er. Doch dann kam der Zufall zu Hilfe. Wiedersehen in der Rollerwerkstatt - Bei den Briefreunden kullern die Tränen.
Fischer arbeitet bei Hermann Motorrad Service in Hünfeld - und Atzert ist begeisterter Roller-Fahrer. Der 75-Jährige rief dort an, und hatte Fischer am Telefon. Bei dem ratterte es aber erst später, nach dem Auflegen.
„Zu Hause habe ich dann noch mal auf den Namen auf dem Brief geguckt - und tatsächlich: So hieß auch der Anrufer.“ Als Atzert später persönlich nach Hünfeld kam, um seinen Roller abzuholen, holte Fischer den uralten Brief heraus.
„Als ich den Brief gesehen habe, haben sich mir die Haare auf den Armen hochgestellt“, berichtet Atzert noch immer gerührt. „Und dann haben wir uns geknürt und gekuschelt“, sagen beide lachend. Und die Tränen flossen auch. „Ich habe geweint“, sagt Atzert. „Und als ich das später meiner Familie erzählt habe, haben die auch alle geweint.“
Das nächste Treffen haben beide schon ausgemacht: Vielleicht wollen beide nach Vacha zu der Stelle wandern, an der der Luftballon strandete - und das Schicksal die beiden zusammenbrachte.
Point Alpha: Ein Mahnmal der deutschen Teilung
Point Alpha liegt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Die Gedenkstätte erinnert an die Zeit des Kalten Krieges und die Teilung Deutschlands.
Besucher können original erhaltene Grenzanlagen, eine US-Beobachtungsstation und Ausstellungen zur DDR-Grenzgeschichte besichtigen.
Point Alpha ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Symbol für Freiheit und Demokratie in Europa.
Die Gedenkstätte Point Alpha zeigt in erschreckender Deutlichkeit die Grausamkeit des Sozialismus. An der Grenze zwischen DDR und der BRD wurden mindestens 1000 Menschen ermordet.
Menschen, die ihr Leben gelassen haben, weil sie das sozialistische SED Regime nicht mehr ertragen haben. Am Point Alpha wird auch deutlich, wie knapp Deutschland im Kalten Krieg einer atomaren Katastrophe entkommen ist.
Eine Führung mit einem einheimischen Guide ist besonders lohnenswert, da sie persönliche Geschichten, regionale Hintergründe und spannende Details vermittelt, die weit über das Offensichtliche hinausgehen. Daher unbedingt dazu buchen falls möglich.
Besucherstimmen zu Point Alpha
- "Ein Stück deutsche Geschichte." - Uller1977
- "Interessant und sehenswert." - Uwe K.
- "Sehr gute Erklärung, und Sehenswert." - Tobi N.
- "Das hat mich sehr berührt .Die Geschichte wird einem nochmal vor die Augen geführt ." - Bernd L.
- "Sehr empfehlenswert. Das ist ein Stück deutsche Geschichte. Das sollte man mal gesehen haben." - M S
- "Absolut empfehlenswert und interessant. Ein Ort der Erinnerung an sehr schlimme Zeiten." - Conny & Bernhard S.
- "Total empfehlenswert. Deutsch-deutsche Geschichte gut aufbereitet. Ein "muss", um unsere jüngere Geschichte zu verstehen und eine Mahnung, Demokratie zu schützen." - Volkhard G.
Weitere Informationen
Für Besucher, die sich für die Geschichte der innerdeutschen Grenze interessieren, ist Point Alpha ein Muss. Die Gedenkstätte bietet informative Einblicke in die jüngste deutsche Geschichte und regt zum Nachdenken an.
Es ist wichtig, dass diese Geschichte erfahrbar bleibt, auch als Mahnung, dass dies nie wieder passieren darf.
Historisches - kurz und knapp
Willmars gehörte den Grafen von Botenlauben, einer Nebenlinie der Grafen von Henneberg. Graf Otto II. von Henneberg-Botenlauben trat den Ort 1230 an das Kloster Fulda ab. Durch Verpfändung kam der Ort an die Grafen von Henneberg-Römhild und wurde 1453 von der Linie Henneberg-Schleusingen erworben und dem Amt Maßfeld angegliedert. Nach deren Aussterben 1583 war der Ort Teil des Herzogtums Sachsen. Er gehörte ab 1680 zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Dabei war die eine Hälfte des Orts herrschaftlich sächsisch, die andere gehörte Ganerben, die der Reichsritterschaft angehörten. Ober- und Unterfilke sowie Völkershausen gehörten bis 1803 zur Reichsritterschaft (Herren von Stein).
Willmars kam im Jahr 1808 mit Filke, Völkershausen, Neustädtles und Sands zum Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana. 1814 fielen der Ort und seine heutigen Ortsteile an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Filke eingegliedert. Am 1. Egon und ich sind uns ruckzuck einig geworden, und damit ist der Deal gelaufen.
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