Auch dieses Jahr sind E-Mountainbikes DIE Kassenschlager schlechthin. Kein Wunder: Motoren, Akkus, Fahrwerke sind in quasi allen Preisbereichen auf einem hervorragenden Niveau. Dabei ist es nicht nur die Power, die beeindruckt, sondern auch die Art und Weise, wie die Ingenieure es geschafft haben, gelungene Geometrien um diese Räder gebaut zu haben.
In der Welt des elektrischen Mountainbikings zeichnet sich außerdem ein neuer Trend ab: das Light E-MTB. Diese leichten, wendigen E-Mountainbikes versprechen, das Beste aus beiden Welten zu vereinen - die kraftvolle Unterstützung eines E-Bikes und das agile Handling eines klassischen Mountainbikes. In unseren ausführlichen Tests nehmen wir verschiedene Modelle unter die Lupe.
Die Besten im Test: E-Mountainbike Empfehlungen
In der folgenden Übersicht werden die E-Mountainbikes vorgestellt, die in aufwendigen Tests als Testsieger oder mit einer besonders guten Bewertung hervorgingen.
Canyon Grand Canyon:On AL 7
Das Grand Canyon:ON AL 7 ist kein Trailjäger, sondern ein vielseitiges E-Hardtail für entspannte Touren. Mit kräftigem Bosch-Motor, großem Akku (optional) und Gepäckträger- und Anhängerfreigabe eignet es sich perfekt für Berufspendler, Alltagsradler und Einsteiger, die ab und zu einen leichten Abstecher ins Gelände wagen. Für anspruchsvolle Trails fehlen Ausstattung und Geometrie. Wer das sucht, sollte ins Fully-Regal oder zum höherwertigen Modell greifen. Das Grand Canyon:ON AL 7 erhält den Preis-Leistungs-Tipp der Mountainbike.
Mondraker SLY RR
Wer nicht immer die aktuellsten Parts fahren muss und auf der Suche nach einem erschwinglichen Light-E-MTB ist, freut sich über die funktionale Ausstattung des Sly. In der R-Ausstattung gibt es die starke Bosch-SX-Power bereits unter 6000 Euro in einem schicken Alu-Rahmen. Das Bike überzeugt auf dem Trail und der Waage. Wer schnelle Abfahrten liebt und Komfort bevorzugt, ist hier goldrichtig. Das SLY RR von Mondraker erhält den Mountainbike Preis-Leistungs-Tipp.
Yeti MTe T3 X0 Transmission
Wer es sich leisten kann, hat mit dem Yeti MTe einen wahren Alleskönner zur Hand. Das Fahrwerk bügelt satt über den Trail, ohne wegzusacken und die Progressionsverstellung am Hinterbau bietet viel Spielraum beim Setup. Die leichte TQ-Unterstützung trägt zum Akustik-Bike-Gefühl bei, ist aber Geschmackssache. Wer Bosch-Power gewohnt ist, wird bergauf eventuell was vermissen. Das MTe erhält das Mountainbike-Testergebnis überragend.
YT Decoy SN 29 Core 4
Das Decoy SN 29 ist ein echtes Trail-Feuerwerk für ambitionierte E-MTB-Fans. Natürliches Fahrgefühl, durchdachte Ausstattung, verspieltes Handling und faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Decoy ist der Mountainbike-Tipp für Light-E-MTBs.
Specialized S-Works Turbo Levo 4
Das neue Levo 4 beeindruckt mit Anpassbarkeit, super Fahrwerk und starkem Motor. Auf technischen wie flowigen Trails bietet es Souveränität und Spieltrieb. Parts, Geometrie und Integration sind top. Ein tolles Bosch-Bike für Einsteiger und fortgeschrittene Fahrer*innen. Das Bike erhält den Mountainbike-Preis-Leistungs-Tipp.
Cube Stereo Hybrid One44 HPC Race 800
Cube bringt mit dem neuen Stereo One44 ein topausgestattetes E-MTB an den Start. Mit 150 mm Federweg an der Front, 140 mm am Heck und einem Carbon-Hauptrahmen bietet das Bike ein attraktives Gesamtpaket. Das Bike erhält von uns mit 4499 Euro den Preis-Leistungs-Tipp, sowie die Testnote Sehr gut.
Canyon Neuron:ON CF 7
Canyon schickt mit dem neuen Neuron:ON CF 7, mit einem Gesamtgewicht von 23 kg, ein leichtes E-MTB ins Rennen. Der bewährte Bosch-CX-Motor der vierten Generation sorgt in Kombination mit dem 750-Wh-Akku für eine starke Unterstützung auf langen Touren. Dank des Voll-Carbon-Rahmens bleibt das Gewicht niedrig, während 140 mm Federweg an der Front und 130 mm am Heck für Komfort und Kontrolle sorgen. Es gewinnt, mit der Testnote Sehr gut, den E-MTB-Fully-Vergleichstest.
Rocky Mountain Instinct Powerplay SL Carbon 70
Wie seine großen Powerplay-Brüder richtet sich das Instinct SL an Bikerinnen und Biker, die ein E-MTB für anspruchsvolle Rides suchen. Trotz eher geringem Hub brilliert es im Downhill, der neue Motor rockt ebenso wie die hohe Reichweite. Das Instinct erhält das MOUNTAINBIKE-Testsiegel: Fahrspaß, sowie die Testnote Überragend.
Raymon Airok Ultra
Das Airok ist ein wenig "touriger" ausgelegt als die Konkurrenz - sowohl in Sachen Geo als auch mit der strafferen Heckfederung. Dennoch gefällt das Raymon auch auf dem Trail, speziell im Kurventanz sorgt das Bayern-Bike für Gaudi ohne Ende. Angesichts der edlen Parts geht auch das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung. Handling, Fahrwerk und Parts lassen keine Wünsche offen. Wer sich jedoch nach stärkerer Unterstützung sehnt, ist mit dem TQ-Aggregat nicht ideal beraten. Das Bike erhält von uns mit 8999 Euro den Preis-Leistungs-Tipp, sowie die Testnote Überragend.
Centurion No Pogo R 3000
Komfortabel und souverän auf wilden Trails und zudem alltagstauglich-das neue No Pogo von Centurion ist das vielseitigste Rad im Test. Der hochwertige Alu-Rahmen gefällt. Auch die Performance des Motors sowie die Ausstattung sind top. Es gewinnt den Enduro-E-MTB Vergleichstest.
Santa Cruz Vala GX AXS
Viergelenkiges Heck und Bosch-Motor findet man sonst bei Cube & Co. Das Vala ist nicht ganz das, was man von Santa Cruz erwarten würde. Motor, Handling, Fahrwerkt, Gewicht: Orbea hat an den richtigen Stellschrauben gedreht und liefert eines der besten Pakete mit dem neuen Bosch Motor. Das Orbea Wild bekommt die MOUNTAINBIKE-Testnote Überragend.
Canyon Spectral:Onfly 9
Canyon ist mit den Spectral:Onfly tatsächlich ein "natürliches" E-MTB gelungen. Der leise, minimalistische Motor, das wunderbare Fahrwerk sowie die Wohlfühl-Geometrie sind schier zum Verlieben. Und das zum sehr fairen Preis. Testnote: Überragend! Das Neuron:Onfly bekommt die Testnote Überragend und wurde bei der MOUNTAINBIKE-Leserwahl als bestes E-Mountainbike 2024 ausgezeichnet.
Centurion No Pogo SL R6000i
Das No Pogo SL macht seinem legendären Urahn alle Ehre und erweist sich als überragender Alleskönner im Light-E-MTB-Segment. Flink, spaßig, komfortabel, stark - ein Volltreffer! Testnote: Überragend!
Propain Ekano 2 CF
Mit dem Ekano 2 CF bietet Propain ein hochpotentes E-Superenduro an, das sich im Groben pudelwohl fühlt, aber auch auf Touren Spaß macht. Das Sram-Powertrain-System überzeugt mit Kraft sowie seiner perfekten Integration. Es bekommt das MOUNTAINBIKE-Testsiegel Überragend.
Focus Jam² SL 8.8
Das Focus Jam² SL ist nahe dran am perfekten Light-E-Bike. Es bringt ordentlich Federweg mit, punktet mit tollem Handling und einem prima Antriebssystem samt vergleichsweise hoher Reichweite. Es gewinnt den Light-E-MTB Vergleichstest.
Mondraker Dune Carbon XR
Starker Motor, famoses Fahrwerk, geniales Handling, feinste Parts, faires Gewicht - das Dune Carbon XR setzt neue Maßstäbe in der noch kleinen Klasse der Light-E-Enduros. Der Preis ist dementsprechend hoch. Im Vergleich zudem preisattraktiv.
E-Mountainbike Systemvergleich: Fullys und Hardtails
Ein E-Mountainbike ist ein Sportgerät, das der Übung bedarf. Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf nicht nur eine ausgiebige Probefahrt, sondern auch ein "Bikefitting" beim Fachhändler zu machen: Dort wird die Größe richtig angepasst und die Dämpfung optimal eingestellt.
Abseits vom Trail lassen sich die vollgefederten E-Mountainbikes durchaus alltagstauglich bewegen, sofern die Sattelstütze so eingestellt ist, dass man entspannt sitzen kann. Andernfalls ist der dauernde Druck auf die Handgelenke zu groß. Ganz wichtig: Für den Einsatz im Straßenverkehr benötigen diese Bikes auf jeden Fall auch Licht, Reflektoren und eine Klingel.
Komponenten und Technik im Detail
Am neuen Specialized S-Works Turbo Levo 4 arbeitet Specializeds S-Works-3.1-Motor mit satten 720 Watt Spitze und 111 Nm Maximaldrehmoment. Japanische E-Motorentechnik führt am E-All-Mountain von BESV, dem E-Enduro E-One-Sixty von Merida und Cilos Carbon-E-Enduro Kyano HC ihren Dienst aus. Der top E-MTB-Motor EP801 bietet je nach Firmware bis zu 15 individualisierbare Unterstützungslevel respektive der Grundmodi Eco, Trail und Boost.
Ähnlich Specialized oder Bosch gestaltet man die Motorcharakteristik des EP801 per Smartphone-App auf Wunsch selbst, justiert sogar das Nachlaufverhalten. Dies auch im E-MTB-Rennbetrieb; so nennt Shimano die Funktionserweiterung Race-Tune. Ein neuer Stern am Motorenhimmel ist der DJI-Mittelmotor Avinox M1, der mit bis zu 120 Nm und 1000 W Leistung nicht mit Stärke geizt und laut Hersteller für einen Full-Size-Motor nur 2,5 kg auf die Waage bringt.
Centurion bettet den Bosch CX optisch adrett ins Aluchassis seines No-Pogo ein. Und auch am Simplon-E-Carbon-Hardtail greift man auf die vier Modi des Bosch CX zu, darunter die schön dynamisch zu fahrende, 1A zu dosierende, E-MTB-Fahrstufe. Ebenfalls aus Schwaben kommt die Pinion-MGU-E1.12-Motor-Getriebeeinheit mit 12 Gängen und bis zu 85 Nm Drehmoment. Simplon setzt sie am E-Enduro Rapcon E-Pinion ein, kombiniert sie mit dem Gates-Zahnriemen, der die Motorkraft ans Hinterrad bringt.
E-Mountainbike Test 2025: Ausblick
Was ist denn 2025 los? Die E-MTB-Welt steht vor krassen Veränderungen mit neuen Playern, neuen Technologien und Trends. Alles nur ein Hype oder hat das Substanz? Für den größten Vergleichstest unserer Geschichte haben wir 30 heiße E-Mountainbikes getestet, liefern Nerd-Daten, Entwicklungsempfehlungen für die Hersteller und klare Erkenntnisse. Was ist das beste E-Mountainbike 2025?
ADAC Empfehlungen an die Hersteller
- Die Bedienung der Bremsen sollte möglichst mit der "Einfingertechnik" möglich sein.
- Die absenkbare Sattelstütze muss auch in schwierigen Situationen mit dem Daumen von der Lenkergriffposition unkompliziert und sicher erfolgen können.
- Das e-MTB ist ein Sportgerät und bedarf Übung.
Günstige Alternativen der Edel-E-Bikes
Abgesehen von Pivot und Simplon gibt es unsere Testbikes auch zu deutlich günstigeren Tarifen. Wir zeigen die lohnendsten Modelle ab 4699 Euro.
Conway Xyron ST 5.0 - 5000 Euro
Der Preis-Leistungs-Tipp geht bei Conway an das zweitgünstigste Modell. Der Alu-Rahmen spart Kosten, so kann in die Ausstattung investiert werden: Fox-Fahrwerk, Shimano-XT-Antrieb, Laufräder von Newmen und ein dicker Akku. Da gibt’s nichts zu meckern.
Cube Stereo Hybrid One44 SLX - 4999 Euro
Preis-Leistungs-Knaller Cube schnürt auch unter 5000 Euro schon ein richtig starkes Paket. Das Bike hat nicht nur den dicken 800er-Akku und ein Farbdisplay, sondern auch ein Fox-Fahrwerk und eine volle Shimano-XT-Ausstattung.
Focus Jam² 6.7 - ab 4699 Euro
Das günstigste Focus Jam² hat denselben Alu-Rahmen wie das Topmodell. Abstriche muss man vor allem beim günstigen Rockshox-Fahrwerk mit Psylo Silver und Deluxe-Dämpfer machen. Das MXC 4 federt mit konventionellen aber hochwertigen Rockshox-Parts. Gespart wird außerdem mit der mechanischen GX-Eagle-Schaltung. Bei Alltricks oder Fahrrad XXL aktuell stark reduziert!
Propain Sresh CF Base - 5999 Euro
Mit Mittelklasse-Parts wie der Rockshox Lyrik, einer GX-Eagle-Schaltung und günstigen Newmen-Laufrädern ist auch das preiswerteste Propain Sresh absolut trail-tauglich aufgestellt. Gespart wird auch beim günstigeren EP6-Motor. Schwachpunkte können im Konfigurator ausgemerzt werden.
Santa Cruz Vala 1 C R - 7499 Euro
Markentypisch ist auch das günstigste Santa Cruz Vala kein Schnapper. Für 7499 Euro gibt’s eine Zeb Base und einen Float-X-Dämpfer. Gerade der DB8-Bremse und der NX-Schaltung merkt man den Sparzwang an. Unser Testbike hat das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
Günstig & trotzdem gut: Preiswerte E-Mountainbikes im Test
Auch im Stadtverkehr zahlt sich die robuste Verarbeitung aus. So muss man bei einem E-MTB meist keine Bedenken haben, dass beim flotten Bordsteinfahren etwas kaputtgeht. Das Problem: Sie sind normalerweise im Vergleich zu Citybikes teurer und zudem häufig ausverkauft.
Testsieger Eleglide M2
Eleglide hat es wieder einmal geschafft: Mit dem M2 zeigen sie ein E-MTB, das in dieser Preisklasse ungewöhnliche Features wie hydraulische Scheibenbremsen, einen starken Motor sowie einen großzügigen Akku bietet. Geekmaxi will für das Eleglide M2 799 Euro.
- Vorteile: tolles Gesamtpaket trotz geringen Preises, großer Akku, starker Motor, 24-Gang-Schaltung, hydraulische Bremsen, gute Federung
- Nachteile: Motor reagiert verzögert, kein Hecklicht, kein Schutzblech, Kabelmanagement
Mittelmotor Telefunken Aufsteiger M925
Das Telefunken Aufsteiger M925 bietet solide Ausstattung und gute Verarbeitung für einen günstigen Preis. Trotz einer etwas geringen Reichweite überzeugt es mit Mittelmotor, hydraulischen Scheibenbremsen und hochwertigen Schwalbe-Reifen. Das Telefunken Aufsteiger M925 kostet bei Amazon 1383 Euro.
- Vorteile: starker Mittelmotor, gute hydraulische Scheibenbremsen, tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, schickes Design
- Nachteile: Schweißnähte bisweilen optisch unschön
E-MTB: Die Mountainbiker unter Strom
E-MTBs haben durch den Elektromotor und dem benötigten Akku natürlich wesentlich mehr Gewicht mit sich rumzutragen. Ein E-Mountainbike bringt schnell über 20 kg auf die Waage und darunter leidet natürlich nicht nur die Wendigkeit, sondern auch die Leichtigkeit, das Fahrrad mal schnell zu schultern und über Hindernisse zu tragen. Trotzdem bietet das E-Bike für den Geländeeinsatz auch zahlreiche Vorteile. Der Funfaktor steht hier klar im Vordergrund. Solange man das Bike nicht tragen muss, spielt auch das Gewicht eine geringe Rolle. Für das schnelle Vorwärtskommen gibt es die Unterstützung des Elektromotors.
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