Fahrrad Regenjacken im Test: Welches Modell hält Sie trocken?

Regen ist so etwas wie der natürliche Feind der Radfahrer. Wer möchte schon auf einer Radreise stundenlang durchnässt weiter in die Pedale treten oder nach dem Weg zur Arbeit nass im Büro sitzen? Eine gute Regenjacke ist dabei unverzichtbar, um uns vor Wind und Nässe zu schützen. Doch nicht jede Regenjacke ist gleich: Die Anforderungen variieren je nach Einsatzbereich und persönlichen Vorlieben.

Schnitt und Passform von Fahrrad-Regenjacken

Regenjacken für Radfahrer und Radfahrerinnen haben einen anderen Schnitt als entsprechende Jacken für Wanderer. In der Regel sind sie vorne kürzer und lassen ausreichend Raum für die Beine. Am Rücken sind sie oft länger, um auch bei leicht gebückter Haltung auf dem Rad Schutz zu bieten. Sie haben schließbare Bündchen an den Ärmeln, damit der Fahrtwind nicht hineingreift.

Die sportlichen Modelle sitzen eng an und bieten dem Wind so wenig Angriffsfläche - ein nicht zu unterschätzender Aspekt auf längeren Radtouren, aber auch bei Fahrten ins Büro mit Gegenwind.

Ein erster Anspruch an eine gute Regenjacke lautet: ein sportiver, möglichst flatterfreier und körpernaher Sitz. Da „normales“ wasserdichtes Material, gerade das sogenannte Hardshell, kaum elastische Eigenschaften hat, sollte man hier immer mehrere Modelle probieren, damit die Jacke optimal passt. Hersteller wie etwa Alé und Castelli verarbeiten für eine bessere Passform auch Anteile von Stretch-Material.

Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität

Die von uns getesteten Modelle sind wasserdicht und teils atmungsaktiv. Eine Regenjacke soll ja erstens nicht nach einer halben Stunde durchnässen, und zweitens wollen Sie nicht übermäßig schwitzen. Keine der getesteten Jacken hat uns in diesen beiden Aspekten komplett im Stich gelassen. Unterschiede gibt es dennoch.

Eine gute Fahrrad Regenjacke ist Atmungsaktiv und lässt von der Außenseite kein Wasser durch. Von innen kann jedoch die Luftfeuchtigkeit, die beim Schwitzen entsteht, abgeführt und nach außen getragen werden. Durch diese Atmungsaktivität der Materialien wird der Schweiß optimal abgeleitet. Der Vorteil dabei, keine Nasse Kleidung durch nicht abdampfenden Körperschweiß. Damit diese Funktion gewährleistet wird, werden zu einem besondere Materialien eingesetzt, zusätzlich wird oft mit Belüftungsschlitzen gearbeitet. Gerade bei körperlicher Anstrengung produziert der Körper Wärme und hat eine erhöhte Transpiration.

Der Wetterschutz der Regenbekleidung basiert in der Regel auf einer speziellen Membran. Vereinfacht gesagt besteht eine Drei-Lagen-Jacke aus einem Oberstoff, der Membran und dem „Futter“. Diese dünnen Schichten sind miteinander laminiert. Bei einer Zwei-Lagen-Jacke entfällt die innere Schicht. Ein Drei-Lagen-Modell bietet oftmals nicht nur Schutz vor Regen, sondern bis zu einem gewissen Grad, auch vor Kälte.

Stoffjacken haben dabei oftmals das Problem, dass der Stoff nie zu 100% Wasserdicht ist. Hier heißt es in der Beschreibung dann „Wasserabweisend“. Die Poren der Jacke (des Materials) sind so fein, dass der Regentropfen an sich nicht eindringen kann. Parallel dazu wird oft mit einer Beschichtung gearbeitet, die das Wasser wie beim Lotus-Effekt abperlen lässt.

Wie hoch dieser Wasserdruck z.B. sein darf, wird in mm Wassersäule angegeben. Je höher der Wert ist, umso mehr Wasser kann die Fahrradjacke / Regenjacke ab, bevor das Wasser eindringen kann. Ab einem Wert von 1300 mm Wassersäule spricht man von Wasserdicht, Die Eidgenössische Materialprüfanstalt (EMPA) in St. Gallen in der Schweiz geht jedoch davon aus, dass erst ab einem Wert von 4000 mm Wassersäule sicher gehen kann, dass der Stoff allen Anforderungen gerecht wird.

Ist die Jacke nass und kann das Wasser eindringen, wird diese schwer und verliert einen Teil der wärmenden Funktion.

Materialien, Verbindungen und Nähte

Je mehr Verbindungsstellen eine Jacke hat, umso mehr Schwachstellen gibt es und bietet Möglichkeiten, das Regenwasser eintreten kann. Bei der Wahl der Fahrrad Regenjacke sollte darauf geachtet werden, dass das Material der Jacke bereits wasserundurchlässig ist. Ähnlich wie bei wasserdichten Fahrradtaschen werden die Verbindungen hier nicht genäht sondern verschweißt oder geklebt. Das Regenwasser kann so nicht durch die Verbindungen gelangen. Gleichzeitig kann auch der Wind nicht direkt durch Nähte durchdringen.

Reisverschluss und Taschenverschlüsse sollten mit einer Lippe überdeckt sein. Nähte sollten von innen ebenfalls mit einer wasserdichten Schicht überklebt sein.

Kapuze und Taschen

Fast alle Jacken in unserem Test haben eine Kapuze. Deren Verstellbarkeit ist wichtig: Einerseits muss sie eng genug sitzen, um vom Gegenwind nicht zurückgeweht zu werden. Andererseits darf sie auch beim Drehen des Kopfes nicht die Sicht behindern. Und falls Sie einen Helm tragen: Wollen Sie die Kapuze über oder unter dem Helm tragen? Nicht bei allen Regenjacken ist beides möglich.

Alle Regenjacken im Test haben Taschen. Ein Smartphone können Sie jedoch nur bei einigen Modellen sicher und zugleich trocken verstauen. Die Smartphonetasche sollte zudem so hoch sitzen, dass Sie beim Treten nicht ständig mit den Beinen dagegenstoßen. Hier ist bei einigen Herstellern noch Luft für künftige Entwicklungen.

Modelle im Überblick

Mit Ausnahme der Mäntel von AGU und Elkline schützen alle Jacken nur bis zur Hüfte. Bei dem Mantel von AGU werden die Beine der Radlerin trotz seiner Länge nass. Richtig geschützt sind Sie also nur, wenn Sie zusätzlich auch eine Regenhose parat haben oder aber den Manteloverall wählen. Hier ist die Hose integriert.

Wie so oft kommt es auf den Einsatzzweck an: Wollen Sie sportlich unterwegs sein oder auf eine Radreise gehen? Dann sind die Jacken von Gorewear, Endura (GV 500) und GripGrab die richtige Wahl. Alle drei Jacken halten lange trocken und sind atmungsaktiv. Letzteres ist wichtig, denn der beste Regenschutz hilft nichts, wenn die Feuchtigkeit von innen kommt und nicht abtransportiert werden kann.

Das ist im Pendlerverkehr zum Arbeitsplatz nicht ganz so wichtig. Hier kann man beruhigt zu den Produkten von Gonso oder AGU greifen. Die BTWIN City 540 vom französischen Großhändler Decathlon ist eine gefütterte Regenjacke. Wie der Name andeutet, ist sie vor allem für den urbanen Einsatz konzipiert.

BTWIN City 540

Mit ihrem weiten Schnitt und dem doppelten Bund an den Armen ist sie alles andere als windschnittig und daher kaum für den Einsatz auf Rennrädern geeignet. Dafür hat sie breite Reflektorstreifen, die im nächtlichen Straßenverkehr für Sichtbarkeit sorgen sollen, indem sie auch schwaches Licht stark reflektieren. So wird man bei Nacht nicht so leicht übersehen.

Die BTWIN City 540 hat ein wattiertes Innenfutter, gummierte Bündchen an den Armabschlüssen und einen hohen Kragen. Komplett geschlossen, wärmt sie gut, Fahrtwind hat kaum Chancen, einzudringen. Wird es zu warm, kann man links und rechts unterhalb der Achseln Reißverschlüsse auf einer Länge von rund 20 Zentimetern öffnen.

Diese Reißverschlüsse, ein großer vorn und zwei über den seitlichen Taschen, sind nicht abgedichtet, aber jeweils von einem Stück Umschlagstoff geschützt. Über dem Hauptreißverschluss ist dieser Stoff so breit gehalten, dass er auch noch den Reißverschluss der Brusttasche abdeckt. In die wiederum passen auch große Smartphones gut hinein. Bei einer Fahrt durch Regen blieb mein Smartphone darin trocken, ich übrigens auch.

Allerdings wird der Stoff nach einer Stunde Regenfahrt langsam feucht, aber nur außen. Bei Temperaturen um die sieben Grad wurde es nach einer halben Stunde sehr warm in der Jacke. Die Lüftung unter den Armen hilft etwas, aber für sportliche Fahrten bei herbstlichen Temperaturen ist sie zu warm.

Die Kapuze ist nicht gefüttert. Sie hat einen nicht einstellbaren Gummizug und hinten eine kleine Lasche zum enger Ziehen. Sie sitzt ausreichend stramm, sodass sie bei Gegenwind nicht nach hinten umklappt. Allerdings zieht mir der Gummizug trotz der Einstelllasche den kleinen Schirm so über die Augen, dass mein Sichtfeld eingeschränkt wird. Ich muss den Schirm nach oben klappen, und dann wirkt er nicht mehr. Die Kapuze passt nur unter meinen Helm, nicht darüber. Wer die Kapuze nicht benötigt, kann sie im Kragen verschwinden lassen.

Die Jacke wiegt mit 870 Gramm recht viel, ist aber, anders als viele Konkurrenzmodelle, auch gefüttert.

Das gefällt: Die City 540 ist angenehm zu tragen und schützt gegen Kälte und Fahrwind. Sie ist weitgehend regenfest.

Das weniger: Die Kapuze verdeckt leicht das Sichtfeld.

Gripgrab EXPLR Waterproof Lightweight

Die EXPLR Waterproof Lightweight ist tatsächlich beides: wasserfest und leicht. Auf meiner einstündigen Pendlerstrecke bin ich darin zumindest nicht nass geworden. Es kommt nach einiger Zeit etwas Feuchtigkeit in das Material, die aber nicht stört. Leicht und gut packbar ist die Jacke auch: Mit 268 Gramm ist sie fast so leicht die weiter unten beschriebene GV500 von Endura.

Der Preis für das geringe Gewicht: Die EXPLR hat nur eine von außen zugängliche Tasche an der Brust. Seiten- oder Innentaschen fehlen. Immerhin kann ich in der Brusttasche mein Smartphone (auch große Geräte passen) trocken aufbewahren. Der Reißverschluss der Tasche ist, ebenso wie der Hauptreißverschluss, abgedichtet. Ich kann die Jacke am Abschluss hinten am Rücken mit einem Gummizug enger ziehen, ebenso die Kapuze. Letztere passt bei mir nur unter den Helm, nicht darüber. Fahre ich ohne Helm, so bleibt die Kapuze trotz Fahrtwind fest am Kopf.

An den Armabschlüssen gibt es Gummizüge, sodass die Ärmel bei mir gut mit meinen Handschuhen abschließen und mit oder ohne Handschuhe kein Fahrtwind an die Arme kommt. Auch bei schneller Fahrt komme ich in der Jacke nicht so schnell ins Schwitzen.

Das gefällt: Die EXPLR ist leicht, sportlich, atmungsaktiv und dennoch fast komplett wasserdicht.

Das weniger: Es gibt nur eine Tasche.

Für wen sich die Gripgrab EXPLR Waterproof Lightweight eignet: Für sportliche Fahrer und Fahrerinnen.

Gonso Save Essential

Mit einem eher locker sitzenden Schnitt richtet sich die Save Essential weniger an Rennradfahrer als an Pendler und Radreisende, die auf dem Rad Bewegungsfreiheit schätzen. Der Schnitt ist unauffällig, die Farben modisch. So kann man die Jacke nicht nur auf dem Rad tragen, sondern auch mal in der Mittagspause oder abends auf dem Weg zur Verabredung.

Trotz des lockeren Schnitts flattert der Stoff nicht im Fahrtwind. Das Material ist ausreichend steif, aber gleichzeitig bequem. Das liegt auch an dem netzartigen Innenmaterial, das leicht wärmt, aber auch Schweiß aufnimmt. Atmungsaktiv ist die Außenjacke aber nicht. Das macht sich bemerkbar: Auf meinem Arbeitsweg gerate ich bei Außentemperaturen um zwölf Grad ins Schwitzen.

Der Hauptreißverschluss ist nicht gedichtet, sondern mit einem Überschlag versehen, der unten und oben mit Druckknöpfen, in den mittleren Bereichen mit Klettstreifen, geschlossen wird.

Die Kapuze passt nicht über einen Helm, man kann den Helm aber gut über den dünnen Stoff ziehen. Fährt man ohne Helm, wird die Kapuze mit Gummi-Spannbändern so weit geschlossen, dass der Fahrtwind sie nicht nach hinten pusten kann. Der kleine Schirm hat zumindest für mich die richtige Größe: Er hält bei nicht allzu schneller Fahrt die Tropfen davon ab, direkt in die Augen zu geraten, verdeckt aber kaum die Sicht.

Innen gibt es eine Smartphonetasche. Sie verhindert mit einem kleinen Gummizug, dass die teure Fracht beim Ausziehen der Jacke herausfällt. Vorteil gegenüber einem Reißverschluss: Man kann das Smartphone mit einer Hand herausfischen, wenn der Hauptreißverschluss halb geöffnet ist. Der Nachteil: Große Smartphones wie ein iPhone Pro Max oder Pixel Pro passen kaum hinein.

Im Regen hielt mich die Jacke etwa eine halbe Stunde lang trocken. Anschließend wurde ich nicht direkt nass, aber die Feuchtigkeit drang bei Dauerregen langsam durch.

Gonso bietet die Jacke für Männer in neun Größen und fünf Farben an, die taillierte Version für Frauen gibt es sogar in zehn Größen, aber nur in vier Farben.

Das gefällt: Das Save Jacket Essential ist sportlich, kann dennoch im Alltag als Funktionsjacke getragen werden.

Das weniger: Das Material ist wind- und für kurze Strecken ausreichend wasserdicht. Dafür kommt man darin bei höheren Temperaturen beziehungsweise schneller Fahrt ins Schwitzen.

Elkline 1Dry2 Manteloverall

Der 1Dry2 Manteloverall ist genau das: Mantel und Overall in einem Kleidungsstück. Ersonnen hat das Konzept die Hamburger Gestalterin Bianca Gabriel. Die leidenschaftliche Radfahrerin wollte ein Kleidungsstück, das auch bei kräftigem Regen den gesamten Körper schützt, gleichzeitig aber bequem ist und nicht nach Funktionskleidung aussieht.

Wir würden die Funktion als Mantel als Basisfunktion sehen, den Einsatz als Overall für Situationen, in denen es auf kompletten Regenschutz ankommt. Als Mantel lässt sich der 1Dry2 einfach anziehen wie jeder andere Mantel auch. Der hochwertige, absolut regendichte Stoff ist weicher, aber auch schwerer, als bei anderen Regenjacken.

Er wird ergänzt durch gedichtete Reißverschlüsse auch an den Taschen, einen Überwurf für den zentralen Reißverschluss, der sich von oben und unten öffnen lässt sowie durch Spanner in der Taille und an der Kapuze, um den Mantel besser anpassen zu können.

Die Kapuze passt sowohl über als auch unter einen Fahrradhelm. Der recht lange Mantel kann im unteren Bereich über einen Reißverschluss enger und weiter geöffnet werden - hier muss man bei leichtem Regen einen Mittelweg finden zwischen der Abdeckung der Oberschenkel und der Beinfreiheit, die man zum Radeln braucht.

Regnet es stärker, so baut man den Mantel zum Overall um. Man muss zwar absteigen, aber nicht die Schuhe ausziehen: Die doppelten Aufschläge des Mantels lassen sich links und rechts zu Beinen verwandeln. Sie sind mit einem Druckknopf und einem Klettverschluss befestigt. Löst man beides, schließt man die Overall-Konstruktion an den Beinen mit Reißverschlüssen und im Schritt mit Druckknöpfen. Zwar ist farbig markiert, an welcher Stelle die Beine wieder an den Aufschlägen befestigt werden - aber intuitiv verständlich ist das nicht. Nach ein paar Proben ist es aber einfach und dauert nur ein paar Sekunden: Je links und rechts die richtige Stelle für die Druckknöpfe finden und das Klettband zusammenziehen. Elkline liefert eine etwas knappe Anleitung in Papierform mit, auf YouTube findet sich zudem ein Erklärvideo.

Den 1Dry2 Manteloverall gibt es nur in einer Farbe (dunkelblau) und nur in einer Größe, »M«. Dem männlichen Tester, 1,80 Meter groß, passte er so gerade noch. Die weibliche Testerin, 1,64 Meter Körpergröße, empfand den 1Dry2 als Overall etwas zu groß. Zu eng sollte er allerdings auch nicht sitzen - immerhin will man sich ja uneingeschränkt bewegen auf dem Rad. Wir würden schätzen, dass Personen zwischen 168 und 182 Zentimetern Körpergröße (je nach Beinlänge) den Manteloverall gut tragen können. Ob und wann Elkline auch andere Größen fertigen will, steht nicht fest.

Das gefällt: Die Idee geht auf. Die Verarbeitung ist durchdacht bis in die Details und sehr hochwertig.

Das weniger: Der 1Dry2 ist schwer. Und teuer.

Endura GV 500 Waterproof Jacket

Die GV 500 ist ein leichtes Sommermodell für Abenteurer: Sie lässt sich klein zusammenfalten, wiegt nur 228 Gramm und passt so gut zu mehrtägigen Ausfahrten mit wenig Gepäck. Sie lässt sich in die eigene, auf links gedrehte Brusttasche stecken und nimmt dann nur noch wenig Raum ein. Die abgedichtete Brusttasche eignet sich zudem gut für ein Smartphone.

Das Material aus drei dünnen Lagen ist erstaunlich stabil. Verzichtet hat Endura jedoch auf weitere Taschen oder besondere Features: Lediglich die Kapuze lässt sich verstellen. Im Test im Hamburger Dauerregen bewährt sich das atmungsaktive und dennoch komplett wasserdichte Material. Alle Nähte sind versiegelt, der Reißverschluss vorn hat eine Sturmlasche und bleibt ebenfalls dicht.

Die Kapuze kann nur verstellt, aber nicht vorn noch mehr verschlossen werden. Dafür passt das dünne Material sehr gut unter einen Helm. Die Kapuze ist aber auch groß genug, um über einen Rennradhelm gezogen zu werden.

Endura bietet die Jacke in den Farben Schwarz, Olivgrün und »Paprika« an. Letzteres leuchtet hellrot. Das Modell gibt es ausschließlich in einem Schnitt für Männer und in sieben Größen.

Das gefällt: Die GV500 ist leicht, wasserdicht und atmungsaktiv. Und sie ist sehr gut verarbeitet.

Das weniger: Die Kapuze könnte besser einstellbar sein. Und das Modell hat nur eine Tasche.

Für wen sich die Endura GV 500 eignet: für sportliche Radreisende und Gravelabenteurer.

AGU Oversized Rain Shirt

»Was soll denn das sein?«, fragt die Testerin entgeistert, als sie das »Oversized Rain Shirt« überzieht. Tatsächlich hat AGU das Design eines Herrenhemdes in eine Art Regenmantel für Frauen übertragen. Im Testverlauf zeigt sich, dass das Konzept aufgeht: Der Regenmantel lässt sich einerseits gut über bürotaugliche Kleidung ziehen und fällt mit seinem Design andererseits im quirligen Hamburger Stadtteil Ottensen kaum auf.

Die zahlreichen Knöpfe sind zwar alle nur Designelemente, verdecken aber Druckknöpfe: Mit ihnen lassen sich die Schutzlasche auf dem vorderen Zwei-Wege-Reißverschluss schließen, die Armabschlüsse in zwei Stufen verstellen und die beiden Brusttaschen öffnen. Dazu kommen zwei verdeckte Seitentaschen mit Reißverschluss und eine schließbare Innentasche - viel Raum für die Mitnahme von Smartphone, Schlüssel oder Portemonnaie. Zwei Schlitze an den Seiten und der auch von unten zu öffnende Reißverschluss lassen Raum für die Beine, gleichzeitig ist der Beckenbereich vor Regen geschützt.

Das schwere Material (700 Gramm wiegt der Mantel in Größe S) ist mit seinen gedichteten Nähten wasserdicht und gleichzeitig atmungsaktiv. Man muss den Mantel nicht gleich ausziehen, wenn sich kurz die Sonne blicken lässt oder ein Anstieg schweißtreibend Kraft erfordert. Allerdings: Einmal ausgezogen lässt sich der Mantel nicht so klein zusammenfalten wie andere Produkte im Test: Es braucht schon eine ausgewachsene Gepäckträgertasche oder einen Fahrradkorb, um das Rain Shirt zu transportieren. AGU bietet den Regenmantel nur in zwei Beigetönen (hell und dunkel) an.

Das gefällt: Das Oversized Rain Shirt ist eine ungewöhnliche Designidee und trotzdem ein sehr praktischer Regenschutz. Das Smartphone sitzt sicher und trocken.

Das weniger: Das »Shirt« ist ein recht schwerer Mantel und lässt sich nicht mal eben für schauerartige Regennotfälle mitnehmen.

Weitere wichtige Aspekte beim Kauf

Wenn es regnet ist es meist etwas dunkler draußen, nicht weil es abends ist, sondern vielmehr weil die Wolken den Himmel ergrauen lassen. Wasser steht auf den Straßen, die Sicht für Autofahrer und Radfahrer wird schlechter und ist eingeschränkt. Wer sich jetzt optisch mit einer auffälligen Fahrradjacke abhebt, der wird besser gesehen. Reflektoren an der Jacke unterstützen den Effekt.

Wer sich eine Regenjacke als Überziehjacke kaufen möchte, der sollte diese in einer Nummer größer wählen. Zieht man z.B. im Winter noch eine Winterjacke an, nimmt diese recht viel Platz ein. Die Fahrrad Regenjacke muss hier noch drüber passen.

POC Resistance Pro Enduro

Einige Jacken in diesem Test haben eher einen Multisport-Schnitt, der sich auch für anderes eignet, doch die POC Resistance Pro Enduro ist ohne jeden Zweifel eine Bike-Jacke. Die längeren Ärmel und das verlängerte Rückenteil decken alles perfekt ab, wenn ihr euch in die Kurven legt; das puristische Design bietet alles, was ihr braucht, ohne Flattern und zu viel Stoff.

Das dreilagige Material hat mit 5.000 mm einen niedrigen Wassersäulenwert, dafür aber eine sehr beeindruckende DWR-Beschichtung, an der der Regen hervorragend abperlt - auch noch nach diversen Waschgängen. Für alle, die gern sehr direkte Lines wählen: Die Ärmel sind mit Vectran beschichtet, das nach unserer Erfahrung unzerstörbar ist.

Das Fehlen einer Kapuze und die niedrige Wasserdichtigkeit platzieren die Resistance Pro eher in der „Schnell-und-schmutzig“-Sparte: Man würde darin lieber nicht einen Tag auf dem Berg festsitzen wollen, doch für intensives Fahren, wie wir es im Winter lieben, ist sie nahezu perfekt.

Die POC Resistance Pro ist eine Jacke mit herausragender Performance, geschaffen mit einem eindeutigen Zweck. Aber sie hat auch einen entsprechenden Preis. Die POC Resistance Pro Enduro ist die Performance-orientierteste Jacke in diesem Test, und das geht einher mit einem extrem hohen Preis.

Checkliste für den Kauf einer Fahrrad-Regenjacke

  • Das Material aus dem die Jacke ist, sollte bereits wasserundurchlässig sein, z.B. Polyester. Lässt sich bei Aufspritzenden Verschmutzungen leicht abwischen.
  • Die Nähte der Fahrradjacke sollten geklebt oder geschweißt sein
  • Die Regenjacke sollte auffällig in der Farbgebung sein
  • Die Belastung nach mm Wassersäule ist im Idealfall größer als 3000-4000 mm.
  • Taschen und Reißverschlüsse sollten ebenfalls wasserdicht verschlossen werden können.
  • Pass die Kapuze evtl. über den Fahrradhelm

Empfehlungen für Fahrrad Regenjacken 2025

Hier ist eine Tabelle mit einigen empfohlenen Fahrrad-Regenjacken im Jahr 2025, basierend auf verschiedenen Kriterien:

Produkt Beschreibung Preis
Highlander Herren Tempest Regenjacke Material: Polyester mit AB-TEX Beschichtung, Wasserdicht und atmungsaktive AB-TEX 64,90 €
CMP - Kinderjacke mit Regenkapuze Jacke, die Schutz vor Regen bietet, Wind- und wasserdicht WP 3.000 21,90 € - 29,95 €
VAUDE Herren Men's Cyclist Jacket Ii Zuverlässige Regenjacke für Citybiker, Regenjacke für Herren: mit der modischen N/A
Marmot Herren Minimalist GORE-TEX 3-in-1 Hardshell-Jacke mit GORE-TEX, Nachhaltig produzierte Outdoorjacke durch 291,73 €
Vaude Damen Women's Rosemoor Jacket Allround Damen Regenjacke zum Wandern und, Vielseitige Damen Regenjacke: Die Rosemoor 100,88 €
Höhenhorn Rigi Herren Regenjacke Regenjacke in höchster Qualität, Ideale Passform und super leicht 37,99 €
Puma Herren Training Rain 100 % leichtes and äußerst, Wasserabweisend - hält sich trocken 39,95 €
CMP - Damenjacke mit Regenkapuze Jacke, die Schutz vor Regen bietet, Wind- und wasserdicht WP 3.000 69,96 €
Regatta Packaway II, Jacke, Flame Gr. Gewicht: 400 g, Material: 100 % PU-beschichtetes Polyamid 22,62 €
Regenanzug ( Jacke und Hose), absolut 100% Polyester (190T) mit, Vollkommen wasserdicht (versiegelte Nähte) 22,71 €
NerveShop Dünne Leichte -Amazon- Dünne, Leichte, Atmungsaktive Regenjacke, Mit wasserschützender PU-Beschichtung und 29,99 €
adidas Herren Core 18 Regenjacke Feste Kapuze, Mesh-Futter 69,99 €
West Biking Fahrradjacke für Herren Über Größe】Bitte wählen Sie eine, Sicherheit steht an erster 29,99 €

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