Herren Fahrrad Tiefer Einstieg Test: Komfort und Sicherheit im Fokus

Es ist nicht allzu lange her, dass Tiefeinsteiger-Rahmen, vor allem in E-Bikes, schwammig, indirekt und irgendwie träge waren. Heute aber sind die Bikes ohne Oberrohr vielfach ebenso steif und sicher wie ihre Diamantrahmen-Geschwister. Warum also bei jedem Auf- und Absteigen umständlich das Bein über den Sattel schwingen, wenn der breite, offene Durchstieg im Tiefeinsteiger doch so viel bequemer ist?

Dass sich der Komfortrahmen dabei sehr vielfältig gibt, zeigt unser Vergleich von elf aktuellen E-Bikes mit so genanntem Wave-Rahmen. Vom Light-E-Bike mit unter 17 Kilogramm Gewicht bis hin zum Offroad-fähigen vollgefederten Tourenrad ist alles dabei.

Die Vorteile von Tiefeinsteiger-Fahrrädern

Tiefeinsteiger-E-Bikes machen den Einstieg in den E-Bike-Alltag so bequem wie nie. Sie bieten eine Vielzahl von Vorteilen und sind gerade für unsichere oder auch ältere Fahrer:innen eine willkommene Alternative im Straßenverkehr.

  • Sicher auf- und absteigen: Extra weiter und tiefer Einstieg.
  • Immer mit beiden Füßen auf dem Boden: ohne abzusteigen.
  • Mehr Kraft durch Vorwärtstreten.
  • Anhalten ohne abzusteigen.

Die niedrige Einstiegshöhe macht das E-Biken für Menschen jeden Alters und mit eingeschränkter körperlicher Verfassung zugänglich. Das Ein- und Aussteigen bei Tiefeinsteiger E-Bikes ist viel einfacher und erfordert weniger Anstrengung als bei herkömmlichen Fahrrädern.

Ausstattung und Besonderheiten

Was auffällt: Viele Hersteller setzen bei den komfortorientierten Tiefeinsteigern auf Räder mit den Mountainbike-Maßen 27,5 Zoll, also etwas kleiner als die bei City- und Tourenrädern üblichen 28 Zoll. Sind dann zusätzlich großvolumige Pneus aufgezogen - im Test sind Reifen bis 65 Millimeter Breite -, kommt zusätzlicher Fahrkomfort ans Rad. Diese dicken Reifen bieten oft mehr Federungspotenzial trotz Starrgabel als eine günstige Stahlfedergabel. Zudem fällt hier die Wartung deutlich leichter. Beides zeigt sich anschaulich am Mi-Tech und am Cube.

Federgabeln? Unsere Testräder sind allesamt gut für den Einsatz als Packesel gerüstet. Wenigstens 20 Kilogramm (Centurion Country Fullsuspension) schultern die Testräder, fünf haben sogar eine Kindersitzzulassung mit einer Gepäckträger-Tragfähigkeit von bis zu 27 Kilo.

Beim Gewicht scheiden sich die Geister. Extrem leicht und damit mit sehr fahrradtypischem, einfachem Handling rollt das Cube Hybrid auf den Laufsteg. Am anderen Ende der Fahnenstange findet sich das Kalkhoff Image, das eine sehr satte Straßenlage bietet. Das üppige Mehrgewicht - es wiegt fast doppelt so viel wie das Cube - gleicht es durch den bärenstarken Bosch-CX-Motor und einige zusätzliche Sicherheitskomponenten wie ABS-Bremsen aus.

Der ähnlichen Gewichtsklasse angehörige Zugvogel von Electrolyte wird als einziges Testrad mit einem in der Hecknabe sitzenden Motor (Alber Neodrives Z20) angetrieben.

Flügel sind Pflicht. Denn einfache, runde Griffe lassen die Hände schnell ermüden und reizen den Karpaltunnel, eine Nervenbahn in der Mittelhand. Beim Sattel ist das nicht ganz so einfach. Denn ein breiter, weicher Sattel ist auf Kurzstrecken sehr bequem, auf denen ein sehr straffer Sitz womöglich stört. Auf längerer Tour hingegen sind straffere, weniger breite Sättel angenehmer.

Ein starrer Vorbau schließlich ist nur sinnvoll, wenn die fixierten Parts ideal auf den Fahrer angepasst sind. Ein variabler Vorbau vereinfacht die präzise Einstellung des Lenkers. Höhe und Neigungswinkel lassen sich an jedem Testrad easy anpassen. Mi-Tech verbaut sogar einen Speedlifter.

Mit klassischer Fahrradkette fahren nur noch die vier Testräder mit Kettenschaltung. Bei den anderen, die ab Werk mit einer Nabenschaltung ausgestattet sind, überträgt ein Carbon-Riemen die (Mittel-)Motor- und Muskelkraft auf das Hinterrad. Das ist sehr sinnvoll, denn wenn schon die Schaltung nahezu wartungsfrei ist, sollte der Antriebsstrang mitziehen.

Tiefeinsteiger E-Bikes im Test: Fünf Modelle im Vergleich

Fünf Tiefeinsteiger-E-Bikes, fünf Charaktere: vom SUV auf zwei Rädern bis zum Schnäppchen für den Stadt-Dschungel. Wir haben Akkus leergefahren, Schaltungen malträtiert und Bremsen zum Glühen gebracht - alles im Dienst der Wahrheit. Denn auch wenn jedes dieser E-Bikes verspricht, "das Beste für dich" zu sein: Am Ende entscheidet der Alltag.

Hier eine Übersicht von fünf getesteten Modellen:

Modell Motor & Akku Gewicht Zielgruppe Besonderheiten Kritikpunkte Fazit
Velo de Ville SEB 990 Pro Bosch Performance Line CX Smart, 750 Wh 30,6 kg Komfort- und Tourenfahrer mit Anspruch Extrem konfigurierbar, hochwertige Ausstattung, sehr kraftvoller Motor, starkes Lichtsystem Teuer in Vollausstattung, hohes Gewicht Ein E-SUV mit klarer Komfortausrichtung und Premium-Komponenten - ideal für Vielfahrer mit Budget.
Winora Yakun X12 Bosch Performance Line CX, 750 Wh ca. 30 kg Pendler und Tourenfahrer Reichweitenstark, sehr gute Lichtanlage, cleanes Tiefeinsteiger-Design Kabelsalat am Lenker, schwer Viel Ausstattung und Reichweite fürs Geld - mit kleinen optischen Schwächen.
Gudereit EC 5.8 Evo Bosch Performance Line, 625 Wh ca. 28,5 kg Stadt- und Alltagsfahrer Riemenantrieb, Nexus-5-Gang-Schaltung, SR Suntour Federgabel Keine sportliche Ausrichtung, etwas schwer Solider Tiefeinsteiger zum fairen Preis - besonders wartungsarm und citytauglich.
Riese & Müller Nevo4 GT Vario Bosch Performance Line CX, wahlweise 625 oder 750 Wh ca. 30 kg Premium-Alltagsfahrer & Tourenradler Enviolo-Automatik, Riemenantrieb, sehr komfortable Geometrie, top Verarbeitung hoher Preis, schwer High-End-E-Bike für Alltag und Tour - individuell konfigurierbar, aber nicht günstig.
SMAFO Luca Bafang-Nabenmotor, 522 Wh ca. 27 kg Preisbewusste Stadtfahrer Günstiger Preis, solide Grundausstattung Sparsam ausgestattet, weniger komfortabel Günstiger E-Bike-Einstieg für den Stadtgebrauch - ideal für Gelegenheitsfahrer.

Van Raam: Herrenfahrrad mit niedrigem Einstieg

Bei vanRaam ist ein Herrenfahrrad mit niedrigem Einstieg erhältlich. Dies ist das Balance Zweirad. Dieses Fahrrad hat einen niedrigen Einstieg und eine andere Sitzposition. Sie sitzen nicht direkt über dem Tretlager, sondern etwas dahinter. Dadurch können Sie immer mit beiden Füßen flach auf dem Boden stehen, ohne vom Sattel aufstehen zu müssen.

Neben dem niedrigen Einstieg bietet das Herrenfahrrad mit niedrigem Einstieg von vanRaam eine ergonomische Sitzhaltung: Rücken, Schultern, Nacken und Handgelenke werden weniger belastet.

Die Vorteile des Herrenfahrrads mit niedrigem Einstieg von vanRaam:

  • Sicher auf- und absteigen
  • Extra weiter und tiefer Einstieg
  • Immer mit beiden Füßen auf dem Boden ohne abzusteigen
  • Mehr Kraft durch Vorwärtstreten
  • Anhalten ohne abzusteigen

Das Balance Herrenrad mit niedrigem Einstieg ist speziell für Personen gedacht, die zwar noch auf einem Zweirad fahren können, sich aber mehr Sicherheit beim Auf- und Absteigen und beim Anhalten wünschen. Dieses Herrenfahrrad verfügt nicht über ein abgesenktes Oberrohr, sondern über einen besonders tiefen Einstieg dank des einzigartigen Rahmens. Dadurch müssen Sie beim Auf- und Absteigen das Bein kaum anheben. Durch die einzigartige Sitzposition können Sie beim Anhalten oder Warten an der Ampel immer den Boden erreichen.

E-Bike Tiefeinsteiger Rad für Herren

Wenn Sie mehr Unterstützung beim Radfahren wünschen, ist ein E-Bike Tiefeinsteiger Herren die ideale Wahl. vanRaam hat ein eigenes Tretunterstützungssystem (Silent System) entwickelt. Das Silent System ist benutzerfreundlich und ermöglicht eine individuelle Einstellung der Stütze.

Vorteile des Silent Systems bei einem Herren E-Bike Tiefeinsteiger:

  • Einfache Bedienung
  • Unterstützung kann individuell programmiert werden
  • Sehr leistungsstarker und nahezu geräuschloser Motor
  • Hochwertige und sichere Akkus
  • Kostenlose Nutzung der vanRaam e-bike app

Herren- vs. Damenfahrrad mit niedrigem Einstieg

Die Fahrräder mit niedrigem Einstieg von vanRaam sind nicht speziell für Männer oder Frauen konzipiert. Betrachtet man die Optik und die Fahreigenschaften, so gibt es keinen Unterschied zwischen einem Herren- und einem Damen-Tiefeinsteigermodell. VanRaam betrachtet die Länge des Radfahrers und verwendet diese Information, um die Rahmenhöhe zu bestimmen. Mit einer Farbe Ihrer Wahl und verschiedenen Optionen und Zubehörteilen (wie z. B. einem speziellen Sattel, Spiegel oder Kilometerzähler) kann das Fahrrad an Ihre Bedürfnisse und Wünsche angepasst werden, so dass Sie Ihr eigenes Herrenrad mit niedrigem Einstieg erstellen können.

Tiefeinsteiger-Fahrrad Test & Vergleich: Weitere Modelle im Überblick

Hier eine Übersicht weiterer Tiefeinsteiger-Fahrräder im Vergleich:

Modell Fahrradtyp Material Reifengröße Gänge Bremsentyp Besonderheiten
Sprick Tiefeinsteiger Fahrrad Tourenrad Aluminium 28 Zoll 7 Rücktrittbremse Viele Gänge, sehr leicht, mit Gepäckträger
Hawk City Wave Deluxe Plus Citybike Aluminium 28 Zoll 7 Felgenbremse Gabelfederung, mit Gepäckträger und Korb, integrierter Kettenschutz
Telefunken E-Citybike RC657 Citybike Aluminium 28 Zoll 7 V-Brake | Rücktrittbremse Gabelfederung, Lenkerdisplay, mit Gepäckträger
Goetze Vintage Retro City Bike Citybike Aluminium 28 Zoll 3 Rücktrittbremse Mit Korb und Gepäckträger, geringes Gewicht, Komfortsattel
Qekud 26M208 Trekkingbike Aluminium 26 Zoll 7 Scheibenbremse Gabelfederung, gutes Bremssystem, App kompatibel, mit Gepäckträger und Seitenreflektoren
Via Veneto By Canellini Citybike Citybike Aluminium 28 Zoll 6 Felgenbremse Inkl. Korb und Tasche, geringes Eigengewicht, sechs Gänge
Bergsteiger Marseille Tourenrad Stahl 28 Zoll 6 Felgenbremse Stabiles Material, inkl. Korb, sechs Gänge
Bergsteiger Florenz Citybike Stahl 28 Zoll 7 V-Brake Viele Gänge, stabiles Material, mit Korb und Gepäckträger

ADAC Test: Günstige E-Bikes unter der Lupe

Der ADAC hat zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h getestet. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.

Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle.

Mit einer Akku-Reichweite von 73 Kilometern im Test ist mit dem Deruiz auch ein entspannter Tagesausflug möglich. Das Fischer E-Bike Cita 2.2i überzeugt vor allem durch sein gutes Antriebssystem.

Defizite gab es bei den Antriebsarten, der Reichweite und der Ladedauer. Zudem wurden verbotene Schadstoffe gefunden.

Worauf Sie beim Kauf eines Tiefeinsteiger-Fahrrads achten sollten

  • Die Akku-Reichweite sollte bei wenigstens 50 Kilometern liegen.
  • Das Laden des Akkus sollte nicht länger als etwa dreieinhalb Stunden dauern.
  • Zulässiges Gesamtgewicht immer prüfen.
  • Die Beleuchtung muss der StVZO entsprechen und darf nicht blenden.
  • Die Rahmenhöhe des Pedelecs und die optimale Einstellung auf die Körpergröße sind entscheidend für ein komfortables Fahrgefühl.

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