Die ersten Alpen-Überquerer haben sich noch mit groben Wanderstiefeln über den Hauptkamm geschunden. Mit deren stabilen Sohlen konnte man nicht nur kräftig in die Pedale treten, ihr Profil war auch griffig genug, um die zahlreichen Schiebepassagen auf den elend steilen Pässen zu bezwingen. Außerdem boten sie den Füßen Schutz vor Steinkontakt und Wetterkapriolen. Alles Eigenschaften, die einen guten Touren-MTB-Schuh auch heute noch auszeichnen. Die Optik hat sich über die Jahre aber extrem verändert. Heute gleichen viele Fahrradschuhe eher Skate-Sneakern als Bergstiefeln, was per se nicht schlecht sein muss.
Die wichtigsten Eigenschaften von Touren-Fahrradschuhen
Die Optik von Touren-Fahrradschuhen geht immer mehr von Wander-Boots zu Sneakern. Die Kernkompetenzen bleiben aber gleich: gute Kraftübertragung, Schutz vor Felskontakt, Grip und Komfort auf Schiebepassagen. Die wichtigsten Eigenschaften im Detail.
1 - Schutz
Eine TPU-verstärkte Zehenkappe bieten die meisten Schuhe. Wer mehr Schutz möchte, sollte ein Modell mit innen hochgezogenem Knöchelbereich wählen. Strick- oder Neopren-Gamaschen verhindern, dass Schmutz in den Schuh gelangt und Reibung verursacht.

2 - Mesh-Einsätze oder Laser-Cuts
Mesh-Einsätze oder Laser-Cuts verbessern die Belüftung an heißen Tagen und verhindern, dass man im eigenen Saft steht. Wer mehr Schutz vor Schlamm und Spritzwasser sucht, sollte auf nahtloses und geschlossenes Obermaterial setzen.

3 - Schnürung von MTB-Schuhen
Erstaunlich viele Hersteller gehen wieder zurück zur klassischen Schnürung. Vorteil: So lässt sich der Bike-Schuh über den kompletten Spann perfekt an den Fuß anpassen. Das gelingt mit den praktischeren Drehverschlüssen nicht immer. Zudem sind Boa und Co schmutz- und defektanfällig und unterwegs kaum zu reparieren. Dafür lassen sie sich auch während der Fahrt feinjustieren. Hochwertige Schnürsenkel sind ein Muss, an den Testschuhen fransen sie teils schon bei Kontakt mit den Klettverschlüssen aus. Tipp: Fädelt man die Schnürsenkel von außen nach innen, verbessert das den Halt erheblich.

4 - Laufsohle
Je steifer die Sohle, desto besser kommt die Kraft aufs Pedal. Umso schlechter rollt der MTB-Schuh in der Regel aber auch ab. Beim Schieben schlüpft dann schon mal die Ferse halb aus dem Schuh. Ein aufgebogener oder weicherer Zehenbereich verhindert Schlupf. Richtig grobes Profil, das auch auf felsigem Grund Halt gibt, bieten nur noch wenige Modelle. Für Alpen-Touren sollte man aber unbedingt ein Modell mit griffigem Gummi und ausreichend Profil wählen.

5 - Montagebereich
Laut Ergonomieexperten sollten die Cleats etwa unter den Zehen-Grundgelenken montiert sein. Je weiter vorne, desto besser ist die Kraftübertragung aufs Pedal. Wer eher bergab unterwegs ist, platziert die Cleats weiter hinten für einen stabileren Stand. Das entlastet auch die Muskulatur in der Abfahrt. Ein möglichst langer und abgeflachter Cleat-Kanal erleichtert den Einstieg ins Pedal und verbessert die Selbstreinigung bei schlammigen Bedingungen.

6 - Die Einlegesohle
Die Einlegesohle ist maßgeblich für den Tragekomfort verantwortlich. Hier sparen viele Hersteller. Gute Sohlen gibt es bei Fox, Scott oder Specialized. Wer mehr Komfort und Effizienz will, greift zu Spezialsohlen wie Currex, Solestar oder SQlab.

Klickpedale vs. Flatpedale bei MTB-Schuhen
Die Wahl zwischen Klickpedalen und Flatpedalen ist eine grundlegende Entscheidung für Mountainbiker, die ihren Fahrstil und ihre Vorlieben widerspiegelt.
- Stefan Frey, BIKE-Testredakteur: Ganz klar Klickies. Sie haben meist die steifere Sohle und bringen die Kraft besser aufs Pedal, das spart auf langen Touren Körner. Außerdem muss ich nicht ständig nach der optimalen Position auf dem Pedal suchen und kann mich voll auf den Trail konzentrieren. Aktuelle Modelle sind längst keine steifen “Stöckelschuhe” mehr. Griffige Sohlen, angenehme Laufeigenschaften und lässige Optik - Fahrradschuhe mit Klicksystem sind für mich die optimalen Allrounder für lange Touren.
- Stefan Herrmann, Fahrtechnikprofi: Wer es nicht eilig hat, sollte auf Flat-Schuhe setzen. Sie fördern einen aktiven Fahrstil, weil man für die Verbindung mit dem Bike eine Bogenspannung zwischen Fuß, Beinen, Rumpf und Armen erzeugen muss. So agiert man mehr, als sich mit einem defensiven Fahrstil auf die mechanische Verbindung zu verlassen. An kritischen Stellen kann ich zudem schnell den Fuß absetzen, dadurch bin ich mental offensiver. Schiebepassagen lassen sich ohne Cleats an der Sohle auch besser meistern.
Unsere getesteten 12 Mountainbike-Schuhe im Überblick
Crankbrothers Mallet E Boa
Mit dem Mallet liefern die US-Amerikaner einen top Allrounder. Per Klett und Boa-Drehrad ist der Fahrradschuh schnell angepasst und sitzt dank guter Polsterung bequem und ohne Druckstellen. Die steife Sohle und das zugfeste Material bringen die Kraft gut aufs Pedal. Weil der Mallet vorne etwas aufgebogen ist, läuft er sich auch angenehm, sein Profil erzeugt zudem viel Grip. Die Zehenbox bietet viel Schutz vor Felskontakt und Spritzwasser, an heißen Tagen wird der Schuh aber etwas schwitzig. Guter Einstieg dank angeschrägtem Cleat-Kanal.

- Preis: 200 Euro
- Gewicht (Größe 44): 910 g
- Größen: 37-48; halbe Größen 39,5-46,5
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Carbon-Nylon-Mix / Crankbrothers MC1
- Ausstattung: Boa L6; Klettverschluss; Zehenschutz; Silikon-Gripper an Ferse; inkl. Cleats
- Passform: Durchgehend mittelbreiter Schnitt, etwas flacher Spann
- Bewertung: Sehr gut - 51 Punkte
Five Ten Trailcross CL
Der Five Ten Trailcross sticht nicht nur optisch aus dem Testfeld heraus. Er ist besonders leicht und gut belüftet. Das macht ihn zum angenehmen Begleiter an heißen Tagen. Gummi und Profil erzeugen viel Grip auf Schiebepassagen. Der Sitz im MTB-Schuh dagegen ist nicht allzu gut. In Verbindung mit dem leichten Material und der wenig steifen Sohle verpufft viel Kraft. Die Schnürung kann zudem durch die labbrige Zunge drücken. Nicht optimal. Somit ist der Trailcross eher ein Modell für gemäßigte Trail-Einsätze und entspannte Touren.

- Preis: 160 Euro
- Gewicht (Größe 44): 841 g
- Größen: 38 2/3 - 50 2/3; in 2/3-Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / Stealth Rubber
- Ausstattung: Schnürung; Klett; Zehenschutz
- Passform: Recht breite, eher voluminöse Zehenbox, ansonsten normal geschnitten
- Bewertung: Sehr gut - 48 Punkte
Fizik Gravita Tensor
Super Schutz, gute Kraftübertragung und sicherer Stand auf dem Pedal - der Fizik Gravita Bike-Schuh kommt dem Enduro-Ideal schon recht nahe. Die asymmetrische Neopren-Gamasche geht nahtlos in die Zunge über und schmiegt sich druckfrei um die Knöchel. Robustes , wasserabweisendes Ripstop-Material und die seitlich versetzte Schnürung bringen Zug auf den Fuß und lassen sich fein anpassen. Der abgeflachte Cleat-Kanal erleichtert den Einstieg. Top beim Kurbeln. Andere Schuhe laufen sich aber besser.

- Preis: 179 Euro
- Gewicht (Größe 44): 926 g
- Größen: 36 -48; 37,5-46,5 halbe Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / Vibram XS Evo
- Ausstattung: Schnürung; Klett; Anziehschlaufe; Zehen- und Knöchelschutz; Cleat-Shims
- Passform: Durchgehend mittelbreiter Schnitt, etwas schmaler im Zehenbereich
- Bewertung: Sehr gut - 50 Punkte
Fox Union
Der neue Union von Fox sitzt angenehm unauffällig und trägt sich fast schon wie ein Sneaker. Bei enger Schnürung faltet sich das wenig flexible Obermaterial leicht auf. Die Schnürsenkel fransen schnell aus. Dank des großen Cleat-Kanals findet man leicht ins Pedal, der Fuß rückt dabei aber sehr nah an die Kurbel und kann sie streifen. Die Sohle dieses Mountainbike-Schuhs gehört zu den wenig steifen, daher eignet sich der Fox eher für Pedale mit großem Käfig. Gummi und Profil bieten nur mäßigen Grip beim Laufen. Für den Preis etwas mager ausgestattet.

- Preis: 170 Euro
- Gewicht (Größe 44): 920 g
- Größen: 37-47; 41,5-45,5 halbe Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / no name
- Ausstattung: Schnürung; Klett; anpassbare Einlegesohle; Zehenschutz
- Passform: Fällt normal aus, weder besonders schmal noch breit geschnitten
- Bewertung: Gut - 45 Punkte
Ion Rascal Select Boa
Schnell rein und raus sowie Anpassung während der Fahrt, das sind die großen Vorteile der Boa-Verschlüsse. Beim Ion Rascal lässt sich aber nur schwer ausreichend Zug damit aufbringen. Zusammen mit dem beweglichen Obermaterial steht man mit viel Flex auf dem Pedal, nicht optimal für Racer, aber gut für lange, entspannte Trail-Tage. Zudem ist dieser Fahrradschuh gut belüftet und an Zehen und Fersen solide geschützt. Die Sohle läuft sich angenehm, das Heck ist gegen Fersenschlupf aufgeraut. Das Profil bietet aber nur mäßig Grip.

- Preis: 220 Euro
- Gewicht (Größe 44): 991 g
- Größen: 37-47, keine halben Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: TPU / SUPtraction
- Ausstattung: Boa-Verschluss; Anziehhilfe; Gripper-Ferse; Zehen- und Knöchelschutz
- Passform: Mittelbreit mit etwas breiterer Ferse und flachem Spann
- Bewertung: Gut - 41 Punkte
Leatt 4.0 Clip
Umfangreich gepolstert, Zehen und Knöchel gut geschützt - der Leatt zielt eher auf Enduro-Biker. Schnürung und Klett fixieren den Fuß sicher im MTB-Schuh, die steife Sohle bringt ordentlich Kraft aufs Pedal. Beim Einstieg knautscht die Fersenpolsterung, die Schnürung läuft extrem schwergängig, zudem ist ständig der quer laufende Klett im Weg - nicht optimal. Großer Cleat-Kanal mit weitem Verstellbereich und guter Selbstreinigung. Der Cleat-Kanal liegt extrem tief, was den Einstieg ins Pedal erschwert.

- Preis: 119 Euro
- Gewicht (Größe 44): 1034 g
- Größen: 38,5 - 48,5, teils halbe Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / no name
- Ausstattung: Schnürung; Klett; Zehen-und Knöchelschutz
- Passform: Durchgehend mittelbreit geschnitten mit etwas flacherem Spann
- Bewertung: Gut - 41 Punkte
Ride Concepts Tallac Clip
Sportlich geschnittener Trail-Schuh mit straffem Sitz. Die Schnürung passt das robuste Cordura-Gewebe gut an den Fuß an. In Verbindung mit der steifen Sohle bringt man viel Kraft aufs Pedal - gut für lange Anstiege. Trotzdem trägt sich der Fahrradschuh komfortabel. Auch im Gelände punktet der Tallac mit massig Grip und Traktion. Durchdacht ausgestattet und sauber verarbeitet, aber insgesamt recht schwer. Den Tallac gibt es auch als Damenversion (Flume Clip) und alternativ mit dem praktischen Boa-Drehverschluss. Recht teuer.

- Preis: 189 Euro
- Gewicht (Größe 44): 1086 g
- Größen: 39,5 - 47, teils in halben Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon / Clip Grip
- Ausstattung: Schnürung; Klett; D3O-Einlegesohle; Zehenschutz; Cordura-Gewebe
- Passform: Breit geschnittene Zehenbox, jedoch mit flachem Spann
- Bewertung: Sehr gut - 50 Punkte
Scott MTB Shr-alp Boa Evo
Wenn der schlanke Schnitt passt, bekommt man mit dem Scott einen top Trail-Schuh, der viel Komfort und Schutz bietet und trotzdem ordentlich belüftet ist. Der einzelne Boa-Verschluss fixiert den Fuß erstaunlich sicher im Bike-Schuh, so steht man stabil und fest verbunden auf dem Pedal. Auch die Kraftübertragung stimmt. Dank breitem Cleat-Kanal findet man leicht in die Bindung. Der Shr-alp rollt beim Gehen angenehm ab, das grobstollige Profil funktioniert auf vielen Untergründen und bietet ausreichend Halt und Traktion.

- Preis: 170 Euro
- Gewicht (Größe 44): 886 g
- Größen: 40-48, keine halben Größen
- Sohlenmaterial / Gummimischung: Nylon-Glasfaser / Scott Sticky Rubber
- Ausstattung: Boa-Verschluss; Zehen- und Fersenschutz; Ergo-Sohle
- Passform: Schlank geschnittener Schuh mit flachem Spann und schmaler Zehenbox
- Bewertung: Sehr gut - 52 Punkte
Flatpedal-Schuhe im Test
Im folgenden Abschnitt haben wir uns zunächst den Schuhen für Plattformpedale gewidmet. Der Vaude AM Moab Tech bietet das beste Paket in unserem Test, wodurch er verdient unser Testsieger geworden ist. Die ausgeklügelte Sohle bietet top Grip auf dem Flatpedal, aber auch beim Gehen im Gelände.
Vaude AM Moab Tech
Der Vaude AM Moab Tech hat es bei unserem Test zum Testsieger geschafft. Das synthetische Obermaterial besitzt im Zehenbereich sowie an den Seiten große Mesh-Einsätze, wodurch der Schuh eine spürbar gute Belüftung besitzt. So ist der Schuh auch an heißen Tagen gut zu tragen, bei Regen oder Kälte wird es aber dadurch schnell nass und kalt im Schuh. Der Moab Tech ist somit ein MTB-Schuh für die warme Jahreszeit.
- Ein erstes Highlight des Schuhs ist das Boa-L6-Verschlusssystem.
- Die Zwischensohle des Schuhs ist bis zum Mittelfußbereich sehr stabil, was eine optimale Kraftübertragung auf das Flatpedal gewährleistet.
- Das zweite Highlight des Vaude AM Moab Tech ist die Außensohle.
Im Groben besteht die Sohle aus zwei Bereichen. Im Fersen- sowie im Zehenbereich ist die Sohle stärker profiliert, was bei steileren An- und Abstiegen sowie bei Schiebepassagen für ordentlich Grip und somit Vortrieb im Gelände sorgt. Dazu trägt auch die »SUPtraction Flat« genannte Gummimischung bei, die weder zu weich, noch zur hart ist. Im Mittelfußbereich ist die Sohle kaum profiliert. Dadurch und dank der Gummimischung setzten sich die Pins der Plattformpedale richtig in der Sohle fest. Somit ist der Grip auf den Pedalen stets gewährleistet.
Vaude AM Moab Mid STX
Der Vaude AM Moab Mid STX bietet einen hervorragenden Grip auf der Pedale. Der Vaude AM Moab Mid STX ist unsere Empfehlung, wenn Sie auf der Suche nach einem Schuh für das ganze Jahr und für jede Wetterlage sind. Dank der Sympatex-Membran ist der Schuh wasser- und winddicht und der hohe Schnitt bietet zusätzlichen Schutz vor dem Wetter.
- Das Obermaterial des Schuhs besteht aus einem geölten und hydrophoben Nubuk-Leder aus zertifizierter Herstellung.
- Zusätzlich kommt bei dem Moab Mid STX eine zu 100 Prozent recycelte Sympatex-Membran zum Einsatz, wodurch der Schuh wasser- und winddicht ist.
- Der Schuh ist ein klassischer Schnürer mit einem zusätzlichen Klettverschluss, der für zusätzlichen Halt im Schuh sorgt.
Der Vaude AM Moab Mid STX bietet alles, was man sich von einem Schuh für schlechteres Wetter wünscht. Er hält den Fuß bei Nässe sowohl auf dem Pedal als auch beim Laufen während kleineren Bike-and-Hike-Touren stets warm und trocken, an heißen Tagen wird es aber schnell mal warm im Schuh. Die Sohle ist eine Wucht und bietet stets Grip, egal unter welchen Umständen.
Shimano ET5
Der Shimano ET5 ist ein klassischer MTB-Schuh für Mountainbike-Touren, der gerade beim Pedalieren eine gute Figur macht, mit dem aber dennoch ein paar Meter zu Fuß zurückgelegt werden können. Der ET5 ist ein klassischer Schnürer, besitzt aber ein etwas ausgeklügelteres Schnürsystem, wodurch sich der Schuh gut an- und ausziehen lässt.
- Das synthetische Obermaterial besitzt im Zehenbereich und an den Seiten kleine Mesh-Einsätze, wodurch der Schuh gut belüftet ist und sich gerade an heißen Tagen sehr komfortabel trägt.
- Die Außensohle ist grob in zwei Bereiche eingeteilt.
- Die Zwischensohle ist sehr steif, was beim Pedalieren sehr hilfreich ist, um die Kraft optimal auf das Pedal zu übertragen.
Letztlich ist der Shimano ET5 ein guter Allrounder und für ausgedehnte Allmountain-Touren im Sommer geeignet. Er sitzt sehr bequem am Fuß und die steife Zwischensohle überträgt die Kraft optimal auf das Flatpedal. Kurze Gehpassagen oder schnelle Bike-and-Hike-Touren mit geringerem Geh-Anteil nach dem Feierabend sind ebenfalls möglich.
Specialized 2FO Roost Flat Syn
Der Specialized 2FO Roost Flat Syn ist ein klassischer Flatpedal-Schuh im Sneaker-Design und überrascht mit erstaunlich viel Grip auf dem Pedal. Das synthetische Obermaterial erinnert ein bisschen an Leder und macht einen robusten Eindruck. An den Seiten verfügt der Schuh über zahlreiche kleine Belüftungslöcher, sowie einige wenige direkt unterhalb der Schnürung.
- Die klassische Schnürung ist sehr gut.
- Im Knöchelbereich verfügt der 2FO Roost Flat Syn über eine verstärkte Polsterung, was dem Fuß im Schuh Stabilität verleiht und die Knöchel auf dem Bike schützt.
- Die Zwischensohle ist eher steif, bietet aber noch etwas Komfort, sollte während einer ausgedehnten Enduro-Tour doch mal das Bike geschultert oder geschoben werden.
Tatsächlich ist der Specialized 2FO Roost Flat Syn bis dato der Schuh mit dem besten Grip im Test. Am Ende bekommt man mit dem Specialized 2FO Roost Flat Syn einen klassischen Flatpedal-Mountainbike-Schuh, der den bis hierhin besten Grip auf dem Pedal aufbaut. Somit ist der Mountainbike-Schuh ein idealer Begleiter auf Enduro-Touren oder auf schnellen und anspruchsvollen Trails mit dem Big-Bike im Bikepark.
MTB-Schuhe - vielseitige Performancewunder für deine Füße
Wer sich mit dem Mountainbike ins Off-Road-Abenteuer stürzt, verlangt seinem Schuhwerk eine Menge ab. Mountainbike-Schuhe müssen besonders strapazierfähig und leicht zu reinigen sein, guten Grip, Bewegungsfreiheit und einen sicheren Verschluss bieten, in Sachen Kraftübertragung glänzen, beim Gehen nicht negativ auffallen und obendrein noch gut aussehen. Das Angebot an Mountainbike Schuhen reicht von Tourenschuhen über Race-, All-Mountain- oder Freeride-Schuhe bis hin zu gefütterten MTB-Winterschuhen.
- Tourenschuhe müssen bei oft unvermeidlichen Schiebepassagen Bequemlichkeit und Trittsicherheit mitbringen.
- Demgegenüber ist ein Race-Schuh mit einer vergleichsweise steifen Sohle ausgestattet und leichter.
- Im belastungsintensiven Freeride-Einsatz sollte der Knöchel genügend Halt finden.
- MTB-Winterschuhe sind gefütterte Fahrradschuhe und sorgen für wohltemperierte Füße, auch wenn es draußen kalt wird.
Mountainbike Schuhe mit dem „Klick“: Was sind die Vorteile von Klickpedalsystemen?
Mountainbike Schuhe sind in aller Regel dafür konzipiert, mit Klickpedalsystemen gefahren zu werden. Der „Klick“ ist kein Muss, bringt aber Vorteile. Die Schuhe rasten, vergleichbar mit einer Skibindung, in das kompatible Pedalsystem ein. Der Fuß kann so nicht mehr abrutschen. Das sorgt zum einen für eine möglichst verlustfreie Übertragung der Beinkraft auf das Pedal. Zum anderen werden dadurch Unfälle vermieden und so die Verletzungsgefahr erheblich verringert.
Die Qual der Wahl: So finden Sie den idealen MTB-Schuh
Den idealen Schuh für alle gibt es nicht, denn jeder Fuß ist anders. Am Ende hilft nur Ausprobieren, damit die Größe passt und später keine Probleme wie Druckstellen entstehen. Einige Hersteller bieten halbe oder zweidrittel Größen. Das größte Angebot bieten Fizik, RC oder Specialized mit über 20 Größen.
Tabelle: Größen und Passform ausgewählter Hersteller
| Hersteller | Besonderheiten |
|---|---|
| Bontrager, FiveTen, Fizik, Ion, O’Neal, Specialized, Vaude | Kleine Füße (ab Größe 36) |
| Ride Concepts | Kleine Füße (ab Größe 35) |
| Pearl Izumi, Ride Concepts | Große Füße (bis Größe 49) |
| Shimano | Große Füße (bis Größe 50) |
| FiveTen, Jack Wolfskin, Ride Concepts und Unparallel | Spezielle Damenmodelle |
Verschlusssysteme im Vergleich
Zur Fixierung finden sich im Test verschiedene Verschlusssysteme:
- Am weitesten verbreitet ist die klassische Schnürung.
- Eine Ratsche findet sich nur bei Giant.
- Die modernste Art stellen Drehverschlüsse dar.
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