Herren Scott Fahrrad Test: Ein umfassender Überblick

Scott ist seit Jahren eine Marke, die sehr hochwertige Mountainbikes baut. Mit der Aspect Serie ermöglicht Scott preissensiblen Anfängern den Einstieg in den Bikesport. Aber auch im E-Bike-Bereich hat sich Scott etabliert und bietet eine breite Palette an Modellen für unterschiedliche Ansprüche.

Scott Scale Serie: Cross-Country Bikes mit Renn-Gen

Die Scale Serie mit Alu-Rahmen, wozu das Scale 980 gehört, spricht Mountainbiker wie dich und mich an. Aber alle elf Modelle der 900er Scale Serie weisen eine Rahmen-Geometrie auf, die das Renn-Gen der RC-Serie in sich trägt und optimale Fahreigenschaften für viele Fahrer und viele Streckenprofile bietet. Optisch ist das Scott Scale 980 eher ein unauffälliges 29er-Cross-Country-Mountainbike. Das Scott Scale 980 ist bei Scott in der unteren Mittelklasse angesiedelt und aus meiner Sicht ein klassisches Cross-Country-Bike mit breitem Einsatzgebiet.

Ausstattung des Scott Scale 980

Auf den ersten Blick verwundert mich, dass vor mir ein Mountainbike für unter 1.000 € steht, denn rein optisch sieht das Scott Scale 980 mit seinem hochwertigen Rahmen und dem 1-fach-Antrieb nach einer reinrassigen Cross-Country-Rennmaschine für einen deutlich höheren Preis aus. Die verbauten Shimano MT200-Bremsen sind weniger spektakulär, aber dafür bewährt. Auch die Schnellspanner statt der, mittlerweile weit verbreiteten Steckachsen, machen mich zunächst stutzig. Aus meiner Sicht hervorzuheben sind die breiten Laufräder, die mit den Reifen Maxxis Rekon Race in 2,4 Zoll daherkommen. Auf dem Trail bieten sie mehr Dämpfung, Kontrolle und somit mehr Fahrspaß.

Etwas weniger hochwertig ist die am Scale 980 verbaute Federgabel. Nun ist die Suntour X1 32 RL mit ihrem 100 Millimeter Federweg keineswegs schlecht. Es handelt sich aber um eine Stahlfedergabel und nicht um eine Luftfedergabel. Über einen am Lenker montierten Remote-Lockout kann ich die Federgabel ganz einfach starr stellen. Für mich ein wichtiges Kriterium, das ich bei längeren Bergauf-Fahrten gern in Anspruch nehme - ganz einfach um Energie zu sparen. Zudem bietet die Gabel einen verstellbaren Rebound - ein Feature, das für „echtes“ Trailfahren unerlässlich ist.

Auf meiner Testfahrt bewege ich mich hauptsächlich im hügeligen Waldgelände. Nicht verwunderlich, dass die Shimano Deore Schaltung auch unter Last an steilen Passagen superflüssig funktioniert und die riesige 10-51er Kassette stets den passenden Gang bereithält. Auch das Shimano Bremspaket funktioniert einwandfrei und ich fühle mich auf dem Bike sehr wohl. Das mit 14 Kilogramm vergleichsweise hohe Gesamtgewicht merke ich auf dem Trail etwas.

Fahrgefühl und Einsatzbereich

Ich mag die sportliche Sitzposition auf dem Scale 980. Sportlich bedeutet in Bezug auf die Rahmengeometrie, dass man verhältnismäßig gestreckt sitzt. Ich mag das, weil ich in dieser Sitzposition das Gefühl habe, das Bike besser beschleunigen zu können und mich effizienter fühle. Bei meiner Fahrt spüre ich, dass das Scale 980 vorwärts will. Es ist darauf ausgelegt, sich flott zu bewegen. Das wird mir auf den festen Untergründen zum Wald und auf meinem Weg zurück zur Filiale bewusst. Sicher spielt hierbei auch die Bereifung eine Rolle. Mit dem Scott Scale 980 hast du ein MTB, das sowohl entspannte Ausfahrten liebt, aber auch schnelles Trailfahren nicht scheut.

Scott Aspect Serie: Einsteigerfreundliche Hardtails

Mit der Aspect Serie ermöglicht Scott preissensiblen Anfängern den Einstieg in den Bikesport. Ein geringes Gesamtgewicht bedeutet mehr Fahrspaß im Gelände. Wenn die Herstellerangabe von 13,95 kg stimmt, zählt das ASPECT 930 zu den leichteren Einsteiger-Bikes, die man für unter unter 1000 Euro bekommt. Ein gewisser Spaßfaktor ist damit garantiert.

Du hast keine Ahnung, ob du ein laufruhiges oder verspieltes Handling bevorzugst? Dann machst du mit dem Scott Hardtail nichts falsch. Sein Fahrverhalten ist nämlich angenehm ausgeglichen. Wer keine besonderen Vorlieben bei der Sitzposition hat, macht mit dem Einsteiger-Bike ASPECT 930 nichts falsch. Denn im Sattel nimmt man eine ausgewogene Haltung ein. Die Shimano-Bremse verzögert exzellent. Bei der Konkurrenz muss man für die gleiche Bremskraft tiefer in die Tasche greifen.

Scott E-Bikes: Vielfalt für jeden Anspruch

Mit seinem Einstieg 2011 gehörte Scott zu den Marktführern, die nach einem ersten Abwarten sich später intensiv den E-Bikes zuwandten. Mittlerweile reicht das Angebot des Herstellers von den E-Mountainbikes, über urbane E-Bikes und Trekking E-Bikes bis hin zu E-Rennrädern. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich Scott vor allem mit Blick auf das Mountainbiking eine Stellung als technischer Innovator erarbeitet. Folgerichtig ist das Portfolio an E-Mountainbikes das größte innerhalb der Räder mit elektrischer Unterstützung.

Technologien und Innovationen bei Scott E-Bikes

Trotz der großen Vielfalt gibt es ein paar Details, die sich durch alle Spielarten des E-MTB durchziehen. Dazu gehört beispielsweise der Flip-Chip. Wie bei anderen Herstellern auch ermöglicht dieses Bauteil eine grundlegende Veränderung der Geometrie der Bikes. Modelle mit diesem Feature könnt ihr mit verschieden großen Laufrädern fahren. Das Geheiminis dieser Systems ist ein in der obersten Dämpferbefestigung genutzter Chip. Dessen ovale Form sorgt dafür, dass sich die Abstände zum Lenker, dem Tretlager, dem Untergrund sowie Lenk- und Sitzwinkel ändern. Nach dem Lösen einer einzigen Schraube habt ihr in weniger als fünf Minuten das Setup auf die alternative Laufradgröße eingestellt.

Eine weitere Innovation ist der limitierte Gabelanschlag. Er verhindert, dass die Gabel sich in einem Winkel von mehr als 60 nach links oder rechts dreht. Viele Bikerinnen und Biker nutzen ihr E-MTB längst öfter als nur tagsüber im Gelände. Deshalb hat Scott vorsorglich Kabel für die Beleuchtung im Rahmen verlegt.

Die E-Mountainbike Modelle von Scott

Scott bietet eine breite Palette an E-Mountainbikes für unterschiedliche Ansprüche und Einsatzbereiche. Hier eine Übersicht über einige der Modelle:

  • Ransom eRide: Das neue Flaggschiff der Fully-E-MTBs, das Spaß und Sicherheit bei Sprüngen und in technisch anspruchsvoller Umgebung bietet.
  • Genius eRide: Der Oldie im Lineup der E-MTB von Scott, der in der dritten Generation erscheint und mit einem Carbonrahmen weniger als 23 Kilogramm auf die Waage bringt.
  • Strike eRide: Ein Stück weit zurückgenommen, kombiniert es eine entspanntere Geometrie mit einer leicht aufrechteren Position beim Fahren und bietet mit 140 Millimetern Federweg vorn und hinten üppige Federung.
  • Aspect eRide: Ein Hardtail-E-MTB, das sich für leichte und mittlere Trails ebenso gut eignet wie für Touren auf befestigten Straßen und Wegen und gleichzeitig einige Alltags-Gene besitzt.

Scott Contessa Serie: E-Bikes speziell für Frauen

Ähnlich wie Giant mit seiner Marke Liv hat auch Scott Bikes gezielt für Frauen im Sortiment. Hinter Contessa verbirgt sich natürlich mehr als nur eine andere Farbauswahl. Kürzere Vorbauten und schmalere Lenker sollen beispielsweise das Handling verbessern. An E-Bikes mit nur einem Kettenblatt ist dessen Zähnezahl leicht reduziert. Zudem fallen die Kurbeln kürzer aus. Deren Form, Polsterung und Krümmung lehnt sich speziell an die weibliche Anatomie an. Nach eigener Aussage hat der Hersteller sogar in Zusammenarbeit mit Fox an der Feinabstimmung der Dämpfer für die vollgefederten Contessa-Modelle gearbeitet.

Scott Axis eRide: Die Schnittstelle zwischen den Fahrradtypen

An die Schnittstelle zwischen die klassischen Fahrradtypen wie E-Mountainbike, Trekking-E-Bike und E-Citybike hat Scott das Axis eRide gesetzt. Mit dem Scott Axis eRide Evo Speed und dem Scott Axis eRide Evo gibt es zwei Varianten, die ein bisschen von allen Fahrradtypen in sich vereinen. Vollgefedert, mit 140 Millimetern vorn und 130 Millimetern hinten ernstzunehmende Federung, Twinloc, gleichzeitig serienmäßig mit Beleuchtung, Schutzblechen, Gepäckträger und Seitenständer ausgestattet - ein bunter Mix, der als SUV-E-Bike dabei ist, sich zu etablieren.

Scott Sub eRide: Urbane E-Bikes für den Alltag

Was zur Saison 2013 mit dem E-Sportster begann, hat sich seitdem auch bei Scott zu einem großen Standbein innerhalb der E-Bikes entwickelt - das E-Citybike. Beim Schweizer Unternehmen mit den US-amerikanischen Wurzeln umfasst dies fast als Fahrräder, die ein „Sub“ im Namen tragen. Alle anderen Modelle sind mit dem ausgestattet, was ihr beim Pendeln zur Arbeit, auf dem Weg zum Einkaufen, der KiTa und ihr eurer Freizeit benötigt.

  • Sub Sport eRide: Der hier verbaute E-Antrieb von Bosch genügt höchsten Ansprüchen, was Leistungsfähigkeit, Reichweite und Zuverlässigkeit betrifft.
  • Sub Tour eRide: Die Motoren bieten etwas weniger an Drehmoment, bei der Reichweite des Akkus könnt ihr euch auch mit etwas weniger als 625 Wattstunden zufriedengeben und die Kassette kommt mit zehn beziehungsweise neun Ritzeln aus.
  • Sub Active eRide: Komponenten wie Motor, Akku und Schaltung können logischerweise nicht ganz mit den teureren Modellen mithalten. Ihrer Qualität tut dies keinen Abbruch.
  • Sub Cross eRide: Sein Metier sind eher die Vorstädte, das Umland. Mit ihm könnt ihr entspannt abseits der Straße unterwegs sein.

Scott Silence eRide: Leise S-Pedelecs für den Alltag

Auf besonders leisen Sohlen kommt ein weiteres S-Pedelec von Scott daher. Das Silence eRide Evo Speed ist das einzige E-Bike im gesamten Sortiment des Herstellers mit Nabenschaltung, Riemenantrieb und Starrgabel. Von den anderen Modellen dieser Reihe könntet ihr dagegen das eine oder andere Geräusch vernehmen. Dort verhalten sich Schaltwerk und Kette nicht ganz so still.

Scott Patron eRide: Das vollgefederte E-Mountainbike mit integriertem Dämpfer

Scott Sports präsentiert mit dem neuen Patron 2025 ein vollgefedertes E-Mountainbike, das vor Features nur so strotzt! Mit 170/150 mm Federweg und integriertem Bosch eBike ABS verleiht das neue Patron viel Sicherheit. Einige Komponenten sind unauffällig in das 10.999 € teure SCOTT Patron ST 900 Tuned integriert. Die neueste Entwicklung der Schweizer Bike-Schmiede ist das Patron 2025 - ein E-Mountainbike, das zeigt, wie moderne E-Bikes heutzutage aussehen können. Im Vergleich zu seinem Vorgänger kommt es im komplett neuen Look, zwei Federwegsklassen und dem brandneuen Bosch Performance Line CX Motor der 5. Generation. Alles am Bike ist stromlinienförmig und schlicht gestaltet: Dämpfer, Motor und Akku sind komplett in den Rahmen integriert und der Dämpfer ist ins Sitzrohr gewandert, was das E-MTB wie aus einem Guss wirken lässt. Ein weiteres Highlight - im wahrsten Sinne des Wortes - ist das am kleinen Fender verbaute Rücklicht, das für mehr Sichtbarkeit sorgt. Sicherheit scheint hier ein wichtiges Feature. So setzen gleich zwei Modelle - wie auch unser Testbike - mit dem Bosch eBike ABS Pro auf ein neues Sicherheitssystem für die Trails.

Integration und Design

Beim 2025er-Modell haben die Entwickler das Integrations-konzept noch weiter perfektioniert: Der brandneue Bosch Performance Line Generation 5-Motor ist jetzt vollständig im Carbonrahmen integriert und der Dämpfer ist senkrecht in die Sitzstrebe gewandert. Ein besonderes Erkennungsmerkmal der ST-Modelle mit mehr Federweg ist der sichtbare Piggyback des Dämpfers, das aus dem Plastikcover am Sitzrohr hervorblitzt. Optisch wirkt das Bike mit all seinen integrierten Komponenten zwar etwas gedrungen, gleichzeitig aber auch sportlich und performant - wie ein durchtrainierter Schwergewichtskämpfer mit nur 1,65 m Körpergröße. Wie von SCOTT gewohnt, verlaufen die Züge und Leitungen am neuen SCOTT Patron voll integriert durch den Steuersatz und verschwinden nahtlos unter einer Kunststoffabdeckung, die auch den ganzen Vorbau umschließt. Das unterstreicht den cleanen Look des Bikes. Allerdings hat die Integration auch ihren Preis: Die Zugänglichkeit bei Wartungsarbeiten wird erschwert, zumal das Cockpit des Patron einiges an Ausstattung mitbringt.

Fahrwerk und Bremsen

Beim Fahrwerk des Top-Modells Patron ST 900 Tuned setzt SCOTT auf absolute Top-Komponenten. Die Federgabel, eine FOX 38 Factory GRIP X2 mit Kashima-Beschichtung, bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten: Durch High- und Low-Speed-Compression sowie -Rebound lässt sich die Gabel fein auf die individuellen Anforderungen von Fahrer und Trail abstimmen. Am Hinterbau arbeitet ein FOX FLOAT X NUDE Factory-Dämpfer mit Piggyback und ebenfalls Kashima-Beschichtung. Er wurde speziell für SCOTT entwickelt und bietet drei Modi (Climb, Ramp Control, Descend) und ein besonders großes Luftvolumen für optimale Performance. Bei der Wahl der Bremsen sind SCOTT gewissermaßen die Hände gebunden: Das Bosch eBike ABS Pro ist nur in Verbindung mit MAGURA- oder TRP-Hardware erhältlich, wobei sich SCOTT für die MAGURA MT7 Vierkolbenbremsen entschieden hat. Die arbeiten in Kombination mit dem Bosch eBike ABS Pro kraftvoll zusammen und sorgen auf dem Trail für maximale Kontrolle am Vorderrad, selbst auf rutschigem Untergrund. Vorne ist eine massive 220-mm MDR-P-Bremsscheibe verbaut, hinten eine 203-mm-Scheibe.

Motor und Akku

Das SCOTT Patron 2025 ist mit dem neuesten Bosch Performance Line CX-Motor der fünften Generation ausgestattet. Der Antrieb bietet 600 W Spitzenleistung und 85 Nm Drehmoment, die schon bei geringer Kadenz kräftig anschieben. Der - wie bereits beschrieben - leise Motor sitzt tief und unauffällig im Rahmen, wo er von einem robusten Plastikcover geschützt wird. Das seitliche Schlüsselloch, das den Akku vor Langfingern schützt, hinkt designtechnisch etwas hinterher und hätte eine zusätzliche kleine Abdeckung verdient. Dieser bringt 250 Wh Extra-Kapazität, dafür müsst ihr dann allerdings auf eine Trinkflasche im Rahmendreieck verzichten.

Modellvarianten des Scott Patron 2025

Das SCOTT Patron 2025 wird in insgesamt sechs Ausstattungsvarianten angeboten, die sich durch Federweg, Rahmenmaterial und Ausstattung unterscheiden. Die wichtigsten Unterschiede liegen in der Federwegsklasse - mit 170/150 mm bei den drei ST-Varianten und 150/150 mm bei den restlichen drei Modellen - sowie im Materialmix aus Carbon- und Aluminium-Rahmen bzw. -Hinterbauten. Nur das getestete Top-Modell mit dem Namenszusatz „Tuned“ und das Patron ST 900 RC setzen auf einen Vollcarbon-Rahmen - inklusive Hinterbau.

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Modelle:

  • Patron 920: Das Einsteigermodell mit Voll-Alu-Rahmen, RockShox Psylo-Federgabel, X-FUSION NUDE Dämpfer und einer Shimano DEORE-Schaltung.
  • Patron 910: Es setzt auf einen Carbon-Hauptrahmen und Hinterbau aus Aluminium, FOX 36 Rhythm-Federgabel und FOX FLOAT-Dämpfer.
  • Patron 900: Mit einem Carbon-Hauptrahmen, 150 mm Federweg vorne und hinten, durch ein FOX Fahrwerk verwaltet, bietet es breitere Einstellmöglichkeiten.
  • Patron ST 910: Setzt auf einen komplett aus Aluminium gefertigten Rahmen und ist daher deutlich günstiger als die restlichen ST-Modelle.
  • Patron ST 900 RC: Es kombiniert 170/150 mm Federweg mit einer Performance-orientierten Ausstattung. Der Vollcarbon Rahmen drückt das Gewicht im Vergleich zum ST 910 auf moderate 24,6 kg.

Fahrgefühl und Handling des Scott Patron 2025

Auf dem SCOTT Patron 2025 fühlt man sich ab der ersten Pedalumdrehung gut aufgehoben. Die zentrale Sitzposition bietet ein integriertes Fahrgefühl und vermittelt viel Kontrolle über das Bike. Bei vollem Sattelauszug sitzt man leicht nach vorne geneigt - ideal für eine aktive Fahrweise mit ausreichend Druck auf dem Vorderrad bei steilen Uphill-Sektionen. Hier schiebt der Bosch Performance Line CX der aktuellsten Generation kraftvoll und mit einem extended boost im E-MTB Modus. Der verlängerte Nachlauf hilft dabei besonders auf technischen Anstiegen. Außerdem neigt das Hinterrad nicht so schnell zum Durchdrehen, wenn man mal etwas zu kraftvoll in die Pedale tritt.

Startet man in den Trail, sorgt der tiefe und zentrale Schwerpunkt des Bikes für ein sattes souveräne Fahrgefühl. Trotz seiner Länge, die viel Sicherheit vermittelt, lässt sich das Patron intutitiv in Kurven legen und auch um enge Kehren navigieren. Auf schnellen, steilen Passagen und technischen Trails vermittelt das neue SCOTT Patron eine gute Laufruhe. Wird es einem doch zu schnell, oder man muss wegen eines Hindernisses unerwartet hart bremsen, greift das Bosch eBike ABS Pro unauffällig aber konsequent ein: Man spürt fast keinen Unterschied in der Verzögerung, gleichzeitig bleibt aber das Vorderrad stets lenkbar und man verliert kaum Traktion.

Scott Axis eRide 10: Komfortables E-Bike für den Alltag

Beim neuen Axis eRide 10 hat Scott großen Wert auf optisch ansprechende Integrationslösungen gelegt. Angefangen vom Cockpit mit teilintegriertem Display sowie unscheinbar unter dem Vorbau ins Steuerrohr verlaufender Züge über den kompakt in der Rahmenmitte verbauten CX-Motor hin zum in den Gepäckträger inte­grierten Rücklicht. Shimanos XT bietet hierzu die perfekte Schaltperformance und eine auf zwölf Gänge abgestufte Übersetzung für steilste Anstiege. Während auch die Vier-Kolben-Scheibenbremse mit erstklassiger Dosierbarkeit auf den hohen Sicherheitsstandard des Axis einzahlt, lassen vor allem zwei Komponenten die Komfortwerte nach oben schießen: eine absenkbare Sattelstütze für sofortiges Anpassen an die jeweilige Fahrsituation - insbesondere auch beim Auf- und Absteigen - sowie die hubstarke und präzise sämtliche Unebenheiten wegschluckende Suntour-Federgabel. Während der Bosch-Motor mit hoher Kraftentfaltung begeistert, garantiert die XT präzise Schaltvorgänge. Erwähnenswert ist auch die auch auf Abfahrten und Packtaschenvollbeladung gewahrte Rahmensteifigkeit. Von Flatterneigung keine Spur.

Scott: Eine Marke mit Tradition und Innovation

Scott Sports konzentriert sich auf das Sportsegment in der Fahrradbranche. Mountainbikes und Rennräder dominieren die Produktpalette, Trekking- und Cityräder werden für den sportiven Alltagsfahrer geführt. Der Name Scotts rekurriert auf den US-Amerikaner Ed Scott, der das Unternehmen im Jahr 1958 gründete. Obwohl die USA nicht als typische Fahrradnation gelten, sind Scott-Räder hierzulande sehr beliebt.

Meilensteine in der Scott-Geschichte

  • Das Genius, ein Fullsuspension Bike mit drei Dämfereinstellmöglichkeiten
  • Das nur 899 Gramm schwere Scale
  • Das G-Zero aus dem Jahr 1998 als das leichteste Moutainbike seiner Zeit
  • Die Unishock-Federgabel, mit der Scott das Zeitalter der vollgefederten Mountainbikes einläutete

Scott und die 27,5-Zoll-Bewegung

Scott folgt dem seit 2011 ausgerufenen Trend, die bislang üblichen 26-Zoll-Reifen als Einheitsgröße bei Mountainbikes immer mehr in Frage zu stellen - hin zu großen 29-Zoll-Laufrädern und zugunsten von mehr Laufruhe, Traktion und Fahrkomfort. Auch die aktuelle 27,5-Zoll-Bewegung (sprich 650B) wird bedient - eine Reifen-Zwischengröße, die inzwischen selbst der amerikanische MTB-Hersteller Specialized nicht mehr ignoriert, für den sie bislang wegen zu großer Ähnlichkeit zur 26-Zoll-Geometrie tabu war. Mit dem Spark, Genius und Genius LT führt Soctt inzwischen komplette Fully-(Full-Suspension)-Flotte im neuen Zwischenmaß.

Karbon-Technologien für geringes Gewicht

Seit jeher stellt Scott Jahr für Jahr neue Rekorde in Sachen Leichtbau auf - zum Beispiel mit dem Triathlonrad Plasma oder mit dem Hardtail-Mountainbike Scale. Eine Zugnunmer ist das Endorphin als erstes Mountainbike aus Karbon, das Scott bis heute sehr konsequent als Material für besonders leichte, verschleißfeste und dynamische Rahmen einsetzt. Speziell durch die Entwicklung neuer Karbon-Technologien und deren Verwendung bei Mountainbikes und Rennrädern konnte Scott sich eine Sonderstellung am Markt etablieren. Das aktuellste Beispiel für die Scott-Schlankheitskur hört auf den Namen IMP3-Carbon-Technologie, mit der Scott vor allem durch Weglassen von überflüssigem Material noch leichtere Rahmen baut.

Fazit

Scott bietet eine breite Palette an Fahrrädern für unterschiedliche Ansprüche und Einsatzbereiche. Von einsteigerfreundlichen Hardtails über sportliche Cross-Country Bikes bis hin zu vollgefederten E-Mountainbikes ist für jeden etwas dabei. Dabei setzt Scott auf innovative Technologien und hochwertige Komponenten, um ein optimales Fahrerlebnis zu gewährleisten.

Tabelle: Scott Patron eRide 920 - Technische Daten

Eigenschaft Wert
Preis 6299 Euro
Gewicht 26,8 Kilogramm
Reichhöhe 1719 Höhenmeter
Motor Bosch Performance CX Smart
Akku Powertube 750
Federweg vorne/hinten 160 / 160 mm

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