Radwege am Tegernsee: Eine umfassende Beschreibung

Der Tegernsee ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Einheimische und bietet eine Vielzahl an Radwegen für jeden Geschmack und jedes Fitnesslevel. Die Region bietet Rad- und Mountainbiketouren für jeden Anspruch und mit der Aussicht auf ein atemberaubendes Panorama.

Rund um den Tegernsee

Gut anderthalb Stunden dauert es, den Tegernsee mit dem Rad zu umrunden. Der Rundweg um den Tegernsee ist einer der schönsten Radwege am Tegernsee, wenn nicht sogar der schönste. Wer die Tour macht, entdeckt die bekanntesten Ortschaften um den See, viele Einkehrmöglichkeiten, architektonisch einzigartige Bauwerke, herrliche Aussichtspunkte und Villen in Seelage.

Der Seerundweg startet in der Ortschaft Tegernsee. Zu Beginn der Radtour ist es kurz nötig, auf die Straße auszuweichen. Sonst verläuft der 20 km lange und gut beschilderte Radweg fast durchgängig auf verkehrsberuhigten Straßen oder dedizierten Radwegen.

In Summe sind weniger als 100 Höhenmeter zu überwinden, der Radweg verläuft fast durchgängig getrennt von stark befahrenen Straßen und ist sehr gut beschildert. Man radelt über weite Strecken direkt am Ufer und entdeckt alle landschaftlichen Facetten des Tegernsees.

Wer die Fahrt unterbrechen möchte, der findet auf dem Weg zahlreiche bekannte Wirtshäuser, Cafés und Sehenswürdigkeiten. Außerdem liegen fast alle Badestellen am Tegernsee direkt am Radweg. Wem die Strecke zu kurz ist, verlängert sie am besten mit dem Söllbachtalradweg. Und wer gefallen an Seerundwegen gefunden hat, sollte den Chiemsee-Radweg östlich des Tegernsees in Betracht ziehen.

Als Startpunkt für eine Fahrradtour bietet sich Gmund an. Hier gibt es z.B. am Gut Kaltenbrunn einen schönen großen Parkplatz. Gmund ist aber auch sehr gut mit der Bahn erreichbar, von München aus braucht man nur eine knappe Stunde.

Streckenabschnitte und Besonderheiten

  • Rottach-Egern nach Bad Wiessee: In Rottach-Egern gilt es, auf die Beschilderung zu achten, um die Abzweigung nach Bad Wiessee in westlicher Richtung nicht zu verpassen. Man biegt in der Ortsmitte in die Seestraße ein und gelangt auf einer kaum befahrenen Zone-30-Straße direkt am Südufer des Sees bis nach Bad Wiessee. Auf diesem beschaulichen Abschnitt befinden sich viele sehenswerte Bootsanlegestellen, Cafés und kleine Parks.
  • Bad Wiessee nach Gmund: Die nächste Etappe zwischen Bad Wiessee und Gmund verläuft über mehrere Kilometer auf einem Radweg parallel zur B 318 und ist im Vergleich zum restlichen Rundweg um den Tegernsee landschaftlich nicht wirklich reizvoll. Außerdem sind die einzigen wirklich nennenswerten Höhenmeter zwischen Bad Wiessee und Gmund zu überwinden.
  • Gmund nach Tegernsee: Nun startet der letzte Abschnitt zum Strandbad in Seeglas und weiter zum Ausgangspunkt in der Ortschaft Tegernsee.

Valepp: Eine anspruchsvolle Tour

Die Valepp ist bei Rad-Fans so beliebt, weil es sich bei ihr um eine geteerte und zum Teil für den öffentlichen Verkehr gesperrte Mautstraße handelt. Außerdem wartet die Valepp mit ein paar interessanten Steigungen auf. Sie ist für alle, die das Radfahren lieben und die Tour von München aus fahren, mit um die 150 Kilometern und 1.400 Höhenmetern eine echte Herausforderung. Auch für die notwendige Kohlenhydrat-Zufuhr ist gesorgt: Denn gleich mehrere Almen und Hütten laden zu einer Pause ein.

Startpunkt ist der Bahnhof Tegernsee, den die Bayerische Oberlandbahn (BOB) von München aus etwa im Halbstundenrhythmus anfährt. In Tegernsee passieren Sie das berühmte Bräustüberl, werfen einen Blick auf den See, um dann südwärts an der Hauptstraße entlang Richtung Rottach-Egern zu radeln. Dort halten Sie sich auf der Valepper Straße links und kommen dadurch schnell weg vom Verkehr. Bis kurz nach Rottach-Egern verläuft die Strecke flach.

Streckenabschnitte der Valepp-Tour

  1. Rottach-Egern zur Moni Alm: Nach etwa acht Kilometern beginnt die Mautstraße und damit die erste Steigung. Gute 200 Höhenmeter müssen Sie nun überwinden, allerdings ist die Steigung meist nicht sonderlich steil, nur ganz kurz beträgt sie einmal 16 Prozent. Rechts von der Straße verläuft die Rottach, und falls Sie kurz nach dem Start in den Anstieg schon eine Pause einlegen wollen, können Sie das Rad stehen lassen und ein paar Schritte zu den Rottachwasserfällen gehen. Nach gut zehn Kilometern, kurz nach der Suttenbahn, erreichen Sie die Moni Alm. Hier bietet sich eine Einkehr an.
  2. Moni Alm zum Forsthaus Valepp: Nach der Pause wird der Verkehr immer weniger. Die Tour führt ein kleines Stück bergauf, der Passhöhe entgegen, und anschließend gute sieben Kilometer bergab, erst am Ankerbach entlang, dann gesellt sich von rechts die Weiße Valepp dazu und begleitet Ihren Weg bis zum Forsthaus Valepp, einer weiteren Einkehrmöglichkeit.
  3. Forsthaus Valepp zum Spitzingsattel: Nach dem Forsthaus Valepp kommt der zweite Anstieg, bei dem Sie auf acht Kilometern gute 300 Höhenmeter überwinden. Ab der Abzweigung zum Forsthaus ist die Straße für den Verkehr gesperrt. Gegen Ende des Anstiegs lassen Sie den Wald hinter sich und fahren auf offenes Almgelände, das den Blick auf den Stümpfling, die Brecherspitz und andere den Spitzingsee umrahmende Berge freigibt. Hier laden das Blecksteinhaus oder die Albert Link Hütte zu einer weiteren Pause ein, letztere ist für ihr Holzofenbrot bekannt.
  4. Spitzingsattel nach Schliersee: Anschließend fahren Sie weiter Richtung Spitzingsee, wo Sie eine weitere Pause einlegen können. Danach durchqueren Sie einen kurzen Tunnel und müssen noch 30 Höhenmeter überwinden, bis Sie die mit 1.129 Höhenmetern höchste Stelle der Tour, den Spitzingsattel erreichen. Von dort geht es mit Blick auf das Ziel, den Schliersee, nur noch bergab. Im Talboden angekommen, biegen Sie bei Kilometer 33 links ab und fahren durch Neuhaus Richtung Schliersee - wo Sie am Bahnhof die BOB zurück nach München nehmen können.

Die Route ist etwa 38 Kilometer lang und beinhaltet rund 700 Höhenmeter. Die Strecke ist komplett asphaltiert. Wenn Sie in Schliersee noch Kraft in den Beinen oder Strom im E-Bike-Akku haben, können Sie die Runde zurück nach Tegernsee vervollständigen. Dann kommen Sie insgesamt auf gut 50 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter.

Weitere Radtouren rund um den Tegernsee

Neben den beschriebenen Routen gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, die Region mit dem Fahrrad zu erkunden. Hier eine kleine Auswahl:

  • Entlang der Rottach: Von Rottach-Egern flussaufwärts auf dem Ludwig-Thoma-Weg.
  • Über die Kühzaglalm: Anspruchsvolle Auffahrt durch den Bergwald zur Kühzaglalm.
  • Entlang der Schlierach: Malerische Strecke von Schliersee nach Hausham.
  • Schwarztennalm: Vom Söllbachtal zur Schwarztennalm mit herrlichem Blick auf Roß- und Buchstein.
  • Entlang der Weißach: Von der Schwarztennalm nach Kreuth.

Barrierefreiheit

Einige Radwege rund um den Tegernsee sind auch für Menschen mit Behinderung geeignet. Falls eine Überquerung einer von Kfz befahrenen Straße notwendig ist, ist diese entsprechend gesichert, z.B. Es gibt eine Längsneigung von max.

Zusammenfassung

Der Tegernsee bietet eine Vielzahl von Radwegen für jeden Geschmack. Ob entspannte Uferwege oder anspruchsvolle Mountainbike-Touren, hier findet jeder die passende Strecke. Die Kombination aus wunderschöner Landschaft und guter Infrastruktur macht das Radfahren am Tegernsee zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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