Sie treiben regelmäßig und intensiv Sport, haben aber trotzdem Dellen an Po und Oberschenkeln? Wenn Sie viel Sport machen und Ihre Cellulite dennoch nicht loswerden, hat das womöglich einen ganz anderen Grund als mangelnde Bewegung. Erfahren Sie, warum Sport allein nicht gegen Cellulite hilft und welche Faktoren eine Rolle spielen.
Was ist Cellulite?
Cellulite entsteht, wenn Fett sich durch das Bindegewebe drückt. Bei Bindegewebsschwäche drücken sich Fettzellen leichter durch das Gewebe an die Oberfläche und bilden Dellen. Zudem ist die Haut von Frauen generell dünner als die von Männern, sodass die darunter liegenden Fettstrukturen deutlicher sichtbar sind.
Unfair: Männer sind nur äußerst selten betroffen. Grund dafür ist das festere Bindegewebe. Während bei einer Frau die Bindegewebsfasern parallel verlaufen, sind sie bei Männern netzartig miteinander verbunden. Fettansammlungen in der Unterhaut können sich in der Regel nicht durch dieses Netz hindurchzwängen.
Der richtige Sport gegen Cellulite
Sport ist nicht gleich Sport. Die tägliche Joggingrunde allein oder die Pilates-Session am Freitagabend sind natürlich ein erster Schritt. Sie helfen allerdings nur bedingt gegen Cellulite. Trainieren Sie also clever und „überlisten“ Sie die lästigen Dellen mit dem optimalen Sportmix aus Ausdauer und Kräftigung.
Sportmix gegen Cellulite für bessere Vorher-Nachher-Ergebnisse
Nur, wer Cellulite von zwei Seiten her bekämpft, kann Erfolge erzielen. Das bedeutet: Einerseits mit Ausdauertraining Fett abbauen und die Durchblutung steigern, andererseits mit gezieltem Krafttraining straffende Muskeln an den Problemzonen aufbauen.
- Gezieltes Krafttraining: Der Aufbau von Muskeln, vor allem an Oberschenkeln und Gesäß, ist ein zentraler Tipp im Kampf gegen Cellulite. Muskeln sorgen dafür, dass die Haut von unten her „aufgepolstert“ wird und die Orangenhaut weniger sichtbar ist. Body-Shaping-Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte, Glute Bridges, Beinpressen, Sumo Squats und Step-Ups stärken und definieren die Muskeln von Beinen, Po und Oberschenkeln. Viele dieser Übungen lassen sich mit Widerstandsbändern noch intensivieren.
- Cardio-Training: Sport wie Laufen, Radfahren oder Nordic-Walking mit Stockeinsatz eignen sich besonders gut. Aber auch Bergwandern, Seilspringen oder Laufsportarten wie Tennis, Squash und Handball sorgen für Abwechslung beim Ausdauertraining. Wetterunabhängig und unkompliziert trainieren lässt sich auf einem hochwertigen Hometrainer.
- Aqua-Fitness: Wer stark übergewichtig ist oder Probleme mit den Gelenken hat, kann auf diesen sanften Sport gegen Cellulite zurückgreifen.
Oder kommen auch bei mehreren Stunden Radfahren nicht gleich aus der Puste? Das ist eine prima Ausgangslage im Kampf gegen Orangenhaut. Doch wussten Sie, dass beim Ausdauersport „je länger, desto besser“ nicht der alleinige Erfolgsfaktor ist?
Studien haben gezeigt, dass intensives, kurzes Training (wie z. B. High-Intensity Interval Training, kurz HIIT) effektiver sein kann als moderates Kraft-Ausdauer-Training, wenn es darum geht, Cellulite zu bekämpfen. HIIT gilt als Geheimtipp fürs Abnehmen und kann das Körperfett schneller schmelzen lassen - und so indirekt auch Cellulite mindern. Dabei profitieren Anfänger ebenso von dieser Trainingsmethode, wie Profis. Wichtig ist allerdings, die Intensität des Trainings an das persönliche Fitnessniveau anzupassen.
Moderates Ausdauertraining vs. High-Intensity Interval Training (HIIT)
| Moderates Ausdauertraining | High-Intensity Interval Training (HIIT) |
|---|---|
| Fördert die Fettverbrennung über einen längeren Zeitraum | Verbrennt in kurzer Zeit viele Kalorien |
| Verbessert die Herz-Kreislauf-Gesundheit und die allgemeine Kondition | Nutzt Nachbrenneffekt (erhöhten Kalorienverbrauch nach dem Training) |
| Geringeres Verletzungsrisiko | Verbessert effizient Ausdauer- und Muskelkraft |
| Kann Blutdruck und Cholesterin senken | |
| HIIT-Sitzungen sind kurz und effizient |
Oft wird Cellulite mit Cellulitis gleichgesetzt. Das ist eine falsche Annahme. Bei Cellulite bildet die Haut lediglich kleine Dellen. Eine Cellulitis dagegen ist eine entzündliche Erkrankung unterschiedlicher Hautschichten. Bakterien wie Streptokokken verursachen rote, schmerzende Schwellungen. Während Cellulite zwar unschön, aber harmlos ist, muss Cellulitis ärztlich behandelt werden.
Anti-Cellulite-Ernährung
Sport ist bei weitem nicht das Einzige, das Sie gegen Cellulite tun können - und darum hilft Sport alleine auch nicht immer. Denn die Ernährung ist ein ebenso wichtiger Baustein im Kampf gegen die unliebsame Orangenhaut. Wer auf die richtigen Lebensmittel setzt und auf schlechte Zutaten verzichtet, strafft Haut und Bindegewebe zusätzlich von innen.
Überblick über die Do‘s and Don‘ts in der Ernährung
- ✅Vitamin-C-reiches Obst und Gemüse: Stärkt das Immunsystem und kurbelt den Fettstoffwechsel an. Greifen Sie besonders zu Zitrusfrüchten wie Orangen und Mandarinen, um die Haut straff und geschmeidig zu halten.
- ✅Ausreichend trinken: Mindestens 2 Liter Wasser täglich trinken, am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Das hält die Haut elastisch und hilft dem Körper bei der Entgiftung. Das wiederum kann Cellulite reduzieren.
- ✅Ballaststoffreiche Kost: Vollkornprodukte sowie Obst und Gemüse stärken das Bindegewebe. Ballaststoffe unterstützen eine gesunde Verdauung und können Wassereinlagerungen verringern. Leinsamen, oder Superfoods wie Chiasamen und Beeren gelten als Geheimtipp.
- ✅Gesunde Fette: Lebensmittel wie Avocado, Nüsse und Samen liefern wertvolle Fettsäuren, die die Haut zum Strahlen bringen. Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in Fisch, Walnüssen und Chiasamen vorkommen, können helfen, Cellulite zu reduzieren.
- ❌Zucker und verarbeitete Nahrung: Zucker verstärkt oft Cellulite, ebenso wie übermäßiger Konsum von Fett und Salz. Reduzieren Sie als Lebensmittel mit raffiniertem Zucker, Weißmehl oder stark salzige Lebensmittel, Fertigessen und Fast Food.
- ❌Zigaretten und Alkohol: Beide schaden nicht nur der allgemeinen Gesundheit, sondern auch der Haut. Denn beides führt dazu, dass, sich Giftstoffe im Körper ablagern. Das kann Cellulite begünstigen.
Eine Form der Selbstmassage ist die Anwendung von Schröpfgläsern. Massieren Sie etwas Massageöl mit den Fingern in die betroffenen Hautstellen. Setzen Sie anschließend das Schröpfglas darauf und drücken Sie den Silikonknopf. Nun können Sie das Glas langsam hin und her schieben. Der Unterdruck kurbelt die Durchblutung und den Lymphfluss an.
Kann man Cellulite mit Sport wieder wegbekommen?
Vollständig eliminieren oder gar wegtrainieren lässt sich Cellulite aufgrund genetischer Veranlagung und strukturellen Ursachen nicht. Gerade bei Frauen tritt Cellulite häufiger auf als bei Männern. 85 bis 98 Prozent aller Frauen leiden unter den Dellen. Die gute Nachricht lautet: Durch die richtige Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining, gesunder Ernährung und unterstützenden Behandlungen wie Massagen lässt sich Cellulite mildern.
Zusatz-Push zum Sport: Produktneuheiten gegen Cellulite
Im Kampf gegen Cellulite können Sie Ihr Sportprogramm zusätzlich mit unterstützenden Maßnahmen ergänzen. Photonenlicht in Rot und Blau kann die Haut elastisch machen und Rötungen und Entzündungen mindern. Die Kombination dieser Technologien soll laut Hersteller die Körperlinien modellieren und die Haut festigen. Der Clou: Kosmetische Gels oder Balsams dienen hier als Leiter für die Ströme, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.
Das Prinzip des Vakuum-Massagegeräts basiert auf der sogenannten subkutanen Endomassage. Das bedeutet, durch Unterdruck hebt es die Haut an und fördert so die Durchblutung in den Problemzonen und sorgt zusätzlich für Entspannung. Vier Massageprogramme und drei verschieden große Saugglocken passen die Behandlung an unterschiedliche Körperpartien an.
Schon kleinste Mengen Mineralsalz sollen bereits Impulse in den Zellen setzen, um die Selbstheilungskräfte wieder zu aktivieren. Dieses Set setzt auf eine bewährte Kombination mit den Wirkstoffen Calcium fluoratum (Kalziumfluorid) und Silicea (Kieselsäure), die bei Bindegewebsschwäche, Faltenbildung, Krampfadern und Orangenhaut oder Schwangerschaftsstreifen helfen können.
Wird Cellulite weniger, wenn man abnimmt?
Wenn Sie abnehmen, reduziert sich oft das Körperfett, was dazu führen kann, dass Cellulite weniger auffällt. Besonders in den betroffenen Bereichen kann die Haut glatter und straffer wirken. Allerdings verschwindet Cellulite nicht immer vollständig, da auch die Struktur des Bindegewebes und genetische Faktoren eine Rolle spielen.
Verwandte Beiträge:
- Hilft Radfahren gegen Bauchfett? Fakten & Tipps zum Abnehmen
- Hilft Radfahren bei Ischias? Tipps & Übungen
- Hilft Radfahren gegen Cellulite? Fakten & Tipps
- Radfahren zum Abnehmen: Kalorienverbrauch, Tipps & Trainingsplan
- Shimano GRX 820 Gruppe: Test, Komponenten & Kaufberatung
- iPhone 12 Motorradhalterung Test – Die besten sicheren & komfortablen Halterungen für dein Bike!
Kommentar schreiben